Gelesen: „Das Mädchen, das den Sturm ruft“ von Lindsay Lackey

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Dressler (20. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791501569
ISBN-13: 978-3791501567
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

Was heute unmöglich scheint, kann morgen schon wahr sein.
Reds Gefühle fangen den Wind ein. Ist sie wütend, zieht Sturm auf. Das ist der Grund, warum sie nie lange in einer ihrer Pflegefamilien bleiben darf, wo sie untergebracht ist, bis ihre Mutter aus dem Gefängnis kommt. Erst bei Celine und Jackson, die einen Streichelzoo betreiben und schon so manchen Streuner aufgenommen haben, fühlt Red sich zum ersten Mal zu Hause. Zwischen kletternden Ziegen, einer bücherliebenden Riesenschildkröte und jeder Menge Hunden fasst sie endlich Fuß. Doch dann taucht Reds Mutter auf, und mit ihr kommt auch der Sturm zurück. Diese Geschichte ist mitreißend und zugleich sensibel erzählt, eine literarische Perle mit ergreifendem sozialpolitischem Hintergrund.
(Quelle: Dressler)

Der Jugendroman „Das Mädchen, das den Sturm ruft“ stammt von der Autorin Lindsay Lackey. Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war wirklich gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es ist mal ein wenig anders gestaltet als man es sonst so kennt. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich das Buch auch nach Erhalt umgehend mit Lesen begonnen.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte sie mir alle samt sehr gut vorstellen und auch die Handlungen waren für mich verständlich gehalten.
Die Protagonistin Red war mir sehr sympathisch. Sie hat für ihre fast 12 Jahre schon sehr viel erlebt und sehnt sich eigentlich nur danach endlich anzukommen und Geborgenheit zu erfahren. Zu viele Pflegefamilien hat sie schon gesehen und keiner wollte sie wirklich. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, habe mit Red mitgefühlt.
Ihre neuen Pflegeeltern Celine und Jackson sind klasse. Bei ihnen fühlt sich Red auf Anhieb wohl, sie sind warmherzig und einfach total freundlich Red gegenüber. Mir gefiel es sehr gut, wie sie auch auf Red eingehen.

Neben den Protagonisten gibt es noch andere Charaktere, die sich ebenso sehr gut in das Geschehen hier einfügen. So ergibt sich eine stimmige Mischung, die der Handlung gelegen kommt.

Der Schreibstil der Autorin ist altersgerecht und entsprechend auch flüssig gehalten. Ich habe das Buch angefangen und war auf Anhieb in so einem Sog drin. Die Autorin versteht es wirklich leicht den Leser zu fesseln.
Der Aufbau des Buches ist wirklich sehr gut gelungen. So findet man als Leser hier immer wieder Notizen und Briefe, die in den Texte eingebettet sind, alles ein wenig auflockern und sich so auch perfekt einfügen.
Die Handlung selbst hat mich echt bewegt. Es ist keinesfalls eine leichte Geschichte, vielleicht wäre es sinnvoll zu Beginn eine entsprechende Warnung auszugeben. Immerhin werden hier auch nicht ganz leichte Themen angesprochen. Ich empfand die Emotionen sehr gut eingebracht, man fühlt sich mit der Protagonistin verbunden und fiebert und hofft mit ihr mit.

Das Ende ist dann genau richtig. Für mich war es das einzig wahre Ende, ich empfand es als sehr passend gewählt. Es schließt die Handlung sehr gut ab und macht alles schön rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Das Mädchen, das den Sturm ruft“ von Lindsay Lackey ein Jugendroman, der mich total einnehmen konnte.
Gut beschriebene, interessante Charaktere, ein sehr locker und flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional und wirklich auch bewegend aber eben auch ziemlich hart empfunden habe, haben mir berührende Lesestunden beschert und mich begeistert.
Wirklich empfehlenswert!

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