Rezension

Gelesen: “Die Tage, die ich dir verspreche” von Lily Oliver

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516764
ISBN-13: 978-3426516768

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»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.
(Quelle: Knaur TB)

Lily Oliver ist eine Autorin, die mir bereits unter einem anderen Namen sehr gut bekannt war. Das neueste Werk der Autorin „Die Tage, die ich dir verspreche“ klang für mich bereits vom Klappentext her sehr ansprechend und interessant. Also habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht und ich verrate nicht zu viel wenn ich sage das hat sich definitiv gelohnt.

Die beiden Protagonisten waren mir von Beginn an sehr sympathisch.
Gwen ist sehr verzweifelt. Ich konnte dies richtig gehend spüren. Sie hat eine Herztransplantation hinter sich, doch sie fühlt sich nicht glücklich und froh, sondern muss eher an den Menschen denken, der ihr das Herz gespendet hat. Und eben diese Gedanken fressen sie regelrecht auf. Ich fand ihre Entwicklung sehr gut und vor allem nachvollziehbar beschrieben.
Noah ist der Moderator eines Internetforums. Er ist sehr um Gwen bemüht, will sie von ihrem Vorhaben abbringen. Er zeigt ihr wie schön das Leben ist, dabei hat auch er es gar nicht so leicht. Er will ihr aber um jeden Preis helfen und das gefiel mir wirklich sehr. Noah ist wirklich besonders, jemand den man einfach gern haben muss.
Die beiden zusammen geben sich Halt und Geborgenheit. Diese Beziehung wirte auf mich realistisch und glaubhaft gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und sehr emotional und gefühlvoll. Ich wurde hier von Beginn an in den Bann der Geschichte gezogen und habe so dieses Buch in einem Rutsch gelesen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Gwen und Noah. Immer abwechselnd gibt es hier Einblicke für die Lily Oliver die Ich-Perspektive verwendet hat. Diese Sichtweise passt in meinen Augen ganz wunderbar zum Geschehen. Es bringt die beiden Protagonisten dem Leser noch näher, lässt ihn tief in deren Gedanken und Gefühle blicken.
Die Handlung selbst greift ein Thema auf, das ich so noch in keinem Roman hatte. Es geht hier um Organspende. Dieses Thema nimmt den großen Teil der Geschichte ein. Es beginnt mit der Transplantation und dann schildert die Autorin auf einfühlsame Weise wie Gwen mit ihrem neuen Organ lebt, welche Gefühle es in ihr auslöst. Hierbei merkt man Lily Oliver hat sehr gut recherchiert, die Dinge wirken sehr gut erklärt und fügen sich wunderbar ins Geschehen ein.

Das Ende des Romans ist in meinen Augen sehr passend gewählt. Es schließt die Handlung nachhaltig gut ab und mich hat es zufriedengestellt aber auch nachdenklich zurückgelassen.

Kurz gesagt ist „Die Tage, die ich dir verspreche“ von Lily Oliver ein Roman, der ein sehr schwieriges Thema aufgreift.
Authentisch gestaltete Charaktere, ein einnehmender und flüssig lesbarer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die emotional beschrieben ist, dem Leser aber auch durchaus fachliche Dinge sehr gut erklärt, haben mich hier nachdenklich gestimmt und einfach nur begeistert.
Klare Leseempfehlung!

 

Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

Gelesen: “Zweimal mitten ins Herz (Greenwater Hill Love Stories)” von Sarah Saxx

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2184 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
Sprache: Deutsch

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Hazel ist fassungslos und zutiefst verletzt, als ihre große Liebe Luca ihr seinen Seitensprung gesteht. Da hilft es auch nicht, dass er ihn zutiefst bereut – sie braucht Abstand. Kurzerhand zieht Hazel aus ihrer Heimat weg und nimmt einen Job als Masseurin im neuen Wooden Spa Hotel in Greenwater Hill an.
Als sie dort den sympathischen Polizisten Dean trifft, der sich gleich mehrmals als Retter in der Not erweist, vergisst sie zum ersten Mal ihren Trennungsschmerz.
Wird es Dean gelingen, ihre Wunden zu heilen? Doch auch Luca setzt alles daran, seinen Fehler wiedergutzumachen …
(Quelle: Homepage der Autorin)

 


Sarah Saxx, da verrate ich sicherlich kein Geheimnis, ist definitiv eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Immer wieder schafft sie es mich mit ihren Geschichten zu überzeugen. Nun also bekam ich die Chance ihren neuen Roman „Zweimal mitten ins Herz“ zu lesen und somit erneut ins kleine Städtchen Greenwater Hill zu reisen. Das Cover und der Klappentext versprachen bereits sehr viel, also begann ich neugierig und sehr gespannt zu lesen.

Die drei Protagonisten Hazel, Luca und Dean haben mich hier wirklich begeistert.
Hazel, eine junge Frau, die eigentlich glücklich zu sein scheint mit ihrem Freund Luca. Dann aber gerät alles durcheinander, denn Luca hat sie betrogen. Hazel kann nicht anders, sie muss einfach weg. Kurzerhand packt sie ihre sieben Sachen und geht nach Greenwater Hill, wo sie einen Job als Masseurin in einem Hotel bekommt. Ich konnte mich so gut in Hazel hineinversetzen, habe mit ihr gelacht und geweint. Von der ersten Sekunde an war sie mir sehr sympathisch.
Luca hätte ich ja zu Anfang sehr gerne zum Mond geschossen. Wie kann er Hazel nur betrügen, ich habe es nicht verstanden, es wollte nicht in meinen Kopf. Ich habe ihn verachtet, doch dieses Gefühl hat sich irgendwann gegeben. Je weiter ich vorankam desto mehr habe ich für Luca gehofft. Er bereut zutiefst was er getan hat, er liebt Hazel und will sie zurück, egal wie. Und ganz langsam hat Luca mich für sich gewonnen, mochte ich ihn mehr und mehr. Wie er mit den Kids in der Werkstatt umgeht, mir ging das Herz auf. Hier wirkte er liebenswert und hilfsbereit und ich wage zu behaupten das ist der Luca den man kennen sollte, der Luca mit dem Hazel glücklich werden kann.
Dean, der Polizist aus Greenwater Hill, ist unheimlich charmant und sieht sehr gut aus. Sprich er ist ein Traum von einem Mann, kein Wunder das Hazel ihn anziehend findet. Doch irgendwie ist es bei ihm anders als bei Luca, das merkt auch Hazel. Auch Dean hat sich in mein Herz geschlichen und ich wünschte mir für ihn, dass er glücklich wird.
Die drei Protagonisten wirkten alle authentisch und sehr glaubhaft, ich habe mich bei ihnen wohlgefühlt, es war als würde ich dazugehören.

Auch die Nebenfiguren sind wieder wundervoll. Es ist so schön immer wieder bekannte und beliebte Namen zu lesen, mitzuerleben wie die Charaktere der Vorgänger ihren Weg gehen. Immer wieder schlich sich hier ein Lächeln auf mein Gesicht, denn ich mag bisher wirklich jeden auf seine ganz eigene Art und Wiese sehr gerne.

Der Schreibstil der Autorin, er ist einfach unverwechselbar Sarah Saxx. Ich muss ja zugeben, ich zögere den Moment, wo ich mit dem Lesen beginne, immer sehr lange hinaus. Ich weiß einfach wenn ich einmal anfange mit lesen kann und will ich nicht mehr aufhören. So auch hier, ich bin förmlich durchs Geschehen gerauscht, habe alle um mich herum vergessen und innerhalb kürzester Zeit war der Roman beendet.
Geschildert wird das Geschehen kapitelweise aus den Sichtweisen von Hazel, Luca und Dean. Sarah Saxx hat bei allen dreien die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt hier sehr gut zur gesamten Geschichte, man lernt die 3 Protagonisten so wirklich gut kennen und kann sie einschätzen.
Die Handlung beginnt direkt mit dem großen Knall. Danach verfolgt man als Leser wie Hazel  ihr Leben wieder ins Reine bringt, wie sie sich ein neues Leben aufbaut. Dean spielt dabei eine Rolle und man merkt es knistert zwischen ihnen. Doch Luca ist irgendwie immer präsent. Mir gefiel das es dieses Mal nicht so eindeutig ist wer das Rennen man. Mir waren bei Männer lieb, wer es am Ende wird verrate ich natürlich nicht. Auch jeden Fall aber wars bis dahin ein Auf und Ab, eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ich habe gehofft und gebangt. Immer wieder hat Sarah Saxx Wendungen eingebaut, die mich überrascht haben.
Greenwater Hill ist wieder sehr schön beschrieben, das Städtchen wächst und gedeiht, was mir wirklich sehr gut gefiel. Ich bin wirklich gespannt was hier noch alles folgen wird.

Das Ende ist richtig happy. Es passt zum Geschehen, der Roman wird perfekt abgerundet und sehr gut abgeschlossen. Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Teil, der im Oktober 2016 erscheinen wird.


Insgesamt kann ich sagen ist „Zweimal mitten ins Herz“ von Sarah Saxx ein ganz wunderbarer Roman, der mich aufs Neue von Beginn an gefangen genommen hat.
Authentisch gestaltete Charaktere, ein unverwechselbarer leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt hat und in der nicht klar ist wer der Auserwählte letztlich sein wird, haben mich abgeholt, begeistert und erst am Ende wieder auftauchen lassen. Ich freu mich auf mehr!
Uneingeschränkte Leseempfehlung!

 

Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte Vorab – eBook!

 

Weitere Teile der Reihe:
“A Place to Remember: Chloe & Hugh” (inoffizielle Vorgeschichte)
“Ein bisschen mehr als Liebe” (Teil 1)
“Ein Kuss für Clara” (Teil 2)

 

Gelesen: “Ein Kuss für Clara (Greenwater Hill Love Stories 2)” von Sarah Saxx

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 695 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 218 Seiten
Sprache: Deutsch

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Clara Fontaine, Bürgermeisterin des malerischen Städtchens Greenwater Hill, steht vor einer schwierigen Aufgabe: Die Einwohnerzahl muss steigen – sonst ist sie nicht nur ihren Job los, sondern
ihre geliebte Heimat fällt auch noch dem schmierigen Bürgermeister des Nachbarorts in die Hände.
Doch das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Schulkollegen Aiden Fletcher, der sich auf liebenswerte Weise in ihr Herz schleicht, bringt Abwechslung in ihren gestressten Alltag. Und durch eine glückliche Fügung rückt auch die Rettung der Stadt und ihres Amtes in greifbare Nähe.
Alles scheint perfekt, bis Clara feststellen muss, dass Aiden nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Diese Erkenntnis wirbelt nicht nur ihr Liebesleben durcheinander, sondern gefährdet auch ihre berufliche Mission …
(Quelle: Homepage der Autorin)

Sarah Saxx ist eine Autorin, die mich bisher immer mit ihren Büchern überzeugen konnte. Ich brauche nur ein Cover von ihr sehen oder einen Klappentext lesen und weiß das Buch muss ich lesen. Genauso war es auch hier, bei „Ein Kuss für Clara“, dem zweiten Teil der „Greenwater Hill Love Stories“. Bereits der erste Teil „Ein bisschen mehr als Liebe“ hat mir außerordentlich gut gefallen und so war klar, auch dieser Roman musste von mir verschlungen werden.

Clara Fontaine war mir bereits sehr gut bekannt aus dem ersten Teil. Sie ist eine vielbeschäftigte junge Frau, die Bürgermeisterin von Greenwater Hill. Und so liegt ihr das Wohl ihrer kleinen Stadt sehr am Herzen. Sarah Saxx hat mit Clara eine wirklich tolle Protagonistin geschaffen. Sie ist Single und sehnt sich eigentlich sehr danach endlich mal jemanden zu finden bei dem sie sich geborgen fühlen kann. Mir ist Clara im Verlauf richtig ans Herz gewachsen.
Aiden ist jemand, der zu Anfang eher geheimnisvoll auf mich wirkte. Er und Clara kennen sich bereits von früher, doch Aiden ist nicht mehr unbedingt der den Clara glaubt zu kennen. Dass er etwas verheimlicht wurde immer deutlicher. Und trotzdem Aiden ist von einer Sorte Mann die das Herz der Frauen höher schlagen lässt. Er sieht gut aus und ist sehr charmant. Mein Leserherz hat Aiden im Sturm erobert und auch Clara ist nicht abgeneigt von ihm.

Die Nebenfiguren haben es mir ebenfalls angetan. Man trifft hier, wenn man die Reihe bereits verfolgt hat, auf gute alte Bekannte. So zum Beispiel Noah und Luise oder auch Chloe und Hugh, sie gehören einfach zur Reihe dazu und dürfen nicht fehlen.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. Sarah Saxx schafft es immer wieder mich mit ihren Worten in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. Sie schreibt flüssig und locker leicht, innerhalb von ein paar Stunden hatte ich diesen Roman regelrecht verschlungen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Clara und Aiden. Für beide hat Sarah Saxx jeweils die Ich-Perspektive verwendet. So kann man sich als Leser so richtig schön in Clara und Aiden hineinversetzen.
Die Handlung, hach ja ich bin so gerne in Greenwater Hill. Clara und Aiden sind so toll zusammen, ich habe jeden Augenblick mit ihnen genossen. Es gibt schöne Momente, voller Liebe und Zuneigung aber auch dramatische Momente. Es gibt immer wieder Überraschungen, die neue Dinge zu Tage fördern. Als Leser kommt man hier wirklich voll auf seine Kosten.
Greenwater Hill, mit seinen Bewohnern, ist auch hier wieder zum Leben erwacht. Alles ist vorstellbar beschrieben. Dieses kleine Städtchen birgt noch so einige Geheimnisse, die hoffentlich noch alle gelüftet werden.

Das Ende war wieder mal ganz nach meinem Geschmack. Es passt einfach total gut, rundet das Geschehen wirklich gut ab und ich habe mein Tablet wieder mehr als zufrieden zur Seite gelegt.

Kurz gesagt ist „Ein Kuss für Clara“ von Sarah Saxx ein auf ganzer Linie gelungener zweiter Teil der „Greenwater Hill Love Stories“.
Sympathische Charaktere, ein wunderbar leicht lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die mich wieder gefangen genommen hat mit ihren schönen aber auch dramatischen Momenten haben mich schlichtweg umgehauen und rundum überzeugt.
Ganz klare Leseempfehlung!

 

Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte Vorab – eBook!

Weitere Teile der Reihe:
“A Place to Remember: Chloe & Hugh” (inoffizielle Vorgeschichte)
“Ein bisschen mehr als Liebe” (Teil 1)

Gelesen: “Die 100 – Heimkehr” von Kass Morgan

Achtung:
Dies ist Teil 3 der Reihe!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453270711
ISBN-13: 978-3453270718
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The 100 – Homecoming

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Der Kampf um die Freiheit
100 Jugendliche wurden aus dem Weltraum entsandt, um die Erde neu zu besiedeln. Womit sie nicht gerechnet hatten: Auf dem blauen Planeten gibt es immer noch Menschen – Menschen, die die Neuankömmlinge um jeden Preis vertreiben wollen. Nun spitzt sich die Situation noch einmal dramatisch zu: Auf der Raumstation geht die Luft aus, und eine kampfbereite Truppe rund um den zwielichtigen Vizekanzler Rhodes landet auf der Erde. Die 100 geraten endgültig zwischen alle Fronten, von überall droht Gefahr. Und nur gemeinsam werden die Jugendlichen die Freiheit, die sie auf der Erde gefunden haben, verteidigen können.
(Quelle: Heyne fliegt)

Der dystopische Jugendroman „Die 100 – Heimkehr“ stammt von der Autorin Kass Morgan. Es ist der 3. Und somit finale Teil der Trilogie rund um die 100 Jugendlichen, die ausgesandt wurden die Erde nach einem nuklearen Winter neu zu besiedeln. Teil 1 und 2 haben mir bereits sehr gut gefallen und auch die TV-Serie hat es mir wirklich angetan. Umso neugieriger war ich nun darauf wie die Buchgeschichte zu Ende gehen würde. Beachten sollte man aber das Buch und Serie getrennt voneinander gesehen werden sollten.

Es gibt zum einen sehr gut bekannte Charaktere im Geschehen. So die Jugendlichen, allen voran Clarke, Bellamy, Wells, Sasha, die Erdgeborene oder auch Octavia. Sie alle sind bereits sehr an ihren täglichen Aufgaben gewachsen. Waren sie mehr oder weniger noch sehr naiv als sie auf die Erde kamen, so sind sie jetzt zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen. Zwischen ihnen besteht eine enge Freundschaft und es gibt auch Liebe, Zuneigung. Diese Entwicklung finde ich wirklich gelungen.
Glass und Luke sind auch wieder mit von der Partie, ebenso wie andere Kolonisten, die nun auf dem Weg zur Erde sind. Unter diesen Kolonisten ist auch der Vizekanzler Rhodes. Ich mochte ihn überhaupt nicht. Er wirkte auf mich arrogant und ganz extrem selbstgefällig.
Und natürlich die Erdgeborenen, von denen es zwei Gruppen gibt. Zum einen die, die den Kolonisten, den 100, wohlgesonnen sind. Und dann die, die nur eins wollen, sie vernichten.

Alle Charaktere, egal ob nun Protagonist oder Nebenfigur, sind wirklich gut gelungen. Ich konnte sie mir vorstellen, sie wirkten auf mich authentisch und glaubhaft gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist bekannt flüssig und locker leicht zu lesen. Ich war von Anfang an wieder im Geschehen drin.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. So zum Beispiel aus der Sicht von Clarke, Bellamy, Wells und Glass. Dies macht die Charaktere greifbarer, man entwickelt als Leser eine Bindung zu ihnen.
Die Handlung knüpft an Band 2 „Tag 21“ an. Es geht direkt spannend los, man ist mittendrin statt nur dabei. Es bilden sich sehr viele Fragen, die nach Antworten verlangen. Das Geschehen ist abwechslungsreich, man ist quasi überall dabei. Durch die verschiedenen Perspektiven gibt es verschiedene Stränge, die letztlich logisch zu einem zusammengefügt werden. Hier bleibt sich Kass Morgan treu.
Die geschaffene Welt ist nach wie vor sehr faszinierend aber auch erschreckend für mich. Auch wenn es nur eine Vision einer Autorin ist, so macht man sich während des Lesens doch so seine Gedanken, was wäre wenn.

Das Ende ist schlüssig und es passt, macht diesen Teil und somit auch die Trilogie rund. Ein paar Dinge bleiben offen, hier hätte ich mir gerne noch Antworten gewünscht. Aber wer weiß, vielleicht erweicht sich die Autorin und es geht doch noch weiter, irgendwann.

Kurz und knapp kann ich sagen ist „Die 100 – Heimkehr“ von Kass Morgan ein gelungener Abschluss der Trilogie rund um die 100 Jugendlichen.
Die authentisch beschriebenen Charaktere, der flüssig lesbare leichte Stil der Autorin und eine spannende Handlung in einer faszinierend beschriebenen Welt, haben mir begeistert und wunderbar unterhalten. Man sollte aber die Buchtrilogie und die TV-Serie voneinander getrennt betrachten.
Unbedingt lesen!

 

Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

Rezension Band 1
“Die 100”

Rezension Band 2
“Die 100 – Tag 21”

 

Gelesen: “The Last Desire: Verlassen” von Nina Hirschlehner

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1230 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Eisermann-Verlag (1. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch


Ein verhängnisvolles Experiment reißt Cat unsanft aus ihrem gewohnten Leben. Plötzlich findet sie sich gemeinsam mit ihrem besten Freund Andy auf einem Vampirinternat wieder. Dort lernt sie schnell, wie gefährlich es sein kann, stärker zu sein als andere, weshalb sie ihre neu erlangte Gabe geheim halten muss. Mo, ein grausamer Vampir, will Ihre Kräfte unter allen Umständen an sich reißen. Wird Andy sie beschützen können?
(Quelle: Eisermann Verlag)

„The Last Desire: Verlassen“ stammt aus der Feder der Autorin Nina Hirschlehner. Es ist der Auftakt einer Vampirreihe mit wirklich sehr interessant klingendem Klappentext.
Ich und Vampire, diese Liebe wird niemals vergehen und so war ich natürlich neugierig auf diese Geschichte.

Die Charaktere der Geschichte haben mir richtig gut gefallen. Besonders Cat und Andy haben es mir ja angetan. Cat muss man einfach mögen, das geht gar nicht anders. Ihre freundliche Art, die Ehrlichkeit, das alles macht sie unverwechselbar. Für Freunde ist Cat immer da, steht denen zur Seite.
Andy ist Cats bester Freund. Er besucht ein Vampirinternat, davon weiß aber niemand etwas. Nach außen hin wirkt Andy wie ein normaler Teenager.

Weitere Charaktere, wie beispielsweise Andys Freund Mo, sind ebenso sehr gut gestaltet. Man kann sie sich vorstellen und ihre Handlung immer nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist absolut flüssig und lässt sich wirklich gut lesen. Man kommt locker und leicht durch die Seiten und kann der Handlung mühelos folgen.
Die Handlung selbst hat mir gut gefallen. Zwischen mir und den Vampiren besteht ja eine Verbindung seit ich angefangen habe zu lesen. Und ich kehre immer wieder zu ihnen zurück, ich kann gar nicht anders.
Nach dem Prolog wird man hier in eine sehr gut ausgearbeitete Welt gezogen, man kann sich ihr gar nicht entziehen. Die Spannungskurve steigt stetig an und es gibt ein sehr gutes Tempo. Die Entwicklung der Charaktere ist nachvollziehbar und wirkt absolut glaubhaft. Einzig Cats Vergangenheit kam mir hier ein wenig zu kurz. Dies wird sich hoffentlich im zweiten Teil ändern.

Das Ende ist ziemlich gemein. Den Leser erwartet ein Cliffhanger, der so viel offen lässt, es bleiben sehr viele Fragen offen. Diese werden dann hoffentlich schon im zweiten Band schon beantwortet.

Kurz gesagt hat Nina Hirschlehner mit „The Last Desire: Verlassen“ einen auf ganzer Linie gelungenen Auftakt der Vampirreihe geboten.
Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare lockere Stil der Autorin und eine Handlung, die von Anfang an spannend ist und zu überraschen weiß, haben mich wunderbar unterhalten und machen unheimlich Lust auf mehr.
Unbedingt lesen!