Gelesen: „Morgen und die Ewigkeit danach“ von Manuela Inusa

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1242 KB
Herausgeber: cbt (1. April 2021)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Sprache: Deutsch

Echte Liebesgeschichten haben kein Ende
Als Nathalie in der Psychiatrie Lucas kennenlernt, ist da sofort etwas Besonderes zwischen ihnen. Beide spüren es und doch können beide es nicht zulassen. Nathalie nicht, weil sie nach dem Unfalltod ihres kleinen Bruders unter der Last der Schuldgefühle verstummt ist. Lucas nicht, weil er den Glauben daran verloren hat, dass ihn irgendwer auf dieser Welt noch brauchen könnte. Erst als die beiden beginnen, einander, dem Leben und der Liebe wieder zu vertrauen, zeigt sich für sie Hoffnung auf Heilung und einen Neuanfang.
(Quelle: cbt)

Bisher war mir die Autorin Manuela Inusa noch vollkommen unbekannt. Umso gespannter war ich nun auf ihren Jugendroman „Morgen und die Ewigkeit danach“, der mich ja ganz besonders vom Cover her angesprochen hat. Nachdem ich dann den Klappentext kannte wusste ich dieses Buch muss ich lesen. Daher ging es hier nach dem Laden des eBooks auch flott mit dem Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin wirklich gut gelungen. Sie wirkten auf mich vorstellbar beschrieben und auch die Handlungen waren nachzuempfinden.
Nathalie ist eine interessant beschriebene Protagonistin. Sie ist innerlich total zerrissen, was der Leser sehr gut nachfühlen kann. Man leidet hier wirklich mit ihr mit. Sie will Dinge ungeschehen machen, will sie verdrängen und lässt so dann auch niemanden an sich heran. Das macht es ihren Eltern und auch ihrer Therapeutin sehr schwer ihr zu helfen.
Lucas ist der männliche Protagonist den ich auch direkt sehr gerne gemocht habe. Auch er trägt eine wirklich nicht leichte Vergangenheit mit sich herum, der Leser erfährt hier wozu ein Mensch, der total verzweifelt ist, wirklich auch fähig sein kann.
Mir gefiel es sehr gut wie sich diese beiden Protagonisten sich wie Magnete anziehen, wie man als Leser die Verbindung zwischen ihnen wirklich auch spüren kann.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll. Ich bin locker und flüssig durch die Handlung hindurch gekommen und konnte auch ganz ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Nathalie. So war ich ihr noch um einiges näher und konnte mich besser in sie hineinversetzen.
Die Handlung selbst hat mich dann echt auch flott gepackt. Es ist eine sehr berührende Geschichte, die den Leser einfach total einnimmt. Es strömen hier so einige verschiedene Emotionen und Gefühle auf den Leser ein, man kann sich diesen einfach nicht entziehen. Die eingebrachte Tiefe, die aufkommende Spannung sind wirklich sehr gelungen, wodurch alles auch nochmals greifbarer wird.
Die Autorin greift in ihrem Roman unter anderem ein sehr schwieriges, sensibles Thema auf, denn es geht um Selbstmord und die Angst vor dem Leben. Dies verbindet sie zusammen mit anderen Themen wie Freundschaft und Liebe zu einer wirklich stimmigen Geschichte, die wirklich begeistern kann.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gelungen. Ich empfand es als passend zur Gesamtgeschichte, es macht diese einfach gut rund und schließt alles sehr zufriedenstellend ab.

Abschließend gesagt ist „Morgen und die Ewigkeit danach“ von Manuela Inusa ein Jugendroman, der mich wirklich sehr gut für sich gewinnen konnte.
Interessant beschriebene sympathische Charaktere, ein flüssig zu lesender mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich sehr berührend, spannend und von den angesprochenen Themen auch sehr tiefgründig empfunden habe, haben mir emotionale Lesestunden beschert und mich auch überzeugen können.
Sehr zu empfehlen!

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