Gelesen: „Das Geschenk des Lebens“ von Sarah Leipciger

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-10: 3716027855
ISBN-13: 978-3716027851
Herausgeber: Arche Literatur Verlag AG (21. August 2020)
Sprache: Deutsch

Paris, 1899: Die Leiche einer jungen Frau wird aus der Seine gezogen. Ihr Gesichtsausdruck ist so rätselhaft und friedlich, dass man eine Totenmaske anfertigt, deren Lächeln bald die ganze Stadt kennt. Sarah Leipciger gibt dieser wahren Geschichte neues Leben und lässt die Unbekannte erzählen: von ihrer Kindheit in der Provinz, ihrer ersten eigenen Arbeit in der Großstadt und von einer enttäuschten Liebe.
Die Spuren der jungen Frau reichen bis nach Norwegen in das Jahr 1959, wo ein Vater seinen kleinen Sohn an einen reißenden Fluss verliert und Jahre später jene Puppe entwickelt, an der man heute die Mund-zu-Mund-Beatmung lernt. Die Spur führt auch nach Kanada in die Gegenwart, wo Anouk nach einer Lungentransplantation den ersten freien Atemzug nimmt. Dieses Buch ist eine großartige Feier des Lebens!
(Quelle: Arche Literatur Verlag)

Die Autorin Sarah Leipciger war mir bisher noch unbekannt. Jetzt aber stand mit „Das Geschenk des Lebens“ mein erster Roman von ihr auf meiner Leseliste und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover und auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht und so habe ich das Buch nach dem Erhalt dann auch flott gelesen.

Die Charaktere dieses Romans hier wirkten alle samt sehr interessant und vorstellbar beschrieben. Sie alle sind grundverschieden und dennoch verbindet sie auch etwas.
So lernt der Leser hier eine Unbekannte kennen. Sie erzählt von ihrem Leben und wie sie diesem ein Ende setzt. Man erlebt ihren Tod und auch alles Weitere darüber hinaus.
Dann sind da noch Pieter und Anouk. Beide wirkten sie auch gut beschrieben und man kann ihre Stränge als Leser gut nachempfinden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr außergewöhnlich. Sie schreibt bildgewaltig und auch flüssig, man kommt so gut durch die Seiten hindurch.
Die Handlung selbst beginnt mit einem Prolog. Danach geht es spannend weiter, wobei der Leser mehrere verschiedene Handlungsstränge bekommt. Diese unterscheiden sich sowohl in der Zeit als auch in der Erzählart. Das Geschehen wird so vielsichtig und auch komplex.
Während der Handlung spricht die Autorin auch Themen wie die Familie und die Liebe der Eltern an. Auch spielen starke Frauen in ihrem Roman eine wichtige Rolle genauso wie es um Leben und Tod geht.

Das Ende ist dann passend gehalten. Es bildet eigentlich einen perfekten Abschluss und rundet alles gut ab. Allerdings gibt es auch noch einen Epilog. Dieser passt dann aber nicht ganz so zum Geschehen.

Insgesamt gesagt ist „Das Geschenk des Lebens“ von Sarah Leipciger ein Roman, der mich wirklich sehr gut gefangen nehmen konnte.
Gut beschriebene vielsichtige Charaktere, ein bildhafter sehr guter Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, interessant und auch voller sehr guter Themen empfunden habe, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.