Gelesen: „Blut und Schokolade“ von Peer Martin

Herausgeber: ‎Dressler (9. September 2021)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎448 Seiten
ISBN-10: ‎3751300236
ISBN-13: ‎978-3751300230
Lesealter: ‎14 Jahre und älter

Als die 18-jährige Manal auf der Suche nach ihren Wurzeln an die Elfenbeinküste reist, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag: Hinter einem von Hunden bewachten Zaun steht Issa, mitten im Urwald. Und braucht ihre Hilfe. Er will seinen kleinen Bruder nach Hause holen, der, wie viele andere Kinder, zum Arbeiten auf die Kakaoplantage verschleppt wurde. Doch so einfach ist das nicht, denn in der Welt hinter dem Zaun herrschen eigene Regeln, und viele der Kinder haben Angst vor der Freiheit. Schließlich gelingt ihnen jedoch mit Manals Hilfe die Flucht. Und eine gnadenlose Verfolgungsjagd durch ein ausgetrocknetes Land beginnt …
(Quelle: Dressler)

Der Autor Peer Martin war mir bereits durch andere Jugendromane sehr gut bekannt. Er konnte mich mit seinen Geschichten bisher auch immer sehr gut überzeugen.
Nun war es soweit mit „Blut und Schokolade“ stand wieder ein Buch vom Autor auf meiner Leseliste und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover und auch der Klappentext haben mir richtig angesprochen und so habe ich das Buch nach dem Erhalt dann auch ganz flott gelesen.

Die handelnden Charaktere sind dem Autor gut gelungen. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen und auch die Handlungen waren zu verstehen.
So traf ich hier auf Manal. Sie ist 18 Jahre alt und auf der Suche nach ihren Wurzeln. Ich empfand sie als sehr mutig beschrieben, sie lässt sich nicht wirklich etwas sagen. Das sie gegen das ist, was auf den Plantagen passiert bringt der Autor sehr gut rüber. Mich hat sie wirklich beeindruckt.
Issa gefiel mir ebenfalls sehr gut. Auch er lässt sich nicht wirklich etwas sagen, will sogar fliehen. Für die anderen Kinder ist er da, er will ihnen helfen.
Beide Protagonisten wirkten richtig realistisch und ich habe ihren gefährlichen Weg interessiert verfolgt.

Vom Schreibstil des Autors bin ich sehr angetan. Ich kam richtig flüssig und locker durch die Seiten hindurch und konnte dann auch gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen wechselweise aus den Sichtweisen von Issa und Manal. Das fand ich richtig gut, denn so habe ich den Weg der beiden noch besser nachempfinden können.
Die Handlung hat mich dann echt gepackt. Es kommt hier gut Spannung auf, der Autor scheut sich auch nicht davor grausame Situationen wiederzugeben. Es ist alles sehr realitätsnah, spiegelt die Situation der Kinder in Afrika richtig gut wieder. Es geht um Kinderarbeit und Ausbeutung und darum wie Kakao gewonnen wird. Das regt sehr zum Nachdenken an, man überdenkt als Leser hier wirklich auch seinen eigenen Konsum an Schokolade, wenn man dieses Buch hier liest.
Es ist aber nicht nur die Spannung, die mich hier vorangetragen hat, auch die eingearbeitete Liebesgeschichte kommt gut raus und wirkte auf mich total glaubhaft.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gewählt. Es macht das Geschehen hier rund und entlässt den Leser aber auch nachdenklich. Das Gelesene hallt wirklich noch lange nach.

Kurz gesagt ist „Blut und Schokolade“ von Peer Martin ein Jugendroman, der mich total gepackt und vom Geschehen her sehr eingenommen hat.
Interessant beschriebene Charaktere, ein sehr angenehm zu lesender Stil des Autors sowie ein Handlung, die ich als spannend und sehr emotional empfunden habe und deren Hintergrund zum Teil richtig grausam gehalten ist und mich zum Nachdenken angeregt hat, haben mir klasse Lesestunden beschert und mich vollkommen überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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