Gelesen: „Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City“ von Fanny Bechert

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2248 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten
Herausgeber: Sternensand Verlag (11. September 2020)
Sprache: Deutsch

»Warum hast du mich hergeholt?«
»Weil wir einen Helden brauchen, der uns rettet. Weil ich einen Helden brauche …«
Ich bin Andrew. Mitte zwanzig, Computernerd und mit meiner Nickelbrille und dem hageren Body bestimmt kein Supermodel. Auch kein Superheld, aber für diesen Zweck habe ich ja meine virtuellen Spiel-Charaktere. Mein Leben war ein ruhiger, gemütlicher Trott – bis zu dem Tag, als ich in ein verrücktes Paralleluniversum geriet.
Ich rate euch eins: Lauft nie einem weißen Hasen hinterher. Auch nicht, wenn er eine sexy Bardame namens Lola mit Plüschohren und einem süßen Puschel am Po ist. Wieso? Weil ihr dann schneller, als euch lieb ist, einem gewaltigen Problem gegenübersteht: Ihr sollt der verdammte Held einer Geschichte werden. Problem erkannt?
Dass ich Lola dennoch verspreche, Ludens City und die Fabelwesen, die dort gegen ihre Unterdrückung kämpfen, zu unterstützen, kann nur daran liegen, dass ich ein absoluter Vollidiot bin. Oder ein Freak, der jeden Sinn für Realität verloren hat. Sucht es euch aus.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Von Fanny Bechert hatte ich bereits andere Romane gelesen und diese auch immer für wirklich sehr gut befunden. Nun stand mit „Andrew im Wonderland: Ludens City“ wieder mal ein Buch von ihr auf der Leseliste und ich war echt richtig neugierig auf das, was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover hat mich auf jeden Fall schon sehr angesprochen und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Daher habe ich das eBook geladen und dann ging es auch schon mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Auf mich wirkten sie vorstellbar und die Handlungen waren zu verstehen.
Allen voran lernt der Leser hier Andrew kennen. Und ich habe ihn total gern gehabt. Er ist ein ziemlicher Nerd, so mit Brille und allem was dazugehört. Man kann sich als Leser sehr gut in ihn hineinversetzen. Im virtuellen Universum ist Andrew ein Held, in der Realität wird er kaum wahrgenommen. Seine Art kann einfach überzeugen und wie er sich entwickelt, das hat die Autorin richtig klasse hinbekommen.

Es gibt neben Andrew noch andere Nebenfiguren, die alle samt ganz wunderbar ins Geschehen hineinpassen. So lernt der Leser Lola oder auch Vincent oder auf Ginger kennen. Die Mischung ist echt so klasse.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich klasse. Sie schreibt so herrlich flüssig und alles ist sehr gut zu lesen und zu verstehen. So bin ich dann auch richtig flott durch die Handlung hindurch gekommen, konnte ohne Probleme folgen und alles nachempfinden.
Die Handlung selbst hat mich von Anfang an gehabt. Es geht hier überraschend zu, es kommt Spannung auf, genauso wie man als Leser auch jede Menge Humor und Abenteuer bekommt.
Es ist ja eine Adaption von „Alice im Wunderland“, die Autorin macht hier aber ihre ganz eigene Geschichte draus. Man erkennt aber welches Märchen ursprünglich gemeint ist.
Immer wieder springt man mit den Charakteren zwischen Realität und Fantasywelt hin und her, wobei die Autorin die jeweiligen Schauplätze richtig gut beschreibt.

Das Ende ist dann leider ein ziemlicher Cliffhanger, der ungeheuer viel Lust macht Band 2 zu lesen. Ich bin echt gespannt darauf, auf das was sich die Autorin dann wieder alles so ausgedacht hat.

Kurz gesagt ist „Andrew im Wunderland: Ludens City“ von Fanny Bechert ein erstklassiger Auftaktband der neuen Reihe, der mich auch total eingenommen hat.
Wunderbar beschriebene Charaktere, ein sehr angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, abwechslungsreich und auch sehr humorvoll empfunden habe, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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