Gelesen: “Nele” von Sigrid Lenz

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Taschenbuch:
320 Seiten
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Verlag:
AAVAA Verlag UG (19.
Dezember 2011)
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Sprache:
Deutsch
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ISBN-10:
3845901160
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ISBN-13:
978-3845901169

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Kurzbeschreibung:
Nele wird aus ihrem eintönigen Alltag gerissen, als sie
Malik begegnet, der vom Himmel gefallen scheint. Ihr Albtraum beginnt mit der
Offenbarung, dass ihre Eltern einen satanischen Plan verfolgen und dem unter
Gedächtnisverlust leidenden Jungen nach dem Leben trachten. Als Vampire ihn
entführen, bleibt Nele die Einzige, die sich, unterstützt von dem
geheimnisvollen Roma Damiel, auf die Suche nach ihrem Engel begibt. Dämonen und
Gefahren erschweren den Weg, doch auch unter den Vampiren findet sich ein
Abtrünniger, der Nele magisch anzieht. Letztendlich erkennt sie, dass ihre
Macht größer und ihr Schicksal bedeutender ist, als sie je erwartet hätte.
(Quelle: AAVAA Verlag)

Meine Meinung:
Neles Alltag ist recht eintönig und trist. Dies ändert
sich als vor ihren Augen plötzlich ein Junge quasi vom Himmel fällt. Nele nimmt
ihn mit zu sich nach Hause, wo sie ihn im Keller versteckt und ihm den Namen
Malik gibt.
Als Nele jedoch erfährt das ihr Adoptiveltern Malik nach
dem Leben trachten und einen satanistischen Plan verfolgen beginnt ihr
persönlicher Albtraum.
Malik wird wenig später von Vampiren entführt und nun
braucht Nele die Hilfe von Damiel, dem Neuen in ihrer Klasse. Den beiden
stellen sich jedoch dunkle Gestalten und Gefahren in den Weg.
Kann Nele Malik befreien? Und wem kann sie am Ende noch
trauen?
„Nele“ aus der Feder von Sigrid Lenz ist ein
Fantasyroman, bei dem der Klappentext sehr verheißungsvoll klingt. Allerdings
sollte man sich als Leser nicht nur allein darauf verlassen.
Nele ist ein junges Mädchen, das gegen alles und jeden
rebelliert. Sie wurde sehr früh von ihren jetzigen Eltern adoptiert und
unterscheidet sich von ihnen und ihrem Stiefbruder durch ihre dunkle  Hautfarbe Sie findet Malik auf einem Feld und
von da an ändert sich ihr Leben.
Bald schon bemerkt Nele das sie weitaus mehr Macht
besitzt als sie zu glauben gewagt hat.
Malik ist quasi vom Himmel gefallen. Allerdings kann er
sich an nicht und niemanden mehr erinnern. Es stellt sich später heraus, dass
er ein Engel ist und von Vampiren gejagt wird.
Alle Charaktere im Buch sind im Grunde gut gewählt und
interessant. Allerdings bleiben alle samt sehr undurchsichtig und man wird als
Leser mit keime so richtig warm.
Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich flüssig und
gut lesbar.
Allerdings ist die Handlung, die aus Neles Sicht in der
Ich-Perspektive geschildert wird, ziemlich verwirrend geschrieben. Man hat arge
Schwierigkeiten dem Geschehen zu folgen, da es immer wieder Sprünge gibt.
Außerdem lässt sich keine Figur wirklich einer Seite zuordnen.
Das Buch beginnt recht seicht und erst ab etwa der Mitte
nimmt die Handlung Fahrt auf und es kommt Spannung auf.
Das Ende wiederum zieht sich ziemlich und man bleibt als
Leser eher unbefriedigt zurück.
Fazit:
„Nele“ von Sigrid Lenz ist ein durchwachsenes Buch.
Von der Idee her und den Charakteren hätte es spannend
sein können, allerdings mangelt es an der Umsetzung.
Wirklich schade.
Vielen Dank an die Autorin Sigrid Lenz, die mir dieses Buch zu Verfügung gestellt hat. Und danke auch an lovelybooks für die dortige Leserunde.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Romeo für immer” von Stacey Jay

Achtung!
Dies ist Band 2 der Reihe,
Diese Rezension kann Spoiler enthalten!
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Egmont INK (11. Oktober 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 386396022X
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ISBN-13: 978-3863960223
Kurzbeschreibung:
Als Söldner der Apokalypse hatte Romeo nur ein Ziel: die
Liebe zwischen zwei Menschen zu zerstören. Doch die Mächte des Bösen haben ihn
verstoßen, und er hat nur eine einzige Möglichkeit, sich selbst und seinen dem
Niedergang geweihten Körper zu erlösen: Er muss auf die Seite der Botschafter
des Lichts, der einstigen Feinde, wechseln und eine Reise in die Vergangenheit
antreten. Dort wird er Ariel Dragland wiederbegegnen, die Julias Seele
beherbergt und die er getötet hat. Romeo ergreift die Chance auf einen
Neuanfang und setzt nun alles daran, ihr Herz zu erobern. Was er jedoch noch
nicht weiß: Ariel hält das Schicksal der ganzen Welt in den Händen, denn in ihr
kämpfen die Mächte des Bösen und des Guten einen erbitterten Kampf. Wird er
Ariel und ihre gemeinsame Liebe retten können?
(Quelle: Egmont INK Verlag)

Meine Meinung:
Romeo ist ein
Söldner der Apokalypse. Seit Jahrhunderten macht er nichts anderes als gegen
die wahre Liebe zu kämpfen. Nachdem Julia sich nicht bekehren ließ zur dunklen
Seite zu wechseln und gestorben ist wurde Romeo von den Söldnern bestraft und
zurück in seinen toten, verwesenden Körper geschickt.
Nun aber bietet ihm
Julias Amme, auch eine Botschafterin des Lichts, die Chance auf einen Ausweg
aus seiner Misere. Romeo könnte ebenfalls ein Botschafter werden, zuvor muss er
sich aber beweisen. Er soll zurück in die Vergangenheit und Ariel Draglands erz
erobern. Dafür hat er nur 3 Tage Zeit. Diese Aufgabe ist selbst für den
charmanten Romeo nicht leicht, wird er doch erneut in Dylans Körper geschickt.
Romeo ahnt zudem
nicht, dass auch Ariel ein Geheimnis hat …
„Romeo für immer“
ist der zweite Teil der Reihe rund um Shakespeares bekannte Liebesgeschichte,
geschrieben von Stacey Jay.
Dieser Teil knüpft
quasi nahtlos an den ersten Teil an, mit Julias Tod und den Folgen für Romeo.
Der Protagonist
Romeo schlüpft auch diesmal wieder in den Körper von Dylan, einem Schuft der
mit Hilfe einer Wette versucht hat Ariels Herz zu erobern. Damals war es Julia,
die in Ariels Körper steckte. Diesmal aber muss Romeo das Herz der echten Ariel
für sich gewinnen und das ist gar nicht so einfach.
Romeo ist charmant
und versucht wirklich alles um Ariel zu verzaubern. Im Laufe des Buches macht
er eine enorme Wandlung durch und schafft es sogar, dass man ihn als Leser mag.
Er findet heraus was es heißt wirklich zu lieben und das auch er es wert ist
geliebt zu werden. Romeo bereut seine vergangenen Taten sehr, schafft es aber
dennoch nicht sich selbst zu vergeben.
Auch Ariel macht eine
Wandlung durch. Durch Romeo schafft sie es sich anderen Menschen gegenüber
erstmals  zu öffnen und auch sie findet
heraus was wahre Liebe ist. Lange hat Ariel geglaubt sie sei es nicht wert
geliebt zu werden, hielt sie sich doch für einen Freak. Dies ändert sich nun
und sie lernt zu vertrauen.
Die Liebegeschichte
zwischen Romeo und Ariel wird sehr realistisch beschrieben, die Gefühle der
beiden sind greifbar. Eigentlich ist sie extrem kitschig aber ich finde eine
gute Portion Kitsch gehört hier einfach dazu.
Der Schreibstil der
Autorin ist erneut flüssig und einfach gehalten. Hier passt er perfekt.
Die Handlung wird
abwechselnd aus Ariels und Romeos Sicht in der Ich-Perspektive geschildert.
Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel in denen Julia erzählt.
Der Roman ist von
Beginn an spannend und zum Ende hin zieht die Spannungskurve nochmals an.
Das gewählte Ende
passt sehr gut. Es ist weder gut noch schlecht, eher eine Mischung aus beiden
und jede Figur bekommt das Ende, was zu ihr passt.
Fazit:
„Romeo für immer“
von Stacey Jay ist eine wirklich gelungene Fortsetzung von „Julia für immer“.
Offene Fragen aus
dem ersten Teil werden beantwortet und beide Bücher zusammen ergeben eine schöne
und atemberaubende andere Art von Shakespeares „Romeo & Julia“.
Von mir gibt es
volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Egmont INK Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.
 

Gelesen: “Konzerte, Küsse, Katastrophen” von Inken Weiand

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Broschiert: 176 Seiten
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Verlag: SCM
Hänssler
(18. September 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3775154272
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ISBN-13: 978-3775154277
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

12 – 15 Jahre
Kurzbeschreibung:
Die 15-jährige Bea hat es nicht leicht. Erst verliert ihr
Vater seinen Job und die ganze Familie muss sparen, und dann drehen ihre
Freundinnen auch noch durch. Nur wegen Ben, dem süßesten Typen in der Klasse.
Bea kann nicht mit neuen Klamotten punkten und glaubt, den Wettkampf um Bens
Gunst schon verloren zu haben. Dass ihr geliebter Geigenunterricht ebenfalls
auf der Sparliste steht, ist dabei nicht sehr hilfreich.
Doch Bea hat ihr Tagebuch, dem sie alle Nöte und Hoffnungen anvertraut.
(Quelle:  SCM
Hänssler Verlag) 
 

Meine Meinung:
Für Bea ist es momentan nicht leicht. Ihr Vater verliert
seinen Job und in ihrer Familie ist nunmehr Sparen angesagt. Auf ihre
Freundinnen kann sich Bea auch nicht immer ganz verlassen. Und dann schwärmt
sie auch noch für den gutaussehenden Ben, der aber auch bei anderen Mädchen
hoch im Kurs steht.
In ihrem Tagebuch erzählt Bea von ihrem Alltag, ihren
Gedanken, Problemen und Wünschen und auch von ihrem Glauben …
„Konzerte. Küsse, Katastrophen“ ist ein Roman aus der
Feder von Inken Weiand. Erschienen ist dieses Jugendbuch in einem christlichen
Verlag.
Die Tagebuchschreiberin Bea ist 15 Jahre alt, Sie ist
offen, sympathisch und kommt sehr authentisch rüber. Sie lässt sich von niemand
verbiegen und bleibt wie sie ist, auch wenn sie so aus Sicht ihrer Freundinnen
uncool wirkt. Bea ist sehr gläubig, wagt es aber auch an Gott zu zweifeln.
Diese Zweifel bringt sie auch ehrlich zum Ausdruck. Zu Beginn wirkt Bea recht
naiv aber im Laufe der Zeit wird aus ihr eine reifere, erwachsenere junge Frau.
Die anderen Charaktere, wie beispielsweise Beas Familie,
ihre Freundinnen oder auch die Mitglieder der Jugendgruppe, bringt Bea durch
ihre Tagebucheinträge dem Leser näher.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und jugendlich
einfach.
Die Geschichte wird, da das Buch in Tagebuchform
geschrieben ist, von Bea selber erzählt. So lernt man als Leser alles kennen
und erlebt mit Bea zusammen alles noch einmal.
Inken Weiand geht in ihrem Roman auf die Probleme und
Sorgen von Jugendlichen ein. Es steht aber auch der christliche Glauben sehr im
Mittelpunkt des Geschehens.
Fazit:
„Küsse, Konzerte, Katastrophen“ von Inken Weiand ist ein
leichtes Jugendbuch für zwischendurch.
In Tagebuchform beschreibt die sympathische Protagonistin
die Sorgen und Nöte von Jugendlichen.
Wer sich durch den angesprochenen Glauben nicht
abschrecken lässt und Jugendbücher gerne lies, kann hier zugreifen.
Vielen Dank an den SCM Hänssler Verlag für das Rezensionsexemplar und danke auch an lovelybooks für die Leserunde.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Olivers Reisen” von Sigrid Lenz

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Format: ePub
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Dateigröße: 216 KB
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Verlag: Sirius Verlag (13. September 2010)
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Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
Von seiner Mutter abgeschoben findet sich Oliver nur
schwer in seinem Leben zurecht. Er wird von seinem Onkel aufgenommen, der in
einer Kleinstadt wohnt. Dort verliebt sich Oliver in ein Mädchen. Der
eifersüchtige Freund des Mädchens und die auf ihn herabstürzenden Ereignisse
nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter veranlassen den Jungen, die Kleinstadt
zu verlassen. Er gerät in Schwierigkeiten, aus denen ihn sein Onkel wieder
herausholt. Als er erneut nach einer Schlägerei verschwindet und in ein Leben
auf der Straße abgleitet, trifft er auf einen Polizisten, dessen Hauptinteresse
der Jugendszene gilt. Die persönlichen Umstände, die den Ermittler bewegen,
sich um Oliver zu kümmern, tragen schließlich zur Lösung des Rätsels um die
wahre Herkunft des Jungen bei.
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
Oliver wird von seiner Mutter abgeschoben und landet bei
seinem Onkel in einem kleinen Dorf. Dort passt er aber überhaupt nicht hin und
eckt überall an. Nur Susi nimmt sich Oliver an und die beiden werden Freunde.
Dies allerdings passt Hendrik, Susis Freund gar nicht und es kommt zu
Problemen.
Als dann plötzlich Olivers vermeintlicher leiblicher
Vater auftaucht wird es Oliver alles zuviel. Er haut ab und plötzlich ist in
seinem Leben nichts mehr wie es vorher war …
„Olivers Reisen“ ist ein Roman, aus der Feder von Sigrid
Lenz, wie ihn das Leben schreiben könnte.
Der Protagonist Oliver ist ein typischer Rebell. Er eckt
ständig irgendwo an und scheint nirgends wirklich willkommen zu sein. Seine
Mutter schiebt ihn zu Wolfgang, seinem Onkel ab aber auch der scheint
überfordert mit ihm. Oliver gerät immer wieder in Prügeleien und andere
Probleme. Einzig bei Susi ist Oliver irgendwie anders und die beiden freunden
sich an. Ich habe Oliver gemocht, auch wenn er mir immer wieder leid getan hat.
Susi ist intelligent und weiß ziemlich genau was sie
will. Sie ist mit Hendrik zusammen und freundet sich letztlich mit Oliver an,
was ihr Ärger einbringt. Mir war Susi sehr sympathisch, da sie sich nicht
verbiegen lässt.
Die anderen im Roman auftauchenden Charaktere hat Sigrid
Lenz ebenfalls gut in Szene gesetzt. Zwar bleiben sie hinter Oliver und Susi
zurück, dennoch sind sie nicht unwichtig für die gesamte Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht lesbar.
Die Handlung fand ich sehr interessant. Sie baut sich
langsam auf und gegen Ende gibt es eine Wendung, die ich so nicht erwartet
hatte und die Spannung ins Geschehen brachte.
Geschildert wird die Handlung abwechselnd aus Olivers und
Susis Perspektive in der 3. Person.
Das Ende des Romans war durch die angesprochene Wendung überraschend
aber schlüssig. Für Oliver ist es versöhnlich.
Fazit:
„Olivers Reisen“ von Sigrid Lenz ist ein gutes Buch.
Der Protagonist ist glaubwürdig und die Handlung ist aus
dem Leben gegriffen.
Auf jeden Falls lesenswert.
Vielen Dank an lovelybooks, die Autorin Sigrid Lenz und den Sirius Verlag für dieses eBook und die Leserunde auf lovelybooks.
Diese Rezension ist auch hier und hier (unter Manja T.) zu finden.

Gelesen: “Geisterzeiken” von Janina Ebert

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Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
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Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
(15. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3862651398
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ISBN-13: 978-3862651399
Kurzbeschreibung:
Manchmal sind die Menschen, die einen am meisten prägen,
bereits tot: Es ist tiefe Nacht, als Helena zum ersten Mal vom Drang zu
schreiben erfasst wird. Ihre Hand saust förmlich über das Papier und
hinterlässt einen stilistisch ausgefeilten Text. Helena spürt, dass jemand von
ihr Besitz ergriffen hat, beschließt aber, niemandem davon zu erzählen. Fortan
verlässt sich die bisher durchschnittliche Schülerin bei Hausaufgaben und Tests
auf ihre »Gabe« und staubt eine gute Note nach der anderen ab.
Erst als ein fremder Name auf ihrer Geschichtsarbeit erscheint, bekommt es die
16-Jährige mit der Angst zu tun. Wer ist dieser Oskar Schiller, der ihre Hand
führt, und was will er von ihr? Helena beginnt nachzuforschen und schon bald
taucht ein weiterer Geist auf, der ihr Herz höher schlagen lässt…
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)

Meine Meinung:
Die 16-jährige Helena hat es zurzeit nicht leicht. Gerade
wurde sie von ihrem Freund verlassen und leidet nun an Liebeskummer. Aber auch
in der Schule ist sie nicht besonders gut. Gerade in Deutsch hat sie arge
Probleme.
Eines Nachts wacht sie auf und verspürt plötzlich den
unheimlichen Drang zu schreiben. Als Helena die so verfasste Gedichtinterpretation
ihrer Deutschlehrerin gibt kann diese kaum glauben, dass Helena das ohne
jegliche Hilfe geschrieben hat. Helena selber ist ihre neue Fähigkeit ziemlich
unheimlich, hat sie doch Angst sie könnte wieder verschwinden. Doch auch die
folgenden Interpretationen gelingen ihr.
Dann taucht plötzlich ein fremder Name auf Helenas
Arbeiten auf, Oskar Schiller. Wer aber ist dieser Mann? Helena stellt
Nachforschungen an und begegnet bald schon einem Geist der ihr auf seine ganz
eigene Art den Kopf verdreht.
Und ehe sie sich versieht ist Helena Teil einer Geschichte,
die ihr Leben verändern wird …
„Geisterzeilen“ ist der Debütroman der jungen Autorin
Janina Ebert. Der Roman besticht nicht nur durch seinen tollen Einband, auch
der Inhalt ist etwas Besonderes.
Die Protagonistin Helena ist 16 Jahre alt und eigentlich
ein ganz normales Mädchen mit ganz alltäglichen Problemen. Gerade erst hat sie
ihr Freund verlassen und nun schwört Helena ihr Herz nicht wieder zu verlieren.
Dann aber finden sie und der Ghostwriter Oskar Schiller zusammen und Helenas
Leben verändert sich. Sie hat plötzlich die Gabe Geschichten zu schreiben. Doch
nicht nur Oskar kommt zu Helena, auch ein namenloser Geist taucht auf und er
verdreht Helena gewaltig den Kopf. Gerade durch ihre Natürlichkeit wirkt Helena
sehr authentisch. Mir war sie auf Anhieb sympathisch.
Oskar Schiller ist ein Ghostwriter. Er ist charmant und
höflich und hat immer ein offenes Ohr für Helena. Zwar hat er mehr
Lebenserfahrung als sie, trotzdem überlässt er Helena stets die endgültigen
Entscheidungen.
Neben Oskar ist da noch der namenlose Geist. Er ist Oskar
sehr ähnlich, doch eines ist anders, er verdreht Helena den Kopf und verzaubert
sie.
Nicht nur die Protagonistin und die Geister hat Janina
Ebert sehr gut dargestellt, auch die Nebencharaktere wissen zu überzeugen.
Die Liebesgeschichte zwischen Helena und dem namenlosen
Geist ist einerseits wunderschön romantisch aber auch unheimlich traurig.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bezaubernd.
Gefühlvoll und mit viel Liebe zum Detail wird man als Leser immer tiefer in die
Geschichte gezogen und kann nicht dagegen tun.
Die Handlung wird aus Sicht von Helena in der
Ich-Perspektive geschildert.
Neben ganz viel Romantik, Lieb und Sehnsucht wird im Buch
auch ein ernstes Thema angesprochen, Kindesmissbrauch. Dies ist kein leichtes
Thema aber auch hier beweist die Autorin Fingerspitzengefühl.
Das Ende des Romans ist einfach nur total schön und passt
sehr gut. Alle Liebhaber von Happy Ends kommen hier nochmal voll auf ihre
Kosten.
Fazit:
„Geisterzeilen“ von Janina Ebert ist ein fantastisches
Debüt der jungen Autorin.
Neben einer überzeugenden Protagonistin, einer
wunderschönen Lovestory und ganz viel Romantik wird aber auch ein ernstes Thema
angesprochen.
Von mir gibt es die volle Punktzahl und ein ganz klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an den Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag für dieses wunderschöne Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Liberty 9 – Sicherheitszone” von Rainer M. Schröder

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Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
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Verlag: cbj (27. August
2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570154645
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ISBN-13: 978-3570154649
Kurzbeschreibung:
Die Zukunft hat schon begonnen
Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige
Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben,
ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von
undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem
vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte
computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für
einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie
sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich
gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden
zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch –
und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.
(Quelle: cbj Jugendbuch)

Meine Meinung:
Die Erde 59 nach dem Großweltenbrand. Das Leben hat sich
komplett verändert.
In Liberty 9, einer Zone abgeschieden vom Rest der
Menschheit, lebt Kendira mit ihren Freunden. Sie gehört zu den Electoren, den
Auserwählten, deren größtes Ziel ist beim Training eine der besten zu sein. Das
Training dient der Vorbereitung für den Einsatz im Lichttempel.
Neben den Electoren gibt es noch die Servanten, die
schwere Arbeiten verrichten müssen und Diener der Electoren sind
Eines Tages lernt Kendira Dante kennen. Er ist ein
Servant und obwohl Kendira nicht mit ihm reden darf fühlt sie sich zu ihm
hingezogen. Dante ist nicht überzeugt vom System und hinterfragt viel. Je näher
Kendira Dante kommt, desto mehr fängt auch sie an zu zweifeln.
Ist vielleicht doch nicht alles so wie es nach außen hin
scheint?
„Liberty 9- Sicherheitszone“ ist der Auftakt zu einer
dystopischen Trilogie. Geschrieben wurde das Buch vom deutschen Autor Rainer M.
Schröder. Ich kannte vor diesem Buch noch kein anderes des Autors.
Die Protagonistin Kendira ist vollkommen eingenommen vom
System in Liberty 9. Sie beherrscht die Regeln und befolgt sie brav. Allerdings
wirkt sie dadurch teilweise etwas kühl und unnahbar. Kendira ist intelligent
und lässt sich nichts gefallen. Als sie Dante kennenlernt und er ihr von den Missständen
im System erzählt, beginnt sie zu zweifeln. Kendira hinterfragt die Dinge mehr
und mehr und wandelt sich. Diese Wandlung macht Kendira sympathisch und
menschlich.
Dante ist ein Servant. Er sieht gut aus und ist charmant.
Trotz dass er als Diener arbeitet ist er nicht verbittert. Dante zweifelt am
System, ist kritisch und glaubt nicht alles. Mir war er von Anfang an
sympathisch.
Dantes Gegenspieler um Kendiras Gunst ist Carson, ein
typischer Alpha-Elector. Er ist ehrgeizig und gutaussehend. Mir war er
allerdings etwas zu glatt.
Zwischen Kendira und Dante entwickelt sich eine
Liebesgeschichte die langsam und zart beginnt. Dies macht sie sehr glaubwürdig.
Leider bleiben die Nebencharaktere, wie zum Beispiel
Kendiras beste Freundin Nekia, hinter den Protagonisten zurück. Nichts desto
trotz sind sie aber auch interessant.
Der Schreibstil des Autors ist insgesamt flüssig.
Allerdings ist der Einstieg ins Buch schwierig, da es sehr viele neue Begriffe
gibt. Diese werden aber gut beschrieben und erklärt. Einmal eingelesen kommt
man dann zügig voran.
Die spannende aber auch teilweise grausame Handlung wird
aus Kendiras Sicht in der 3. Person geschildert. Hin und wieder gibt es aber
auch Passagen von einem Mann, wodurch man das System besser kennenlernt.
Das Ende ist offen gestaltet, kommt aber ohne Cliffhanger
aus. Die verbleibenden Fragen machen neugierig auf den 2. Teil.
Fazit:
„Liberty 9 – Sicherheitszone“ von Rainer M. Schröder ist
ein gut durchdachter Auftakt der dystopischen Trilogie. Zu Beginn ist das Buch
zwar verwirrend aber dann überzeugt es durch eine spannende Handlung und
sympathischen Protagonisten.
Für Dystopie-Fans auf jeden Fall lesenswert.
Vielen dank an den cbj Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.