Gelesen: “Playground Chess: Berührt. Geführt” von Viola Sanden

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 3462 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 212 Seiten
Verlag: Piper Gefühlvoll (1. Oktober 2019)
Sprache: Deutsch

Liebe ist mehr als ein Spiel: eine prickelnde Lovestory um das königliche Spiel und die verlockenden Möglichkeiten außerhalb des Spielfelds …
Am Anfang ist es für Catrin ein Online-Schachspiel wie jedes andere. Aber als sie gegen einen unerwartet starken Gegner verliert und er ihr Revanche anbietet, bekommt das Spiel eine andere Dimension. Schon bald tritt sie täglich gegen ihn an und das virtuelle Schachbrett wird für beide zum Spielfeld eines zunehmend kribbelnden Schlagabtausches. In der Anonymität des Internets genießt Catrin den Flirt mit dem intelligenten Taktiker Jon – bis er in der Realität weiterspielen möchte…
(Quelle: Piper Gefühlvoll)

Bisher kannte ich die Autorin Viola Sanden noch nicht. Nun stand mit „Playground Chess: Berührt. Geführt“ ein Roman von ihr auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf.
Das Cover hat mir ganz gut gefallen und der Klappentext hat mir tolle Lesestunden versprochen. Daher habe ich das Buch geladen und schon ging es los.

Die hier handelnden Charaktere sind soweit gut gelungen. Sie wirkten auf mich vorstellbar und die Handlungen waren an sich auch gut zu verstehen.
Catrin ist eine junge Frau, die unheimlich gerne Schach spielt. Sie kämpft für ihre Ziele und seit einiger Zeit ist sie Single. Gefallen hat mir das sie nicht unbedingt der Modeltyp ist, sondern auch ein paar Kilos mit sich herumträgt. Dadurch wurde sie mir sympathisch.
Jon ist Lehrer für Englisch und Mathematik. Er ist sehr sportlich, liebt Jazz und spielt auch gerne Schach. Er schafft es Herzen ohne Probleme zu gewinnen, da er sich auch sehr gut ausdrücken kann.

Neben diesen beiden gibt es noch Nebenfiguren, die sich sehr gut ins Geschehen einfügen. Die Mischung ist der Autorin gut gelungen, denn jeder bringt auch ganz eigene Dinge mit.

Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und so kann man als Leser dem Geschehen sehr gut folgen. Für mich war alles gut zu verstehen und nachzuvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus der Sichtweise von Catrin. Ab und an wechselt die Perspektive aber auch zu Jon oder Daniel oder auch Anett. So wird es komplex und vielsichtig. Manche Sichtweise allerdings hätte es in meinen Augen nicht gebraucht.
Die Handlung ist an sich gar nicht mal so schlecht. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, die auch nicht unbedingt die üblichen Klischees bedient. Es wird hier sehr komplex, die Gedanken und auch Gespräche sind tiefgründig und wirken so auch realistisch dargestellt.
Hier im Geschehen spielt Schach eine große Rolle. Das wird hier online gespielt, man weiß also nicht wer wo hinter steckt. Und so baut sich die Handlung dann auch in zwei Teile auf, zum einen spielt es in der virtuelle Welt, auf der anderen Seite ist dann das Reale. So spricht die Autorin dann auch ein Thema an, das ich bisher so noch nicht hatte.
Ich muss aber sagen, mir waren die ganzen Beschreibungen, die man immer wieder im Geschehen vorfindet, ein wenig zu viel.

Das Ende ist dann im Vergleich zur Handlung recht schnell und wirkte auf mich sehr schnell abgehandelt. Das fand ich etwas schade, ich hätte mir doch mehr Details gewünscht. Es passt aber dennoch gut und schließt das Geschehen ab.

Zusammengefasst gesagt ist „Playground Chess: Berührt. Geführt“ von Viola Sanden ein ganz guter Roman, der mich auch gut für sich gewinnen konnte.
Gut ausgearbeitete interessante Charaktere, ein gut zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die keine typische Liebesgeschichte darstellt, deren ausschweifende Beschreibungen aber manches Mal doch ein wenig zu viel waren, haben mir bis auf das Ende unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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