Rezension

Gelesen: “Blut ist im Schuh” von Anna Schneider

Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Books on Demand
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3744819159
ISBN-13: 978-3744819152
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

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Gespenstische Stille liegt über dem Friedhof Amelies heimlichen Zufluchtsort vor den Bosheiten ihrer Stiefschwester. Sarah hatte sie bestohlen, gedemütigt, verletzt … Wie weit würde sie noch gehen? Schon spürt Amelie wieder das Stechen im Nacken, wie von eiskalten Augen, die ihr überallhin folgen. Ihr einziger Hoffnungsschimmer ist der Abschlussball mit Ben: Wird er sie wach küssen aus diesem Albtraum?
(Quelle: amazon)

Amelies Mutter ist an Krebs gestorben. So kommt es das sie mit ihrem Vater in eine neue Stadt ziehen muss. Dieser hat nämlich eine neue Frau kennengelernt, Heike. Und Heike hat bereits Kinder, wovon Sarah, die etwa in Amelies Alter ist, noch bei der Mutter wohnt. Da Amelies Vater geschäftlich sehr oft unterwegs ist muss Amelie ihr Leben mit den beiden neuen Frauen meistern. Sarah allerdings sieht Amelie als Konkurrentin an und lässt sich immer wieder gemeine Dinge einfallen um ihr das Leben schwer zu machen. Hinzu kommt das
Amelie sich beobachtet fühlt. Ist es nur Sarah die Amelie Böses will? Oder gibt es noch jemanden anders?Der Jugendthriller „Blut ist im Schuh“ stammt von der Autorin Anna Schneider. Es ist der Debütroman der Autorin und zudem eine Märchenadaption zum allseits bekannten Märchen „Aschenputtel“.Amelie war mir richtig sympathisch. Sie ist lieb und nett und hat es nicht so sonderlich leicht. Ihre Mutter ist an Krebs gestorben und ihr Vater hat sich neu verliebt. Allerdings in eine Frau die bereits Kinder hat. So kommt es das Amelie plötzlich eine Schwester namens Sarah hat. Ihren Anfeindungen ist Amelie schonungslos ausgesetzt.
Sarah gehört der Gothic-Szene an. Sie trägt nur schwarze Klamotten, ihre langen Handschuhe sind ihr Markenzeichen. Was keiner weiß, Sarah hat ein ernst zu nehmendes Problem und die Handschuhe helfen ihr dabei dieses zu verbergen. Sarah sieht in Amelie eine ernsthafte Konkurrentin und so denkt sie sich immer wieder neue Dinge aus um ihr das Leben schwer zu machen.
Heike ist Sarahs Mutter und sie steht ausnahmslos hinter ihrer Tochter. Und dann ist da noch ein Unbekannter, der die beiden Mädchen immer wieder beobachtet. Wer dies ist wird erst gegen Ende immer deutlicher.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, jugendlich und leicht. Die Seiten ließen sich richtig gut lesen.
Geschildert wird das Geschehen aus 3 verschiedenen Perspektiven. Da ist die Sicht von Amelie, dann die von Sarah und immer wieder werden Kapitel aus Sicht des Unbekannten eingeschoben. Diese erhöhen die Spannung.
Die Handlung an sich ist fesselnd. Immer wieder gibt es Wendungen, die man so nicht vorhersehen kann. Neben den Thrillerelementen spricht die Autorin ebenso Themen wie Mobbing und Unterdrückung an.

Das Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen, was ich ein wenig schade fand. Es kam außerdem viel zu schnell und abrupt und war somit nicht zu hundert Prozent zufriedenstellend für mich.

„Blut ist im Schuh“ von Anna Schneider ist ein fast perfekter Jugendthriller. Vom Ende abgesehen wissen die spannende Handlung und Protagonisten, die wie Tag und Nacht sind, sehr gut zu unterhalten.

Gelesen: “Im Land der weiten Fjorde” von Christine Kabus

Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag) (14. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404167589
ISBN-13: 978-3404167586

Nach dem Tod ihrer Mutter erfährt Lisa, dass diese als kleines Kind adoptiert wurde. Ein Medaillon mit einem vergilbten Foto ist die einzige Spur zu ihren Vorfahren. Sie führt Lisa nach Norwegen, in den beschaulichen Ort Nordfjordeid. Die Menschen dort reagieren sehr unterschiedlich auf die Ankunft der jungen Deutschen. Während sie in der warmherzigen Nora sogleich eine Vertraute findet, begegnet der alte Finn ihr mit kaum verborgener Ablehnung. Auch der wortkarge Reitlehrer Amund scheint Vorbehalte gegen Lisa zu haben. Je länger sie in das Leben am Fjord eintaucht, desto sicherer ist sie, dass sie auf der richtigen Fährte ist und dass in der Familiengeschichte ihrer Mutter dunkle Geheimnisse schlummern, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen…
(Quelle: Bastei Lübbe)


Nach dem Tod ihrer Mutter erfährt Lisa durch einen Brief von einem Anwalt, dass diese als Kind adoptiert wurde. Somit ist Lisas Verwandtschaft gar nicht wirklich mit ihr verwandt. Alles was sie nun hat ist ein Medaillon mit zwei kleinen Fotos.
Durch ihren Onkel und das Internet bekommt Lisa schließlich heraus, dass ihre wahren Wurzeln in Norwegen liegen und es eine Verbindung zu einem Pferdegestüt gibt.
Lisa macht sich kurzerhand auf ins norwegische Nordfjordeid wo sie mit gemischten Reaktionen empfangen wird. Die einen sind ihr gegenüber offen und freundlich, andere wiederum abweisend. Doch Lisa gibt nicht auf und schon bald offenbart sich ihr das Geheimnis ihrer Familie.
Kann Lisa auch ihre Großmutter finden?

Der Roman „Im Land der weiten Fjorde“ stammt von der Autorin Christine Kabus. Es handelt sich hierbei um das Debütwerk der Autorin.
In ihrem Roman entführt Frau Kabus den Leser ins ferne Norwegen.

Die Protagonistin Lisa ist eine sehr sympathische junge Frau. Gerade erst hat sie ihre Mutter verloren und erfährt nun durch einen Brief von einem Anwalt, dass ihre Verwandtschaft gar nicht mit ihr verwandt ist. Ihre Mutter wurde als Kind adoptiert und die wahren Wurzeln liegen in Norwegen. Lisa beginnt Nachforschungen anzustellen und schließlich reist sie nach Norwegen, wo sie letztlich Land und Leute kennen und lieben lernt. Ihr Freund Marco versteht es nicht wirklich, er hat eher andere Dinge vor. Die Beziehung der beiden hält demnach nicht lange der Entfernung stand.
Mari ist Lisas Großmutter. Sie hat den 2. Weltkrieg miterlebt, die Belagerung Norwegens durch die Deutschen. Ausgerechnet während dieser Zeit hat sie sich in den deutschen Soldaten Joachim verliebt, was allerlei Schwierigkeiten mit sich gebracht hat. Auch Mari war mir sehr sympathisch.

Auch die anderen auftretenden Charaktere sind alle samt glaubhaft und authentisch gestaltet. Jeder hat seinen ganz eigenen Platz in der Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut lesbar. Mit detaillierten, bildhaften Beschreibungen bringt sie dem Leser Norwegen näher. Man verliert sich regelrecht im Buch, Kopfkino ist garantiert.
Es gibt hier zwei Erzählstränge. Einmal den der Gegenwart von 2010, der aus der Sicht von Lisa geschildert wird. Und dann den aus dem Jahr 1940, geschildert aus der Sichtweise von Mari.
Beide Erzählstränge laufen lange Zeit nebenher, man erfährt so sehr viel über die Kriegszeit aber durch Lisa auch über Land und Leute. Die Stränge passen perfekt zueinander, ergänzen sich und am Ende werden sie miteinander verwoben.
Die Handlung ist voll mit Familiengeheimnissen, Irrungen, Wirrungen und Intrigen. Man begleitet Lisa auf ihrem Weg zu sich selbst und ihren Wurzeln.

Das Ende des Romans ist gelungen. Nach dem letzten Wort schlägt man als Leser das Buch befriedigt zu.

„Im Land der weiten Fjorde“ von Christine Kabus ist ein mehr als gelungenes Debüt.
Die sympathischen Charaktere, die wundervolle Kulisse und eine Handlung voller Geheimnisse, Wirrungen und Intrigen runden das Buch ab und bescheren wundervolle Lesestunden.

 

Gelesen: “Im Schatten der Schwestern (The Curse, Band 2)” von Emily Bold

Achtung:
Dies ist der zweite Teil der Trilogie!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2033 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 342 Seiten
Sprache: Deutsch

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Ich fühlte, dass das Herz unter meinen Fingern nicht länger schlug. Ein Wort trieb durch meinen wirren Verstand: Verrat. Ich hob den Blick und sah in seine Augen. Eine Träne, heiß wie glühendes Eisen, brannte sich ihren Weg meine Wange hinab und fiel ungehindert auf die blutige Erde.

Nachdem Vanoras Fluch gebrochen war, schien dem Glück der beiden nun nichts mehr im Wege zu stehen. Doch dann offenbart ihnen Paytons Bruder Sean eine bittere Wahrheit. Es ist noch nicht vorbei. Diesmal liegt Paytons Schicksal allein in Samanthas Händen. Wird es ihnen gelingen, das Geheimnis der fünf Schwestern zu lösen?
Die Reise ins Unbekannte führt Samantha dorthin zurück, wo alles begann – und zurück in die Arme des Schotten, der ihr Herz durch alle Zeit in seinen Händen hält …
(Quelle: amazon)

Bei „The Curse – Im Schatten der Schwestern“ handelt es sich um die Fortsetzung von „The Curse – Vanoras Fluch“. Geschrieben wurde der Roman erneut von Emily Bold.

Die Protagonistin Samantha, genannt Sam, ist auch diesmal wieder das sympathische junge Mädchen. Sie liebt Payton über alles und ihr ist alles recht um endlich mit ihm glücklich zu sein. Als Leser muss man einfach mit Sam Mitfiebern, man kann gar nicht anders.
Payton, der sympathische Schotte aus den Highlands, hat auch in diesem zweiten Teil mein Herz wieder im Sturm erobert. An ihm stimmt einfach alles und als Leser(in) kann man Sam sehr gut verstehen.
Die beiden sind ein wirklich tolles Team und sie passen perfekt zusammen.

Nicht nur beide Protagonisten hat Emily Bold glaubhaft gezeichnet, auch die anderen auftauchenden Charaktere sind absolut authentisch und sehr facettenreich dargestellt. Es macht Schlicht und einfach unheimlich Spaß die Geschichte mit ihnen gemeinsam zu erleben.

Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Sie beschreibt die Personen und Orte so realistisch und detailreich, dass man als Leser das Gefühl hat man ist mittendrin statt nur dabei.
Die Handlung ist noch spannender und fesselnder als im ersten Teil Sie ist aber auch sehr romantisch und stellenweise recht traurig.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Abwechselnd erfährt man als Leser was im 18. und 21. Jahrhundert passiert. Es ist alles sehr gut durchdacht und logisch aufgebaut.

Am Ende des Romans ist nicht wirklich klar ob es nicht doch noch eine Fortsetzung geben könnte. Zwar ist die Geschichte um Payton und Sam mit diesem 2. Teil abgeschlossen aber ich als Leserin hätte nichts gegen einen dritten Teil einzuwenden.

„The Curse – Im Schatten der Schwestern“ von Emily Bold ist eine fantastische Fortsetzung von „The Curse – Vanoras Fluch“.
Auch wenn es eigentlich nicht möglich ist, die Autorin hat sich im Vergleich zum ersten Teil nochmals gesteigert und kann mit einer spannenden Handlung und den sympathischen Protagonisten erneut vollends überzeugen.
Wer Teil 1 gelesen hat kommt an diesem 2. Teil nicht vorbei.
Unbedingt lesen!

 

Ich bedanke mich bei der Autorin für ihr eBook!

 

Rezension Teil 1
“Vanoras Fluch”

 

Gelesen: “Vanoras Fluch: The Curse 1” von Emily Bold

Taschenbuch: 382 Seiten
Verlag: CreateSpace (19. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1477678603
ISBN-13: 978-1477678602

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„Hältst du es für vernünftig, bei mir zu sein?“ Seine Worte waren leise, beinah geflüstert und seine Haltung war angespannt.
„Nein. Das ist sogar das Unvernünftigste, was ich je getan habe“, gestand ich.
Samantha hat genug von den Jungs ihrer Highschool – und besonders von Herzensbrecher Ryan. So nimmt sie das Angebot ihres Lehrers an, die Ferien im fernen Schottland zu verbringen. Kaum bei ihrer Gastfamilie angekommen, wird sie von den Sagen und Mythen des Landes in den Bann gezogen. Als sie dann auch noch den geheimnisvollen Schotten Payton kennenlernt, beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens …
(Quelle: amazon)

In „The Curse – Vanoras Fluch“ entführt die Autorin Emily Bold den Leser in die Mythen- und Sagenwelt Schottlands.

Die Protagonisten Samantha, genannt Sam, und Payton waren mir beide sehr sympathisch. Sie sind lebendig und glaubhaft dargestellt.
Sam ist ein ganz normaler Teenager. Sie lebt in Delaware, Amerika, wo sie zur Highschool geht. Der Fund des Amuletts verändert ihr Leben komplett.
Payton wohnt in Schottland bei seinen Brüdern. Er wirkt geheimnisvoll und in seiner Art ist er einfach einzigartig.
Zwischen den beiden besteht von Beginn an eine gewisse Anziehungskraft. Im Laufe des Buches entwickelt sich daraus eine Liebesgeschichte, die tragisch schön und perfekt in die Handlung eingewoben ist.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut lesbar. Sie beschreibt Schottland richtig bildhaft, macht das Land so greifbar.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und fesselt den Leser bis zum Schluss regelrecht ans Buch, da wirklich nichts vorhersehbar ist. Durch Rückblenden in die Vergangenheit wird die Entstehung des Fluchs verdeutlicht.

Die Handlung wird vorwiegend aus Samanthas Sicht in der Ich-Perspektive geschildert. Als Leser lernt man so ihre Gedanken und Gefühle sehr gut kennen. Ab und zu kommt aber auch Payton zu Wort. So bekommt man auch einen Einblick in seine Handlungsweise und lernt ihn so besser zu verstehen.

Das Buch ist in sich abgeschlossen. Trotzdem gibt es aber einen Cliffhanger, der die Vorfreude auf den 2. Teil steigert.

Mit „The Curse – Vanoras Flucht“ ist Emily Bold eine wirklich tolle Mischung aus romantischer Liebesgeschichte, historischen Roman und Mysteryroman gelungen.
Die Handlung ist absolut spannend und der Roman entwickelt einen gewaltigen Lesesog, dem man sich nicht entziehen kann.
Unbedingt lesen!

 

Ich bedanke mich bei der Autorin für das zugesandte Taschenbuch!

 

Gelesen: “Fünf” von Ursula Poznanski


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Wunderlich
(16. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3805250312

ISBN-13:
978-3805250313Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf
ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet
ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel,
dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In
einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per
GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin
Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen,
wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den
Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer
Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird …
Meine Meinung:
Mitten im Salzburger Land, auf einer Kuhweide, wird eine
Frauenleiche gefunden. Offenbar ist die Tote von einem Felsen gestürzt.
Beatrice Kaspary, Mutter zweier Kinder, und Florin
Wenninger, beide LKA-Beamte, werden zu diesem Fall gerufen. Was auffällig ist,
auf den Fußsohlen der Toten sind Zahlen eintätowiert, anscheinend Koordinaten.
Es beginnt ein perfides Spiel, wo ein Serienmörder das
Ermittlerduo anhand von Rätseln in Form von Koordinaten dirigiert. An jedem
neuen Ort finden die beiden immer wieder amputierte Körperteile von Opfern und
jedes Mal gibt es neue Hinweise.
Als die Ermittlungen ins Stocken geraten nimmt der Täter
sogar per SMS Kontakt zur Kommissarin auf und schickt ihr verschlüsselte
Botschaften, welche auf ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit
anspielen.
Ist die Beamtin nun selber das Ziel und welche Verbindung
gibt es zwischen den Toten?
Es scheint aussichtslos, denn egal wie schnell das Duo
die Rätsel löst, der Täter scheint immer einen Schritt voraus…
Mit „Fünf“ hat Ursula Poznanski ihren ersten Roman im
Erwachsenenbereich veröffentlicht.
Und es ist wirklich ein Thriller, der Spannung
verspricht. Angesiedelt ist die Handlung in der Geocacher-Szene. Wer damit
nicht anfangen kann, so wie ich vor diesem Buch, der braucht sich jedoch keine
Sorgen machen. Frau Poznanski hat auch an uns unwissende Leser gedacht und
führt immer wieder Erläuterungen zum Thema Geocaching an.
Das Buch selber startet recht rasant, man wird regelrecht
ins Geschehen hineingezogen. Leider gibt es des Öfteren einen Spannungsabfall,
was ich ein wenig schade finde.
Die Charaktere Beatrice und Florin sind beide sehr
sympathisch und kommen glaubhaft rüber. Vor allem aber ist es Beatrice, die
selber mit in den Fall gezogen wird, zu der man als Leser, vor allem als
weiblicher, eine Bindung aufbaut. Bei ihr kommen zur Ermittlerarbeit noch
private Probleme hinzu.
Sowohl sie als auch Florin werden durch eben diese
Einblicke ins Privatleben menschlicher.
Im Laufe des Buches versucht Frau Poznanski den Leser
immer wieder auf die falsche Fährte zu führen. Man tappt ähnlich wie die
Ermittler relativ lange im Dunkeln.
Die Lösung des Rätsels am Ende ist durchaus gelungen, für
mich kam sie unerwartet. Es bleiben dennoch keine Fragen offen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Es gibt so gut
wie keine Perspektivenwechsel. Nur ab und an werden Einblicke auf die Taten des
Mörders eingeschoben.
Fazit:
„Fünf“ ist alles in allem ein gelungener Thriller, bei
dem durchaus auch Krimifans auf ihre Kosten kommen.
Das Geschehen ist nicht zu abartig und wird nicht zu
detailliert beschrieben.
Auf jeden Fall lesenswert.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten” von Laini Taylor


Gebundene Ausgabe: 491 Seiten

Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (23. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3841421369

ISBN-13: 978-3841421364Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle
deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu
alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die
Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch
dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem
Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert.
Meine Meinung:
Karou, 17 Jahre alt, azurblaue Haare und Tattoos an den
Händen, geht in Prag zur Kunstakademie.
Sie begeistert ihre Mitstudenten mit Zeichnungen von fantastischen
Wesen aus einer mystischen anderen Welt. Diese beinhalten für andere viel
Fantasie, doch für Karou sind sie Wirklichkeit.
Sie hat eine Pflegefamilie, bestehend aus sogenannten Chi
mären, Wesen halb Mensch, halb Tier. Sie leben „Anderswo“ und so „reist“ Karou
täglich zwischen den Welten hin und her. Sie erledigt neben ihrem Studium für
ihren Ziehvater Brimstone, ein magischer Wunschhändler, Botengänge und
beschafft ihm Zähne, die er gegen Wünsche eintauscht.
Bevor sie in ihre eigenen vier Wände gezogen ist wohnte
Karou im Wunschladen, wo es mehrere Türen gibt, von denen Karou jedoch nicht
weiß wohin sie führen. Sie kennt nur das Portal, von wo aus sie die Botengänge
erledigt.
Eines Tage trifft sie auf ein ihr fremdes Wesen, Akiva,
ein Seraphim. Er will sie töten, doch gleichzeitig ist zwischen beiden eine
Anziehungskraft vorhanden. Es entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die
allerdings unter keinem guten Stern steht. Den die Portale weltweit gehen in Flammenauf
und Karou sieht sich plötzlich einem ihr übermächtigen Gegner gegenüber …
„Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten“ ist ein
wirklich einzigartiges Buch.
Die Handlung ist spannend und temporeich, man ist als
Leser von der ersten Seite an gefangen in einer sagenhaften fantastischen Welt.
Die Protagonistin Karou lernt der Leser als eine selbstbewusste
junge Frau kennen, die genau weiß was sie will. Sie nimmt kein Blatt vor den
Mund, ist stark und intelligent.
Doch tief in ihrem Inneren spürt Karou auch eine Leere,
denn sie weiß nicht wirklich wo sie herkommt und wer sie wirklich ist.
Akiva, der männliche Protagonist, war mir am Anfang eher unsympathisch
aber im Verlauf der Handlung gewinnt er an Charaktertiefe, wird lockerer und
sympathischer.
Zwischen ihm und Karou entwickelt sich eine Liebe, die
tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Er ist es auch, der Karou dabei hilft
herauszufinden wer sie ist und wo sie herkommt.
Die Nebencharaktere, da vor allem Karous Ziehvater Brimstone
und ihre beste Freundin Zuzana, sind alle samt sehr liebevoll ausgearbeitet und
interessant. Niemand wirkt fehl am Platze oder unglaubwürdig, jeder hat seinen
Platz in der Handlung.
Auch die Liaison zwischen Karou und Akiva wirkt nicht
kitschig. Sie ist wie ein kleine Pflanze, die stetig wächst. Man glaubt sie der
Autorin aufs Wort.
Der Schreibstil von Laini Taylor ist sehr angenehm und
flüssig. Teilweise ist er sogar richtig gehend poetisch. Sie scheibt sehr
bildhaft, man hat als Leser das Gefühl, man ist direkt am Schauplatz der
Handlung und sieht die Charaktere vor sich.
Am Ende des Buches bleibt der Leser zwar mit ein paar
offenen Fragen zurück, obwohl es keinen Cliffhanger und ich hoffe die
Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten.
Fazit:
In „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten
begibt sich der Leser auf eine aufregende und spannende Reise durch eine
Fantasiewelt.
Man wird ins Buch eingezogen und erst am Ende taucht man
wieder im Hier und Jetzt auf. Es stimmt einfach alles, von der Handlung bis zu
den Charakteren.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
Diese Rezension wurde auch hier und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.