Gelesen: „Die Stadt der gläsernen Träume“ von Linda Rottler

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1479 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Herausgeber: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (1. März 2020)
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 978-3423718684
Sprache: Deutsch

Was würdest du tun, um deine Träume zu retten?
Nevyas Träume sind für sie so real wie das echte Leben. Mehr noch: Dort fühlt sie sich zu Hause, dort hat sie Freunde, dort weiß sie etwas mit sich anzufangen. Anders als in der Realität. Doch plötzlich ist ihre Fantasie wie ausgelöscht. Jemand hat ihre Träume gestohlen und ihr den Weg zurück in die Traumwelt versperrt. Bei der Suche nach ihren Träumen gerät Nevya in einen Strudel aus Geheimnissen, Verrat und Verbrechen – und lernt auf schmerzhafte Weise, welche Macht Albträume haben …
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)

Bisher kannte ich die Autorin Linda Rottler noch gar nicht. Daher war ich jetzt auch gespannt auf ihren Roman „Die Stadt der gläsernen Träume“.
Bereits das Cover hat mir sehr gut gefallen. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen hatte stand schnell fest, dieses Buch muss auf meine Leseliste. Und so habe ich dann das eBook geladen und mit dem Lesen begonnen.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin nicht unbedingt so gelungen wie ich es mir erhofft hatte. Sie beschreibt sie, keine Frage, dennoch aber fehlte mir hier einiges an Tiefe.
Man lernt Nevya kennen, doch ich hatte so einiges Probleme mit ihr warm zu werden. Sie hat eine ziemlich sprunghafte Art an sich, so konnte ich mir, trotz ihrer doch recht angenehmen Art, immer nur schwer in sie hineinversetzen. Mit der Zeit kam ich Nevya dann zwar etwas näher, wirklich Freunde sind wir aber nicht geworden.

Neben der Protagonistin gibt es noch andere Charaktere, von denen die meisten auch recht blass bleiben. Sie entwickeln sich weiter und haben auch interessante Seiten an sich, doch mir war dies dann doch zu wenig was hier eingebracht wurde.

Der Schreibstil der Autorin ist an sich gar nicht mal so schlecht. Ich bin relativ flüssig durch die Seiten gekommen. Leider musste ich aber dennoch einiges mehrfach lesen, damit ich es vollends verstehen konnte.
Die Handlung hat es mir ganz ehrlich wirklich nicht leicht gemacht. Von der Hintergrundidee fand ich es echt klasse. Diese wirkte auf mich frisch und neuartig, allerdings es war nicht ganz so gut umgesetzt wie es vielleicht gedacht war.
So wirkte es generell doch sehr verwirrend auf mich, wirkte doch ziemlich chaotisch. So musste ich mich als Leser doch immer wieder neu zurechtfinden um zu verstehen was gerade passierte. Außerdem waren mir die gestreuten Informationen im Geschehen schlichtweg zu wenig. Die immer wieder aufkommende Spannung ging so wieder verloren und es wurde alles ziemlich langwierig. Das fand ich total schade, denn die Autorin verschenkt so sehr viel Potential. Da konnte auch die eingearbeitete Lovestory nicht viel beitragen, obwohl mir diese doch gut gefallen hat.

Das Ende kann in meinen Augen doch noch einiges an Spannung rausholen. Es passt gut und schließt die Geschichte dann auch wirklich solide ab.

Insgesamt gesagt ist „Die Stadt der gläsernen Träume“ von Linda Rottler ein Roman, der mich wirklich zwiegespalten zurücklässt.
An sich interessante Charaktere, die sich auch entwickeln und ein recht gut zu lesender Stil stehen hier einer doch ziemlich verwirrenden Handlung gegenüber in der die aufkommende Spannung leider immer wieder schnell ablauft, wodurch Längen entstehen, konnten mich nicht so packen wie ich es erhofft hatte.
Die Autorin verschenkt hier einiges, denn Potential ist definitiv vorhanden.
Schade!

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