Gelesen: „Irish Home: Weil es wahre Liebe gibt“ von Jo Berger

Format: Kindle Edition
Dateigröße: ‎2389 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎328 Seiten
Sprache: ‎Deutsch

Dwayne MacSheen ist ein gutaussehender und vermögender Tierarzt, der jedes Frauenherz höherschlagen lässt.
Jedes. Nur nicht das von Eve Finnegan! Die lebensfrohe Schneiderin verfolgt eisern ihren Lebenstraum: den Schritt in die Selbständigkeit. Dafür spart sie jeden Cent. Und kein Mann wird sie von diesem Weg abbringen.
Zu allem Überfluss tritt ausgerechnet MacSheen mit der Bitte an sie heran, seine Freundin zu spielen. Dabei ist der Kerl nicht nur charmant, auch so verzweifelt, dass sie einfach nicht ablehnen kann. In seiner Gegenwart allerdings bekommt sie plötzlich weiche Knie. Doch das Letzte, was sie tun wird, ist, sich an einen Mann zu binden, bevor sie dazu bereit ist. Was daraus werden kann, sieht sie ja an ihrer Freundin Kelly. Allerdings ahnt sie nicht, dass ihr Deal nicht jedem gefällt und welche tiefgreifenden Konsequenzen das haben wird.
So viele Pläne, so viele Bedenken. Und so viel Gefühl.
(Quelle: Amazon)

Die Autorin Jo Berger war mir keine Unbekannte mehr und bisher war ich immer richtig angetan von ihren Romanen. Jetzt stand mit „Irish Home: Weil es wahre Liebe gibt“ wieder ein Buch aus ihrer Feder auf meiner Leseliste und ich war echt gespannt darauf.
Das Cover ist wieder richtig gut gelungen und der Klappentext macht total neugierig auf die Geschichte. Daher habe ich das eBook auch flott geladen und dann ging es mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind eigentlich ganz gut gelungen. Sie wirkten gut beschrieben auf mich, allerdings gerade die beiden Protagonisten empfand ich dann doch als ziemlich eigenwillig. Und genau das hat es mir dann leider auch etwas schwer gemacht mit ihnen warm zu werden.
Eve ist eine junge Frau, die ein Herz aus Gold hat. Und sie weiß was sie will. Sie ist zudem ein Familienmensch und für andere tut sie eigentlich immer alles. Dabei vergisst sich Eve aber irgendwie auch manches Mal selbst. Mit Männern hat Eve nicht unbedingt viel am Hut, dafür steht ihr eigentlich nicht wirklich der Sinn.
Dann ist da noch Dwayne. Er ist Tierarzt, da auch ein wirklich guter. Gerade zu Beginn aber muss ich echt sagen war mir Dwayne nicht unbedingt sympathisch. Irgendwie habe ich hier nicht unbedingt einen rechten Draht zu ihm gefunden. Das hat dann doch einige Zeit gebraucht bis wir dann doch Freunde wurden. Am Ende habe ich Dwayne mit seiner Art dann doch ganz gerne gemocht.
Zwischen den Protagonisten knistert es, da merkt man als Leser ziemlich deutlich. Es ist dann aber doch ein ziemliches Hin und Her, was mich nicht ganz so begeistern konnte. Dieses Feuer zwischen den Figuren, dass ich sonst von der Autorin gewohnt bin, kommt hier nicht ganz raus.

Die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach sehr gelungen und es gibt Momente, da stehlen sie den Protagonisten etwas die Show. Besonders Dwaynes Mutter ist richtig klasse, eine rüstige ältere Dame, die sehr gut zum Geschehen passt.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut zu lesen, genauso wie man es von der Autorin kennt. Ich kam so flüssig und flott durch die Seiten hindurch und konnte wirklich wunderbar folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen der beiden Protagonisten Eve und Dwayne. Das macht es dem Leser so um einiges leichter sie zu verstehen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuempfinden.
Die Handlung selbst hat mich dann auch, nach ein paar kleineren Anfangsschwierigkeiten, gut für sich gewonnen. Es gibt hier einige Gefühle und Emotionen, die von der Autorin auch sehr gut zum Leser transportiert werden. Diese sind dann auch gut zu verstehen und sie passen auch in die Handlung hinein. Und natürlich darf auch eine gute Prise Humor nicht fehlen.
Das Setting ist echt total klasse gewählt. Der Leser wird hier nach Irland entführt und die grüne Insel passt einfach total gut zur Geschichte. Die Autorin beschreibt alles so anschaulich, man fühlt sich als Leser wirklich total wohl.

Das Ende ist dann genau richtig gewählt. Ich empfand es als passend zur Gesamtgeschichte gehalten, es macht sie verdammt gut rund und entlässt den Leser dann letztlich auch sehr zufrieden.

Insgesamt gesagt ist „Irish Home: Weil es wahre Liebe gibt“ von Jo Berger ein Roman, der mich bis auf ein paar kleinere Dinge dann doch sehr gut für sich gewonnen hat.
Gut beschriebene aber doch etwas eigenwillige Charaktere, ein sehr angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als emotional und gefühlvoll empfunden habe und deren Kulisse einfach rundum ganz wunderbar passt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.