Gelesen: „Ein Lied für Molly“ von Claudia Winter

Format: Kindle Edition
Dateigröße: ‎2562 KB
Herausgeber: ‎Goldmann Verlag (1. Mai 2022)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎480 Seiten
Sprache: ‎Deutsch

Die 28-jährige Bonnie Milligan lebt mit ihrem kleinen Sohn Josh in Dublin. Eines Tages entdeckt sie im Bus ein Bündel handschriftlicher Musiknoten. Spontan fasst sie den Entschluss, den Besitzer ausfindig zu machen. Ihre Nachforschungen nach dem geheimnisvollen Komponisten führen sie an die Westküste Irlands, wo sie in einem malerischen Ort am Meer auf eine Reihe eigenwilliger Charaktere stößt – und ohne es zu ahnen, auf ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Der Schlüssel dazu scheint ein Liebeslied für eine Unbekannte zu sein, das auf magische Weise auch für Bonnies Leben eine ganz besondere Bedeutung erhält …
(Quelle: Goldmann Verlag)

Mir war die Autorin Claudia Winter nicht mehr unbekannt und bisher war ich auch immer sehr angetan von ihren Geschichten. Nun stand mit „Ein Lied für Molly“ wieder ein Buch aus ihrer Feder auf meiner Leseliste und ich war so neugierig darauf.
Schon das Cover hat mir total gut gefallen. Dann, nachdem ich auch den Klappentext kannte, wusste ich dieses Buch ist wie geschaffen für mich. Daher ging es nach Laden des eBooks dann auch flott mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind er Autorin sehr gut gelungen. Ich empfand sie als sehr gut beschrieben und entsprechend in das Geschehen integriert.
So traf ich hier auf Bonnie. Sie fand ich aus Anhieb sehr sympathisch. Bonnie ist eine junge Mutter, die für ihren Sohn wirklich alles tut. Das ist nicht immer einfach, doch Bonnie beißt sich durch und lässt sich nicht unterkriegen. Und genau das habe ich echt total bewundert.
Dann ist da noch Robert. Er hat es mir zugegeben nicht gerade leicht gemacht. Der Leser lernt ihn zuerst in der Vergangenheit kennen. Da waren seine Beweggründe nicht immer ganz nachzuempfinden. In der Gegenwart war es mir ungemein leichter ihm zu folgen.
Dann ist da noch Liam. Er kommt zuerst eher kühl rüber, doch das gibt sich. Oder auch Mollys Sohn, der herzallerliebst ist.

Oder auch die gesamten anderen Figuren, die sich ganz wunderbar integrieren und von denen jeder so seine ganz eigenen Dinge mitbringt. Mir persönlich hat diese Mischung hier echt gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig schön. Ich kam flüssig und locker durch die Seiten hindurch und konnte dem geschehen ganz wunderbar folgen.
Geschildert wird das Geschehen in zwei zeitebenen. So ist man hier einerseits im Jahr 2001 und dann noch im Jahr 2019. Gerade durch die Vergangenheit wird es groß und man erkennt nach und nach das gesamte Bild besser.
Die Handlung selbst hat mich dann auch von Anfang an total gepackt. Es ist so ein richtiges Wohlfühlbuch, eines wo man als Leser eintaucht und erst am Ende wieder in die Realität zukommt.
Die eingebrachten Emotionen und Gefühle, alles war für mich absolut greifbar. Die Liebe spielt eine große Rolle. Aber es geht eben auch um das Leben an sich, darum das nach schwierigen Zeiten auch wieder die Sonne scheinen wird, dass es sich lohnt durchzuhalten und wieder aufzustehen. Die Autorin bringt all dies so wunderbar rüber, greift auch Themen wie die Freundschaft oder auch Trauer und Verlust auf, verpackt es in eine Geschichte, die es wirklich lohnt zu lesen.
Das Setting mit dem wunderschönen kleinen Örtchen Ballystone im tolle Irland passt richtig gut zur Geschichte. Die Autorin beschreibt dies sehr gut, man fühlt sich als Leser wohl und quasi wie selbst vor Ort.

Das Ende ist dann in meinen Augen genau passend zur Gesamtgeschichte gewählt. Ich empfand es als rundmachend und ja einfach toll. Der Leser wird mit einem sehr guten Gefühl aus der Handlung entlassen.

Zusammengefasst gesagt ist „Ein Lied für Molly“ von Claudia Winter ein wirklich total schöner Roman, der mich richtig gut eingenommen und echt auch gut unterhalten hat.
Interessant gezeichnete liebenswerte Charaktere, ein sehr angenehm zu lesender lockerer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional empfunden habe, deren Themen richtig gut passend gehalten sind und wo ich mich vom Setting her total heimisch gefühlt habe, haben mir ganz tolle Lesestunden beschert und mich so auch überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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