Gelesen: “Die Blutsklavin (Royal Vampires 1)” von Brenda K. Davies

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2455 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 195 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag, SamtRot (12. November 2019)
Sprache: Deutsch

Niemals darf ER erfahren, wer SIE wirklich ist. Denn ER ist der dunkle Vampirprinz!
Gefangen und weggerissen von ihrer geliebten Familie und ihren Wäldern, ist der Tod nicht Arias größte Sorge. Sie befürchtet, als Blutsklavin für einen der von ihr so verhassten Vampire ausgewählt zu werden. Doch was auch immer in Gefangenschaft mit ihr passieren wird, niemals dürfen diese Monster ihre wahre Identität enthüllen. Denn obwohl die Entführer bereits vieles über sie und ihr Geheimnis wissen, haben sie keine Ahnung von ihrer wirklichen Bedeutung für die Rebellion, und das muss auch so bleiben. Doch als Braith, der mächtige Prinz der königlichen Vampirfamilie, plötzlich Anspruch auf sie erhebt, gerät alles, woran Aria bisher geglaubt hat, ins Wanken…
(Quelle: FeuerWerke Verlag, SamtRot)

Mit „Die Blutsklavin“ ist nun endlich auch der Auftakt der „Royal Vampires“ von Brenda K. Davies ist Deutschland erhältlich.
Ich wurde hier vom Cover angesprochen und der Klappentext machte mich ebenso neugierig. Daher habe ich das eBook geladen und dann ging es auch schon mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind in meinen Augen ganz gut gelungen. Man kann sie sich als Leser gut vorstellen und auch die Handlungen sind an sich zu verstehen.
Aria ist eine Menschenfrau, der das Schicksal einer Blutsklavin droht. Sie ist eine Kämpferin und für die Menschen, die sie liebt, würde sie alles tun. Ich mochte sie eigentlich auch ganz gerne, sie ist vorstellbar beschrieben.
Braith ist ein Vampir und aus Menschen hat er sich noch nie viel gemacht. Er bekommt auch immer was er will und Widerworte duldet er nicht. Mit der Zeit aber ändert er sein Verhalten, was ich als sehr nachvollziehbar empfunden habe.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Man kommt locker und sehr kurzweilig durch die Geschichte hindurch, kann gut folgen und auch alles eigentlich verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Aria und Braith. Hierfür hat die Autorin jeweils die personale Erzählperspektive verwendet. So blickt man als Leser immer von außen auf alles.
Die Handlung hat es mir ganz ehrlich nicht unbedingt leicht gemacht. Ich hatte ich wirklich auf eine spannende Vampirgeschichte gefreut. Doch leider kann sich hier nur bedingt Spannung einstellen. Man wird zwar direkt ins Geschehen hineingeworfen, doch es plätschert zunächst eher. Dann im letzten Drittel kommt die angesprochene Spannung auf, was für meinen Geschmack doch reichlich spät ist. Es sind hier ja auch nicht so viele Seiten und somit sollte man auch nicht zu viel erwarten.

Das Ende ist dann ein ziemlicher Cliffhanger. Man wird schon fast aus der Handlung gerissen, es bleibt so viel offen. Ob ich Band 2 lesen werde kann ich aktuell nicht sagen, das entscheide ich dann spontan.

Insgesamt gesagt ist „Die Blutsklavin“ von Brenda K. Davies ein doch eher durchwachsener Auftakt der „Royal Vampires“, der mich zwiegespalten zurücklässt.
Gut beschriebene Charaktere und ein flüssiger Stil der Autorin stehen einer eher mäßig spannenden Handlung gegenüber. Es ist sehr viel Potential vorhanden, leider wird es nicht gänzlich genutzt.
Schade!