[Werbung] Interview mit Christina Degenhardt – “Nurianer: Gespaltene Welten”

Anfang November ist der Roman “Nurianer: Gespaltene Welten” von Christina Degenhardt erschienen. Um die Autorin ein wenig besser kennenzulernen durfte ich ihr ein paar Fragen stellen. Ihre Antworten könnt ihr nun im Folgenden lesen.

Hallo liebe Christina,
vielen lieben Dank, das ich dir im Rahmen unserer Blogger-Aktion zu deinem Roman ein paar Fragen stellen darf.

(© Julia Degenhardt)

Wie geht es dir denn ganz aktuell? Bist du schon im Vorweihnachtsstress?
Ich konzentriere mich gerade voll und ganz darauf, den zweiten Teil der Nurianer fertig zu schreiben, damit er zu meiner Lektorin kann. Eigentlich war ich schon letzte Woche damit fertig, doch die Figuren wollten dann doch noch etwas mehr erleben. Wodurch ich immer noch daran schreibe :). Aber sobald das Wörtchen „Ende“ drunter steht, werde ich die Weihnachtszeit in vollen Zügen genießen! Denn ich liebe sie!

Würdest du dich bitte kurz vorstellen? Was sollte man über Christina Degenhardt wissen?
Hmm. Was muss man über mich wissen… Ich bin leidenschaftliche Autorin, begeisterte Leserin, stundenlange Träumerin, projektweise Workaholic. Ich liebe Geschichten, tauche gerne ab in neue Welten, vergesse mich im Kino, schwärme für sinnliche Charaktere, mag lieber dunkle statt weißer Schokolade, würde bei einer Einladung zum Achterbahnfahren niemals nein sagen und bin immer dafür Probleme zu lösen, anstatt sie zu leben. So bin ich auch zum Schreiben gekommen. Ich bin Legasthenikerin und habe mir lange einreden lassen, dass die Wörter nicht meine Freunde sind. Das habe ich nicht eingesehen und habe beschlossen meinen Traum zu leben.

Anfang November ist dein Roman „Nurianer: Gespaltene Welten“ erschienen. Wie ging es dir damit deine Geschichte in die Buchwelt zu entlassen?
Es war ein großer Schritt für mich. Nurianer – Gespaltene Welten ist mein zweites Buch, das erschienen ist. Die Routine ist also noch nicht vorhanden, wenn es sowas überhaupt beim Schreiben gibt. Ich habe in den letzten vier Jahren meine Freizeit in diese Welt gesteckt. Ich habe mit den Figuren geliebt und gelitten. Sie sind ein Teil von mir und sobald man sie veröffentlicht, kann man sie vor Meinung und Kritik nicht mehr schützen. Als Autor*in gibt man den Leser*innen ein Stück von sich selbst in die Hand. Da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, bekommt man nicht nur positives zu hören. Andererseits lerne ich auch durch jede Kritik. Positiv wie negativ. Wobei ich die Positiven natürlich viel lieber lese.

Kannst du vielleicht kurz zusammenfassen worum es in den „Nurianern“ geht?
Die Nurianer sind ein Volk, das im Einklang mit der Natur lebt. Sie halten sie in Ehren und stellen die Natur an erste Stelle. Während einer Party gelangt Nina durch Zufall in ihre Welt. Doch danach ist nichts mehr wie vorher. Um mehr zu erfahren, kehrt sie zurück und begegnet Tjarko, der nicht viel davon hält, dass sie bleiben will. Doch sie setzt sich durch und beginnt ihr Studium in Nuriend, der Akademie des Wissens. Dort lernt sie, wie man mit der Natur zusammenarbeitet, anstatt gegen sie. Sie trifft Marnie, die ihre Freundin wird. Und Leonard, der ihr hilft, sich in Nuriend zurechtzufinden. Sie genießt die Zeit mit ihm, wenn da nur nicht noch Tjarko wäre, der ihr Herz höherschlagen lässt. Wenn das ihr Leben nicht schon kompliziert genug machen würde, tauchen auch noch mysteriöse Männer auf, die versuchen Nina zu entführen. Zum Glück kann Tjarko sie beschützen, doch nun muss Nina herausfinden, was die Männer von ihr wollen. Was das ist und wie sie dies schafft, dürft ihr gerne selber herausfinden.

Nina hat mit Ach und Krach ihr Abitur bestanden und steht nun vor der großen Frage, was sie mit ihrer Zukunft anstellen soll. Eine Party im Frankfurter Stadtwald kommt ihr da gerade recht. Doch wer hätte gedacht, dass gerade eine Party ihr ganzes Leben durcheinanderbringt. Nina überschreitet eine magische Grenze und entdeckt so das Reich der Nurianer, die schon seit Jahrhunderten versteckt und beschützt vom Wald mit der Natur im Einklang leben. Fasziniert von der neuen Welt beschließt Nina dort zu bleiben und sich hier ein neues Zuhause aufzubauen. In Nuriend ist jedoch nicht nur ihr Leben, sondern auch ihr Herz in Gefahr. Mysteriöse Vorkommnisse und hinterhältige Intrigen bringen ihr Leben gewaltig durcheinander und lassen sie zweifeln, ob Tjarko der Richtige für sie ist. Dabei immer an ihrer Seite ihre Freundin Marnie, die sie mit Klugheit und Witz unterstützt, egal was Nina wieder anstellt. Mit Nurianer Gespaltene Welten ist Christina Degenhardt wieder eine mitreißende und einzigartige Geschichte voller Freundschaft, Verrat, Liebe, Geheimnisse und Mut gelungen. Humorvoll und mit sehr viel Herz erzählt sie die Geschichte eines jungen Mädchens, das in eine neue Welt eintaucht, ein Leben in und mit der Natur für sich entdeckt und sich zudem Hals über Kopf verliebt. Die spannende und fesselnde Geschichte beschäftigt sich mit wichtigen Themen wie Naturschutz, der typischen Zukunftsfrage junger Mädchen und starker Familienbande. Christina Degenhardt verzaubert erneut lesebegeisterte Mädchen und Jungen.

(Quelle: amazon)

Weitere Informationen zum Buch bei Amazon
Meine Rezension
Die Homepage der Autorin

Wie kam dir die Idee zu der Geschichte? Und wie lange hast du insgesamt daran gearbeitet bis es das Buch war, das wir Leser nun kennen?
Die Idee kam mir, während ich im Kino saß, vor ungefähr fünf Jahren. Ein Action Blockbuster, der nicht viel mit meiner Geschichte zu tun hat und ich auch keine Ahnung habe, warum er mich so inspiriert hat. Seitdem hat sich die Geschichte nochmal sehr verändert. Die ersten Kapitel waren aus Sicht von Tjarko erzählt. Er war derjenige, der in der gespaltenen Welt lebte und keine Ahnung von den Nurianern hatte. Bei einer Party geriet er in eine Prügelei, als er das weite suchte, landete im Waldlandreich, das damals noch viel Magischer war. Ich habe zwei Jahre am ersten Teil geschrieben und zwei am zweiten Teil, der nächsten Frühling erscheinen soll.

Welchen deiner Charaktere magst du am liebsten? Ist es eher Nina? Oder vielleicht doch Tjarko? Oder ist es am Ende jemand ganz anderes?
Das ist gar nicht so einfach. Ich mag die Nina, zu der sie am Ende wird, den Charme von Leonard, die Stärke von Tjarko, den Witz von Marnie, das Selbstbewusstsein von Hellen und die Ehrlichkeit von Adrian. Sie alle gehören zusammen. Wenn nur Einer fehlen würde, wäre die Geschichte nicht komplett.

Würdest du gerne mit deinen Charakteren tauschen und ihr Leben erleben wollen?
Ich würde mir wünschen, dass jeder von uns, den Nurianer in sich sucht. Es ist gar nicht so schwer, sein Leben etwas nachhaltiger zu gestalten. Seit ich mit dem Buch angefangen habe, hat sich auch mein Leben verändert. Stück für Stück. Umso mehr ich wusste, umso weniger wollte ich so weiterleben. Ohne dabei das Gefühl von Verzicht zu empfinden. Wir zerstören etwas Wunderschönes, was die Nurianer noch zu schätzen wissen. Jedoch möchte ich nicht das Leben von Nina führen, das wäre mir zu aufregend! Jedoch gegen einen Studienplatz in Nuriend hätte ich nichts dagegen.

Kommen wir mal zu einer Frage, die du bestimmt schon mehrfach beantworten durftest … ich wage es trotzdem … Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es einen Auslöser oder hat es sich einfach so ergeben?
Zum Teil habe ich das ja schon beantwortet. Ich habe aus einer Schwäche, eine Stärke gemacht. Zwar habe ich nicht, wie viele schon von klein auf, geschrieben, sondern erst nach dem Abi damit angefangen. Habe mir aber, seit ich mich erinnern kann, Geschichten ausgedacht. Sobald mir langweilig war, ich traurig oder erschöpft war, habe ich mich in meine Geschichten zurückgezogen und ich bin sehr dankbar, dass ich nun die Geschichten aufs Papier bringen kann. Und somit auch andere in ihnen ihren Alltag vergessen können.

Wenn du schreibst, wie gehst du dabei vor? Plottest und planst du alles genau durch oder schreibst du einfach drauf los?
Ich starte mit einem Gefühl für die Figuren und ihre Welt, in der sie leben. Ihren Anfang schreibe ich wild drauf los. Erst wenn die ersten Kapitel stehen, fange ich an zu Plotten. Die grobe Struktur bleibt dann auch bestehen, wobei Figuren auch immer ihren eigenen Kopf haben. Ich folge meinem Bauchgefühl, wie eine Geschichte sich entwickeln soll und lasse mich überraschen, was alles noch passieren wird.

(© Julia Degenhardt)

Woher kommen deine Inspirationen für deine Geschichten?
Wenn ich das so genau wüsste. Auf einmal sind sie da. Das nächste Buch, das ich schreiben will, ist durch ein Straßenschild auf einer Insel entstanden. Ich bin daran vorbeigefahren und auf einmal war der Anfang der Geschichte da.

Ein typischer Tag im Leben der Christina Degenhardt … lässt du uns daran teilhaben?
Den gibt es bei mir gar nicht. Ich arbeite Projektweise. Mal an einem Buch, mal an einem Film. Die Hälfte des Jahres bin ich Innenrequisiteurin bei Film und Fernsehen. Ich betreue das Set für die Ausstattung. Das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ist jeden Tag anders, da auch so ein Film ständig an anderen Orten spielt. Dazu kommt noch, dass auch jedes Drehbuch anders ist. Wenn ich in meiner Schreibzeit stecke, versuche ich morgens, nach dem Aufstehen und ein paar Sportübungen, mich an den Schreibtisch zusetzen. Manchmal klappts, manchmal kommt das Leben dazwischen. Dann wird auch mal nachts geschrieben.

Hast du Hobbys? Wie entspannst du dich neben dem Schreiben?
Mit Geschichten :). Wenn ich sie mir nicht gerade ausdenke, dann lese ich sie. Hörbücher nutze ich auf längeren Fahrten und immer, wenn ich die Chance habe, bin ich im Kino. Die Atmosphäre kann kein Fernseher ersetzten.

In deinem Roman spielt die Natur eine große Rolle. Wie stehst du zum Thema Klima- und Naturschutz? Engagierst du dich vielleicht sogar aktiv?
Gestern erst war ich mit Fridays for Future auf der Straße. Es war die vierte große Demo überall in Deutschland und es war toll! Ich bin begeistert, was diese jungen Menschen in einem Jahr alles geschafft haben und ich bin mir sicher, dass sie noch mehr erreichen werden. Ich selbst versuche meinen Alltag Klimagerechter zu gestallten. Ich gehe mit Jutebeuteln und Tupperware einkaufen, trenne und vermeide Müll, habe eine Wurmkiste (ganz tolle Erfindung), teile mein Auto mit Freunden, fliege nicht mehr als höchstens dreimal im Jahr, habe mein Badezimmer Plastik und Chemie frei, laufe was geht, sammle Müll draußen und denke einfach dreimal mehr darüber nach, wenn ich etwas tue. Ich habe mein Konsumverhalten deutlich runtergeschraubt, kaufe nachhaltige Produkte und habe ein Konto bei einer nachhaltigen Bank. Vermutlich sind noch zig andere Dinge aufzuzählen, doch sie sind für mich schon so normal, dass sie mir nicht einfallen. Ich bin noch weit entfernt davon, ein Nurianer zu sein, aber ich gebe mein Bestes!

Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Ich weiß nicht einmal, wo ich mich nächstes Jahr sehe. Ich habe für mich festgestellt, dass das Leben nicht planbar ist und ich das auch gar nicht möchte. Dafür ist es viel zu aufregend und bietet zu viele Möglichkeiten! Auf jeden Fall werde ich dann noch immer schreiben!

Das Jahr 2019 ist ja nun fast vorüber. Gab es in diesem Jahr ein Ereignis oder einen Moment, auf den du gerne zurückblickst? Und hast du schon Vorsätze für 2020?
Viel zu viele! Ich habe in Norwegen gedreht und bin dort mit einem Hundeschlitten gefahren. Ich habe mehrere Wochen auf Sylt gearbeitet und den Wind nicht lieben gelernt. Ich habe mit tollen Menschen zusammengearbeitet, um den Nurianern den besten Feinschliff zu geben. Meine besten Freunde haben geheiratet und ich durfte ihre Hochzeit dekorieren. Ich habe mein Fernstudium als Drehbuchautor beendet und mir damit weitere Möglichkeiten geschaffen. Es gibt so viel, was mir das Jahr 2019 geschenkt hat und ich möchte nichts davon missen. 2020 darf gerne noch schöner werden, da sag ich nicht nein :). Als Vorsatz habe ich die Gleichen, wie jedes Jahr. Mindestens einen neuen Ort entdecken und so viel neues lernen und kennenlernen wie möglich.

Lass uns doch mal in die Zukunft blicken … gibt es Projekte, die anstehen und über die du bereits etwas sagen kannst? Oder ist da noch alles top secret?
Als nächstes erscheint von mir im Frühling 2020 „Nurianer – Dunkle Zeiten“. Mal schauen wie es danach weiter geht, jedenfalls werdet ihr nicht wieder 4 Jahre warten müssen, bis mein nächstes Buch erscheint.

Zum Abschluss übergebe ich dir das Wort. Was wolltest du deinen Lesern immer schon mal sagen?
Lebt eure Träume! Egal wie viele Leute sagen, dass das nicht geht. Sie liegen falsch!

Liebe Christina, vielen Dank für deine Zeit und deine Antworten.

Dieses Interview ist Teil der Blogger-Aktion zum Roman “Nurianer: Gespaltene Welten”, organisiert von der Netzwerk Agentur Bookmark.
Weitere interessante Artikel zum Buch sind in diesem Plan zu finden.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten einverstanden.