Gelesen: „Die Rebellion von Laterre (Die Rebellion der Sterne 1)“ von Jessica Brody und Joanne Rendell

Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Knaur TB (4. November 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426524821
ISBN-13: 978-3426524824

Drei junge Menschen – ein Planet im Chaos einer blutigen Revolution – ein gemeinsames Schicksal:
Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.
Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.
Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.
Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?
(Quelle: Knaur TB)

Bisher waren mir die Autorinnen Jessica Brody und Joanne Rendell noch vollkommen unbekannt. Umso gespannter war ich daher auch auf „Die Rebellion von Laterre“, den ersten Band der „Rebellion der Sterne“, von beiden Autorinnen.
Das Cover hat mich total angesprochen und der Klappentext versprach mir einfach tolle Lesestunden. Daher ging es nach dem Erhalt des Buches auch direkt mit Lesen los.

Die hier handelnden Charaktere sind den Autorinnen verdammt gut gelungen. Man kann sie sich als Leser vorstellen und auch die Handlungen verstehen.
So trifft man hier auf Chatine. Sie ist stets als Junge verkleidet und lebt im Dritten État von Laterre. Sie hat den Traum Laterre zu verlassen. Ich mochte sie und ihre Stärke wirklich total.
Marcellus wohnt im Zweiten État und ist Offizier des Ministères. Er kämpft dagegen an der Engel eines Generals zu sein, hat aber kaum eine eigene Meinung und besonders mutig ist er auch nicht unbedingt. Was ist wirklich von ihm halten soll weiß ich nicht so recht.
Alouette ist jemand die im Verborgenen lebt. Sie will herausfinden wer sie ist und woher sie kommt. Ich mochte ihre Art sehr gerne.
Diese 3 Charaktere sind unterschiedlich dargestellt und dennoch haben sie auch die Gemeinsamkeit, das sich ihre Welt im Handlungsverlauf ungemein verändert. Jeder ist auf seine Weise interessant, bringt so ganz eigene Dinge mit

Der Schreibstil der Autorinnen ist richtig flüssig und mitreißend. Ich habe das Buch angefangen und war sehr flott mittendrin im Geschehen. Man kann als Leser sehr gut folgen und alles wunderbar nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen der 3 Protagonisten. So wird es komplex und vielsichtig, man lernt auch alle 3 noch um einiges besser kennen.
Die Handlung selbst hat mich von Anfang richtig gefesselt. Man wird als Leser auf den Planeten Laterre befördert und ich war sehr fasziniert von der Welt, die hier aufgebaut wurde. Alles ist sehr detailliert und anschaulich beschrieben, man kann sich das Arbeiterviertel oder auch die Kuppel mit den besser gestellten Bewohnern sehr gut vorstellen, es erwacht alles zum Leben.
Das Geschehen selbst ist spannend und abwechslungsreich gehalten. Es soll sich hierbei ja um eine Neuinterpretation von „Les Misérables“ von Victor Hugo handeln. Ob dem wirklich so ist kann ich gar nicht sagen, da ich das Stück bisher nicht kenne. Das stört aber nicht im Geringsten, ich war total fasziniert und wurde immer mehr in die Welt hineingezogen.

Das Ende ist dann in meinen Augen richtig gut gemacht. Einerseits ist es abschließend, es wirkt aber auch erst wie der Beginn von etwas Großem und macht neugierig darauf wie es wohl weitergehen wird.

Alles in Allem ist „Die Rebellion von Laterre“ von Jessica Brody  und Joanne Rendell ein richtig guter Auftakt der „Die Rebellion der Sterne“ – Reihe, der mich echt richtig einnehmen konnte.
Charaktere, die interessant aber auch total unterschiedlich gezeichnet sind, ein flüssiger Stil der Autorinnen und eine Handlung, die ich als spannend und abwechslungsreich empfunden habe und deren Welte detailliert und somit vorstellbar beschrieben ist, haben mir richtig gute Lesestunden beschert und mich begeistert.
Absolut lesenswert!

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