Gelesen: „Sternenrot“ von Annie Kay

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2000 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 224 Seiten
Herausgeber: Piper Wundervoll (2. November 2020)
Sprache: Deutsch

Willkommen an der Über-Lebens-Schule! Ein romantisch-witziger Fantasy-Roman über das Leben nach dem Tod
»›Entspann dich ein bisschen und denk an etwas, das dir jetzt richtig gut gefallen würde. Dann kommen die Sterne ganz von alleine.‹ Nicolas’ Stimme war nur mehr ein raues Flüstern an meinem Ohr und seine Worte gaben mir das Selbstbewusstsein, einen halben Schritt nach hinten zu gehen und mich an ihn zu lehnen.«
Evalina ist 84, als sie stirbt und von ihrem Vorfahren Adamos abgeholt wird. Er erklärt ihr, dass sie noch einmal die Schule besuchen muss, um in der Ewigkeit bestehen zu können. Evalinas Zeit an der Über-Lebens-Schule erfordert jedoch all ihre Lebenserfahrung: Sie muss die in ihrem verjüngten Körper wiedererwachten Hormone genauso in den Griff bekommen wie den Liebeskummer ihrer Zimmernachbarin und die einzelnen Unterrichtsfächer. Dabei kommt sie einer dunklen Verschwörung auf die Spur, die das ganze System in Gefahr bringen könnte, und ist hin und her gerissen zwischen Adamos und dem mysteriösen Nicolas. Wem von beiden kann Evalina vertrauen und wessen Gefühle für sie sind am Ende echt?
(Quelle: Piper Wundervoll)

Bisher war mit die Autorin Annie Kay noch total unbekannt. Nun stand mit „Sternenrot“ ihr kürzlich erschienener Roman auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf.
Bereits das Cover hat mich sehr angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher ging es nach dem Laden dann auch ganz flott los mit dem Lesen.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin richtig gut gelungen. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und auch die Handlungen waren für mich verständlich.
So lernt der Leser hier Evalina kenne. Sie war mir zuerst gar nicht so richtig sympathisch, ich hatte Probleme mit ihren Handlungen, sie war mir zu sprunghaft und kaum etwas war nachvollziehbar. Das hat sich mit der Zeit aber gegeben, ich konnte ihre Handlungen nach und  nach besser nachempfinden. Das Umdenken, nachdem sie gestorben ist und sich im Körper ihres verjüngten Ichs wiederfindet, war etwas schwierig, man gewöhnt sich aber dran. Ihre Lebenserfahrung bleibt ihr ja erhalten. Je weiter ich dann im Geschehen vorankam desto besser konnte ich mich auch in Evalina hineinversetzen.

Die anderen Charaktere, wie beispielsweise Adamos oder auch Nikolas, sind der Autorin ebenso sehr gut gelungen. Sie wirken ebenfalls vorstellbar dargestellt und fügten sich so sehr gut ins Geschehen ein.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Sie beschreibt die Dinge sehr gut vorstellbar, man kann sie sich gut vorstellen und dem Geschehen so eben auch gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Evalina. So erhält man als Leser einen direkten Einblick in ihr Seelenleben, ihre Gedanken und Gefühle.
Die Handlung ist toll. Es ist Fantasy gepaart mit einer schönen Liebesgeschichte. Es geht ums Leben nach dem Tod. Diese Idee hat mir gut gefallen, die Autorin fügt es stimmig zu einer tollen Geschichte zusammen.
Man fängt als Leser fast schon automatisch an nachzudenken, was man eigentlich selbst nach dem Tod erwartet. Wie wird es wohl weitergehen? Geht es überhaupt weiter?
Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch, bis auf das letzte Kapitel. Dieses war für mich dann doch etwas fehl am Platz.

Das Ende hat mich ziemlich unbefriedigt zurückgelassen. Es wirkt irgendwie abrupt, ja unfertig. Es sind so viele Fragen offen und ich hoffe sehr das es eine Fortsetzung geben wird

Kurz gesagt ist „Sternenrot“ von Annie Kay ein wirklich sehr schöner Roman, der mich auch sehr gut eingenommen hat.
Eine erst etwas schwierige, dann aber sympathische Protagonistin, der flüssig lesbare Stil der Autorin und eine spannende Handlung mit toller Idee haben mich hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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