Gelesen: „Und das Meer vor uns“ von Franziska Fischer

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 964 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 369 Seiten
Herausgeber: DuMont Buchverlag GmbH (1. August 2020)
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 978-3832165413
Sprache: Deutsch

So hat sich Caja ihr Leben nicht vorgestellt: Seit Jahren malt sie nur noch Auftragsillustrationen, ihre Ambitionen als Künstlerin hat sie aufgegeben. In Graz, wohin sie ihrem Ehemann Ben zuliebe gezogen ist, findet sie nur schwer Anschluss und verbringt die meiste Zeit in ihrem Atelier. Die Träume vom Reisen schiebt sie immer wieder auf. Erst als Caja das Smartphone einer Fremden findet und damit deren gesamtes Leben in der Hand hält, beginnt sie, ihren eigenen Alltag, ihre Wünsche und Sehnsüchte zu überdenken. Und dann überredet ihre lebenslustige Freundin Jolie sie auch noch zu einer ungewöhnlichen Reise. Auf einem Roadtrip mit Jolie und Ludwig, einem liebenswerten älteren Herrn, den sie unterwegs aufgabeln, landen sie in einem Künstlerhaus an der Küste Italiens. Das Meer immer vor Augen, taucht Caja ein in eine Welt, der sie sich viel zugehöriger fühlt als ihrer eigenen, zumal der Straßenkünstler Juran langsam ihr Herz erobert. Doch auf den Spuren der Handybesitzerin zieht es sie weiter nach Berlin, wo sie Antworten findet – und anfängt, sich endlich die richtigen Fragen zu stellen …
(Quelle: DuMont Buchverlag GmbH)

Die Autorin Franziska Fischer war mir bereits durch andere Romane gut bekannt. Nun stand mir „Und das Meer vor uns“ wieder ein Buch aus ihrer Feder auf meinem Leseplan und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover und auch der Klappentext haben mir richtig gut angesprochen und so habe ich das eBook geladen und dann ging es auch schon mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin in meinen Augen gut gelungen. Ich empfand sie als vorstellbar beschrieben und auch die Handlungen waren für mich zu verstehen.
Der Leser trifft hier auf verschiedene Figuren. So zum Beispiel auf Jolie, die gerade erst wieder nach Berlin zurückgekehrt ist.
Dann ist da Caja, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat als wie es sich gerade entwickelt. Sie fühlt sich blockiert, es herrscht immer nur Druck rund um Termine und Aufträge, sie kann sich nicht frei entfalten, ihr fehlen Ideen.
Ebenso ist da noch Juran, ein Musiker und Maler, der sich auch für Gelegenheitsjobs nicht zu schade ist. Dafür reist er sehr viel rum. Von der Zusammensetzung der Charaktere war ich angetan, da ist wirklich auch für jeden etwas dabei.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut zu lesen. So bin ich flüssig durch die Handlung hindurch gekommen, konnte gut folgen und alles verstehen. Die Autorin hat es geschafft das mich die eingebrachten Gefühle und Emotionen auch gut erreicht haben.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Caja. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die ich auch als gut passend empfunden habe.
Die Handlung selbst ist mehr als man vielleicht ahnen mag. Wenn man das Cover betrachtet dann scheint es als ob dieser Roman hier eher ein locker, leichter Sommerroman ist, dabei erwartet den Leser aber noch um einiges mehr. So widmet sich die Autorin hier unter anderem auch Themen wie Verlust und Selbstzweifel genauso wie es um die Suche nach dem eigenen Platz im Leben geht.
Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Die Autorin hat alles zu einer stimmigen Mischung zusammengesetzt. Ab und an tauchen zwar leider ein paar kleinere Längen auf, diese halten aber nie lange an.

Das Ende empfand ich als stimmig. Es passt sehr gut zur hier erzählten Gesamtgeschichte, es schließt sie gut und entlässt den Leser dann zufriedenstellend aus dem Geschehen.

Insgesamt gesagt ist „Und das Meer vor uns“ von Franziska Fischer ein wirklich guter Roman, in dem mehr steckt als man auf den ersten Blick ahnt.
Gut beschriebene Charaktere, ein angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, in der es nicht nur um Liebe geht, sondern wo die Autorin auch Themen wie Verlust und Selbstzweifel aufgreift, haben mir trotz kleinerer Längen unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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