Gelesen: „Méto – Das Haus“ von Yves Grevet

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Taschenbuch: 224 Seiten
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Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3423625147
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ISBN-13: 978-3423625142
Klappentext:
Sie leben im Haus, ohne zu wissen, woher sie kommen und
was mit ihnen geschieht. Hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen, immer
bewacht.
64 Jungen, die dasselbe Schicksal teilen. Bis einer sich
erhebt für ein Leben in Freiheit: MÈTO
Meine Meinung:
Méto lebt zusammen mit 63 anderen Jungen in einem Haus
auf einer sternenförmigen Insel. Keiner von ihnen weiß allerdings wo sie
herkommen und wie sie ins Haus gelangt sind. Bei der Ankunft erhielt jeder von
den Jungen einen lateinischen Namen.
Die Jungs werden von 5 Cäsaren bewacht. Diese bestimmen
über den streng durchstrukturierten Tagesablauf, entscheiden wer bestraft wird
oder wann die Zeit der Kinder im Haus um ist und ein Neuer her muss.
Was aber geschieht mit den Kindern, die weggeschickt
werden, weil sie zu groß und zu alt sind? Darüber macht sich keiner Gedanken,
denn sie möchten keinen Ärger bekommen.
Während einer Strafe im Kühlraum lernt Méto einen Jungen
kennen, der scheinbar nicht dazu gehört. Er bewahrt die bestraften Kinder davor
während des Schlafens zu erfrieren oder das ihnen durch die Kälte Gliedmaßen
absterben und dann amputiert werden müssen.
Dieser Junge verrät Méto etwas, worauf Méto neugierig
wird und mutig beginnt für seine Freiheit zu kämpfen …
Bei „Méto – Das Haus“ von Yves Grevet handelt es sich um
den ersten Teil einer Bestsellertriologie aus Frankreich.
Das Haus erscheint dem Leser düster und unheimlich.
Wie die Umgebung außerhalb des Hauses aussieht bleibt
weitgehend im Dunkeln. Zwar begibt sich Méto einmal auf den Turm und blickt in
die Ferne aber beschrieben wird nichts.
Der Protagonist Méto, der Held der Handlung, ist sympathisch.
Er ist nicht nur namentlich anders als seine Kameraden, auch vom Typ her
unterscheidet er sich. Méto hinterfragt die Dinge und setzt sich stets für
seine Freunde ein. Daher wird er auch gemocht und akzeptiert.
Der Schreibstil des Autors ist einfach und nüchtern.
Durch die kurzen prägnanten Sätze lesen sich die Seiten sehr einfach und man
erhält als Leser innerhalb weniger Sätze einen genauen Einblick ins Geschehen.
Erzählt wird die Geschichte aus Métos Sicht in der
Ich-Perspektive.
Die Handlung ist von Anfang an spannend und lässt den
Leser nicht mehr los. Allerdings werden eine Menge Fragen aufgeworfen, wovon
jedoch nur wenige am Ende beantwortet werden.
Das Ende selber ist offen, wodurch die Wartezeit bis Teil
2 „Méto – Die Insel“, welcher im Oktober 2012 erscheint, nicht leichter wird.
Fazit:
„Méto – Das Haus“ von Yves Grevet ist ein spannender und
packender Jugendroman, der aus der breiten Masse heraussticht.
Der Protagonist ist sympathisch und die Welt, in die der
Leser gezogen wird, regt zum Nachdenken an.
Dieser erste Teil macht definitiv Lust auf mehr, denn
Métos Abenteuer haben erst begonnen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an lovelybooks für die spannende Leserunde
und an den dtv Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Die Nacht von Shyness“ von Leanne Hall

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
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Verlag: Aufbau Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3351041543
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ISBN-13: 978-3351041540
Klappentext:
Es gibt Dinge, die kannst du nur im Dunkeln sagen.
»Wusstest du, dass die Sonne hier 
nicht aufgeht?« Sie lacht laut und herzhaft.
Dann verebbt ihr Lachen. »Das ist dein Ernst, 
oder?« Ich nicke. »In ganz
Shyness. Völlige Dunkelheit.« 
Sie stützt den Kopf auf. Ich sehe ihr an, dass
sie überlegt, ob sie mir glauben soll. Ob ich 
spinne oder nicht. Ich weiß
nicht, wie lange ich noch dasitzen kann, ohne sie zu berühren. 
Am Stadtrand von
Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht, trifft Wolfboy ein 
merkwürdiges Mädchen.
Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum 
Fremdenführer für eine Nacht.
Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie nicht nur den 
zuckerabhängigen Kidds in
die Quere, sondern auch verrückten Affen, ewigen Träumern, 
Döner-verkaufenden
Wahrsagerinnen, teuflischen Psychiatern und einer großen Liebe – 
denn eine
Nacht ist lang genug, um zwei Leben zu verändern.
Meine Meinung:
Nia verbringt den Abend mit 2 Freunden in einer Bar. Dort
lernt sie einen fremden Jungen 
kennen. Er nennt sich Wolfboy, worauf Nia sich
den Decknamen Wildgirl gibt. Wolfboy 
kommt aus Shyness, einer Stadt wo nie die
Sonne aufgeht.
Spontan entschließt sich Wildgirl mit Wolfboy mitzugehen
und sich von ihm in dieser 
Nacht Shyness zeigen zu lassen.
Auf ihrem Streifzug begegnen die beiden der Wahrsagerin
Lupe, machen Bekanntschaft 
mit den „Kidds“, Wolfboys Aussage zufolge eine
Gruppe zuckerabhängiger Kinder, und 
treffen auf Drogenjunkies.
Nach und nach kommen sich die beiden nicht nur näher,
sondern Wildgirl kommt auch 
Stück für Stück hinter Wolfboys Vergangenheit.
Aber was ist, wenn die Nacht vorbei ist? Werden sich die
beiden wieder treffen oder nie 
mehr wieder sehen?
Leanne Halls Romans „Die Nacht von Shyness“ ist anders.
Wenn man sich als Leser auf das Buch einlassen kann, dann
wird man in eine ganz 
besondere Nacht entführt.
Die Protagonisten Wolfboy und Wildgirl sind beides sehr
komplexe Charaktere, die 
während des gesamten Buches etwas rätselhaft bleiben.
Wolfboy lebt ohne seine Eltern in Shyness. Er hat nur
noch seine Band und seine 2 besten 
Freunde. Zudem trägt er viele Geheimnisse
mit sich herum
Wildgirl lebt auf der anderen, hellen Seite. Sie ist ein
ziemlich freches Mädchen, das 
allerdings keine richtigen Freunde hat. Außerdem
ist sie neugierig und fasziniert von 
Shyness.
Beide Protagonisten sind mir recht schnell sympathisch
geworden, auch wenn man sie 
nicht wirklich „richtig“ kennenlernt. Es ist ja nur
eine Nacht in ihrem Leben, die man mit 
ihnen teilt.
Auffallend ist, dass beide so ihre Probleme haben, diese
aber nicht in den Vordergrund 
drängen.
Die Liebesgeschichte zwischen Wildgirl und Wolfboy nimmt
viel Platz ein aber richtig 
passieren tut nichts.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig.
Durch die recht kurzen Sätze lassen 
sich die Seiten leicht lesen.
Die Autorin hat einen intensiven Erzählstil und anhand
der bildhaften Beschreibungen 
kann man sich als Leser die Umgebung gut vorstellen.
Die Handlung ist überwiegend spannend und interessant. Ab
und an gibt es Wendungen, 
die den Leser überraschen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive,
wobei die Sichtweise von Kapitel zu
Kapitel zwischen Wildgirl und Wolfboy wechselt.
Das Ende kommt ziemlich abrupt, die Handlung ist aber in
sich abgeschlossen ohne einen 
bösen Cliffhanger. Obwohl der Roman auch als Einzelband bestehen kann, hat
die Autorin 
bereits eine Fortsetzung geschrieben, die im Original bereits
erschienen ist und „Queen of 
the Night“ heißt.
Fazit:
„Die Nacht von Shyness“ von Leanne Hall ist ein
Jugendbuch, welches sich aus der Masse 
abhebt, weil es anders ist.
Wenn man sich darauf einlässt, dann bekommt man eine
abwechslungsreiche spannende 
Geschichte mit sympathischen Charakteren und einem
Schuss Liebe.
 
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das bereitgestellte
Leseexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und 
hier (unter Manja Teichner) veröffentlich.

Gelesen: „Die Seelen der Nacht“ von Deborah Harkness

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Gebundene Ausgabe: 800 Seiten
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Verlag: Blanvalet Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3764503912
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ISBN-13: 978-3764503918
Klappentext:
Eine Liebe, stärker als das Leben selbst …
Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut
eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft
zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in
Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft
nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen,
um ihr das geheime Wissen zu entlocken – wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt
Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre
alter Vampir – und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr
eigenes Leben …
Meine Meinung:
Diana Bishop wächst nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer
Tante und deren Lebensgefährtin auf. Ihre Mutter war einst eine Hexe, ihr Vater
Hexenmeister. Diana aber versucht als ganz normaler Mensch zu leben. Sie wendet
sich von der Macht und der Magie der Hexen ab und arbeitet als Historikerin.
Dabei recherchiert sie viel, wofür sie die Bodleian-Bibliothek benutzt, wo
viele alte Schriften zu finden sind.
Dort fällt ihr eines Tage ein schon längst verloren
geglaubtes Manuskript in die Hände, welches mit einem Zauberbann belegt ist.
Diana kann den Bann brechen, öffnet das Buch und wirft
einen kurzen Blick hinein. Dieses Manuskript  soll Geheimnisse über Hexen, Vampire und
Dämonen beinhalten und alle 3 Arten sind hinter dem Buch her. Als Diana die
Kraft des Buches spürt schließt sie es wieder und bringt es in die Bibliothek
zurück.
Fortan wird Diana von vielerlei Kreaturen verfolgt und
belästigt. Hilfe bekommt sie ausgerechnet vom 1500 Jahre alten Vampir Professor
Matthew Clairmont.
Doch kann Diana ihm trauen? Und welche eigenen Ziele
verfolgt Matthew wirklich?
Mit „Die Seelen der Nacht“ hat Deborah Harkness keinen gewöhnlichen
Roman über Vampire und Hexen geschrieben. Dieses Buch ist anders, dies wird
schnell klar. Die altbekannten Klischees über Vampire kommen hier nicht zu
tragen.
Das verschollene Manuskript, genannt das Ashewole 782,
welches Diana findet ist zentraler Punkt in diesem Roman. Es enthält angeblich
Geheimnisse der Unsterblichkeit und Antworten auf Fragen, wie die Geschöpfe der
Welt entstanden sind oder wie man Vampire endgültig und für immer vernichten
kann.
Die Protagonistin Diana lernt der Leser als eine ehrgeizige
und zielstrebige Historikerin und Wissenschaftlerin kennen. Dass sie eine Hexe
ist, ist für sie ein lästiges Übel, welches sie am liebsten vergessen würde.
Als ihre Eltern starben war sie noch ein kleines Kind und seitdem lebt sie bei
ihrer Tante, die versucht ihr die Magie nahezubringen.
Der männliche Protagonist, der 1500 Jahre alte Vampir
Matthew Clairmont, ist auch ein Wissenschaftler. Er ist Professor der Biochemie.
Matthew steht Diana zur Seite. Zu Beginn ist er ebenso wie die anderen
Kreaturen nur am Manuskript interessiert, doch nach und nach entwickelt er auch
Interesse für Diana.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich
ganz langsam, von der anfänglichen Abneigung gegeneinander bis zur beginnenden
Liebe mit dem Beschützerinstinkt. Es wirkt niemals übereilt, sondern harmonisch
und romantisch.
Die Nebencharaktere, wie beispielsweise Dianas Tanten,
Matthews Mutter oder dessen Sohn, sind ebenfalls sehr gut herausgearbeitet.
Der Schreibstil der Autorin ist klar und flüssig.
Man ist als Leser direkt von Beginn an mittendrin in der
Geschichte.
Die Handlung ist stets spannend und fesselt den Leser
durch manche unvorhersehbare Wendung kontinuierlich.
Das Ende ist offen mit einem ziemlich gemeinen
Cliffhanger und macht sehr neugierig auf den zweiten Teil.
Fazit:
„Die Seelen der Nacht“ von Deborah Harkness ist ein
fantastisches Buch mit starken glaubwürdigen Charakteren, einer gefühlvollen
Liebesgeschichte und einer spannenden Handlung.
Ein Buch das man gelesen haben muss und das Lust auf mehr
macht.
 
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die
Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner)

Gelesen: „Eine Tat wie diese“ von Amy Efaw

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Taschenbuch: 416 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag GmbH
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551310815
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ISBN-13: 978-3551310811
Klappentext:
Welcher Mensch wäre imstande, sein eigenes Baby in einem
Müllcontainer zu entsorgen?
Mit Sicherheit nicht jemand wie die fünfzehnjährige Devon
Davenport, die ein verantwortungsbewusstes Mädchen und eine Musterschülerin
ist. Aber das Verdrängen der Schwangerschaft und ihre Panik lassen sie genau
dieses Unvorstellbare tun. Nun sitzt Devon in Untersuchungshaft, des
Mordversuchs an ihrem eigenen Kind angeklagt. Und mit der Aussicht auf eine
lebenslange Haftstraße.
Eine nervenaufreibende Suche nach der Wahrheit beginnt.
Meine Meinung:
Ein neugeborenes Baby wird eines Morgens in einer
Mülltonne gefunden. Die herbeigerufene Polizei klopft unter anderem auch bei
Familie Davenport an die Tür. Mutter Jennifer öffnet, Devon, 15 Jahre alt,
liegt auf der Couch. Ihr Zustand ist katastrophal und als die beiden Polizisten
ihren mit Blut überströmten Körper unter der Decke sehen wird Devon zur
weiteren Befragung mitgenommen. Doch soweit kommt es nicht, denn Devon wird ohnmächtig.
Sie erwacht im Krankenhaus und nach eigehender
Untersuchung ist recht schnell klar, das gefundene Baby ist Devons. Sie kommt
in Untersuchungshaft in die Jugendhaftanstalt, wo sie auf ihren Gerichtstermin
wartet.
Devon begreift nicht in welcher Lage sie sich befindet,
ist sie doch eine Musterschülerin, immer verlässlich und hat sich noch nie
etwas zu Schulden kommen lassen. Sie denkt, dass sie recht schnell wieder zu
Hause ist.
Erst ihre Anwältin Dom dringt zu ihr durch und macht ihr
ihre Situation klar.
In „Eine Tat wie diese“ beschreibt Amy Efaw die
schockierende Geschichte der 15-jähigen Devon. Es geht um ein ernstes Thema,
ungewollte Schwangerschaft einer Jugendlichen und eine mögliche Folge daraus.
Die Protagonistin Devon ist ein Teenager, wie es
wahrscheinlich viele gibt. Sie ist sportlich, wird gemocht und ist
verantwortungsbewusst.
Die eingetretene Schwangerschaft verdrängt sie komplett
und dadurch gerät sie in diese Situation.
Amy Efaw schildert die Geschichte um die Jugendliche sehr
einfühlsam, urteilt aber nicht.
Als Leser ist man direkt von Beginn an in der Handlung,
die aus Devons Sicht in der 3. Person Gegenwart erzählt wird. So bekommt man
einen direkten Einblick in Devons Gedanken, lernt ihre Gefühle besser kennen
und kann sich selber ein Bild der Situation machen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend.
Die Handlung ist spannend und schockierend zugleich und als Leser wird man so
hinein gezogen, dass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Man möchte
einfach wissen wie es Devon ergeht.
Das Ende allerdings kam für mich ein wenig zu abrupt.
Zwar werden alle aufgeworfenen Frage beantwortet aber Amy Efaw lässt den Leser
mit Devons Entscheidung alleine, dass man nach dem Zuklappen des Buches noch
darüber nachdenkt, ob es jetzt die richtige oder falsche Entscheidung Devons
war.
Fazit:
„Eine Tat wie diese“ von Amy Efaw ist ein Roman, der
aufwühlende und ergreifende Lesestunden beschert.
Die Handlung ist spannend und die Protagonistin authentisch.
Von mir bekommt dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Die Erfindung der Violet Adams“ von Lev A. C. Rosen

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Gebundene Ausgabe: 554 Seiten
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Verlag: Ink
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3863960319
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ISBN-13: 978-3863960315
Klappentext:
Als Violet einen Platz am berühmten Eliteinternat Illyria
ergatter, scheint ihr größter Traum in Erfüllung zu gehen. Endlich wird die
Welt ihre Brillanz anerkennen. Doch unter den ehrgeizigen Schülern setzen nicht
alle ihr Genie für das Gute ein: Violet kommt einer Verschwörung auf die Spur,
die der englischen Krone und vielleicht der ganzen Welt zum Verhängnis werden
könnte …
Meine Meinung:
Als Violets Vater zu einer Konferenz nach Amerika
aufbricht, wo er zudem noch 1 ganzes Jahr bleiben möchte, sieht diese ihre
große Chance gekommen. Sie bewirbt sich unter dem Namen ihres Zwillingsbruders
Ashton an der berühmten Eliteakademie Illyria in London. Die Plätze an Illyria
sind nur Männern vorbehalten und so hat Violet den Plan sich als Ashton zu
verkleiden. Sie ist sich des Risikos bewusst, denn wenn ihr Betrug auffliegt
droht ihr sogar der Galgen. Violet nimmt es auf sich, denn sie möchte nicht
mehr nur im Keller an ihren Erfindungen tüfteln.
Ihre Bewerbung gibt Violet noch als Frau ab und trifft
dabei auf den Schulleiter, den Duke von Illyria. Zwischen den beiden ist etwas,
was sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beschreiben lässt.
Violets Aufnahme klappt und auch Jack, ein Bekannter,
wird genommen. So muss Violet sich das Zimmer wenigstens nicht mit einem
Fremden teilen.
Violets Plan bürgt jede Menge Hürden, egal ob komische oder
gefährliche und dann kommt auch noch die Liebe mit ins Spiel …
                                                                                                                      
„Die Erfindung der Violet Adams“ ist Lev A. C. Rosens
Debütroman. Es ist eine herrliche faszinierende Geschichte, die im London von
1883 spielt.
Die Beschreibungen der Stadt zu dieser Zeit sind einfach
wunderbar. Man fühlt sich als Leser in die Vergangenheit zurückversetzt.
Die Wissenschaft nimmt einen sehr großen Teil des Buches
ein, doch es wirkt zu keiner Zeit zuviel. Im Gegenteil, man hat als Leser
großen Spaß daran sich seine eigenen Gedanken zu den Erfindungen zu machen.
Die Protagonistin Violet ist eine junge Frau, die sich
unbedingt beweisen möchte. Dafür geht sie ein hohes Risiko ein und bewirbt sich
an einem Männerinternat. Sie war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte
ihre Handlung gut nachvollziehen.
Ihr Zwillingsbruder Ashton steht voll und ganz hinter ihr
und deckt ihren Plan.
Auch Jack hilft Violet und so hat sie in einer ihr
unbekannten Welt zwei Verbündete.
Neben den Protagonisten, die im Handlungsverlauf eine
ziemliche Wandlung durchmachen,  kommen
noch sehr viele weitere Charaktere vor, so dass die Handlung manchmal etwas
komplex ist. Es fällt jedoch zu keiner Zeit schwer der Handlung zu folgen.
Aufgelockert wird alles durch die geheimnisvolle
Atmosphäre, durch Violets Rollentausch und durch etwas Romantik. Alles fügt
sich wunderbar zusammen, wirkt stimmig.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und humorvoll. Die
detaillierten Beschreibungen von zum Beispiel den Erfindungen unterstützen
angenehm das Kopfkino beim Lesen.
Die Handlung ist von Beginn an recht spannend und die
Spannungskurve bleibt bis zum Schluss konstant hoch.
Das Ende ist in sich geschlossen und mündet in einem
actionreichen Showdown, der von einem Happy End abgelöst wird.
Fazit:
„Die Erfindung der Violet Adams“ von Lev A. C. Rosen ist
ein wirklich faszinierendes Jugendbuch.
Es ist spannend aber auch humorvoll, einfach absolut
lesenswert.
 
Vielen Dank an den EGMONT INK Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht“ von Rita Teck

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Taschenbuch: 376 Seiten
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Verlag: Beliell Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3981426207
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ISBN-13: 978-3981426205
Dieses Buch kaufen?
Klappentext:
Glücklich und zurückgezogen von der restlichen Welt
wächst Ala bei ihrer Großmutter auf. Bis zu dem Tag, an dem sie den
Menschenjungen Till trifft. Diese Begegnung lenkt ihr bisheriges Leben in
völlig neue abenteuerliche Bahnen und offenbart Alas wahre Herkunft.
Sie muss sich auf eine gefährliche Mission begeben, von
der nicht nur ihr Leben abhängt, sondern die Existenz der Menschen und der
Zauberwelt …
Meine Meinung:
Das junge Mädchen Ala wächst zurückgezogen bei ihrer
Großmutter auf. Eines Tages trifft sie auf den Menschenjungen Till. Diese
Begegnung lenkt ihr Leben in neue abenteuerliche Bahnen und offenbart zudem
noch Alas wahre Herkunft.
Fortan wird sie von bösen Kreatis gejagt, welche die
bösen Mächte auf sie angesetzt haben.
Nach einem Angriff erwacht sie Jahre später in der
Elfenwelt. Dort wird sie nun auf ihre Aufgabe, die Wunderbaren Welten zu
retten, vorbereitet und muss die sonderbarsten Dinge lernen.
Noch ehe Ala ihre volle Macht erlangen kann wird die
Zauberwelt angegriffen und so bricht Ala mit ihrer Eskorte und ihren besten
Freunden in die Wasserwelt auf, wo sie spannende und aufregende Abenteuer
erleben.
In einer Traumvernetzung trifft sie Till wieder und
verliebt sich in ihn. Er wird von den dunklen Mächten gejagt und befindet sich
in großer Gefahr. Ala kann Till aber nicht helfen, da er sich in der
Menschenwelt befindet.
Und so hat Ala keine andere Wahl, sie muss sich den
dunklen Mächten und deren Verbündeten aus der Unterwelt zum Kampf stellen …
„Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht“ von Rita Teck ist
für mich ein Fantasyroman, der sehr überrascht hat.
Das Cover des Buches ist super schön und hat einen
Zusammenhang zum Inhalt. Die vorhandenen Sterne wurden zum Beispiel ins
Buchinnere übernommen, so bildet alles ein stimmiges Ganzes.
Die Protagonistin Ala ist von Beginn an sympathisch. Sie
weiß nicht, dass sie ein Sternenkind ist und erst im Laufe der Handlung lernt
sie mit ihrer Bestimmung umzugehen. Auf ihrer Reise begegnet sie den
verschiedensten Lebewesen, die alle sehr detailreich beschrieben werden.
Till, der Menschenjunge ist ebenfalls sehr sympathisch.
Er mag Ala und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte.
Die Nebencharaktere, wie Alas Freunde, die Lehrer, die
Zwerge und die anderen Zauberwesen sind alle samt fantastisch. Rita Teck haucht
ihnen Leben ein, indem sie sie wirklichkeitsnah beschreibt, dass man als Leser
glaubt man hätte sie direkt vor sich.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach, flüssig und sehr
bildhaft.
Durch kursive Schrift werden Alas Träume hervorgehoben.
Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend. Diese
Spannung bleibt nahezu konstant bis zum Schluss erhalten und macht es sehr
schwer das Buch aus der Hand zu legen. Man wird als Leser in eine Welt voller
fantastischer Orte und Wesen gezogen und erst am Ende taucht man wieder im Hier
und Jetzt auf.
Das Ende des Buches ist stimmig und in sich geschlossen.
Obwohl es sich um den ersten Band einer Saga handelt gibt es keinen
Cliffhanger.
Fazit:
„Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht“ von Rita Teck ist
ein Buch das schlichtweg überwältigt.
Man wird als Leser von sympathischen Figuren und einer
abenteuerlichen Reise gefangen genommen, welche einen alles andere vergessen
lässt.
Dieser Fantasyroman ist nicht nur für Jugendliche eine
Reise ins Land der Fantasie, auch Erwachsene werden es lieben.
Ich kann nur sagen: lesen, lesen, lesen!
 Diese Rezension wurde auch hier (unter Manja T.) veröffentlicht.