Gelesen: “Die zwei Monde” von Luca Tarenzi

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Taschenbuch: 512 Seiten
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Verlag: Heyne
Verlag
(13. August 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453267206
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ISBN-13: 978-3453267206
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Originaltitel: Le Due Lune
Kurzbeschreibung:
Bei Vollmond ist deine Zeit abgelaufen!
Als die siebzehnjährige Veronica Meis am Morgen nach einer
Party mit dröhnenden Kopfschmerzen und Übelkeit erwacht, kann das nur eines
bedeuten: Sie hat einen Kater! Doch als die Symptome auch nach ein paar Tagen
noch nicht verschwunden sind, beginnt Veronica sich Sorgen zu machen. Warum ist
sie plötzlich so geräusch- und geruchsempfindlich? Wieso sieht sie plötzlich
die fantastischsten Gestalten auf den Straßen Mailands? Woher hat sie diese
seltsame Wunde am Bein? Und was hat der ebenso geheimnisvolle wie attraktive
Ivan mit alldem zu tun? Als Veronica schließlich die Wahrheit herausfindet, ist
es fast schon zu spät…
(Quelle: Heyne Verlag)

Meine Meinung:
Veronica wohnt nun schon ein halbes Jahr in Mailand, doch
so richtig wohl fühlt sie sich dort nicht. In Ihrer Klasse ist sie eine
Außenseiterin und dann verliebt sie sich auch noch unglücklich in Alex.
Nach einer Party erwacht Veronica sinnlich total fertig
und mit Bisswunden am Bein. Als sie dann auch noch äußerst realistische Träume
hat, ihre körperliche Kraft immer mehr zunimmt und sie mehr und mehr ihre
Selbstkontrolle verliert, wird ihr klar das irgendwas nicht stimmt.
Beim Schwimmen lernt Veronica den Studenten Ivan kennen,
der ihr letztlich erklären kann was genau mit ihr passiert.
Als sich dann ein geheimnisvoller Orden an ihre Fersen
heftet und der nächste Vollmond nicht mehr weit ist, erkennt Veronica, dass
sich Freund und Feind nicht mehr so leicht unterscheiden lassen und dass ihr
Leben auf dem Spiel steht …
„Die zwei Monde“ ist ein Fantasyroman, geschrieben von
Luca Tarenzi.
Für mich war dies das erste Buch des italienischen
Autors.
Die Protagonistin Veronica ist 17 Jahre alt und ein ganz
normaler Teenager, mit den ganz normalen Problemen, die Jugendliche in ihrem
Alter so haben. Sie ist recht unsicher und schüchtern. Im Laufe des Buches, mit
zunehmender Erfahrung ihrer Fähigkeiten, entwickelt sich Veronica zu einer
verantwortungsbewussten jungen Frau.
Die anderen im Buch auftauchenden Charaktere sind alle
nicht so besonders gut herausgearbeitet. Sie bleiben alle recht blass und so
wirkt ihr Verhalten oftmals absurd und unglaubwürdig.
Allerdings ist diese Tatsache nicht so ausschlaggebend,
dreht sich die Geschichte doch hauptsächlich um Veronica.
Der Schreibstil des Autors ist sehr detailreich. Der
Roman lässt sich wirklich gut lesen, ohne dass es aufgrund der Beschreibungen
langweilig wird.
Besonders Veronicas innere Auseinandersetzungen, ihr
Kampf mit der „dunklen Seite“, hat Luca Tarenzi einfühlsam und realistisch
dargestellt.
Die Handlung ist recht spannend und wird aus Sicht von
Veronica in der Ich-Perspektive geschildert.
Zwischendurch gibt es allerding einige Längen, wo man als
Leser doch sehr viel Theoretisches über Sagen und Mythen erfährt. Der Autor
versucht es aber aufzulockern, indem er praktische Beispiele anführt.
Der Teil mit den Werwölfen wiederum ist meiner Meinung
nach richtig gut gelungen.
Das Ende des Romans ist abgeschlossen und, da es sich um
einen Einzelband handelt, werden alle Fragen beantwortet.
Fazit:
„Die zwei Monde“ von Luca Tarenzi ist ein spannender und
düsterer Fantasyroman.
Der Autor stellt das Thema Werwölfe, welches in Büchern
nicht mehr ganz so neu ist, mal aus einer ganz anderen Sichtweise dar.
Besonders für Fans von Mythen und Sagen ist dieser Roman
zu empfehlen.
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Hüter der Worte” von Diana Menschig

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Taschenbuch: 544 Seiten
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Verlag: Knaur
TB
(1. Oktober 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3426511118
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ISBN-13: 978-3426511114
Kurzbeschreibung:
Der junge Autor Tom Schäfer steht unter Druck. Nach dem
großen Erfolg seines ersten Buches über den Fantasy-Helden Laryon warten Verlag
und Leser auf die Fortsetzung, und ausgerechnet jetzt leidet er unter einer
Schreibblockade. Doch dann findet er sich eines Tages plötzlich in seiner
Buchwelt wieder. Im ersten Moment ist Tom geschockt, doch auf den zweiten Blick
gefällt ihm der Gedanke hervorragend: Das könnte die Lösung seiner Probleme
sein! Aber Tom hat die Rechnung ohne Laryon gemacht. Der ist von Toms
Auftauchen nämlich alles andere als begeistert, wird seine Heimat doch von
einer Gefahr bedroht, die Laryons ganze Aufmerksamkeit fordert …
(Quelle: Knaur TB)

Meine Meinung:
Tom Schäfer, Student und Jungautor, arbeitet gerade an
seinem neuen Fantasyroman. Doch irgendwie kommt er nicht voran, es plagt ihn
eine Schreibblockade.
Da begegnet er der geheimnisvollen Mellie, die ihn inspiriert
und aus dieser Blockade herausholt. Und auch privat kommen sich die beiden
näher.
Eines Tages findet Tom Texte von Mellie, die auf seiner
Geschichte aufbauen. Ohne sie zu fragen verwendet Tom diese Texte heimlich für
sein Buch rund um Laryon. Und plötzlich scheint es so als ob Fiction und
Realität sich vermischen, denn Tom steht mit einem Mal Laryon, seinem Helden,
gegenüber. Durch seine tollpatschige Art bringt Tom nun nicht nur sein Leben in
Gefahr, sondern auch das von Laryon und den anderen Charakteren seiner
Geschichte.
Tom möchte seine Fehler wieder gutmachen und auch die
plötzlich verschwundene Mellie wiederfinden, die, so scheint es, untrennbar mit
dem Buch verbunden ist …
„Hüter der Worte“ ist ein Fantasyroman, geschrieben von
der Autorin Diana Menschig.
Tom ist ein junger Autor, der allerdings anfangs sehr
unsympathisch rüberkommt. Er lebt in den Tag hinein und vernachlässigt seine
Freunde gerade dann, wenn sie ihn besonders brauchen. Er ist von sich selbst
eingenommen und wirkt teils überheblich. Als Leser bemerkt man aber, dass Tom
im Grunde herzensgut ist, nur kann er es nicht so zeigen. Im Handlungsverlauf
änder sich Tom aber und wirk zunehmend umgänglicher.
Mellie ist geheimnisvoll. Sie findet Toms Beruf toll und
kann ihm viele Inspirationen liefern. Über ihren eigenen Job allerdings
schweigt sie eisern. In einigen Situationen reagiert Mellie nicht immer
nachvollziehbar aber dennoch ist es schlüssig, je weiter man im Buch
vorankommt. Sie ist eine recht vielseitige und glaubwürdige Figur.
Laryon, Toms Romanheld, nimmt zwar ebenfalls eine
zentrale Rolle in Frau Menschigs Roman ein aber er bleibt leider ziemlich blass
im Vergleich zu Mellie oder Tom.
Neben den genannten Charakteren gibt es noch einige
weitere, die aber auch eher im Hintergrund bleiben.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig. Sie
beschreibt die Dinge recht detailliert, es ist aber niemals zuviel.
Die Handlung wird abwechselnd aus Toms und Laryons
Perspektive geschildert. Frau Menschig nutzt hierfür den personalen Erzähler.
Später im Roman wird mit Fynn noch eine weitere
Perspektive hinzugefügt.
Leider beginnt der Roman recht zäh, was an Toms eher unsympathischem
Auftreten liegt. Dies gibt sich aber so ab Seite 50 und die Spannung nimmt dann
ziemlich rasch zu. Ab der Mitte allerdings bricht die Spannung erneut ein.
Diana Menschig verliert hier den Plot ein wenig aus den Augen und verwirrt den
Leser mit vielen technischen Begriffen und Erläuterungen.
Das Ende wirkt auf mich eher etwas zu schnell
abgehandelt. Es ist abgeschlossen aber dennoch scheint irgendwas zu fehlen. Für
mich blieben einige offene Fragen zurück und ich hatte das Gefühl es muss noch
etwas kommen.
Fazit:
„Hüter der Worte“ von Diana Menschig ist ein guter
Fantasyroman, der mit glaubhaften Charakteren und einem angenehmen Schreibstil
daher kommt.
Allerdings lässt die Handlung ab etwa der Mitte ziemlich
nach.
Trotzdem echte Fantasyfans sollten sich diesen Roman
nicht entgehen lassen.

Viene Dank an den Knaur TB Verlag (Doremer Knaur) für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Feenstaub” von Signe Pike

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
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Verlag: Allegria
(28. September 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3793422259
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ISBN-13: 978-3793422259
Kurzbeschreibung:
Als kleines Mädchen traf Signe Pike während der
Spaziergänge mit ihrem Vater im Wald auf Feen und unterhielt sich ganz
selbstverständlich mit Elfen und Kobolden. Jetzt arbeitet sie in Manhattan, und
der Zauber der Feen scheint für immer aus ihrem Leben verschwunden. Erst der
Tod ihres Vaters ruft die Erinnerungen an die keltische Märchenwelt ihrer
Kindheit wieder wach. Sie kündigt ihren Job und macht sich auf die Suche nach
den verschwundenen Elfen. Eine magische Reise beginnt, die sie durch England,
Irland und Schottland führt – zu Malern, Druiden, Elfenbeauftragen und
schließlich in jenen traumhaften Bereich unserer Wirklichkeit, in dem die
Märchen noch immer leben und die Elfen tanzen. So findet sie nicht nur die
Elfen – sondern auch zurück zu sich selbst
(Quelle: Allegria Verlag)

Meine Meinung:
Schon als Kind hatte Signe bereits Kontakt zu Elfen. Damals
war sie mit ihrem Vater unterwegs.
Heute ist ihr Vater bereits seit 3 Jahren tot und Signe
Pike lebt mit ihrem Mann in New York. Immer wieder denkt sie an ihre Kindheit
zurück und fasst schließlich einen Entschluss. Sie kündigt ihren Job und zieht
mit ihrem Mann nach Charleston, South Carolina.
Dort beginnt die mit ihrer erneuten Suche nach den Elfen.
Ihr Weg führt sie auch für 3 Monate nach England, Schottland und Irland. Dort begegnet
sie einigen Menschen, die ihr etwas über die Elfen erzählen können.
Kann Signe die kleinen magischen Wesen am Ende wirklich
finden oder existieren sie doch nur in der Fantasie?
„Feenstaub: Mein Leben mit den Elfen“ wurde geschrieben von
Signe Pike. Wer bei diesem Roman ein klassisches Fantasybuch erwartet, der wird
überrascht sein. Es handelt sich eher um einen außergewöhnlichen Erlebnisbericht
von jemanden der auszog, die Elfen zu finden.
Signe Pike ist eigentlich glücklich, wäre da nicht der
Tod ihres geliebten Vaters, mit dem sie noch nicht ganz abgeschlossen hat. In
diesem Zusammenhang kreisen Signes Gedanken immer wieder um ihre Kindheit und
die damalige Begegnung mit den Elfen. Also begibt sich die junge Autorin erneut
auf Elfensuche und im Verlauf begegnet sie nicht nur vielen interessanten
Menschen, die ihr etwas über Elfen berichten können, nein, sie findet auch zu
sich selber und kann ihren Vater endlich in Liebe loslassen.
Die Autorin beschreibt ihren Reisebericht flüssig und
locker. Immer wieder gibt es sehr emotionale Stellen, wenn Signe beispielsweise
von ihrer Trauer überrannt wird. Die Schilderungen sind ehrlich und die Orte,
die Signe aufsucht, und die Menschen, denen sie begegnet beschreibt sie so gut,
man bekommt als Leser richtig Lust auf eine Reise, egal ob real oder virtuell.
Das Tempo im Buch wechselt immer wieder. Mal ist es eher
ruhig, aber dann wenn Signe wieder aktiv auf Suche ist nimmt es wieder Fahrt
auf.
Das Buch zieht den Leser auf seine ganz eigene Art und
Weise in seinen Bann.
Es ist sehr liebevoll gestaltet mit Illustrationen und Fotos von Signes
Weggefährten oder der Orte, die sie besucht.
So kann man es sich als Leser noch viel besser
vorstellen.
Fazit:
„Feenstaub: Mein Leben mit den Elfen“ von Signe Pike ist
ein schöner Reiseführer in die Welt der Elfen und Mythen.
Der Roman lässt viel Platz für die eigene Meinung.
Und egal ob man jetzt an die kleinen Fantasiegestalten
glaubt oder nicht, dieses Buch hat seinen eigenen Charme und verdient
Beachtung.

Vielen Dank an den Allegria Verlag (Ullsteinbuchverlage) für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Vado Mori: Wenn der Totentanz Wirklichkeit wird” von Markus Blättler

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Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
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Verlag: Münsterverlag GmbH (13. Dezember 2011)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3905896192
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ISBN-13: 978-3905896190
Kurzbeschreibung:
Hätte Thea Blum, Schülerin am Gymnasium Leonhard, den
tödlichen Unfall verhindern können? Von Selbstvorwürfen geplagt, glaubt sie
immer öfter, eine fremde Stimme in ihrem Kopf zu hören. Diese flüstert ihr
Unverständliches zu: «Esteradon.» Während ihr Vater sich wieder im Alltag
zurecht zu finden versucht, freundet sich Thea mit Kerstin, Schulkollegin und
selbsternannte Nachtjägerin, an. In ihrem Beisein entwickelt Thea gefährliche
Fantasien und erlebt dabei, dass die Grenze zwischen Leben und Tod nicht
unverrückbar ist – eine ebenso unheimliche wie herbeigesehnte Erfahrung: Denn
Thea will ihren verunglückten Bruder wiederfinden. Dafür begibt sie sich in
eine andere Welt … nach Esteradon und löst damit Ereignisse aus, deren Ursprünge
weit zurück gehen – bis ins mittelalterliche Basel. Bald steht Thea vor der
schwersten Entscheidung ihres noch jungen Lebens.
(Quelle: Münsterverlag
GmbH)

Meine Meinung:
Thea Blum, eine Basler Schülerin, macht mit ihrem
jüngeren Bruder Kilian einen Ausflug zum Rheinufer. Dabei passiert ein
schreckliches Unglück, Kilian fällt in den Rhein und stirbt. Von diesem Moment
an ist für Thea nichts mehr wie es vorher war. Sie gibt sich die Schuld am Tod
von Kilian und kapselt sich mehr und mehr von allem ab.
Bis zu dem Tag an dem Kerstin in Theas Schule kommt. Die
neue Mitschülerin ist geheimnisvoll und mysteriös. In Kerstin findet Thea eine
Zuhörerin und die beiden Teenager freunden sich an. Kerstin unterstützt Thea
auch in ihrem Wunsch Kilian noch einmal wiederzusehen und mit ihm zu sprechen.
Theas Herzenswunsch ist plötzlich zum Greifen nahe und bald darauf muss Thea
eine schwierige Entscheidung treffen …
„Vado Mori: Wenn der Totentanz Wirklichkeit wird“ ist der
Debütroman des in der Schweiz lebenden Autors Markus Blättler. Dort ist der
Roman bereits ein Bestseller und ich finde er sollte auch in Deutschland mehr
Beachtung finden.
Die Protagonistin The war mir direkt sympathisch. Sie
lebt mit ihrem Vater in Basel, wo sie aufs Gymnasium geht. Thea gibt sich die
Schuld am Tod ihres Bruders Kilian, war sie doch zu diesem Zeitpunkt mit ihm
unterwegs. Es zerreißt Thea förmlich und als Leser kann man ihre Trauer und
ihren Kummer sehr gut nachvollziehen. Thea wird vom Autor sehr authentisch
beschrieben.
Kerstin ist eine sehr interessante Figur. Sie ist die
Außenseiterin und komplett das Gegenteil von Thea. Kerstin bezeichnet sich
selber als Nachtreiterin und ermutigt Thea auf die Suche nach Kilian zu gehen.
Die beiden Mädchen freunden sich an und führen gemeinsam
Experimente durch, die jedoch nicht ganz ungefährlich sind und Thea an ihre
Grenzen bringen.
Neben den beiden Mädchen gibt es noch weitere Charaktere,
die aber eher im Hintergrund bleiben. Das ist auch gut so, denn so kann man
sich voll und ganz auf Thea und Kerstin konzentrieren.
Dem Basler Totentanz hat Markus Blättler eine zentrale
Rolle in seinem Roman gewidmet. Thea nimmt dieses Thema gerade im Unterricht
durch. Der Autor hat die Hintergrundfakten sehr gut recherchiert und wirklich
gut in die Handlung eingefügt.
Der Schreibstil des Autors ist gut zu lesen. Er verwendet
kurze Sätze und so lassen sich die Seiten recht zügig lesen.
Zu Beginn ist die Handlung eher ein wenig schleppend,
erfährt man als Leser doch einiges aus Theas Alltagsleben. Doch sobald Thea und
Kerstin sich anfreunden nimmt die Handlung Fahrt auf und es wird spannend.
Immer wieder gilt es zudem Rätsel zu lösen, was nochmal zusätzlich fesselt.
Das Geschehen wird in der 3. Person Vergangenheit
geschildert. Trotzdem lernt man als Leser die Protagonistin gut kennen, denn
ihre Gedanken sind immer wieder kursiv im Text eingebaut.
Zum Ende hin zieht das Tempo nochmals an und es gipfelt
in einem heftigen aber auch traurigen Showdown.
Das Buch ist in sich geschlossen und alle Fragen werden
beantwortet.
Fazit:
„Vado Mori: Wenn der Totentanz Wirklichkeit wird“ von
Markus Blättler ist ein gelungenes Debüt.
Der Autor überzeugt mit neuen Ideen und gut dargestellten
Charakteren.
Ich kann „Vado Mori“ wirklich nur empfehlen.
Mein Dank geht an den Autor Markus Blättler für das bereitgestellte Exemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Lost Land: Die erste Nacht” von Jonathan Maberry

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Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
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Verlag: Thienemann Verlag
(27. September 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3522201515
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ISBN-13: 978-3522201513
Kurzbeschreibung:
In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss
selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da
er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre,
einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern
verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann
erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen
würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und
geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht.
Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale
Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny
an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang…
(Quelle: Thienemann Verlag)

Meine Meinung:
Benny Imura und sein älterer Bruder Tom leben in
Mountainside. Dies ist der einzige Zufluchtsort, wo sie sicher vor den Zombies
sind, denn Mountainside ist durch einen Maschendrahtzaun vor der Außenwelt
geschützt. Auf der anderen Seite des Zauns lauert nichts anderes als der
qualvolle Tod.
Nun nähert sich für Benny die Zeit, wo er eine Arbeit
gefunden haben muss, da sonst seine Essensrationen halbiert werden. Doch Benny
interessiert sich nicht wirklich für Arbeit, er würde lieber gerne mal töten
und zwar so richtig.
Tom leitet ein Familienunternehmen, wo er Zombies tötet.
Benny könnte dort auch eine Ausbildung machen aber dies geht ihm gegen den
Strich. Mit seinem besten Freund Chong probiert er verschiedene Arbeiten aus,
wie zum Beispiel Schlosser oder Zaunprüfer. Doch nichts ist etwas für ihn. Und
so beginnt Benny schließlich eine Ausbildung bei Tom.
Beim ersten Vorstoß in die Leichenwelt fallen plötzlich
Schüsse und die Brüder schleichen zu der Stelle, wo sie fielen, hin. Dort zeigt
Tom Benny etwas, das sich in Bennys Gedächtnis brennt und das Benny seinen
Bruder mit anderen Augen sehen lässt …
„Lost Land: Die erste Nacht“ ist der Auftaktband einer
Zombiereihe, geschrieben von Jonathan Maberry. Man kann den Roman problemlos
ins Genre der Dystopien einordnen.
Die beschriebene Welt ist düster und hart.
In dieser Welt leben die Brüder Benny und Tom. Sie haben
ihre Eltern in der ersten Nacht verloren, da diese zu Zombies wurden.
Benny ist 15 und wirkt anfangs recht naiv, beeinflussbar
und dickköpfig. Im Handlungsverlauf entwickelt er sich zu einem
verantwortungsvollen und toughen jungen Mann, der für Moral und Gerechtigkeit
kämpft. Benny kommt sehr authentisch rüber.
Das Verhältnis der Brüder ist ziemlich schwierig.
Tom ist ein Zombiejäger und er möchte, dass Benny bei ihm
im Unternehmen anfängt. Er war nach der ersten Nacht immer für seinen Bruder
da.
Die angesprochenen Zombies waren früher auch mal
Menschen. Sie sollen von den normalgebliebenen mit Respekt behandelt werde.
Auch die anderen Charaktere sind gut dargestellt. Sie
passen alle gut ins Geschehen hinein.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach zu
lesen. Er bringt die Emotionen sehr gut rüber.
Die spannende Handlung wird aus Bennys Sicht in der 3.
Person geschildert. Ab und an gibt der Erzähler auch mal einen Einblick in die
Gefühle anderer Charaktere.
Im Handlungsverlauf gibt es zwar öfter Überraschungen
aber durch den Klappentext ist das Geschehen leider etwas vorhersehbar.
Das Ende ist passend und kommt ohne Cliffhanger daher.
Ein paar Fragen schweben aber dennoch im Raum und bilden eine gute Grundlage
für den nächsten Band.
Fazit:
„Lost Land: Die erste Nacht“ von Jonathan Maberry ist ein
guter Auftakt der Reihe.
Der Autor überzeugt mit einer spannenden Handlung und gut
dargestellten Charakteren.
Durchaus empfehlenswert, da überraschend anders.
Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Thienemann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Blogtour Tag 4: Rezension “Eine andere Art von Ewigkeit” von Roxann Hill + kurzes Interview + Blogtour-Gewinnspiel

Hallo meine lieben Leser,
heute ist es soweit, die Blogtour von Roxann Hill
zum 2. Teil der Lilith-Saga “Eine andere Art von Ewigkeit”
ist bei mir zu Gast.

Hier ist meine Rezension zum Buch
 
“Eine andere Art von Ewigkeit”
Achtung!
Vor Lesen dieser Rezension möchte ich darauf hinweisen, dass
dies der 2. Band einer Reihe ist und somit Spoiler vom 1. Band enthalten kann!

Dateigröße: 736 KB

Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
570 Seiten

Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
Ein Hass, so tief, dass er Jahrhunderte überdauert.
Das Böse –lockend, unwiderstehlich.
Lilith.
Wie groß muss ein Opfer sein, um die Liebe zu retten?
Manchmal liegt die Antwort im Tod.
Lilith, Asmodeo und der schwerverletzte Johannes sind ihren Verfolgern
entkommen. Doch die Gefahr ist noch lange nicht vorüber, denn der Rabe hat
Rache geschworen. Er will nicht nur Lilith zerstören, sondern auch diejenigen,
die sie liebt. Und er wird alles tun, um sein Ziel zu erreichen.
(Quelle: amazon)

 

Meine Meinung:
Seit dem Ende von „Für ein Ende der Ewigkeit“ ist ein bisschen
Zeit ins Land gegangen. Lilith, Asmodeo und Johannes haben sich ein Haus auf
einer französischen Insel gekauft, wo sie sich vor ihren Widersachern
verstecken. Johannes ist schwer verletz und Lilith und Asmodeo versuchen ihm
das Leben so angenehm wie möglich zu machen, wollen ihn ein wenig aufheitern.
Doch jeder der 3 weiß genau, diese Ruhe wird nicht ewig andauern.

 

Und dann holt die Vergangenheit die Freunde mit aller
Macht ein, sie werden aufgespürt und die Ereignisse überschlagen sich. Lilith
schwebt erneut in großer Gefahr und auch die Freundschaft von ihr, Asmodeo und
Johannes steht auf dem Spiel.

 

Werden es die 3 Freunde schaffen ihr Leben und ihre
Freundschaft zu retten? Und können sie den schwarzen Raben endlich vernichten?„Eine andere Art von Ewigkeit“ ist der 2. Teil der
Lilith-Saga. Geschrieben wurde der Roman von Roxann Hill.

 

 

Auch dieses Mal sind Lilith, Asmodeo und Johannes wieder
Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Sie haben sich in ein Haus in Noirmoutier
zurückgezogen.

 

Von dem Luxus, der dort geboten wird, lässt sich Lilith
nach wie vor kaum beeindrucken. Für sie ist es schwer mit ansehen zu müssen wie
Johannes unter seiner Verletzung leidet.
Sie ist nach wie vor sehr selbstbewusst und mutig. Auch
hat Lilith immer einen flotten Spruch auf Lager und ist ziemlich schlagfertig.
Mir war sie auch dieses Mal wieder sehr sympathisch.
Während der Handlung kommt etwas Licht ins Dunkel was
Liliths Vergangenheit angeht. Man erfährt als Leser was es mit ihren
Fähigkeiten auf sich hat.
Die beiden Männer Asmodeo und Johannes lesen Lilith quasi
jeden Wunsch von ihren Augen ab. Sie lieben sie jeweils auf ihre ganz eigene
Art und Weise. Und obwohl die beiden doch recht verschieden sind, es entwickelt
sich eine gute Freundschaft zwischen ihnen.
Neben den bekannten Figuren aus dem ersten Teil werden
auch einige neue Charaktere eingeführt. Auch bei ihnen beweist Roxann Hill
wieder Feingefühl, denn alle sind perfekt ins Geschehen integriert und jeder
trägt seinen Teil dazu bei.
Der Schreibstil der Autorin ist erneut flüssig und leicht
verständlich. Man fliegt quasi wieder durch die Seiten.
Die spannende und fesselnde Handlung wird aus Sicht von
Lilith in der Ich-Perspektive geschildert. Aber es gibt auch diesmal wieder
Einschübe, die aus Sicht einer anderen Person erzählt werden.
Diese beiden Handlungsstränge laufen parallel zueinander
und werden am Ende logisch zueinander geführt.
Das Ende selber hinterlässt auch dieses Mal wieder offene
Fragen, die die Wartezeit bis zum 3. Teil „Im Abgrund der Ewigkeit“, der 2013
erscheinen soll, ziemlich schwierig machen.
Fazit:
„Eine andere Art von Ewigkeit“ von Roxann Hill ist eine wirklich
tolle Fortsetzung.
Dieser Teil ist noch spannender und überraschender als
sein Vorgänger und wenn man einmal angefangen hat mit lesen will man nicht mehr
aufhören.
Ich kann nur sagen: lesen, lesen, lesen!!

 

Vielen Dank an Roxann Hill, die mir das Rezensions-eBook zur Verfügung gestellt hat.
Diese Rezension ist auch hier und hier (unter Manja T.) zu finden.

 

So, bevor ich zu dem kleinen Interview komme,
ist hier erstmal ein Foto von Roxann: 

Und nun zu dem kleinen aber sehr interessanten Interview:

Hallo
Roxann, es freut mich das ich dich im Rahmen der Blogtour zu „Eine andere Art
von Ewigkeit“ hier auf meinem Blog begrüßen darf und das du mir ein paar Fragen
beantwortest.
Hallo Manja, schön, auf deinem Blog zu sein!
Wie bist du zum
Schreiben gekommen?
Ich trage schon immer Geschichten in mir, die erzählt werden
wollen. Irgendwann war die Zeit einfach gekommen, sie aufzuschreiben.
Hast du ein
Lieblingsgenre?
Ehrlich gesagt, nicht. Nur Lieblingsautoren. Wenn mir ein Autor
gut gefällt, bleibe ich ihm treu und tauche mit ihm in das Universum seiner
Erzählungen ein.
Hast du besondere
Rituale beim Schreiben?
Ich schreibe nachts, wenn meine Kinder im Bett sind und mein
Mann im Arbeitszimmer korrigiert. Dann ist das Haus still und ich kann mich
ganz und gar in meine Welt zurückziehen. Alles, was ich brauche, ist mein
Laptop, eine Flasche Mineralwasser, ein Glas und es geht los.
Was glaubst du
fasziniert deine Leser an deinen Büchern?
Ich schreibe Bücher, die ich selbst gerne lesen würde. Von daher
könnte ich dir genau sagen, was mir selbst an meinen Büchern gefällt.
Wenn ich mir das Feedback meiner Leser ansehe, sind es ganz
unterschiedliche Dinge, die ihnen zusagen und die sie hervorheben. Ich denke,
Lesen ist eine sehr persönliche Sache, die man nicht verallgemeinern kann.
Jeder kann in einer Geschichte etwas anderes entdecken. Und ich glaube, genau das
ist das eigentlich Faszinierende an Büchern allgemein.
Hast du unterwegs
immer etwas zum Schreiben oder gar ein Diktiergerät dabei, um eventuelle
Ideen/Eindrücke festzuhalten?
Nein, das brauche ich nicht. Mein Kopf reicht mir.
Wie wichtig ist für
dich der Erfolg deiner Bücher? Welche Erwartungen hast du?
Ich möchte Leserinnen und Leser finden, die meine Leidenschaft
teilen. Das ist für mich das Wichtigste und so definiere ich Erfolg.
Fließen in deine
Figuren auch persönliche Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen,
Eigenschaften ect. oder von Bekannten/Verwandten?
Ich kann nur über Dinge schreiben, die ich selbst kenne. Von
daher lässt es sich überhaupt nicht vermeiden, dass meine Erfahrungen in meine
Bücher mit einfließen. Allerdings haben meine Figuren auch ihren eigenen Kopf
und ihr ganz eigenes Leben. Und sie wissen, sich durchzusetzen.
Blackouts – Jeder
kennt sie, jeder hat sie, früher oder später. Was machst du dagegen? Was hilft
dir am Besten in so einer Situation?
Sorry, einen Blackout hatte ich noch nie.
Falls du eine Schreibblockade meinst: die hatte ich auch noch
nicht.
Wie sieht ein
typischer Tag in deinem Leben aus?
Ein typischer Werktag in meinem Leben ist sehr unspektakulär. Er
lässt sich wie folgt beschreiben:
Aufstehen, Frühstück machen, Kinder zur Schule bringen,
Brotberuf, heimkommen, ggf. Gassi mit den Hunden, Abendessen, mit den Kindern
unterhalten, mit meinem Mann unterhalten,
aufräumen, schreiben, schlafen.
Was machst du neben
dem Schreiben? Wie entspannst du dich?
Ich löse Gleichungen mit fünf Unbekannten *lach*
Und jetzt ernshaft: Ich liebe gute Filme. Ich verbringe meine
Zeit sehr gerne mit meiner Familie. Ich liebe die Ostsee und Noirmoutier. Ich
lese.
Was liest du selber
am liebsten?
Ich lese gerne richtig gute Romane. Es muss immer auch eine
Liebesgeschichte dabei sein. Ich lese vorzugsweise in englischer Sprache. Und
ich lese sehr viel.
Kannst du schon etwas
über den 3. Teil der „Lilith-Saga“ verraten? Wann z.B. wird er erscheinen?
Lilith 3 wird 2013 erscheinen. Wenn alles nach Plan läuft, im
Frühjahr. Auf meinem Blog halte ich meine Leserinnen und Leser auf dem
Laufenden.
Und zum Inhalt: Oh Manja, ich könnte dir jetzt Sachen erzählen!
Aber ich beschränke mich auf zwei Fragen, die ich dir stellen möchte: Was
passiert nach dem Tod mit der Liebe? Und was geschieht mit dem Hass?
Na hab ich euch zuviel versprochen??
Zum Abschluss möchte ich euch nochmal auf das Blogtour-Gewinnspiel hinweisen:
Roxann Hill verlost im Rahmen der Blogtour
5 eBook-Paare der Lilith-Saga (Teile 1 und 2)
und als
Hauptgewinn ein Taschenbuchpaar der Teile 1 und 2!
Die genauen Gewinnspielregeln findet ihr auf dem
Ich drücke euch ganz fest die Daumen!!
Am Donnerstag ist die Blogtour dann zu Gast bei