[Werbung] Interview mit Isabel Morland – “Sehnsucht nach St. Kilda”

Kennt ihr das … ihr lest einen Roman und ganz plötzlich habt ihr das Bedürfnis mehr über den Handlungsort und die damit verbundene Geschichte zu erfahren? Genauso ging es mir mit “Sehnsucht nach St. Kilda” von Isabel Morland. Der Roman ist gerade erst bei Knaur TB erschienen.
Damit ihr die Autorin ein wenig besser kennenlernen könnt habe ich ihr ein paar Fragen gestellt, deren Antworten ihr nun hier und heute lesen könnt.

Liebe Isabel,
ganz lieben Dank das du dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen beantwortest.

Fangen wir mal „harmlos“ an … würdest du dich kurz vorstellen? Was muss man wissen, wenn man Isabel Morland kennen möchte?
Ich bin in erster Linie ein Familienmensch, aber auch jemand, der sich stundenlang in anderen Welten verlieren kann. Für mich gehören Höhen und Tiefen ganz selbstverständlich zum Leben und ich glaube fest daran, dass nur eines zählt, wenn wir gehen, nämlich die Liebe, die wir hinterlassen.   

Gerade erst ist mit „Sehnsucht nach St. Kilda“ der dritte deiner Hebriden-Romane erschienen. Was war es für ein Gefühl dein Buch in den Händen zu halten?
Einfach wunderbar. Nicht nur, weil es mein absolutes Herzensbuch und der vorläufige Abschluss der Reihe ist, sondern auch, weil das Foto auf dem Cover von mir stammt. Dass so etwas passieren könnte, hätte ich nie erwartet. Wenn ich das Bild betrachte, reise ich direkt zurück zu jenem Moment, als ich auf der Klippe stand.

Kannst du kurz zusammenfassen was den Leser in „Sehnsucht nach St. Kilda“ erwartet?
Euch erwartet eine spannende Reise auf die einsamste und abgelegenste Insel von Großbritannien. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und behandelt zwei Frauenschicksale, die voneinander unabhängig, und doch miteinander verbunden sind. Im Mittelpunkt steht die Evakuierung St Kildas und das Ende einer autarken Gemeinschaft, die auf tragische Weise auseinander gerissen wurde.

Wie kam dir die Idee zu den Hebriden-Romanen? Und wie lange hat das Schreiben insgesamt gedauert?
Ideen kommen aus den unterschiedlichsten Quellen. Im Nachhinein ist es immer schwer zu sagen, was letztendlich wozu geführt hat. Aber ganz sicher hat die Landschaft auf den Hebriden und die Lebensweise der Menschen dort einen großen Einfluss auf meine Geschichten. Jeder Band der Trilogie hat ungefähr ein Jahr in Anspruch genommen.  

Haben deine Charaktere eigentlich Eigenschaften, die dir ähnlich sind? Oder fließen eher die äußeren Dinge mit ein?
In jedem meiner Charaktere steckt ein Splitter von mir, eine Erfahrung die ich gemacht habe, oder ein Lebensgefühl, das mich bestimmt hat. Dinge, die man nicht spürt, kann man meines Erachtens nur ansatzweise beschreiben. Dennoch sind die Inhalte meiner Romane reine Fiktion.

Deine Charaktere sind sehr facettenreich und vielschichtig gezeichnet. Welcher deiner Charaktere hat dich besonders gefordert und warum?
Am meisten hat mich Annies Schicksal gefordert. In Interviews mit Nachfahren der ehemaligen Bewohner St Kildas habe ich erfahren, dass viele von ihnen auf dem Festland an gebrochenem Herzen gestorben sind. Durch verschiedene Aufenthalte auf Hirta weiß ich, wie hart es gewesen sein muss, die Insel zu verlassen und von den Menschen getrennt zu werden, mit denen man verbunden war.

Würdest du gerne mal mit deinen Figuren tauschen und ihr Leben erleben wollen?
Ich kann mich gut in meine Figuren hineinversetzen, aber ich liebe mein eigenes Leben.

Wie recherchierst du für deine Romane? Nutzt du eher das Internet bzw. andere Quellen oder reist du sogar hin und schaust du dir alles genau an?
Für „Sehnsucht nach St Kilda“ habe ich alles an Literatur gelesen, was mir in die Hände gefallen ist. Recherche beginnt bei mir immer vor Ort, manchmal reise ich auch noch ein zweites oder drittes Mal dorthin, wenn nötig. Um Szenen zu beschreiben nutze ich vor allem Fotos, die ich selbst vor Ort gemacht habe. Natürlich greife ich auch auf Quellen im Internet zurück.

Heimat am Ende der Welt:
Eine große Liebe und die bewegende Geschichte der Hebriden-Insel St. Kilda
Als die 83-jährige Annie McViccar am Strand einen Sluagh sieht – einen Vogelschwarm, der nach altem Glauben aus den Seelen Verstorbener besteht –, weiß sie, dass es an der Zeit ist, einen Schwur einzulösen. Denn vor beinahe 90 Jahren – am Tag der Evakuierung St. Kildas, als sie ihre Heimat für immer verlassen mussten – hat sie einem Jungen ein Versprechen gegeben …
Wenig später erreicht Annie eine Nachricht ihrer Enkelin Rachel: Nach drei schweren Schicksalsschlägen bittet Rachel darum, mit ihrem Sohn Sam zu Annie ziehen zu dürfen. Sam ist fasziniert von seiner Urgroßmutter und will alles über das Leben auf St. Kilda wissen. Für Rachel dagegen ist die Insel nur ein abweisender Fels im Meer, der nur noch von Vögeln bewohnt wird.
Bis Annie ihr für einige Wochen einen Job bei der Verwaltung St. Kildas besorgt. Zusammen mit einigen Helfern soll Rachel für den National Trust Gebäude instandsetzen. Nach und nach nehmen die schroffe Schönheit der Insel und ihre bewegende Geschichte Rachels Herz gefangen. Und sie ist nicht die Einzige, die in den hellen Nächten keinen Schlaf findet und dem Lied St. Kildas lauscht: Da ist auch noch der weltbekannte Fotograf Ailic, der hinter seiner Maske einen tiefen Schmerz verbirgt …

(Quelle: Knaur TB)

Weitere Informationen zum Buch gibt es auf Amazon und auch beim Verlag.
Desweiteren könnt ihr
hier meine Rezension nachlesen.

Wie bist du Autorin geworden? Gab es einen Auslöser, der dich zum Schreiben gebracht hat?
Ja, es gab einen bestimmten Punkt in meinem Leben, an dem ich wusste, jetzt muss ich ernst machen mit dem Schreiben. Der Impuls kam von innen heraus, es ging gar nicht anders.

Wenn du schreibst, plottest du alles durch oder schreibst du eher drauf los und schaust wohin dich die Handlung bringt?
Bevor ich zu schreiben beginne, steht der Plot. Natürlich entwickeln meine Protagonisten immer ihr Eigenleben, aber den großen Rahmen der Handlung lasse ich mir nicht aus der Hand nehmen.

Hast du Vorbilder bzw. vielleicht sogar Autoren, die dich inspirieren? Wenn ja, wen?
Oft inspirieren mich Musiker, weil diese die Fähigkeit besitzen, mit einem einzigen Lied eine ganze Flut von Gefühlen auszulösen. Dabei höre ich querbeet, von Michael Jackson, Queen, Sting und Leonard Cohen, über AnnenMeyKantereit, bis zu Samy Deluxe.  

Dein Arbeitsplatz, wie dürfen wir uns diesen vorstellen? Alles genau geordnet oder doch eher kreatives Chaos?
Hier türmen sich stapelweise Unterlagen, die ich für die Recherche brauche, und das muss auch so sein. Ich muss mich beim Arbeiten in alle Richtungen ausbreiten können … hm, wenn ich so darüber nachdenke, wahrscheinlich ist das nur eine Ausrede, weil mir die Zeit zum Aufräumen fehlt … J

Ein ganz normaler Tag im Leben von Isabel Morland, lässt du uns daran teilhaben?
Wie bei vielen anderen auch, hat mich der ganz normale Alltagswahnsinn im Griff. Ich schreibe, verbringe Zeit mit meinen Kindern und zwischendurch halten mich meine drei Hunde in Bewegung.

Wie entspannst du ich neben dem Schreiben? Hast du Hobbys oder Ähnliches, denen du nachgehst?
Ich gehe viel spazieren und joggen, um den Kopf frei zu bekommen, und wenn es meine Zeit erlaubt, fotografiere ich.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Auf meiner Insel.

Stell dir vor, du würdest einen Tag in der Regierung mitwirken, gibt es etwas, das du unbedingt ändern möchtest?
Das gäbe es einiges zu tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Das Jahr 2019 ist nun fast vorüber, gab es ein Ereignis oder einen Moment, auf das du gerne zurückblickst? Und worauf freust du dich in 2020 besonders?
Es gab viele tolle, aufregende, unerwartete und fantastische Momente. Ich habe zwei Bücher veröffentlicht, eine spannende Recherchereise unternommen und viele wunderbare Menschen getroffen. Ich möchte keinen einzigen Augenblick davon missen. Und für 2020 freue ich mich auf die nächste Recherchereise, die – wie immer – streng geheim ist. Außerdem darf ich noch einmal nach St Kilda zurückkehren, mein ganz persönliches Highlight.

Schauen wir doch mal in die Zukunft … gibt es Projekte über die du bereits etwas sagen darfst? Oder ist noch alles streng geheim?
Momentan passieren sehr viele aufregende Dinge. Aber, wie immer, darf ich kein Sterbenswort verraten. Das ist ganz schön hart …

Bevor wir zum Ende des Interviews kommen, übergebe ich dir das Wort … gibt es etwas, das du deinen Leser immer schon mal sagen wolltest?
Ihr seid die Besten! Zu hören, dass meine Geschichten Euch berühren, macht mich sehr glücklich. Danke, dass Ihr mich auf meinen Reisen durch die Welt der Fiktion begleitet und mit ganzem Herzen dabei seid. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als für Euch zu schreiben.

Liebe Isabel, ich danke dir herzlich für deine Zeit und deine Antworten!

Ich hoffe, euch hat es genauso viel Spaß gemacht das Interview zu lesen, wie mir die Fragen zu stellen. Und ihr habt nun auch Lust den Roman “Sehnsucht nach St. Kilda” zu lesen

Das Interview ist Teil der Blogger-Aktion zum Roman, organisiert von der Netzwerk Agentur Bookmark.
Weitere informative Artikel findet ihr hier im Plan.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hier zustimmen