Gelesen: „Tage des Sommers“ von Katie Jay Adams

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 6121 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 350 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: B089M54X9R
Sprache: Deutsch

Was tust du, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es einmal war?
Gerade vergnügte Ella sich noch in der Glamourwelt von L.A., da plant ihr Bruder, das elterliche Anwesen in eine Oldtimer-Werkstatt zu verwandeln, ihre strenge Chefin spielt wegen einer internationalen Kekskampagne verrückt und ihre beste Freundin sitzt ganz schön in der Klemme. Als wäre das nicht genug, trifft sie zurück in der Heimat auf Lucas – den unwiderstehlichen Mistkerl mit den bernsteinfarbenen Augen, der in ihrem Kosmos eigentlich nichts mehr zu suchen hat. Zwischen Autos, Keksen und einem Glücksbringer muss Ella sich ihrer größten Angst stellen, ehe es zu spät ist.
Existieren Dinge, die man nicht sieht, wirklich?
Und wenn ja, lohnt es sich, dafür zu kämpfen?
(Quelle: amazon)

Von Katie Jay Adams habe ich bereits ihre anderen beiden Romane gelesen und mit denen konnte sie mich wirklich total begeistern. Nun also stand mit „Tage des Sommers“ wieder ein Roman von ihr auf meinem Leseplan und ich hatte wirklich auch ziemlich große Erwartungen an die Geschichte.
Das Cover hat mir gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich das eBook nach dem Laden dann auch recht schnell angefangen zu lesen.

Die Charaktere dieses Romans sind der Autorin an sich gut gelungen. Sie wirkten auf mich vorstellbar beschrieben und man kann die Handlungen auch gut verstehen.
Allen voran lernt man hier Ella kennen. Sie ist sehr quirlig einerseits, wirkte aber irgendwie auch ziemlich unsicher auf mich. Sie traut sich nicht so viel, was für mich aber nicht wirklich immer nachvollziehbar war. Ich hätte mir hier ein bisschen mehr gewünscht, Ellas Entwicklung war nicht ganz so dargestellt wie ich es mir erwartet hatte. Sie blieb mir einfach zu passiv dem Geschehen gegenüber, sie hätte gern mehr aus sich herausgehen können.

Die anderen Charaktere der Handlung empfand ich dann doch als gut beschrieben. Sie fügen sich gut mit in das Geschehen ein, so kann man sie sich dann auch ganz gut vorstellen und deren Handlungen gut folgen.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir hier ganz ehrlich nicht so leicht gemacht wie ich es erwartet hatte. Ich habe insgesamt 3 Anläufe gebraucht um irgendwann im Geschehen anzukommen. Immer wieder musste ich den Roman weglegen, da mir diese Leichtigkeit, die ich von der Autorin bisher kannte, gefehlt hat. Auf mich wirkte es hier nicht so flüssig, teilweise war es gezwungen und es war mir zu detailliert. Die Autorin hat sich hier zu sehr in Beschreibungen verloren, was mich doch immer wieder im Lesefluss gestört hat. Dadurch drehte sich mein Kopf irgendwann, das es eben nicht mehr weiter ging.
Die Handlung hat sehr lange gebraucht um mich abzuholen. Das ist den Beschreibungen geschuldet, denn sie lenken doch immer wieder vom eigentlichen Geschehen ab. Von der Idee her ist der Roman wirklich gut, das steht außer Frage. Die Autorin widmet sich auch sehr ernsten Themen, in denen sich der Leser letztlich auch wiederfinden kann. Hinzu kommen dann eben auch Emotionen und Gefühle, genauso wie es dramatische Wendungen gibt. Doch mir fiel es eben schwer mich vollkommen darauf einzulassen.

Das Ende ist dann passend zur Gesamtgeschichte gewählt, was mir doch gut gefallen hat. Es schließt diesen Roman dann letztlich sehr gut ab und macht das Geschehen am Ende auch ganz gut rund.

Insgesamt gesagt ist „Tage des Sommers“ von Katie Jay Adams ein Roman, der mich nicht ganz so abholen konnte, wie ich es gerne gewollt hatte.
Charaktere, die eine gute Mischung ergeben und die ich mir auch gut vorstellen konnte stehen hier einem etwas schwierigen Schreibstil mit sehr vielen Beschreibungen und einer Handlung, die mit ernsteren Themen und auch einigen Wendungen und Emotionen daherkommt, gegenüber. An sich ist die Idee des Romans sehr gut, doch die Autorin lässt sehr viel Potential liegen.
Ich hatte mehr erwartet!
Schade!

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