Gelesen: “One Hundred Lovers” von Nicole Obermeier

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 4287 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 357 Seiten
Verlag: Romance Edition
Sprache: Deutsch

Tagsüber wahrt Robyn Ward ihr Image als pflichtbewusste Schulsekretärin, nachts schläft sie als Samantha Bane mit den heißesten Männern Kaliforniens …
Nach den traumatischen Erlebnissen in ihrer Jugend hat Robyn der Liebe abgeschworen. Schneller Sex hingegen verschafft ihr für kurze Zeit Selbstbestätigung und die Anerkennung, die sie so dringend braucht. Was jedoch niemand dieser Männer weiß: Robyn betreibt den berüchtigten Blog One Hundred Lovers, auf dem sie über jedes ihrer heißen Abenteuer berichtet. Als eine große Tageszeitung ihre Kolumnen veröffentlicht, will plötzlich ganz Amerika wissen, wer hinter den verruchten Sexstorys steckt.
Während Robyn allmählich die Kontrolle über den Blog verliert und anfangen muss, ihr Leben zu hinterfragen, taucht plötzlich Ethan auf – der Junge, der ihr einst das Herz brach und für ihre dunkelsten Stunden verantwortlich war. Gibt es für die Liebe eine zweite Chance?
(Quelle: Romance Edition)

Von Nicole Obermeier habe ich bereits zwei andere Romane gelesen und auch für gut befunden. Nun war es endlich soweit, ich hatte die Chance ihr neuestes Werk „One Hundred Lovers“ zu lesen und entsprechend war ich auch richtig gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext versprach mir richtig tolle Lesestunden. Daher habe ich das eBook nach dem Laden auch umgehend gelesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin wirklich sehr gut und detailliert ausgearbeitet und ins Geschehen integriert. Ich als Leser konnte sie mir wunderbar vorstellen und auch die Handlungen waren für mich verständlich.
Robyn ist hier die Protagonistin. Man lernt sie hier als eine junge Frau kennen, die in ihrer Jugend sehr verletzt wurde. Danach hat sie ihr Leben umgekrempelt und arbeitet als Sekretärin in einer Grundschule. Doch Robyn hat auch noch eine andere Seite, eine von der niemand etwas ahnt. Des Nachts hat Robyn immer wieder One Night Stands, ihre Erfahrungen dabei hält sie auf ihrem Blog fest. Als Leser merkt man sehr schnell, diese einmaligen Sachen macht Robyn nur um ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Sie will sich damit etwas beweisen. Das stimmt nachdenklich, denn es zeigt wie sehr das Vergangene noch auf ihr lastet. Robyn ist innerlich zerrissen, sie verdrängt alles gekonnt bis zu dem Zeitpunkt als ihre Vergangenheit sie wieder einholt. Mir gefiel Robyn wirklich gut, sie wirkte auf mich authentisch und glaubhaft beschrieben. Und auch ihre Entwicklung im Handlungsverlauf war für mich nachvollziehbar, da sie sehr gut gemacht ist.

Als Leser lernt man neben Robyn noch weitere Charaktere kennen, die sich ebenso sehr gut ins Geschehen einfügen. So taucht da Ethan auf, ein Mann, der mir von seiner liebevollen Art sehr gut gefiel. Oder auch Zelda, Robyns Freundin und Mitbewohnerin. Auch sie ist richtig gut gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich richtig toll. Ich bin locker und flüssig durch die Handlung hindurch gekommen, konnte ohne Probleme gut folgen und auch alles verstehen.
Geschildert wird das Geschehen hier aus der Sichtweise von Robyn. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet, die ich als wirklich passend empfand. Man ist der Protagonistin so einfach noch um einiges näher und bekommt einen sehr gut Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Die Handlung hat mich dann doch wirklich auch überrascht. Ich habe eher eine doch recht leichte Liebesgeschichte erwartet, doch in diesem Buch hier steckt so viel mehr. Die Liebe spielt eine große Rolle, keine Frage. Doch die Autorin hat sehr viel mehr eingearbeitet. Sie schickt ihre Leser auf eine Gefühlsachterbahn und greift auch Themen wie Mobbing und Selbsthass auf. Man fühlt sich als Leser mit allen verbunden und fiebert richtig gehend mit. So wird man durch die Handlung getragen, ist vollkommen gefesselt von der emotionalen Tiefe, die man hier vorfindet.

Das Ende ist für mich dann absolut perfekt gewählt. Es war ein langer Weg, mit vielen Steinen, die aus dem Weg geräumt werden mussten. Für mich passt dieses Ende dann einfach total zur Gesamtgeschichte, es macht alles rund und schließt dieses Buch hier wunderbar ab.

Kurz gesagt ist „One Hundred Lovers“ von Nicole Obermeier ein Roman, der so viel mehr ist als der Klappentext verspricht und der mich so vollkommen mitnehmen konnte.
Authentisch beschriebene vorstellbare Charaktere, ein flüssiger mitreißender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional, bewegend und sehr tiefgründig empfunden habe und die mich auch immer wieder zum Nachdenken angeregt hat, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
Uneingeschränkt zu empfehlen!

1 Kommentar zu „Gelesen: “One Hundred Lovers” von Nicole Obermeier“

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