Gelesen: “Die Zeit der Birken” von Christine Kabus

Taschenbuch: 592 Seiten
Herausgeber: Aufbau Taschenbuch (8. Dezember 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746635446
ISBN-13: 978-3746635446

Die Frauen vom Birkenhof.
Schleswig-Holstein, 1977: Die Liebe zwischen Gesine und dem Pferdetrainer Grigori endet jäh, als er plötzlich spurlos verschwindet. Doch eines Tages stößt Gesine auf Hinweise über seinen Verbleib, die sie nicht nur tief in die Vergangenheit ihrer Familie, sondern auch in die Abgründe europäischer Geschichte führen.
Estland,1938: Charlotte verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Esten Lennart. Doch ihre Eltern würden diese Verbindung niemals billigen, und so halten sie ihre Beziehung geheim. Als Charlotte ein Kind von Lennart erwartet, brechen die Wirren des Zweiten Weltkriegs über sie herein, und die Liebenden werden getrennt.
(Quelle: Aufbau Taschenbuch)

Die Autorin Christine Kabus war mir bereits sehr gut bekannt. Bisher konnte sie mich auch mit ihren Romanen, die mich hauptsächlich immer nach Norwegen entführt haben, immer richtig gut unterhalten.
Jetzt stand mit „Die Zeit der Birken“ aus ihrer Feder auf meinem Leseplan und ich war richtig gespannt darauf. Bereits vom Cover wurde ich sehr angesprochen. Nachdem ich dann auch den Klappentext kannte war ich sehr angetan und wollte das Buch selbst lesen. Dies ging dann auch flott nach dem Erhalt des Buches los.

Ihre handelnden Charaktere hat die Autorin gut gezeichnet und ins Geschehen integriert. Sie wirkten auf mich vorstellbar und realistisch beschrieben.
Gesine gefiel mir gut. Sie lebt mit ihren Eltern und dem Großvater auf einem Gestüt in Schleswig-Holstein. Sie hat ihren ganz eigenen Kopf und gerät so immer wieder mit ihrer Mutter aneinander. Nur ihr Großvater ist auf ihrer Seite. Ich konnte mich gut in Gesine hineinversetzen, habe mich teilweise sogar selbst wiedererkannt.
Charlotte lebt in Estland. Ihre Eltern haben eine genaue Vorstellung davon wie Charlottes Leben verlaufen soll. Doch es verläuft alles anders als sie ihren alten Freund wiedertrifft. Mir gefiel Charlottes Strang sehr gut. Auch sie wirkte realistisch auf mich beschrieben.

Neben den bereits genannten Charakteren gab es noch andere Personen zu den jeweiligen Zeiten. Auch sie fügten sich sehr gut ins Geschehen ein und wirkten stimmig auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut zu lesen. Ich bin so auch hier flüssig durch die Seiten hindurch gekommen und konnte nach ein paar Seiten des Einlesens ohne Probleme folgen.
Die Geschichte wird hier in zwei verschiedenen Erzählsträngen geschildert. So befindet man sich einerseits mit Charlotte in Estland kurz vor dem 2. Weltkrieg und im anderen Erzählstrang mit Gesine in Schleswig-Holstein ab dem Jahr 1977. Beide Stränge waren für mich gut durchdacht, wobei ich zugeben muss Charlottes Teil gefiel mir persönlich besser.
Die Handlung selbst ist interessant und gut gemacht. Die Autorin hat alles historisch sehr gut recherchiert und entsprechend auch ins Geschehen integriert. Es entsteht Spannung und man möchte als Leser mehr erfahren. Hinzu kommt noch das Familiengeheimnis, das im Handlungsverlauf gelüftet wird. Hier spielen dann auch verschiedene Emotionen und Gefühle eine wichtig Rolle.
Allerdings durch die Fülle an eingebrachten Informationen wirkte es ein wenig schwerfällig und zäh auf mich.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gemacht. Ich empfand es als passend zur Gesamthandlung gehalten, es macht sie rund und schließt sie gut ab.

Insgesamt gesagt ist „Die Zeit der Birken“ von Christine Kabus ein Roman, der mich auch gut für sich gewinnen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein nach kurzer Einlesezeit flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als interessant und eben auch spannend und emotional empfunden habe, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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