Gelesen: „Chicago in Flammen“ von Jana Beck

Format: Kindle Edition
Dateigröße: ‎2569 KB
Herausgeber: ‎Edel Elements – ein Verlag der Edel Verlagsgruppe (2. September 2022)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎450 Seiten
Sprache: ‎Deutsch

Eine Frau, die ihre Vergangenheit vergessen will.
Ein Mann, der ein Geheimnis um jeden Preis zu wahren sucht.
Ein Feuer, das alle zwingt, ihr wahres Gesicht zu zeigen.
Chicago 1871: Louisa ist eine von vielen deutschen Einwanderern – von ihrem tyrannischen Vater wurde sie als eines der berüchtigten Hurdy-Gurdy-Girls in die USA verkauft und muss sich in den Saloons der Goldgräberstädte verdingen. Jetzt aber soll sich alles ändern: Nach dem Tod des Vaters kommen endlich auch ihre Mutter und ihre kleine Schwester Cora zu ihr in die neue Welt. Außerdem hat sie gerade erst den vor kurzem eingetroffenen, charmanten Wilhelm kennengelernt. Was Louisa nicht weiß: Wilhelm ist ein Dieb und Betrüger und zieht sie unwissentlich in seinen Schlamassel mit hinein. Louisa findet sich vor Gericht wieder – und kurz darauf beginnt, was als »The Great Fire« in die Geschichte eingehen wird. Louisa kämpft von nun an um ihr eigenes und das Leben ihrer Liebsten – und erhält dabei Hilfe von unerwarteter Seite …
(Quelle: Edel Elements)

Bisher war mir die Autorin Jana Beck noch unbekannt. Nun aber war es soweit, ich hatte die Chance ihren historischen Roman „Chicago in Flammen“ zu lesen und ich war echt total gespannt darauf.
Das Cover ist wirklich richtig gut gelungen und der Klappentext macht sehr neugierig. Daher habe ich das eBook geladen und dann ging es auch direkt los mit dem Lesen.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin einfach richtig klasse gelungen. Ich konnte sie mir anhand der Beschreibungen sehr gut vorstellen und auch von den Handlungen her war es für mich nachvollziehbar.
Allen voran ist es hier Louisa, die der Leser kennenlernt. Sie ist aus Deutschland aber bereits einige zeit in Chicago. Louisa ist ein ehemaliges Hurdy-Gurdy-Girl, was ihr auch noch immer nachläuft. Ich empfand sie als sehr tapfer, Louisa weiß sich wirklich durchzuschlagen, sie kämpft. Und sie ist auch ein Familienmensch, das merkt man als ihre Mutter und ihre Schwester ebenfalls nach Chicago kommen. Ich mochte Louisa wirklich richtig gerne und habe ihren Weg zum Teil atemlos verfolgt.
Neben Louisa gibt es hier noch Wilhelm und Marc. Wilhelm ist eher ein Schwerenöter, Trickdieb und Betrüger durch und durch. Man verfällt seinem Charme, merkt aber dann ganz schnell was wirklich in ihm steckt.
Marc hingegen ist Richter und ja er hat was, auch wenn dies erst nach und nach wirklich deutlich wird. Er ist ebenfalls charmant und seine Entwicklung hat mir richtig gut gefallen.

Neben den drei genannten Figuren gibt es noch sehr viele andere, wie beispielsweise Louisas Mutter oder ihre Schwester Cora oder eben auch die ganzen anderen Bewohner Chicagos. Die Autorin hat hier viele Persönlichkeiten erschaffen, die sich alle stimmig zusammenfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist so klasse. Ich bin sehr flüssig und locker durch die Seiten hindurch gekommen, konnte dem Geschehen sehr gut folgen und auch alles nachempfinden.
Geschildert wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven. Man ist als Leser so immer da wo gerade etwas passiert und verpasst nichts. Trotzdem wird es aber nie unübersichtlich, eher im Gegenteil, hier passiert so viel an verschiedenen Stellen, da braucht es diese Sichtweisen einfach.
Die Handlung hat mich dann auch direkt von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Alleine schon der Prolog macht si neugierig, man will dann einfach was, wie passiert.
Die Autorin schafft es hier ganz wunderbar Spannung zu erzeugen, man fiebert als Leser richtig gehend mit. Die unvorhersehbaren Wendungen tun dabei ihr Übriges dazu. Aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz, man fühlt sich mit den Charakteren hier total verbunden.
Das Thema dieses Romans hier, dass „Great Fire“ ist sehr dramatisch und interessant, es wurde von der Autorin richtig gut recherchiert und dann in die Geschichte mit eingebunden. So lernt man als Leser auch gleich noch etwas dazu.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse hier total, es ist zum Teil schon ganz schön nervenaufreibend.
Das eigentliche Ende ist dann in meinen Augen genau richtig und passt einfach auch zur Gesamtgeschichte, macht sie total rund. Der Weg dahin war schwer und gefährlich, dann ist man als Leser einfach nur noch glücklich und wird zufrieden entlassen.
Im Nachwort gibt die Autorin noch einige Dinge zum „Great Fire“ preis, man erfährt wo sie beispielsweise auch ihre Informationen herhat. Auch dies fand ich wirklich interessant zu lesen.

Kurz gesagt ist „Chicago in Flammen“ von Jana Beck ein historischer Roman, der mich wirklich von Beginn an total gepackt hat und dann auch so richtig gut einnehmen und unterhalten konnte.
Sehr interessant gezeichnete Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als dramatisch, sehr spannend und historisch sehr informativ und gut recherchiert empfunden habe, haben mir wirklich so richtig klasse Lesestunden beschert und mich total begeistert.
Unbedingt zu empfehlen!

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