Gelesen: “Die Nachtbushelden” von Onjali Q. Raúf

Herausgeber: Atrium Verlag AG (18. März 2021)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
ISBN-10: 3855356564
ISBN-13: 978-3855356560
Lesealter: 8 – 10 Jahre

Ich heiße Hector – meine Eltern haben eine Schwäche für griechische Helden. Aber ich glaube, dass sie es bereuen, mir diesen Namen gegeben zu haben. Sie hätten mich lieber »Katastrophe« oder »Hoffnungsloser Fall« nennen sollen. Eigentlich habe ich mich damit abgefunden, dass ich immer nur Ärger bekomme. Aber seit ich dem Mann, der im Park wohnt, einen Streich gespielt habe, ignorieren mich alle nur noch. Dabei habe ich sogar versucht, es wiedergutzumachen! Noch nicht mal jetzt, wo ich einem Komplott gegen die Obdachlosen der Stadt auf die Schliche gekommen bin, hört mir jemand zu! Alle denken, dass ich nur ein Mobber bin. Aber ich werde ihnen beweisen, dass auch ich ein Held sein kann!
(Quelle: Atrium Verlag)

Bisher kannte ich die Autorin Onjali Q. Raúf noch vollkommen unbekannt. Nun stand mit „Die Nachtbushelden“ ein Kinderbuch von ihr auf meiner Leseliste und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher ging es nach dem Erhalt dann auch flott mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin gelungen. Sie wirkten auf mich vorstellbar und von den Handlungen war es auch sehr gut zu verstehen.
Hector mochte ich besonders zu Anfang nicht wirklich. Er macht sich hier echt ziemlich unbeliebt. Doch das bleibt glücklicherweise nicht so, Hector macht eine enorme Entwicklung durch. Diese ist glaubhaft und dadurch mag der Leser ihn am Ende auch gerne.
Mei-Li ist eine weitere wichtige Person. Sie gefiel mir echt sehr gut, denn sie lässt sich nichts sagen und bietet Hector auch gerne mal die Stirn.

Es sind aber nicht nur die beiden genannten Charaktere, die mir gefallen haben, auch die anderen Figuren sind gelungen. Es wirkte hier alles stimmig auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und ist auch altersgerecht gehalten. So kommt man als Leser sehr gut durch die Seiten hindurch und kann problemlos folgen.
Geschildert wird das Geschehen hier aus der Sichtweise von Hector. Die Autorin nutzt hierfür die Ich-Perspektive, die ich auch als passend empfunden habe. So war ich Hector näher und konnte ihn dann im Verlauf der Geschichte immer besser verstehen.
Die Handlung ist zu Anfang vielleicht etwas ungewöhnlich, ich persönlich fand es aber gut das es hier genauso losgeht. Ich war auf Anhieb drin und habe das Geschehen interessiert verfolgt. So kommt hier Spannung auf, genauso wie die Autorin hier auch wichtige Themen anspricht. Es geht hier um Mobbing, genauso wie Freundschaft und auch die Obdachlosigkeit eine wichtige Rolle einnehmen. Ich finde dies sehr wichtig, es ist auch gut verständlich für die Zielgruppe.

Das Ende empfand ich dann als spannend und auch berührend gehalten. Es passt auch sehr gut zur Gesamtgeschichte und durch die Erklärungen am Ende wird dann auch alles nochmals sehr gut abgeschlossen.

Insgesamt gesagt ist „Die Nachtbushelden“ von Onjali Q. Raúf ein Kinderbuch, das den Leser mit seinen Themen sehr gut einnehmen kann.
Gut beschriebene interessante Charaktere, ein flüssig zu lesender altersgerechter Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend und auch thematisch sehr wichtig empfunden habe, haben mir tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Sehr zu empfehlen!

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