Gelesen: „Zwischen zwei Welten (Die Achenthal-Saga 1)“ von Izabelle Jardin

Format: Kindle Edition
Dateigröße: ‎5105 KB
Herausgeber: ‎Tinte & Feder (9. August 2022)
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎365 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: ‎978-2496711080
Sprache: ‎Deutsch

Wenn in einer einzigen Nacht alles Sichergeglaubte wie ein Trugbild zerstiebt
Schlesien 1844: Die florierende Tuchfabrik ihrer Familie beschert Elise von Achenthal ein privilegiertes und sorgloses Leben. Doch als sie mitansehen muss, wie der nächtliche Ansturm verzweifelter Weber auf die Villa ihres Großvaters blutig niedergeschlagen wird, ist sie beschämt.
Die zufällige Begegnung mit der jungen Marie führt Elise in die elenden Hütten der hungernden Weber und sie begreift, zu welchem Preis der Wohlstand ihrer Familie erarbeitet wird. Sie möchte nicht länger tatenlos zusehen und findet einen Gleichgesinnten in dem ebenso faszinierenden wie geheimnisumwitterten Reformer Konrad von Radenau. Sein Rat führt Elise mitsamt ihren Eltern nach England, wo die industrielle Revolution in voller Blüte steht.
In London wird Elise von dem charismatischen Fabrikantensohn Fletcher Cunningham umworben. Es scheint sich eine Verbindung anzubahnen, die auch dem Achenthal’schen Unternehmen ausgesprochen guttun würde. In einem höchst emotionalen Moment gibt Elise Fletcher ein Versprechen. Und hofft schon im nächsten Augenblick, es niemals einlösen zu müssen.
(Quelle: Tinte & Feder)

Von Izabelle Jardin hatte ich bereits andere Romane gelesen mit denen sie mich auch immer echt gut unterhalten konnte. Nun war es wieder soweit, mit „Zwischen zwei Welten“ stand erneut ein Roman aus ihrer Feder auf meiner Leseliste.
Mir gefiel hier das Cover und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich diesen Auftaktband der !Achenthal-Saga“ als eBook geladen und dann ging es auch schon los mit dem Lesen.

Die handelnden Charaktere sind der Autorin hier echt gut gelungen. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen, kann sich in sie hineinversetzen und ihre Handlungen auch gut nachempfinden.
Ich traf hier zum einen auf Elise. Sie ist sehr privilegiert und noch jung. Mir gefiel sehr gut das Elise die Dinge hinterfragt, das sie einfach interessiert ist. Sie will Dinge verändern und helfen. Ich empfand Elise als echt klasse beschrieben, sie ist wirklich ein richtig toller Charakter.
Dann ist da noch Elises Mutter, die sich ebenso richtig klasse weiterentwickelt.
Auch Fletcher Cunningham habe ich kennengelernt. Allerdings ihn mochte ich trotz der Freundlichkeit nicht unbedingt gerne. Er ist reich und begehrt, hat aber eben was an sich das mich abgeschreckt hat.
Ja und dann ist das noch Konrad. Er ist wirklich ein toller Kerl, der auch Elises Herz für sich gewinnt. Ich mochte ihn genauso gerne wie Elise es tat.

Neben den genannten Charakteren gibt es noch weitere Figuren. Auch diese passen richtig gut in die Handlung hinein, die Autorin hat sie alle wunderbar intergiert.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Ich kam richtig flüssig und leicht durch die Seiten hindurch und konnte dem Geschehen so auch total gut folgen.
Die Handlung konnte mich dann auch total gut abholen. Es ist ein historischer Roman, ein Genre mit dem mich die Autorin echt immer wieder aufs Neue richtig packen kann. Sie hat alles sehr gut recherchiert und zu einer stimmigen, spannenden Geschichte zusammengefügt.
Der Leser wird hier nach Schlesien entführt, er bewegt sich hier in zwei Welten. Man ist bei den Armen und den Reichen. Es geht um die Weber, die wirklich alles geben und dann die höhere, privilegierte Schicht, jene Menschen die immer reicher werden. Die so entstehende Spannung hat mich durch die Seiten getragen, hat mich echt bis zum Ende nicht losgelassen.

Das Ende ist dann doch ziemlich gemein. Der Leser bleibt mit einem Cliffhanger zurück, es gibt so einige offene Fragen, die Antworten brauchen. So bleibe ich nun wartend auf Band 2 zurück, der für April 2023 angekündigt ist.

Insgesamt gesagt ist „Zwischen zwei Welten“ von Izabelle Jardin ein total gelungener Auftaktband der „Achenthal-Saga“, der mich total eingenommen und wunderbar unterhalten hat.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend und auch sehr historisch interessant empfunden habe, haben mir verdammt gute Lesestunden beschert und mich so auch begeistert.
Absolut zu empfehlen!

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