Gelesen: „Das Gewicht von Seifenblasen“ von Jessica Winter

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2835 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 338 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 978-2496703283
Herausgeber: Tinte & Feder (1. Dezember 2020)
Sprache: Deutsch

Eigentlich gefällt es Liza ganz gut, beim Umzug gleich von ihrem attraktiven Nachbarn mit dem süßen Lächeln und dem australischen Akzent auf Händen getragen zu werden. Mit verlaufener Wimperntusche und zerfetzten Schuhen will Flirten allerdings gelernt sein. Gut, dass Liza sowieso nicht vorhat, sich in irgendwen zu verlieben. Erst recht nicht, wenn es sich dabei um den Assistenzarzt handelt, der im gleichen Krankenhaus arbeitet, in dem ihre Schwester Becca auf eine Lungentransplantation wartet.
Aber River ist nicht nur von Lizas Charme und Witz beeindruckt, sondern vor allem von dem, was sie dahinter versteckt. Er ist fest entschlossen, um ihr Herz zu kämpfen, weil er seines schon an sie verloren hat. Und als sich Beccas Zustand verschlechtert, ist River vielleicht der Einzige, der Lizas Abwärtsspirale stoppen kann …
(Quelle: amazon)

Die Autorin Jessica Winter kannte ich bereits durch andere Romane. Nun endlich stand mit „Das Gewicht von Seifenblasen“ ihr neuestes Werk auf meinem Leseplan und ich war total gespannt darauf.
Schon alleine das Cover hat mir total gut gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich das eBook geladen und dann ging es auch schon mit Lesen los.

Ihre handelnden Charaktere hat die Autorin in meinen Augen ganz wunderbar gezeichnet. Sie alle wirkten auf mich authentisch und vorstellbar beschrieben. Die Handlungen waren zudem nachzuempfinden.
Als Leser lernt man hier Liza kennen. Sie hat es nicht ganz leicht gehabt bisher, stand sie doch immer im Schatten ihrer Schwester, die von Geburt an schwer krank ist. Sie fühlt sich für ihre Schwester verantwortlich und vergisst sich selbst dabei immer total. Das geht soweit das sie letztlich, als sie nicht mehr kann, ihren Kummer in Alkohol ertränken will. Ich habe Liza so gerne gemocht, die es immer wieder schafft Menschen mit ihren Worten zu begeistern, sie einzunehmen.
River ist so ein toller Kerl. Selbst hat er so sein Päckchen zu tragen, durch das er sich ganz gut ins Liza hineinversetzen kann. Er hat sehr viel um die Ohren, wirkte oft aus- und überlastet und muss so vielen Erwartungen gerecht werden. Ich persönlich konnte wirklich nicht anders als River total ins Herz zu schließen.
Die dritte im Bunde ist Becca, Lizas Schwester. Sie ist ein starker Charakter, der jedoch an einer sehr schweren Krankheit leidet. Ich hatte so Respekt vor ihr, denn Becca hat keine Angst vor dem Tod. Und doch kann sie sich noch nicht verabschieden, denn ihre größte Sorge ist Liza. Dabei hat sie so genug Sorgen, die mir immer wieder die Tränen in die Augen getrieben haben.

Neben den genannten Protagonisten gibt es noch andere Figuren im Geschehen. Sie alle sind der Autorin ganz wunderbar gelungen, wirkten sie doch realistisch und vorstellbar. Die Mischung der Charaktere ist der Autorin einfach rundum gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich richtig klasse. Ich bin so total locker und flüssig durch die Seiten hindurch gekommen, konnte wunderbar folgen und alles gut nachempfinden.
Die Handlung selbst hat mich dann total für sich eingenommen. Ich empfand es als wirklich emotional und auch sehr gefühlvoll. Dabei bekommt der Leser hier nicht nur eine wunderbare Liebesgeschichte geboten, nein die Autorin hat auch sehr wichtige Dinge in ihren Roman integriert. Es ist definitiv keine leichte Kost, es geht um Krankheit, um Angst und Tod aber es gibt auch Hoffnung. Man muss sich darauf einlassen, mitfiebern und auch mitweinen. Es kommt immer alles total beim Leser an, wühlt ihn auf, bewegt ihn. Genau das macht die Bücher der Autorin für mich aus, sie schafft es einfach immer wieder mich aufs Neue abzuholen.

Das Ende ist dann in meinen Augen einfach absolut passend zur Gesamtgeschichte gehalten. Es macht alles wunderbar rund, schließt den Roman ab und auch danach bleibt das Gelesene noch im Gedächtnis.

Kurz gesagt ist „Das Gewicht von Seifenblasen“ von Jessica Winter ein Roman, der mich einfach total für sich eingenommen hat.
Realistisch beschriebene wunderbar vorstellbare Charaktere, ein sehr mitreißender flüssiger Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als sehr emotional, bewegend und verdammt bewegend empfunden habe, haben mir ganz wundervolle Lesestunden beschert und mich auf ganzer Linie überzeugt.
Unbedingt lesen!

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