Gelesen: “Libellenjahre (Die Warthenberg-Saga 1)” von Izabelle Jardin

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (10. März 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 2496701500
ISBN-13: 978-2496701500

Eine starke Frau im Spiegel ihrer Zeit, eine verlorene Welt und eine große Liebe: der bewegende erste Band von Izabelle Jardins Familiensaga um die ostpreußische Familie von Warthenberg.
Königsberg, 1930: Die selbstbewusste Constanze von Warthenberg ist neunzehn Jahre alt, als sie während einer Segelregatta dem weltläufigen Clemens Rosanowski aus Warschau begegnet. Es wird die große Liebe. Trotz einigen Widerstandes in Constanzes Familie heiratet das Paar und lässt sich in Danzig nieder. Die beiden erleben Jahre voller Leichtigkeit.
Doch die politische Lage in der alten Hansestadt wird unter den neuen Machthabern zunehmend schwieriger, und mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muss Clemens als Soldat der Wehrmacht gegen sein Heimatland Polen kämpfen.
Seine Feldpostbriefe werden immer seltener, und eines Tages erreicht Constanze eine erschütternde Nachricht. Für sie beginnt nun eine dramatische Odyssee Richtung Westen.
(Quelle: Tinte & Feder)

Izabelle Jardin ist eine Autorin, von der ich bereits verschiedene Roman gelesen und dann auch immer für sehr gut befunden habe. Nun war es soweit, es stand mit „Libellenjahre“ ihr neuestes Werk auf meinem Leseplan und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover wirkte auf mich sehr schon gestaltet und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher ging es nach dem Erhalt auch umgehend mit Lesen los.

Ihre handelnden Charaktere hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet und ins Geschehen integriert. So konnte ich sie mir alle richtig vorstellen und auch die Handlungen waren zu verstehen.
Allen voran lernt man hier Constanze kennen. Sie ist eine unheimlich starke junge Frau, deren Familie dem alten, ostpreußischen Adel angehört. Ich habe Constanze sehr in meine Herz geschlossen, sie ist absolut lebensfroh und sehr sympathisch.
Auch Clemens, Constanzes Ehemann, der trotz aller Widrigkeiten zu seiner Constanze hält, gefiel mir unheimlich gut.
Weiterhin lernt man Charlotte kennen. Sie ist Constanzes Großmutter und hat mein Herz wirklich im Sturm erobert. Ihre Art, ihre klugen Weisheiten, sie ist einfach etwas ganz Besonderes.

Neben diesen genannten Charakteren gibt es noch andere Figuren, die sich ebenso sehr gut ins Geschehen integrieren. Jeder von ihnen ist einzigartig und hat so auch einen festen Platz im Geschehen.

Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Buch wieder richtig klasse. Ich wurde von der ersten Seite an gepackt und dann habe ich das Buch quasi in einem Rutsch gelesen so flüssig bin ich durch die Seiten gekommen. Es ist immer wieder Wahnsinn, was die Autorin bei mir mit ihren Worten auslöst.
Die Handlung selbst ist emotional und sehr einnehmend. Es ist eine Geschichte, die mich von Beginn an wirklich auch berührt hat. Mir ging das Schicksal von Constanze sehr nahe, ich konnte ihre Gefühle und die eingebrachten Emotionen sehr gut nachempfinden. So habe ich während des gesamten Buches über mitgefiebert und mitgelitten.
Der Leser wird hier in die Zeit der 1930/1940-iger Jahre entführt. Man erlebt so also mit wie die Lage nach dem Krieg war, die Autorin versteht es wunderbar all die Dinge der damaligen Zeit sehr gut ins Geschehen zu integrieren. Aber auch der Anfang der Hitlerzeit spielt eine Rolle.

Das Ende ist dann, zu meinem Leid, ein doch ziemlicher Cliffhanger. Ich habe diesen nicht kommen sehen, war demnach überrascht und warte nun gespannt auf den zweiten Band der Saga. Er soll den Titel „Wunderjahre“ tragen und noch 2020 erscheinen.

Kurz gesagt ist „Libellenjahre“ von Izabelle Jardin ein grandioser Auftaktband der „Warthenberg-Saga“, der mich total mitgerissen hat.
Authentisch gezeichnete Charaktere, ein packender flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, emotional und sehr berührend empfunden habe, haben mir unglaublich tolle Lesestunden beschert und mich vollends begeistert.
Unbedingt lesen!

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