Gelesen: “Bis die Zeit verschwimmt” von Svenja K. Buchner

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 717 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verl. (18. Januar 2020)
Sprache: Deutsch

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: hochkarätiger Coming-of-Age-Roman für Mädchen ab 13.
Zeit. Für Helene bleibt sie stehen, als ihre beste Freundin Cassie stirbt. Weiterleben kann sie nur, indem sie Antworten sucht – beim Amokläufer, bei seinen Opfern, bei den Hinterbliebenen. Helene verliert sich in Wut, Trauer und Schuld. Nur manchmal, zusammen mit Erik, kommt das längst vergessene Gefühl der Leichtigkeit zurück. Aber darauf kann Helene sich nicht einlassen, ohne Cassie zu verraten …
(Quelle: Thienemann Verlag)

Bisher kannte ich die Autorin Svenja K. Buchner noch gar nicht. Nun hatte ich die Chance ihren Roman „Bis die Zeit verschwimmt“ zu lesen und entsprechend war ich auch gespannt darauf.
Das Cover ist ganz ansprechend gehalten und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich das eBook auch schnell geladen und dann ging es auch flott mit Lesen los.

Die hier auftauchenden Charaktere sind der Autorin an sich gut gelungen. Man kann sie sich als Leser ganz gut vorstellen und auch bei den Handlungen kann man folgen.
Helene ist die Protagonistin. Sie ist 16 Jahre alt und nimmt auch kein Blatt vor den Mund. Sie sagt was sie denkt und wirkte so nach außen doch ziemlich hart und rücksichtslos. Für den Leser ist schnell klar sie trauert und hat auch Schuldgefühle. Helene steht quasi ein wenig neben sich und kommt so auch emotionslos rüber. Dadurch hat sie es mir nicht immer leicht gemacht eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Neben Helene lernt man auch Cassie und Erik sehr gut kennen. Cassie ist ein ganz normaler Teenager, die allerdings den Amoklauf nicht überlebt. Nur durch Rückblicke lernt man sie gut kennen. Bei Erik ist das anders, er ist auch in der Gegenwart noch da, er ist an Helenes Seite. Ich mochte ihn total gerne, seine Art hat etwas.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar. Durch bildhafte Beschreibungen kann man sich als Leser auch gut einfinden und man kommt dann auch leicht durch die Geschichte hindurch.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Helene. Die Autorin hat hierbei die personale Erzählperspektive verwendet. Ich empfand diese als passend, da man so auch gut in Helenes Gedanken und Gefühle blicken kann.
Die Handlung hat mich ziemlich aufgewühlt. Es ist eine bewegende Geschichte, die dem Leser nach dem Ende definitiv im Gedächtnis bleibt.
Als Leser bekommt man hier zwei Stränge zu lesen. Zum einen ist es die Gegenwart, die Zeit nach dem hier angesprochenen Amoklauf, der man folgt. Hier erfährt man wie die Betroffenen damit leben. Auf der anderen Seite gibt es noch Einblicke in die Vergangenheit, in die Zeit vor und während des Amoklaufs. Hier spielt vor allem das Thema Freundschaft eine große Rolle. In der Gegenwart ist es eher der Umgang mit dem Geschehen, das Verarbeiten und auch die Trauer, worüber man als Leser viel erfährt. Es gibt aber auch eine kleine, zarte Liebesgeschichte, die sich sehr gut ins Geschehen integriert.
Ich empfand das gewählte Thema hier als wichtig. Es ist nie nicht aktuell, man hört doch immer wieder davon. Das die Autorin dies hier in die Geschichte einbringt fand ich sehr gut.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gemacht. Ich empfand es als passend gewählt, es macht die Handlung rund und hallt auch nach dem Beenden noch nach.

Insgesamt gesagt ist „Bis die Zeit verschwimmt” von Svenja K. Buchner ein Jugendroman, der mich bewegt und zum Nachdenken anregt.
Gut beschriebene interessante Charaktere, ein angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional empfunden habe und deren Themen auch wirklich wichtig für die angesprochene Zielgruppe sind, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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