Gelesen: “Die Geliebte des Meisterspions” von Joanna Bourne

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Broschiert: 453 Seiten
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Verlag: Lyx; Auflage: 1 (10. Mai 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 380258676X
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ISBN-13: 978-3802586767
Klappentext:
Der britische Meisterspion Robert Grey reist nach
Frankreich, um die berüchtigte Spionin Annique Villiers aufzuspüren. Durch
einen Zufall landen beide in derselben Gefängniszelle und müssen
zusammenarbeiten, um sich zu befreien. Robert glaubt, dass Annique wertvolle
Informationen über Napoleons geplanten Angriff auf England besitzt. Er will sie
deshalb nach London bringen. Doch Annique gelingt es ein ums andere Mal, sich
ihm zu entziehen. Und Robert muss schon bald feststellen, dass die schöne
Französin tiefere Gefühle in ihm weckt.
Meine Meinung:
Annique Villiers ist Frankreichs berüchtigtste Spionin.
Ihr Spitzname lautet „Die Füchsin“.
Als ihr geheimnisvolle Kriegspläne in die Hände fallen,
wird Annique gefangen genommen. Um aus ihrem Kerker herauszukommen verbündet
sie sich mit dem englischen Spion Robert Grey und dessen Begleiter. Den dreien
gelingt tatsächlich die Flucht.
Auf ihrem Weg an die Küste entfacht zwischen Annique und
Grey eine feurige Leidenschaft und Liebe.
Doch kann Annique diese Gefühle zulassen? Oder begeht sie
so Verrat an ihrem Heimatland?
„Die Geliebte des Meisterspions“ von Joanna Bourne ist
ein Roman aus dem Genre Romantic-History. 
Für mich war dieser Debütroman der Autorin das erste Buch aus diesem
Bereich.
Die Protagonistin Annique ist eine der besten Spioninnen Frankreichs.
Sie ist intelligent und wunderschön. Die meiste Zeit wirkt sie selbstsicher
aber Annique hat auch eine andere Seite. Immer wieder scheint sie ängstlich zu
sein. Dadurch wird sie menschlicher und als Leser kann man sich gut in sie
hineinversetzen.
Robert Grey, der englische Spion, ist ebenso ein schlauer
und starker Mann. Er ist der perfekte Liebhaber für Annique. Jedoch wirkt er
auch undurchsichtig, denn er wechselt häufig vom Liebhabe zum knallharten
Spion.
Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Handlung
zwischen den beiden entwickelt hat Joanna Bourne sehr gut beschrieben. Sie ist
feurig und leidenschaftlich.
Auch die Nebencharakter wurden von der Autorin gut
ausgearbeitet. Hier ist mir besonders Greys Begleiter Doyle in Erinnerung
geblieben. Er ist nicht nur Berater sondern auch Freund.
Mit Leblanc hat Joanna Bourne einen sehr gut
beschriebenen Bösewicht erschaffen. Er ist arrogant und möchte einfach nur
seine Ziele durchsetzen, ganz egal was es kostet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker.
Allerdings hat man als Leser manchmal das Gefühl die Sprache passt nicht zu der
Zeit, wo die Handlung spielt. Sie ist oftmals ein wenig zu modern.
Die Handlung selber ist spannend aber auch sehr
geradlinig. Es wird nichts nebenher geschildert.
Gerade am Anfang ist es zudem schwierig am Ball zu
bleiben und einen Bezug zu den handelnden Personen aufzubauen, da bei den
vielen Dialogen nicht immer sofort klar ist wer eigentlich gerade spricht. Dies
legt sich aber nach ein paar Seiten von selbst.
Fazit:
„Die Geliebte des Meisterspions“ von Joanna Bourne ist
ein gutes Buch für unterhaltsame Lesestunden. Es ist gar nicht so langweilig
wie es das Genre vielleicht vermuten lässt.
Liebhaber historischer Romane sind mit diesem Buch gut
beraten.
Vielen Dank an „Die Leser-Welt liest & lauscht“ und
den Egmont Lyx Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Außerdem ist sie bei “Die Leser-Welt liest & lauscht” als Gastrezension (manja82) zu lesen.

Gelesen: “Ready Player One” von Ernest Cline

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Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
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Verlag: Penhaligon Verlag (26. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3764530901
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ISBN-13: 978-3764530907
Dieses Buch beim Verlag?
Klappentext:
Wer online stirbt, ist wirklich tot!

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher
flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier
kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität
abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis
auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in
seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät
auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade
weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel
bis zu seinem ungewissen Ende spielt!
 

Meine Meinung:
Die Welt im Jahr 2044 steht kurz vor einer vollkommenen
Zerstörung. Es gibt Atomkriege, Hungersnöte und Energiemangel. Alles ist
trostlos.
So kommt es, das die Menschen sich in eine virtuelle
Welt, der OASIS, flüchten, wo sie alles machen können.
So macht es auch Wade Watts, Er geht in der OASIS zur
Schule und auch sonst ist er quasi immer online.
Als der Erfinder der OASIS James Halliday stirbt beginnt
ein bisher nie dagewesener Hype um die virtuelle Welt. Halliday hat nämlich
irgendwo in der OASIS ein sogenanntes „Easter Egg“ versteckt und wer es als
erster findet erbt das gesamte Vermögen Hallidays, über 200 Milliarden Dollar.
Wade macht sich, ebenso wie unzählige andere Jäger auch,
sogleich auf und schon bald muss er erkennen, diese Jagd ist lebensgefährlich …
„Ready Player One“ ist Ernest Clines Debütroman. Die
Welt, die der Autor in seinem Buch beschreibt, ist nicht mehr so wie wir sie
heutzutage kennen. Es finden dramatische Veränderungen statt und alles ist insgesamt
richtig trostlos und traurig.
Vor diesem Hintergrund lernt der Leser den Protagonisten
Wade Watts kennen. Wade ist 18 Jahre alt und lebt in einem von unzähligen
sogenannten Stacks. Dies sind Trailerparks, wo Wohnwagen aus Platzgrünen
einfach aufeinander gestapelt wurden.
Er verbringt seine meiste Zeit in der OASIS. Dort geht er
zur Schule, trifft sich mit seinem besten Freund Aich zum Filme schauen,
chattet oder streift einfach so als Parzival durch die virtuelle Welt.
In der Realität ist Wade übergewichtig, hat blasse Haut,
da er nicht nach draußen geht und Freunde hat er auch keine richtigen.
Als die Jagd nach dem „Easter Egg“ beginnt ist Wade, der
ein wahrer Experte von Hallidays Leben ist, sofort Feuer und Flamme. Dadurch, dass
er die Vorlieben des verstorbenen OASIS-Erfinders genauestens kennt, erhofft er
sich einen Vorteil bei der Suche.
Neben Wade/ Parzival gibt es noch weitere Charaktere/
Avatare im Buch, die alle samt sehr gut ausgearbeitet wurden. Alle machen sie
auch eine große Entwicklung durch.
Ein Buch wie „Ready Player One“ lebt aber nicht nur von
seinen guten Charakteren, nein es gibt auch die böse Seite. Hierbei handelt es
sich um einen großen Konzern, der das „Easter Egg“ ebenfalls finden möchte.
Dabei gehen diese Jäger nicht immer ganz fair vor.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und die Seiten
ließen sich leicht lesen.
Die Handlung ist spannend gehalten und man möchte als
Leser wissen wie die Jagd weitergeht.
Gerade zu Beginn des Buches ist dies allerdings etwas
schwierig, denn die ersten ca. 100 Seiten beinhalten so viele Informationen
über Halliday und die OASIS, dass man als Leser, vor allem wenn man nicht so
computertechnisch informiert ist, leicht etwas überfordert ist.
Hat man diese schweren Seiten aber geschafft wird man mit
der eigentlichen Jagd belohnt.
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Wade in der
Ich-Perspektive. Man bekommt so als Leser alles genauestens mit und lernt seine
Gefühle und Gedanken kennen.
Das Ende des Buches ist ein fulminanter Showdown, Gut
gegen Böse.
Fazit:
„Ready Player One“ von Ernest Cline ist ein Roman, der
den Leser ist eine erschreckende Zukunft mitnimmt. Die Charaktere sind alle
samt großartig und die Reise quer durch die realen und virtuellen Welten turbulent.
Von mir gibt es für dieses Buch eine klare
Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an Blogg Dein Buch und den Penhaligon Verlag
für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Du oder der Rest der Welt” von Simone Elkeles

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Taschenbuch: 384 Seiten
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Verlag: cbt (9. November 2011)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570307719
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ISBN-13: 978-3570307717
Klappentext:
Das Letzte, was Carlos Fuentes will, als er zu seinem
Bruder Alex zieht, ist, es diesem gleichzutun. Denn weder ist Carlos bereit,
auf sein Image als »Bad Guy« zu verzichten, noch mag er sich wie Alex und
dessen Freundin Brittany in eine feste Beziehung begeben. Und schon gar nicht
will Carlos sich auf seine Mitschülerin Kiara einlassen, denn sie ist das
exakte Gegenteil der Mädchen, auf die er bislang abfuhr. Auch Kiara hat alles
andere im Sinn, als mit einem arroganten Latino-Macho wie Carlos anzubandeln.
Und doch ziehen sich Kiara und Carlos magisch an – und riskieren damit mehr,
als sie je geglaubt hätten. Denn selbst wenn Carlos Kiara zuliebe sein ganzes
bisheriges Leben über den Haufen wirft – in seiner ehemaligen Gang gibt es
Leute, die das unter keinen Umständen zulassen wollen…
Meine Meinung:
Carlos wird von seiner Mutter zu seinem Bruder Alex und
dessen Freundin Brittany geschickt. Dies passt Carlos so gar nicht, denn dort
muss er sich an Regeln halten.
Bei einer Drogenrazzia in der Schule werden in Carlos´
Spind Drogen gefunden, von denen Carlos nichts weiß.
Als Konsequenz muss er nun an einem
Resozialisierungsprogramm teilnehmen und zu allem Überfluss noch zu den
Westfords ziehen. Dort gibt es nicht nur noch viel mehr Regeln, nein es ist
auch das Zuhause von Kiara, seiner Mitschülerin. Ihr wurde Carlos bereits am
ersten Schultag zugeteilt, sie sollte ihn in die neue Schule einführen.  Beide können sich nicht ausstehen.
Doch dadurch, dass sie nun zusammen wohnen, verbringen
sie Zeit miteinander und so kommt es dazu, dass sie Gefühle füreinander
entwickeln.
Allerdings ist da noch eine Drogengang, die ein Auge auf
Carlos geworfen hat …
„ Du oder der Rest der Welt“ von Simone Elkeles ist der
zweite Teil der „Du oder“ – Triologie. Den ersten Teil kenne ich nicht aber
dies war für mich gar kein Problem, ich kam gut in die Handlung hinein.
Die Autorin hat die Protagonisten sehr gut
herausgearbeitet. Beide haben ihre Ecken und Kanten und kommen dadurch sehr
glaubwürdig und sympathisch rüber.
Carlos ist ein Macho. Er mag dieses „Bad Guy“ Image und
tut alles dafür, dass es ihm auch erhalten bleibt. Hinter dieser harten Schale
verbirgt sich jedoch ein weicher Kern. Carlos ist ebenso verletzlich und
sensibel  und hat Angst erneut verlassen
zu werden.
Kiara ist das komplette Gegenteil zu Carlos. Sie ist taff
und weiß was sie will. Sie ist ziemlich dickköpfig und hat eine Sprachstörung,
bei Aufregung fängt sie an zu stottern.
Beide ergänzen sich sehr gut und es kommt nicht von
ungefähr, dass sie sich ineinander verlieben.
Auch die Nebencharaktere, hier ist mir vor allem Kiaras
Vater gut in Erinnerung geblieben, wurden gut dargestellt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und frisch. Sie
beschreibt alles sehr gefühlvoll und das Buch ist leicht zu lesen.
Die Kapitel sind abwechselnd aus Carlos’ und Kiaras Sich
geschrieben. So lernt man als weiblicher Leser auch die Gefühle und Gedanken
des männlichen Parts sehr gut kennen.
Als Erzählperspektive hat Simone Elkeles die Ich-Perspektive
gewählt.
Das Ende des Buches ist ein spannender Showdown, der aber
vielleicht ein wenig zu schnell kam.
Besonders schön ist der Epilog zu lesen. Dort erfährt man
als Leser, wie es den Charakteren in einigen Jahren geht.
Fazit:
„Du oder der Rest der Welt“ von Simone Elkeles ist ein
Roman über die Liebe zweier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Die Charaktere sind toll und die Handlung ist spannend.
Eine ganz klare Leseempfehlung.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Blutsommer” von Rainer Löffler

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Taschenbuch: 496 Seiten
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Verlag: rororo (1. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3499257270
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ISBN-13: 978-3499257278
Klappentext:
Das 1×1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der
Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare
Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie
im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der
«Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des
Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner
kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er:
eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen
zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Meine Meinung:
Köln im Sommer. Es ist schrecklich heiß und die Menschen
zieht es zur Abkühlung an den See oder in den Wald.
So auch Familie Lerch. Sie wollen im Wald picknicken.
Doch dieser Ausflug findet ein jähes Ende. Eine der Töchter stößt auf eine mit
Maden überhäufte, entsetzlich entstellte Leiche.
Schnell wird klar, dies kann nur die Tat des „Metzgers“,
ein Serienmörder, der in Köln sein Unwesen treibt, sein.
Da die Sonderkommission nicht weiterkommt ruft man einen
„Operativen Fallanalytiker“ aus Stuttgart hinzu, Martin Abel. Dieser wird von
seiner jungen Kollegin Hannah Christ begleitet.
Abel hat seine ganz eigenen Methoden um sich in den Täter
hineinzuversetzen. Dies macht ihn aber unbeliebt bei seinen Kollegen.
Als er schließlich kurz davor ist den Täter zu überführen
fehlt es ihm an Unterstützung.
Und dann geraten Abel und Christ ebenfalls ins Visier des
„Metzgers“ …
Mit „Blutsommer“ hat Rainer Löffler ein fulminantes Debüt
herausgebracht. Allerdings ist dieser Roman nichts für schwache Nerven.
Der Fallanalytiker Martin Abel lebt von Frau und Kind
getrennt. Er ist sehr eigenwillig und durch seine unkonventionellen
Arbeitsmethoden macht er sich nicht gerade beliebt bei seinen Kollegen.
Seine junge Kollegin Hannah Christ möchte gegen den
Willen ihres Vaters unbedingt mit Abel zusammenarbeiten. Sie ist neugierig auf
die Arbeitsweise aber Abel macht es ihr nicht immer leicht. Insgesamt wirkt sie
aber etwas blass neben ihm.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und mitreißend.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und der
Spannungsbogen bleibt konstant hoch. Ab etwa der Mitte des Buches gibt es sogar
nochmals eine Steigerung, die es dem Leser unmöglich macht das Buch aus der
Hand zu legen.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven
geschildert.
Meist ist es die Sicht von Abel aber gelegentlich wird
auch aus Sicht von Hannah Christ oder sogar aus Sicht von Hauptkommissar
Greiner geschrieben.
Durch diesen Wechsel bekommt der Leser einen umfassenden
Eindruck vom Geschehen. Rainer Löffler bietet zudem sehr gut recherchierte und
ausgearbeitete Einblicke in die Arbeit von Fallanalytikern und der Polizei.
Das Ende des Buches ist ein fulminanter Showdown, wo alle
Fragen rund um den „Metzger“ und den „Herr der Puppen“ geklärt werden.
Fazit:
„Blutsommer“ von Rainer Löffler ist ein absolut genialer
Thriller. Das Buch ist spannend und blutig und zieht den Leser unweigerlich in
seinen Bann.
Ein rundum gelungenes Debüt, das ich uneingeschränkt
weiterempfehlen kann.
Vielen Dank an vorablesen und den Rowohlt Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Bei vorablesen ist sie auch zu finden.

Gelesen: 21st Century Thrill: “By the time you read this, I´ll be dead” von Julie Anne Peters

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Broschiert: 251 Seiten
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Verlag: Kosmos (6. Januar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3440128172
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ISBN-13: 978-3440128176
Klappentext:
Daelyn (15) – erster Selbstmordversuch vor fünf Jahren,
da sie von ihren Mitschülern wegen ihres Übergewichts drangsaliert wird.
Letzter Selbstmordversuch vor einem Jahr; trägt seitdem eine Nackenschiene und
ist vorübergehend stumm. Nächster Selbstmordversuch frühestens in 23 Tagen –
dieses Mal soll es der Letzte sein …
Aus diesem Grund meldet sich Daelyn bei dem Internetforum
„Durch das Licht“ an, das Tipps für einen gelungen Suizid, aber auch die
Möglichkeit ihre Ängste und Sorgen zu teilen, bietet. Doch dann lernt sie den
witzigen Santana kennen, der fasziniert von ihr ist. Gelingt es ihm, Daelyn ins
Leben zurück zu holen?
Meine Meinung:
Daelyn ist ein 15-jähriges Mädchen und hat bereits
mehrmals versucht sich das Leben zu nehmen. Bisher ist sie jedoch immer
gescheitert. Mittlerweile kreisen ihre Gedanken nur noch um dieses eine Thema. 
Genau aus diesem Grund meldet sich Daelyn im Selbstmordforum „Durch das Licht“
an. Dort kann sie sich mit Gleichgesinnten austauschen.
Neben diesem Austausch gibt es noch Anleitungen zum
Suizid und die Vorgabe es nicht zu tun, bevor nicht mindestens 23 Tage
vergangen sind.
Daelyns Eltern überwachen ihre Tochter die ganze Zeit, da
sie um die Selbstmordgedanken von ihr wissen. Sie kommen allerdings nicht an
Daelyn, die nur das Ziel hat die 23 Tage zu schaffen, heran.
Es kommt allerdings ganz anders, denn ein Junge namens
Santana kommt Daelyn in die Quere. Er sucht ihre Nähe. Kann er sie noch
aufhalten?
„By the time you read this, I´ll be dead“ von Julie Anne
Peters ist ein Roman, der sich mit dem sensiblen Thema Mobbing und den damit
verbundenen Suizid Gedanken auseinandersetzt. Gerade in der heutigen Zeit ist
dies ein Thema, das alle etwas angeht und wovor niemand die Augen verschließen
sollte.
Die Protagonistin Daelyn ist ein Mobbingopfer. Bei ihr
geht es soweit, dass sie bereits mehrfach versucht hat sich umzubringen. Ihre
gesamten Gedanken kreisen nur noch um dieses eine Thema. Sie ist in ihrem
Denken gefangen, ein Ausbruch scheint unmöglich.
Um ihre Suizid Gedanken voranzutreiben meldet sich
Daelyn, die seit ihrem letzten Versuch vorübergehend stumm ist, in einem
Selbstmordforum an. Nur dort fühlt sie sich akzeptiert und verstanden.
Santana, der Junge, dem Daelyn täglich vor ihrer Schule
begegnet, ist ein interessanter Charakter. Auch er trägt ein schweres Schicksal
auf seinen Schultern. Santana ist irgendwie der einzige der ungezwungen mit
Daelyn umgeht und Interesse an ihr zeigt. Allerdings verunsichert er sie damit.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd.
Durch kurze minimalistische Sätze wird der Leser in die Handlung gezogen.
Geschildert wird die Handlung aus Daelyns Sicht in der
Ich-Perspektive. Man erhält als Leser aber auch Einblicke in die Welt der
Eltern, die nicht an ihre Tochter herankommen, sie nicht verstehen.
Immer wieder gibt es außerdem Einblicke in Daelyns
Vergangenheit.
Das Buch ist von Beginn an spannend, wobei sich die
Spannung in Form einer Art „Countdown“, beginnend mit der Anmeldung und endend
mit dem Tag der Vollendung, immer weiter steigert, je weiter man im Buch
vorankommt. Dabei dringt die Autorin sehr tief in die angesprochene Thematik
ein.
Am Ende lässt die Autorin dem Leser die Wahl. Sie bietet
eine Leserdiskussion an und nennt außerdem Adressen, wo man sich als
Betroffener Hilfe holen kann.
Fazit:
„By the time you read this, I´ll be dead“ von Julie Anne
Peters ist ein Roman, der sich mit einem Grauzonenthema auseinandersetzt.
Er macht nachdenklich und hat mich tief bewegt.
Ein absolut lesenswertes Buch.
 
Vielen Dank an den Kosmos Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Vango – Zwischen Himmel und Erde” von Timothée de Fombelle

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: Gerstenberg Verlag; Auflage: 3., verb. Aufl. (1. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 383695365X
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ISBN-13: 978-3836953658
Klappentext:
Paris 1934.
Ausgestreckt auf den Pflastersteinen vor Notre-Dame
wartet der junge Vango zusammen mit vierzig anderen weiß gekleideten Männern
auf seine Priesterweihe. Doch dazu kommt es nicht. Vango muss fliehen, fliehen
vor der Polizei, aber auch vor mysteriösen Verfolgern ohne Namen und Gesicht.
Ein Mord wird ihm vorgeworfen.
Seine Flucht führt Vango quer durch Europa. Immer
getrieben von der Frag: Wer bin ich?
Denn Vangos rätselhafte Vergangenheit scheint der
Schlüssel zu allem zu sein …
Meine Meinung:
Paris im Jahr 1934.
Vango ist einer von insgesamt 40 Novizen, die bereit sind
ihre Priesterweihe zu empfangen. Hierfür liegen sie alle ausgestreckt vor
Notre-Dame. Die Weihe wird von der Pariser Bevölkerung verfolgt.
In der Menge befindet sich ein wunderschönes Mädchen,
welches mit ihren grünen Augen ganz alleine auf Vango schaut.
Plötzlich ist überall Polizei und es fallen Schüsse.
Vango gelingt die Flucht über die Dächer der Stadt. Er wird eines Verbrechens
beschuldigt, das er nicht begangen hat.
Als erneut Schüsse fallen, die nicht von der Polizei
abgegeben werden, wird klar, jemand möchte Vango umbringen. Aber wer?
Es beginnt eine abenteuerliche und spannende Flucht auf
der Suche nach Vangos Vergangenheit …
„Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de
Fombelle ist ein Abenteuerroman.
Der Leser begibt sich mit dem sympathischen Protagonisten
Vango auf eine detektivische Reise auf der Suche nach Vangos Vergangenheit…
Er selber weiß nicht viel über sich und auch als Leser
bekommt man das Wissen nur häppchenweise vermittelt.
Seine Kindheit hat Vango auf den äolischen Inseln
verbracht, wo er als 3-jähriger mit seinem Kindermädchen angespült wurde. Wieso
dies passierte bleibt allerdings im Dunkeln, ebenso wer Vangos Eltern waren und
wo er genau herkommt.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach zu
verstehen. Er beschreibt die Charaktere und die Umgebung sehr lebendig, man
sieht als Leser alles genau vor sich.
Die Handlung beginnt in der Gegenwart und führt den Leser
zurück in die Vergangenheit.
Hierbei lässt de Fombelle sehr viel Hintergrundwissen
rund um die Zeit vor den 2. Weltkrieg einfließen.
Es gibt dabei verschiedene Handlungsstränge, die
geschickt miteinander verwoben sind.
Etwas in der Mitte des Buches wirkt alles etwas verworren
durch die ganzen Charaktere, allerdings verliert man als Leser dennoch nicht
den Überblick.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und der
Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss konstant hoch.
Immer wieder gibt es unvorhersehbare Wendungen.
Das Ende ist offen und es bleiben eine Menge Fragen
offen.
Zum Glück ist die Wartezeit bis zum zweiten Teil „Vango –
Prinz ohne Königreich“ nicht allzu lange. Das Buch soll bereits am 1. Juli 2012
erscheinen.
Fazit:
„Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de
Fombelle ist ein wirklich tolles Jugendbuch mit gelungenen Charakteren und
einer abenteuerlichen und spannenden Handlung, das den Leser gefangen nimmt.
Absolut lesenswert.
 
Vielen Dank an den Gerstenberg Verlag für die
Bereitstellung des Buches und für die spannende Leserunde auf lovelybooks.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.