Gelesen: „Nur noch ein bisschen Glück“ von Simona Ahrnstedt

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Forever (Ullstein Paperback) (13. Juli 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864931509
ISBN-13: 978-3864931505
Originaltitel: Bara lite till

Es ist der falsche Mann, die falsche Zeit, der falsche Ort. Warum nur fühlt es sich dann so richtig an?
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte über eine Frau auf der Suche nach sich selbst und einen magisch schönen Ort
Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?
(Quelle: Forever)

Von Simona Ahrnstedt kannte ich schon ein paar Romane, mit denen sie mich auch schon sehr gut unterhalten konnte. Jetzt war es soweit, ich hatte die Chance ihr neuestes Werk „Nur noch ein bisschen Glück“ zu lesen und war so auch richtig gespannt darauf.
Das Cover hat mir total gut gefallen, die Farben wirkten sehr sommerlich auf mich. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mir das Buch nach dem Erhalt ziemlich flott geschnappt und dann ging es schon los.

Ihre Charaktere hat die Autorin hier gut gezeichnet und ins Geschehen integriert. Ich empfand sie als vorstellbar beschrieben und auch ihre Handlungen waren verständlich.
Stella hat es mir nicht ganz leicht gemacht. Mit der Zeit aber wurde sie mir sympathischer und ich mochte sie immer mehr. Sie ist sehr hilfsbereit und weiß sich auch zu helfen. Auch packt sie mit an, sie schert sich nicht um schwierigere Arbeit.
Thor wirkte sehr ruhig auf mich. Er tut sich sehr schwer Hilfe anzunehmen, hat aber selbst das Herz am richtigen Fleck. Seine Kinder liebt er total, was bei mir auch emotional ankam.

Es gibt noch Nebenfiguren im Geschehen, die sich meiner Meinung nach auch gut einfügen. Sie wirkten auf mich auch gut beschrieben und ihre Handlungen waren verständlich.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön flüssig und leicht zu lesen. Ich bin gut und flott durch die Seiten gekommen, konnte folgen und auch alles gut verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Stella und Thor. Für beide hat die Autorin die personale Erzählperspektive verwendet, so schaut man als Leser quasi doch von oben auf alles hinab.
Die Handlung selbst beginnt recht leicht, ja fast schon zäh. Es geht auch alles sehr gemächlich weiter, das geht bis etwas zur Hälfte so weiter. Ich muss echt gestehen ich hab das ein oder andere Mal zu kämpfen gehabt dranzubleiben. Das hat sich dann aber glücklicherweise gegeben, denn das Geschehen nahm Fahrt auf und es wurde zunehmend interessanter und auch emotionaler.
Mir gefiel die Lovestory hier sehr gut, die Autorin kommt mit viel weniger Drama aus, was erfrischend wirkte. Die eingebrachten erotischen Szenen sind gut beschrieben und sie passen sich gut ins Geschehen ein, drängen sich dem Leser nicht auf.
Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse ziemlich, es war hier meiner Meinung nach ein wenig überladen.

Das eigentliche Ende ist dann meiner Meinung nach gut gelungen. Es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte, macht sie doch auch gut rund und schließt die Geschichte sehr gut ab.

Zusammengefasst gesagt ist „Nur noch ein bisschen Glück“ von Simona Ahrnstedt ein schöner, unterhaltsamer Liebesroman, der mich kurzweilig gut unterhalten konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein angenehm zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die zunächst doch sehr ruhig und verhalten wirkte, in der es dann aber zusehends interessanter und auch emotionaler wurde, haben mir doch noch unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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