Gelesen: „Julia für immer“ von Stacey Jay

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Egmont Ink (9. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960211
ISBN-13: 978-3863960216
Originaltitel: Juliet Immortal

Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304? Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinander finden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden und kämpft auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre jeweilige Mission. Jahrhunderte später erwacht Julia im Körper des Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandten trifft sie zu ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein, wenn auch anders als jemals vorstellbar…In „Julia für immer“ schreibt Stacey Jay über die junge Julia, welche als Botschafterin des Lichts für die Liebenden kämpft. Zu diesem Zweck bewohnt sie vorübergehend den Körper ihrer Schutzbefohlenen um zwei Seelenverwandte zueinander zu führen.
(Quelle: amazon)


In diesem Buch ist es Ariel Dragland, deren Körper Julia bezieht.
Ariel wohnt in Solvang, einem Ort in Kalifornien.
Julias Einsätze finden für gewöhnlich etwa alle 50 Jahre statt, wofür sie den Nebel des Nichts verlässt. Diesmal aber sind nur ungefähr 15 Jahre vergangen und schnell wird ihr klar, irgendwas ist anders dieses Mal.
Ihre Kräfte schwinden und dann ist auch noch Romeo, Söldner der Apokalypse, direkt in ihrer Nähe. Einst haben sich die beiden geliebt, doch nun sind sie erbitterte Feinde. Sie jagen sich seit über 700 Jahren, mit dem einen Ziel, sich gegenseitig zu töten.
Doch auch Romeo, der unsterblich ist seit Julias Tod 1304 und durch die Körper Verstorbener wandert, in diesem Buch ist es Dylan, spürt das diesmal etwas anders ist.
Die Weichen für den letzten Kampf sind somit gestellt.

Mit „Julia für immer“ hat Stacey Jay ein Buch voller Emotionen geschaffen. Dank ihres Schreibstils im Präsens und der Sichtweise Julias weiß sie den Leser jederzeit zu fesseln.
Immer wieder werden Rückblenden in die Vergangenheit eingebaut, so hat der Leser die Möglichkeit Ariel ein wenig kennenzulernen. Ihre Seele ist zwar nicht anwesend, trotz allem spielt sie aber eine tragende Rolle.
Durch ihre Erinnerungen erfährt man als Leser, welch ein Mensch Ariel eigentlich ist. Man erfährt wie gebrochen sie doch ist und wie es um ihr Verhältnis zu ihrer Mutter Melanie gestellt ist.

Da eine Seelenverwandte Gemma, Ariels beste Freundin, ist bekommt man als Leser durch Ariels Gedanken und Erinnerungen einen guten Eindruck über Gemma.
Leider wird Gemmas Familie nur kurz angeschnitten, was ich sehr schade finde. Ich hätte gerne mehr über dieses Mädchen erfahren.

Ich hoffe Stacey Jay wird in der Fortsetzung ein paar mehr Geheimnisse lüften.
Durch Gemma lernt Julia Ben kennen. Er ist der männliche Seelenverwandte und, so glaubt Julia, für Gemma bestimmt.
Ben allerdings denkt nicht so und so verlieben sich Julia/Ariel und Ben ineinander und Ben zeigt Julia, die seit ihrem Tod 1304 nicht mehr an die wahre Liebe glaubt und an gebrochenem Herzen leidet, das es die wahre Liebe doch gibt. Der Grat zwischen Liebe und Hass ist eben doch sehr schmal.

Das Cover dieses Buches ist wahrhaft traumhaft. Wenn man ein „ INK Buch“ in den Händen hält, so kann man sich fast sicher sein, dass das Buch unter dem Schutzumschlag nicht einfach nur ein Buch ist, sondern etwas Besonderes. So auch „Julia für immer“. Die Rottöne des Schutzumschlages werden auch darunter aufgegriffen, verbunden mit Ranken, die den Bucheinband zieren.

Ich habe dieses Buch an nur 2 Abenden gelesen und immer wieder habe ich beim intensiven Mitfiebern ertappt. Als ich fertig war musste ich erst mal kurz durchatmen, so sehr hat mich dieser Roman beeindruckt.
Stacey Jay hat es geschafft mir Shakespeares Werk „ Romeo & Julia“, das ich während meiner Schulzeit nicht so wirklich mochte, auf fantastische Weise nahezubringen.

„Julia für immer“ ist eine gelungene Kombination aus Liebe, Romantik und actionreicher Spannung. Es ist eine moderne Variante von „ Romeo & Julia“, die absolut fesseln kann.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

 

Gelesen: „Schattenblüte. Die Verborgenen“ von Nora Melling

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 978-3862520008

Eine Liebe, stärker als der Tod
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den ­geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe ­Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind ­Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe ­würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?
(Quelle: amazon)


Ich habe dieses Buch zusammen mit noch einem weiteren von Rowohlt Verlag bekommen und war direkt von Cover beeindruckt. Ich fühlte mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.

In „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ geht es um Luisa, die durch den Krebstod ihres kleinen Bruders vollkommen die Lust am Leben verloren hat. Ihre Eltern, die selber in ihrer Trauer gefangen sind, bekommen nicht mit wie es ihrer Tochter wirklich geht und so zieht sich Luisa aus allem raus. Sie geht sogar soweit, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte.
Doch sie wird in letzter Sekunde von einem fremden, geheimnisvollen  Jungen davon abgehalten, Thursen. Luisa ist von Anfang an von Thursen fasziniert und die Sehnsucht ihn wiederzusehen treibt sie immer wieder aufs Neue in den Wald. Schließlich findet sie Thursen, zusammen mit weiteren Jugendlichen und auf Wölfen.
Die Gruppe scheint ein Geheimnis zu haben, doch zuerst erzählt Thursen Luisa nichts davon. Er rät ihr sie solle sich von ihnen verhalten aber Luisa bleibt hartnäckig. Sie kehrt immer wieder ins Lager zurück und es entwickelt sich eine junge Liebe zwischen Thursen und Luisa.

„ Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, der mich sofort mitgerissen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Sätze kurz und klar. Sie schreibt sehr gefühlvoll und detailliert und vermittelt dem Leser so ein genaues Bild über die Werwölfe, wer sie sind und weshalb sie so geworden sind.
Die Liebe zwischen Thursen und Luisa ist glaubhaft und sie wird sehr einfühlsam beschrieben ohne dabei kitschig zu wirken. Man fiebert zu jeder Zeit mit den beiden Protagonisten mit und es wird sehr schnell klar, die beiden brauchen einander um lebendig zu bleiben.

Das Buch ist aus Sicht von Luisa in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben, wodurch ihre Emotionen und Handlungen sehr gut rüberkommen. Diese fügen sich in die spannende und temporeiche Handlung ein und es wirkt an keiner Stelle des Romans langweilig.
Es beinhaltet eine gelungen Mischung aus Liebe und Freundschaft, zeigt aber auch auf, wie sehr Trauer und Verzweiflung einen Menschen hinab ziehen können

„Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist ein wunderbares Buch, was nachhält, auch nachdem man es fertig gelesen hat.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf zu erfahren wie es mit Luisa und Thursen weitergeht und zum Glück muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. „ Schattenblüte. Die Wächter“, der zweite Teil, erscheint bereits im März.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

 

Gelesen: „Isle of Night – Die Wächter“ von Veronica Wolff

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268579
ISBN-13: 978-3492268578

Die Zeit im College sollte für Annelise ein willkommener Abschied von ihrem ungeliebten Vater und ihrer Stiefmutter werden. Doch dann trifft sie den geheimnisvollen Ronan, der ihr ein neues Leben verspricht – wenn sie den Mut dazu hat, ihm zu folgen. Auf einer mysteriösen Insel vor der Küste Englands muss sich Annelise dem Wettkampf gegen andere Rekruten stellen. Sie alle wollen zu den Wächtern gehören, einer Eliteeinheit, die sich nicht nur mit Vampiren verbündet, sondern auch gefährlichste magische Missionen zu erfüllen hat …
(Quelle: amazon)


Bei diesem Buch ist mir als erstes das Cover ins Auge gefallen. Es wirkt mystisch und dunkel, passend zur Geschichte um die Isle of Night.
Annelise, die Protagonistin aus deren Sicht das Buch erzählt wird, besitzt einen hohen IQ, was quasi ihr Eintritt zur Insel bedeutet. Als sie dort hinkommt ist sie ein normaler Teenager, in Laufe des Buches allerdings wird sie immer stärker und erkennt ihre Fähigkeiten zu nutzen. Vor allem stellt sie sich ihrer größten Angst, dem Wasser.
Auf der Insel leben neben den Mädchen, die die Ausbildung zu Wächterinnen absolvieren, noch Vampire, welche ein ziemlich großes Interesse an Annelise zu haben scheinen. Jedoch bleibt der Leser leider (noch) im Unklaren weshalb.
Und dann ist da noch Sucher Ronan, der Annelise auf die Insel im Norden gebracht hat. Er übt eine große Anziehungskraft auf Annelise aus.
Die Ausbildung der Mädchen ist teilweise recht brutal und nicht selten kommt eines der Mädchen dabei ums Leben.
Veronica Wolff verwendet in ihrem Buch eine recht einfache Sprache, so dass das Lesen recht flüssig voranschreitet.
An manchen Stellen hätte ich mir aber dennoch gewünscht, das Annelise ihre Gedanken in die Tat umsetzt.
„Isle of Night – Die Wächter“ ist der Auftakt zu einer Reihe. Dies merkt man vor allem auch daran, dass einige Fragen aufgeworfen werden, jedoch erhält man als Leser keine Antwort darauf (z.B. auf die Frage, was die Vampire wirklich von Annelise wollen). Außerdem gibt es einen Cliffhänger am Ende, jedoch ist er nicht so, dass man den zweiten Teil unbedingt sofort haben muss.

Dieses Buch hat mir trotz der offen gebliebenen Fragen recht gut gefallen.
Es ist ein gelungener Auftakt der Serie und ich werde die Geschichte um Annelise weiter verfolgen.
Es hat sich bei mir 4 von 5 Sterne verdient.

 

Gelesen: „Firelight 01 – Brennender Kuss“ von Sophie Jordan

Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (1. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570457
ISBN-13: 978-3785570456

Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen. Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben.
Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll?
Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein denn Will ist ein Drachenjäger.
(Quelle: amazon)


Willkommen in der Welt der Drakis.
Dieses Buch stand schon sehr lange auf meiner Buchwunschliste und jetzt endlich konnte ich es lesen.
Natürlich hatte ich recht große Erwartungen und ich kann sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Sophie Jordan hat mit ihrem ersten Jugendroman „ Firelight“ eine wirklich interessante und spannende Geschichte geschrieben. Es macht wirklich Spaß sich in Jacindas Welt zu begeben.
Jacinda ist ein recht sympathisches junges Mädchen, mit der ich mich schnell „anfreunden“ konnte. Ab und an ist sie ein wenig wankelmütig was ihre Entscheidungen angeht aber sie ist erst 16 und in diesem Alter darf man das noch sein.
Will, der männliche Hauptpart der Geschichte, ist ein Jäger und er und seine Cousins, eigentlich sogar seine ganze Familie, sind auf der Jagd nach Jacindas Art, den Drakis. Er weiß genau was er will und er versucht alles um seine angestrebten Ziele zu erreichen.
Weniger gemocht habe ich Wills Cousins, sie kommen teilweise recht düster rüber.

Die Liebe, die sich zwischen Jacinda und Will entwickelt wirkt den ganzen Roman über echt und glaubhaft und als Leser fühlt man mit den beiden mit.
Ein wenig schade finde ich, dass im Buch zwar die sogenannten Enkros angesprochen werden, man aber nicht wirklich erfährt wer oder was sie sind. Ich hoffe, dies wird sich im Nachfolgeband ändern.
Sophie Jordans Schreibstil empfand ich als leicht und das Buch liest sich sehr angenehm. Sie beschreibt die Dinge, wie die Drakis, sehr schön, so dass man recht schnell eine klare Vorstellung von ihnen hat.

Zum Cover kann ich nur sagen, sagenhaft. Es wirkt sehr aufwendig gestaltet und wenn man mit der Hand darüber fährt, dann fühlt es sich so an als würde man eine Art Reptil anfasse. So bekommt man als Leser direkt einen Eindruck, wie sich die Draki Haut anfühlen könnte.

Dieses Buch sollte jeder Lesen, der gerne Geschichten über magische Wesen liest. Es ist nicht nur für Jugendliche geschrieben, auch wenn die Empfehlung ganz klar in diese Richtung geht, man fühlt sich auch als Erwachsener sehr gut unterhalten.
Mit Spannung warte ich nun auf den zweiten Teil dieser Triologie und würde ihn lieber heute als morgen lesen!

 

Gelesen: „Flüsterherz“ von Debora Zachariasse

Gebundene Ausgabe: 340 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster (Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3815753015
ISBN-13: 978-3815753019
Originaltitel: Het Fluisterboek

Schule, Geigenunterricht, Orchester, Hockey, Hausaufgaben, das ist Annas Alltag. Wie anders das Leben sein kann, erfährt sie erst durch ihre neue Klassenkameradin Tibby. In dem idyllischen Häuschen am Fluss fühlt Anna sich pudelwohl, gerade weil es hier nicht so piekfein ist wie zu Hause, sich die Geschirrstapel türmen dürfen und eine Schar schnurrender Katzen das Haus bevölkert. Gemeinsam erleben die beiden ungleichen Freundinnen dort einen fantastischen Sommer. Doch dann bröckelt die Fassade und Anna muss feststellen, dass Tibby es alles andere als leicht hat. Unter der Last ihrer Sorgen immer bedrückter und launischer, verlangt Tibby ihrer Freundschaft alles ab. Anna bemüht sich darum, Tibby zu helfen, stößt aber immer mehr an ihre Grenzen. Und dann ist da auch noch Easy, in den Anna sich verliebt und mit dem sie immer öfter Zeit verbringt. Wie ernst Tibbys Lage ist, merkt Anna erst, als es fast zu spät ist…
(Quelle: amazon)


Dieses Buch handelt von der Freundschaft zwischen Anna und Tibby.
Beide kennen sich schon seit dem Kindergarten. Anna ist die typische Einser Schülerin und sehr beliebt. Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einem Reihenhaus, wo alles seine geregelte Ordnung hat. Ihr Tag ist meistens durchgeplant und lässt nicht so viel Freiraum für spontane Aktivitäten.
Tibby ist das komplette Gegenteil, sie wohnt mit ihren Eltern in einem Haus, ws auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Die meiste Zeit ist sie alleine und kümmert sich selbstständig um den Haushalt. Ihr Vater Jeff ist mit seiner Rochgruppe „MaiZZ“ oft auf Tour und ihre Mutter lebt in ihrer Welt mit ihrem Laden, der nichts abwirft.
Anna und Tibby verbringen einen wundervollen Sommer und Anna genießt es bei Tibby zu sein, ja frei zu sein.
Doch dann verliebt sich Anna und die Zeit mit Tibby gerät immer mehr in den Hintergrund, was Tibby mit wechselhaften Launen bedenkt. Und die Geschichte nimmt somit ihrem Lauf …

Ab diesem Zeitpunkt fiel es mir schwer dieses Buch zur Seite zu legen. Ich wollte immer wissen, wie es mit der Freundschaft weitergeht und ob Anna es schafft zu Tibby, die immer seltener in die Schule kommt, durchzudringen.
Das Schicksal um Tibby und auch die darauf folgende Hilflosigkeit Annas haben mich sehr tief berührt und es kommt selten vor, dass ich während des Lesens mit den Tränen kämpfen muss. Doch dieses Buch hat es geschafft, so sehr war ich auch in der Geschichte drin. Ich habe mich immer wieder gefragt ob Anna es vielleicht mit entsprechender Hartnäckigkeit doch geschafft hätte das was passiert zu verhindern. Doch ich glaube, Tibby wollte es so, und Anna hätte es vielleicht nur hinausgezögert aber nicht verhindern können.

Tibbys Eltern hingegen haben mich ein wenig wütend gemacht. Sie haben nicht wirklich Zeit für ihre Tochter und so haben sie Tibbys Situation nicht gesehen. Ihre Tochter brauchte die nötige Zuwendung, die Kinder, egal welchen Alters, brauchen aber sie haben sie ihr nicht im ausreichenden Maße gegeben. Sie hätten es vielleicht verhindern können!
Das Buch ist aus Annas Sicht geschrieben und der Schreibstil ist den Jugenbuchgenre angemessen. Es ist ein sich angeschlossener Roman, der lange nachhält.

Die Autorin schafft es auf bezaubernde Weise ein sehr schwieriges Thema anzusprechen ohne, dass sie die Ernsthaftigkeit je verliert.
Flüsterherz ist ein Roman, der mich zu nachdenken angeregt hat. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

 

Gelesen: „Die Flucht – Cassia & Ky 02“ von Ally Condie

Titel: Die Flucht
Englischer Originaltitel: Crossed
Reihe: Cassia & Ky Band 2
Autorin: Ally Condie
Verlag: Fischer FJB
ISBN-13: 978-3841421449
Format: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 464 Seiten
Erscheinungstermin: 20.01.2012
Preis: 16,99 €


Cassia gelingt wie durch ein Wunder die Flucht aus der Gesellschaft. Sie ist auf der Suche nach ihrer großen Liebe Ky, der als Aberration (ein Ausgestoßener der Gesellschaft) in die äußeren Provinzen geschickt wurde. Der Weg ist lebensgefährlich und als sie endlich auf Ky`s Spur stößt, ist dieser bereits verschwunden. Wie soll Cassia ihn jemals in dieser ihr unbekannten und gefährlichen Welt finden?
In den staubigen Schluchten sucht Cassia nicht nur Ky, sondern auch sich selbst …
(Quelle: amazon)


Ally Condie stammt aus dem südlichen Utah, USA, einer wunderschönen Gegend, die der Landschaft in ›Die Flucht‹ als Vorlage diente.
Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Salt Lake City.
Nach ihrem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.
Ihre Romane um ›Cassia & Ky‹ werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sind große internationale Bestseller.

Ich habe lange darauf gewartet und diesem Buch entgegengefiebert und endlich ist es da, das zweite Buch aus der „Cassia & Ky“ Reihe.

Der zweite Teil dieser Serie knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Ky wurde in die äußeren Provinzen geschickt, wo er sich als „Lockvogel“ im Krieg befindet. Cassia hat ihren Status als Bürgerin quasi aufgegeben und ist in einem Arbeitslager. Ihr Drang Ky in den äußeren Provinzen zu finden stärkt sie jeden Tag aufs Neue.
Schließlich gelingt es ihr die äußeren Provinzen zu erreichen, jedoch ist Ky zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Flucht. Er will irgendwie zurück zu Cassia gelangen.
Er ist mit zwei anderen Jungen in die Canyons geflohen und so macht Cassia es ihm nach und fleht ebenfalls, zusammen mit Indie. Allerdings ist der Weg durch die Canyons gefährlich und beschwerlich.
Während ihrer „Reise“ verfolgen Cassia und Indie jedoch noch ein anderes Ziel, sie wollen zur „Erhebung“, einer Rebellengruppe, die gegen die Gesellschaft ist.

Es werden weitere Charaktere eingeführt, sowohl an Kys Seite als auch an Cassias Seite und auch die Liebe zwischen den beiden Protagonisten kommt nicht zu kurz, nachdem sie endlich wieder beieinander sind.
Und dann ist ja noch das Geheimnis um Xander, welches immer wieder angesprochen wird.

Ich war von Anfang an wieder in der Welt um Cassia & Ky gefangen. Es war als wäre nicht 1 Jahr vergangen seit „Die Auswahl“, sondern so als wäre es gestern gewesen, als ich damit fertig war.
Das System übt nach wie vor die Kontrolle über das Leben der Menschen aus und es wirkt erschreckend aber ach faszinierend zugleich, denn es ist Ally Condies Vision von einer Zukunft.
Eine Zukunft, die, so hoffe ich, nicht so eintreten wird.
Der Schreibstil von Ally Condie ist wieder sehr flüssig und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei. An manchen Stellen lockert sie die Geschehnisse mit ein wenig Poesie auf, was ich sehr passend fand.

Alles in Allem kann ich dieses Buch jedem weiterempfehlen und freue mich schon jetzt auf dem abschließenden 3. Teil, auch wenn noch nicht klar zu sein scheint, wann er in Deutschland auf den Markt kommt.