Gelesen: „Eine Liebe an der Adria“ von Laura Gambrinus

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 3030 KB
Verlag: MIRA Taschenbuch (15. September 2019)
Seitenzahl der Printausgabe: 400 Seiten
Sprache: Deutsch

An der idyllischen Adriaküste will Lara über ihre zerbrochene Ehe hinwegkommen. Aber obwohl die Einheimischen sie mit der typisch italienischen Herzlichkeit empfangen, fällt es ihr schwer, Vertrauen zu ihnen zu fassen. Selbst der charismatische Muschelfischer Alessandro beißt bei ihr zunächst auf Granit.
Als Lara sich dennoch auf eine Affäre mit ihm einlässt, scheint diese zum Scheitern verurteilt. Denn sie verschweigt Alessandro ein wichtiges Detail – und auch ihr charmanter Verehrer scheint ein Geheimnis zu haben.
Hat ihre junge Liebe trotzdem eine Chance?
(Quelle: MIRA Taschenbuch)

Von Laura Gambrinus kannte ich bereits einen anderen Roman, mit dem sie mich auch sehr gut unterhalten hatte. Jetzt hatte ich auch die Chance „Eine Liebe an der Adria“ zu lesen und ich war entsprechend gespannt auf diesen Roman.
Das Cover hat mir wirklich gut gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher ging es nach dem Laden auch flott los mit Lesen.

Die hier handelnden Charaktere hat die Autorin an sich gut gezeichnet. Man kann sie sich gut vorstellen, wobei sie aber nicht immer Glanzleistungen vollbringen.
Lara ist eine junge Frau, die einerseits noch recht naiv und unsicher auf mich wirkte. Ab und an kommt aber auch mal ihr Selbstbewusstsein durch, das muss aber schon immer auch rausgekitzelt werden. Sie kämpft immer noch mit den Folgen ihrer Ehe, die nicht unbedingt die Beste war. Das hat sie wirklich geprägt.
Alessandro ist ein Typ, ich wusste nicht wirklich wie ich ihn nehmen sollte. Er nimmt es nicht unbedingt genau mit der Wahrheit, macht aus vielen Dingen doch eher ein großes Geheimnis. Erst recht spät erfährt man dann wer Alessandro wirklich ist.

Die eingebauten Nebenfiguren waren für mich da, wobei sie aber nicht unbedingt detailliert beschrieben waren. Sie bleiben dann doch ziemlich hinter den Protagonisten zurück.

Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich flüssig und locker zu lesen. Als Leser kommt man gut durch die Handlung hindurch und kann auch gut folgen.
Die eigentliche Handlung ist auch recht unterhaltsam und gefühlvoll. Allerdings es dauert doch bis wirklich Spannung aufkommt, bis das Tempo endlich etwas höher wird. Es plätschert zunächst alles sehr dahin, man hat schon auch Mühe wirklich zu folgen. Als es dann endlich mal spannend wird kann dies aber nicht ansatzweise gehalten werden. Immer wieder gibt es zähe Stellen, man ist als Leser dann auch leider nur mit halben Herzen dabei.
Die Kulisse des Romans ist in meinen Augen total gelungen. Die Autorin schafft es diese wirklich sehr gut zu beschreiben, sie erwacht vor dem geistigen Auge richtig zum Leben.

Das Ende ist okay, auch wenn mir hier der wirkliche Kick gefehlt hat. Auch hier gibt es noch ein ziemliches Hin und Her bis dann alles doch gut abgeschlossen wird.

Abschließend gesagt ist „Eine Liebe an der Adria“ von Laura Gambrinus ein Roman, der nicht das halten kann was der Klappentext verspricht.
Charaktere, die an sich gut gezeichnet sind, deren Handlungen aber nicht immer so sind wie man es sich erhofft, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die leider nicht wirklich Spannung aufbauen kann, deren Kulisse aber richtig gut beschrieben ist, lassen mich wirklich zwiegespalten zurück. Die Autorin verschenkt wirklich viel Potential.
Schade!

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