Gelesen: „Leider ist es Liebe“ von Marleen Reichenberg

Format: Kindle Edition
Dateigröße: ‎4579 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎335 Seiten
Sprache: ‎Deutsch

Seinen Freund betrügt man nicht. Ganz egal, wie sehr einem dieser Fremde unter die Haut geht. Oder?
Sophie Malet liebt ihre Arbeit in einer Klinik und ihren Freund David, mit dem sie seit Jahren zusammenlebt. Insgeheim hofft sie darauf, ihn bald heiraten und eine Familie gründen zu können.
Doch als sie Schwierigkeiten mit ihrem Arbeitgeber bekommt, zeigt David sein wahres Gesicht.
Eine kurze Auszeit am Comer See stellt Sophies Welt auf den Kopf und schenkt ihr den Mut, einen neuen Anfang zu wagen.
Dominic Reynauds Verhältnis zu seinem Vater ist seit dem Tod seiner Mutter zwiegespalten. Die schwere Erkrankung seines alten Herren trifft ihn allerdings tiefer als erwartet. Als dieser aus seiner Reha in der Schweiz nach Südfrankreich zurückkehrt und eine junge Therapeutin im Schlepptau hat, die ihn endgültig wieder auf die Beine bringen soll, klingeln bei Nic alle Alarmglocken. Er ist fest entschlossen, dieser Sophie keinen Meter über den Weg zu trauen, will ihr auf den Zahn fühlen und besucht nach langer Abwesenheit überraschend sein Elternhaus.
Ihr Zusammentreffen verläuft turbulent, denn Nic und Sophie haben, ohne es zu wissen, eine kurze, aber intensive gemeinsame Vorgeschichte …
(Quelle: amazon)

Die Autorin Marleen Reichenberg war mir keine Unbekannte mehr. Und bisher war ich immer richtig begeistert von ihren Geschichten. Jetzt endlich stand mit „Leider ist es Liebe“ ihr neuestes Werk auf meiner Leseliste und ich war echt total gespannt darauf.
Das Cover und auch der Klappentext versprachen mir tolle Lesestunden, daher ging es nach dem Laden des eBooks auch flott mit Lesen los.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich empfand sie als vorstellbar beschrieben und auch ihre Handlungen konnte ich gut nachempfinden.
Hier habe ich Sophie kennengelernt. Sie ist Physiotherapeutin und so ein herzlicher Mensch. Sie denkt zuerst immer an andere, vergisst sich dabei aber fast schon selbst. Von ihrem Partner und leider auch von ihrer Mutter wird Sophie kaum wertgeschätzt, was mir so unheimlich leidtat. Die Wandlung, die Sophie hier im Handlungsverlauf durchmacht, dass sie endlich anfängt wirklich zu leben, hat mir unheimlich gut gefallen. Sie wird so stärker und wächst an ihren Aufgaben und ganz ehrlich, ich habe sie so noch viel mehr gemocht.
Dann ist da noch Dominic, oder auch einfach nur Nic. Er ist jemand der nicht unbedingt zuhört und irgendwie auch niemanden wirklich traut. In der Frauenwelt hat er einen gewissen Ruf weg, der ihm quasi schon vorauseilt. Ich gebe zu wirklich gemocht habe ich Nic zunächst nicht, doch je mehr ich ihn kennengelernt habe, desto besser habe ich ihn verstanden und desto mehr ist er auf der Sympathieleiter hinaufgeklettert. Nic hat schlicht weg einfach Herz und wird mit jeder Seite interessanter.

Neben den genannten Charakteren gibt es noch andere Figuren, wie Sophies Mutter oder Nics Vater, die sich gut in die Handlung integrieren. Es ergibt sich eine interessante und facettenreiche Mischung, die sehr gut zur Geschichte passt.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal richtig gut zu lesen. Ich kam sehr flüssig und leicht durch die Seiten hindurch und konnte dem Geschehen ganz wunderbar folgen.
Die Handlung hat mich dann total schnell gepackt. Ich habe hier eine emotionale und gefühlvolle Geschichte bekommen, die mich total eingenommen hat, in der ich mich vollkommen wohlgefühlt habe. Die Autorin schafft es immer wieder aufs Neue und kann mich dann auch mit nicht vorhersehbaren Wendungen überraschen. Dazu gibt es auch Dinge, Themen, die nicht unbedingt einfach sind, mit denen man sich auseinandersetzen muss und die man so überwinden kann.
Das Setting mit den verschiedenen Handlungsorten ist rundum gelungen. Sie passen einfach und man fühlt sich als Leser so als wäre man quasi vor Ort.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gelungen. Ich empfand es als passend zur Gesamtgeschichte gehalten, es macht sie richtig gut rund und hat mich mit einem sehr zufriedenen Gefühl entlassen.

Abschließend gesagt ist „Leider ist es Liebe“ von Marleen Reichenberg ein Roman, der mich wirklich wieder total gut für sich gewinnen und wunderbar unterhalten konnte.
Interessante vielsichtige Charaktere, ein sehr angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die emotional gehalten ist und in der man so einiges findet was man mitnehmen kann, haben mir so tolle Lesestunden beschert und mich echt auch überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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