Gelesen: “Die Zeit der vergessenen Kinder” von Charlotte Kliemann

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 3483 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 283 Seiten
Verlag: FeuerWerke Verlag (12. Dezember 2019)
Sprache: Deutsch

Über die Liebe im Schatten einer dunklen Zeit.
1941: Das Roma-Mädchen Rubina flieht mit seiner Familie vor der drohenden Deportation in die tiefen Wälder des Sauerlandes. Dort lernt sie, Hunger, Kälte und Entbehrungen zu trotzen. Als ihr kleiner Bruder stirbt, scheint Rubina daran zu zerbrechen. Doch sie ist stark – vielleicht sogar stärker als der Tod…
2008: Martin, Rubinas Sohn, geht nach einer gescheiterten Ehe ganz in seinem Beruf als Zeitungsredakteur auf. Als er Claudia begegnet und sich sofort in sie verliebt, gerät sein geordnetes Leben aus den Fugen. Beide verbindet der Kampf mit unheilvollen Erinnerungen an ihre Kindheit und eine Familiengeschichte, die sie zutiefst geprägt hat. Doch genau diese Gemeinsamkeiten scheinen es unmöglich zu machen, ganz zueinander zu finden. Denn je mehr sie sich aneinanderklammern, desto härter wird ihre Liebe auf die Probe gestellt.
(Quelle: FeuerWerke Verlag)

Bisher war mir die Autorin Charlotte Kliemann noch unbekannt. Nun ist mit „Die Zeit der vergessenen Kinder“ ihr zweiter Roman erschienen und ich war sehr gespannt darauf.
Das Cover und der Klappentext passen sehr gut zusammen und machen neugierig darauf, was man als Leser hier zu Lesen bekommt.

Die Charaktere, die man hier als Leser kennenlernt, sind der Autorin ganz gut gelungen. Ich empfand sie als passend und auch die Handlungen waren an und für sich gut zu verstehen.
In der Gegenwart lernt man vor allem Martin sehr gut kennen. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Martin hat eine, leider, gescheiterte Ehe hinter sich und ist Vater von 2 Kindern.
Auch Claudia spielt in der Gegenwart eine große Rolle. Sie hat ebenfalls 2 Kinder und versteht sich mit Martin und dessen Kindern sehr gut.
Beide Charaktere haben ihre ganz persönliche Vergangenheit, die bewältigt werden muss.
In der Vergangenheit folgt man als Leser vor allem Martins Mutter Rubina. Man erfährt als Leser welche Grausamkeiten sie und ihre Familie alles aushalten mussten. Für Rubina war es immer schwer, da sie und ihre Familie ein Leben auf der Flucht gelebt haben. Dies hat bei Rubina Spuren hinterlassen, ihre Psyche ist extrem gestört.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und flüssig zu lesen. Man kommt als Leser so auch gut durch die Handlung hindurch und kann problemlos folgen.
Es gibt hier zwei Zeitebenen, in denen das Geschehen erzählt wird. In der Gegenwart ist es auch Martin selbst, der in der Ich-Perspektive alles schildert. In dieser Ebene folgt man auch ihm und bekommt gute Einblicke in sein Leben.
Die andere Zeitebene ist die Vergangenheit. Hier ist es Martins Mutter, der man folgt und über deren Leben man mehr erfährt.
Es ist eine recht spannende Handlung, die jedoch nichts für Zwischendurch ist. Man muss sich schon konzentrieren und es ist auch kein Buch, das man in einem Rutsch liest. Es gibt hier Dinge, die erst einmal sacken müssen, die man verarbeiten muss.

Das Ende ist dann in meinen Augen gut passend zur Gesamtgeschichte, die man als Leser hier erfährt. Es führt alles zusammen, fügt sich zu einem stimmigen Ganzen und der Schluss rundet alles ab.

Alles in Allem ist „Die Zeit der vergessenen Kinder“ von Charlotte Kliemann ein Roman, der mich gut für sich gewinnen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein angenehm zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die auf zwei Ebenen angesetzt ist und die den Leser bewegt und auch zum Nachdenken anregt, haben mir schöne Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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