[Werbung] Der Landarzt – “Bernsteintränen” von Izabelle Jardin

Eigentlich ist es richtig einfach, wenn man krank ist, dann geht man zum Arzt. So zumindest läuft es, wenn man in der Stadt lebt. Doch wie geht das auf dem Land vonstatten? Was passiert da, wenn man krank wird und ärztliche Hilfe benötigt?

(Bildquelle: Pixabay)

Auf dem Land kommt bei Krankheiten oder kleinen Wehwehchen der Landarzt zum Einsatz. Er ist gleichgestellt dem in der Stadt bekannten Hausarzt, also meistens ein Facharzt für Allgemeinmedizin oder ein Internist, der hausärztlich tätig ist. Der Landarzt ist in einer ländlichen Region tätig.
In solch einer Gegend sind die Entfernungen zwischen Arzt und Patient sowie zwischen Hausarzt und Kliniken bzw. Spezialisten um einiges größer und auch das Alter der Patienten ist deutlich höher.
Meist übernimmt ein Landarzt auch Tätigkeiten, die in der Stadt ein Spezialist übernimmt. Er ist also immer der erste Ansprechpartner, wenn es einen Notfall gibt. Und ein Landarzt macht viel mehr und regelmäßiger Hausbesuche als es ein Arzt in der Stadt macht.

Ein Landarzt ist entweder in einer eigenen Praxis oder in Gemeinschaftspraxen oder aber in sogenannten Medizinischen Versorgungszentren ansässig. Das Behandlungsspektrum eines Landarztes ist auch um einiges vielfältiger als bei einem Arzt in der Stadt oder einer Klinik.
Leider aber ist es in Deutschland so das es seit einigen Jahren einen stetigen Rückgang von Landärzten gibt. Es gibt aber Ansätze, dies zu ändern. So werden mittlerweile seit dem Wintersemester 2019/2020 vermehrt Studienplätze an Bewerber vergeben, die sich für mindestens 10 Jahre verpflichten in einer Landarztpraxis zu arbeiten. Diese Regelung stößt aber nicht nur auf Zustimmung.

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Aber wie kann man junge Mediziner dazu animieren sich in einer ländlichen Gegend niederzulassen und dort eine eigene Praxis zu betreiben?
Im Vergleich zum Krankenhaus hat ein Landarzt eine geregelte tägliche Arbeitszeit, wenn man eine eigene Praxis hat.
Es gibt Notdienste, diese fallen aber immer nur alle paar Wochen für niedergelassene Ärzte an.
Und Stress verläuft bei Landärzten eher wellenförmig, wenn beispielsweise die Grippe gerade präsent ist.
Man hat als Landarzt auch ein echtes Privatleben, denn es gibt keine Schichten, wie es beispielsweise in Krankenhäusern der Fall ist.

Finanziell ist es als Landarzt auch nicht so schlecht. Immerhin gibt es zur Zeit ja eher ältere Ärzte, die sich auch irgendwann gerne mal zur Ruhe setzen würden. So können junge Mediziner beispielsweise ohne lästigen Kredit eine Praxis übernehmen.
Auch sind die Nebenkosten in einer Landarztpraxis niedriger und man kann auf eine bessere finanzielle Gesamtsituation schauen.

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Ein weiterer Vorteil eines Landarztes, man kennt seine Patienten. In einer Großstadt ist dies schon lange nicht mehr der Fall. Hier sieht man jeden Tag neue Gesichter, manches Mal kommt ein Patient sogar nur einmal und dann nie wieder. Auf dem Land entsteht also eine Patient-Arzt-Beziehung. Zwar gibt es mehr Patienten, doch wo weniger leben kehren die Patienten auch zum gleichen Mediziner zurück, da es weniger Praxen gibt.
So kann sich ein Landarzt viel intensiver mit dem Krankheitsbild des Patienten beschäftigen.
Es entsteht ein Arzt-Patient-Verhältnis, es gibt Vertrauen und Bekanntheit.
Auf dem Land ist dann also Arzt-sein noch eine Berufung.

Sicherlich fragt ihr euch, warum schreibe ich darüber? Diese Frage lässt sich einfach beantworten … auch im Roman „Bernsteintränen“ von Izabelle Jardin gibt es einen Landarzt. Sein Name ist Marcin.
Er ist Pole und ich mochte auch ihn vom ersten Auftreten an sehr gerne. Marcin arbeitet in einer eigenen Praxis. Für Nicola, die weibliche Protagonistin im Roman, ist er der Retter in der Not, er beherbergt sie auf ihrer Reise nach Polen.
Marcin ist jemand der nicht unbedingt Gefühle zeigt. Das hat er mit Nicola gemeinsam. Er ist aber auf jeden Fall jemand, bei dem man sich als Frau wohlfühlt. Er strahlt Geborgenheit aus, kennt die Umgebung wie seine Westentasche.

Ein alter Gutshof und zwei junge Frauen, die ihr Glück in die eigenen Hände nehmen
Ostpreußen, 1945: In den Wirren der letzten Kriegstage flieht die zwanzigjährige Elisabeth vom Gut ihrer Eltern. Ob sie ihre Familie je wiedersehen wird, weiß sie nicht. Auch ihre große Liebe muss sie zurücklassen.
Berlin, 2005: Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hatte sich Nicola eigentlich anders vorgestellt. Gerade erst hat sie sich von ihrem Freund getrennt, da schickt sie ihr Chef auf Dienstreise nach Polen. Nach einer Autopanne nimmt sie der Landarzt Marcin bei sich auf, der ganz in der Nähe des alten Gutshofes wohnt, den Nicola für ihre Firma besichtigen soll. Marcin weckt in ihr völlig ungeahnte Gefühle, und auch das alte Haus lässt sie schon bald nicht mehr los. Sie taucht ein in die Geschichte seiner früheren Bewohner.

(Quelle: Ullstein Taschenbuch)

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(Infoquellen: Wikipedia ; Flexikon.Doccheck ; Praktischarzt)