Gelesen: “Killing November” von Adriana Mather

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 896 KB
Herausgeber: Dressler Cecilie (6. Januar 2021)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 432 Seiten
Sprache: Deutsch

Achtung, Sogwirkung! Hochspannung bis zur letzten Seite.
November hat keine Ahnung, warum ihr Vater sie ohne Vorwarnung auf die geheimnisvolle Academy Absconditi schickt, ein Internat, regiert vom Geheimbund Strategia. Hier gilt die Regel: Informationen über die eigene Familie dürfen unter keinen Umständen preisgegeben werden. Keine Nachnamen, keine Anschrift und keine Details über Familienmitglieder. Als ein Mitschüler ermordet wird, fällt der Verdacht auf November. Bevor sie für schuldig erklärt oder sogar selbst zum Mordopfer wird, muss sie herausfinden, welche Rolle sie selbst in den bizarren Strategiespielen des Ordens spielt.
(Quelle: Dressler Verlag)

Bisher kannte ich die Autorin Adriana Mather noch rein gar nicht. Nun stand mit „Killing November“ mein erster Roman von ihr auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf.
Das Cover dieses Auftaktbandes hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher ging es hier nach dem Laden des eBooks auch flott mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere haben mir hier sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es diese sehr gut darzustellen und ins Geschehen zu integrieren.
So lernt der Leser hier November kennen. Sie wirkt vielleicht ein wenig naiv, ich habe sie aber dennoch gerne gemocht. Sie ist 17 Jahre alt und wird immer wieder als Genie beschrieben. Das hat nicht so ganz zusammengepasst. Mir hat sie manches zu schnell hingenommen, sie hinterfragt zunächst nicht viel. Im Handlungsverlauf aber entwickelt sich November weiter und mit der Zeit wurde es dann echt auch besser. Zudem ist November ziemlich schlagfertig, womit sie so einiges überspielen kann.
Dann ist da Ashai. Er und Novembers Zimmergenossin Layla sind Zwillinge. Ihn fand ich so richtig klasse. Einerseits ist er sehr charmant, wirkt aber auch ein bisschen arrogant und eitel. Doch genau das passt wunderbar zu ihm.

Neben den genannten Charakteren gibt es hier noch andere Figuren, wie eben auch die anderen Schüler, die sich sehr gut ins Geschehen einfügen. Die Autorin hat diese auch wirklich gut beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut und flüssig zu lesen. So bin ich dann eben auch locker durch die Handlung hindurch gekommen, wurde sogar mitgerissen und wollte immer wissen was weiter passiert. Zudem beschreibt sie alles bildhaft und detailliert, wodurch es vor dem Auge zum Leben erwacht.
Geschildert wird das Geschehen hier aus der Sichtweise von November. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet, so ist man ihr noch um einiges näher und kann ihr richtig gut folgen.
Die Handlung konnte mich dann auch sehr gut packen und unterhalten. Es handelt sich hier um einen Jugendthriller mit einer sehr interessant gehaltenen und vielseitigen Handlung und es kommt auch echt gut Spannung auf. Man rätselt als Leser gut mit, was hier sehr gut passt. Ich muss aber gestehen, mir persönlich war es ab und an doch zu vorhersehbar. Da haben mir die Überraschungen ein wenig gefehlt.
Das Setting mit dem Internat gefiel mir sehr gut und auch wenn es diese Idee vielleicht schon mehrfach gab, die Autorin macht hier etwas ganz eigenes draus.

Das Ende ist dann doch leider relativ offen gehalten. Ich bin jetzt doch sehr neugierig auf den zweiten Band, denn meine Fragen brauchen Antworten.

Alles in Allem ist „Killing November“ von Adriana Mather ein Auftaktband, der mich bis auf ein paar Kleinigkeiten echt gut für sich gewinnen konnte.
Gut beschriebene, interessante Charaktere, ein sehr flüssig zu lesender mitreißender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend und auch sehr interessant gemacht empfunden habe, in der mir aber einiges doch zu vorhersehbar gewesen ist, haben mir dennoch unterhaltsame Lesestunden beschert und machen Lust auf Teil 2.
Durchaus lesenswert!

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