Gelesen: „Drei Tage Marie“ von Jessi M. Jones

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 444 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Feelings (1. September 2019)
Sprache: Deutsch

»Und alles woran ich denken kann, ist dieser Kuss. Dieser verdammte, brennende Kuss.«
Richard ist bitter enttäuscht. Von sich, von seiner gescheiterten Beziehung mit Ewa und darüber, dass er wieder in seinem Jugendzimmer in Stuttgart festsitzt, statt in Berlin zu studieren. Und alles nur wegen Marie! Seit ihrer ersten Begegnung schwirrt sie ihm im Kopf umher wie ein glitzernder Schmetterling.
Aber Richard gibt nicht so schnell auf. Er beschließt, in seinem Leben aufzuräumen. Dafür muss er zurück nach Berlin, um mit Marie zu sprechen. Doch dort läuft nichts wie erwartet. Denn Marie steckt in Schwierigkeiten. Für Richard steht fest: Er muss ihr helfen, auch wenn sie ihn hundertmal darum bittet, zu verschwinden. Unter der Bedingung, dass er sich danach von ihr fernhält, stimmt Marie zu, dass er sie in Sicherheit bringt.
Endlich bekommt Richard Gelegenheit hinter ihre coole Fassade zu blicken. Und plötzlich ist der Gedanke an diesen Kuss wieder da und lässt sich nicht mehr abschalten. Geht es Marie genauso? Oder trennt das Schicksal ihre Wege bald für immer?
(Quelle: Feelings)

Bisher hatte ich einen Roman von Jessi M. Jones gelesen und damals auch für wirklich gut befunden. Nun stand mit „Drei Tage Marie“ eine weitere Geschichte aus ihrer Feder auf meinem Leseplan und ich war wirklich sehr neugierig darauf.
Das Cover hat mich auch dieses Mal wieder sehr angesprochen und der Klappentext versprach mir richtig tolle Lesestunden. Daher habe ich nach dem Laden des eBooks auch flott mit Lesen begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin hier sehr gut ausgearbeitet und ins Geschehen integriert. Auf mich wirkten sie vorstellbar und die Handlungen waren auch ganz gut zu verstehen.
Die beiden Protagonisten Richard und Marie wirkten sympathisch auf mich. Vor allem Richard muss hier das Scheitern seiner Beziehung verkraften. Doch er ist jemand der nicht so schnell aufgibt, er krempelt sein Leben um. Das hat die Autorin hier sehr gut dargestellt, es wirkte glaubhaft und realistisch auf mich.
Auch Marie wirkte glaubhaft auf mich. Sie hat eine coole Fassade aufgebaut, doch schaut man dahinter erkennt man wer sie wirklich ist. Bisher hatte sie es nicht unbedingt leicht in ihrem Leben, daher hat sie eben auch dicht gemacht. Erst durch Richard taut sie dann etwas auf.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch andere Charaktere in der Handlung, die sich ebenso sehr gut ins Geschehen einfügen und so ganz eigene Dinge mitbringen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich richtig schön. Ich bin auch in diesem Roman sehr flüssig durch die Seiten gekommen und konnte problemlos folgen.
Die Handlung selbst hat mich irgendwie total verzaubert. Es geht dramatisch zu, Spannung kommt auf und auch die eingebauten Gefühle und Emotionen konnte ich gut nachempfinden.
Die Idee hinter dieser Geschichte gefiel mir sehr gut, auch wenn ich gerade zu Beginn doch eher damit gehadert habe. Immerhin geht es ums Fremdgehen, etwas das ich ja als ein absolutes No Go empfinde. Die Autorin schafft es aber dieses Thema hier sehr gut ins Geschehen zu integrieren.
Allerdings wurde mich hier in dieser Handlung doch einiges zu schnell abgehandelt. Es ging mir einfach zu schnell voran, da hätte ich mir gerne noch ein paar mehr Seiten gewünscht.

Das Ende ist dann wirklich gut so wie es hier kommt. Es passt richtig gut zur Gesamtgeschichte, macht sie doch auch schon rund und schließt sie sehr gut ab.

Insgesamt gesagt ist „Drei Tage Marie“ von Jessi M. Jones ein Roman, der mich wirklich gut für sich einnehmen konnte.
Interessant beschriebene Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als dramatisch, spannend und auch emotional empfunden habe, in der es mir aber doch irgendwie alles zu schnell voranging, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Rezension „Fünf Tage Alec“

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