Gelesen: „Wind – Die Chroniken von Hara 1“ von Alexey Pehov

–         
Taschenbuch: 496 Seiten
–         
Verlag: Piper (April 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3492702589
–         
ISBN-13: 978-3492702584
Klappentext:
Jahrhunderte sind vergangen, seit der Krieg der
Nekromanten das Land Hara zerstört hat. Damals begannen die magischen Funken
vom Angesicht der Welt zu verschwinden – und mit ihnen die Magie selbst. Lahen
ist eine Windsucherin, eine der wenigen, die jenen Funken noch in sich trägt.
Doch damit schwebt sie in höchster Gefahr: Denn sie und ihr Gefährte, der
Meuchelmörder Ness, werden verfolgt von den Verdammten, den Anhängern der
schwarzen Magie, die sich Lahens Gabe bemächtigen wollen.
Können Lahen und Ness verhindern, dass der dunkle Funken
erneut entzündet und Hara ins Chaos gestürzt wird?
Meine Meinung:
Im Land Hara herrschte die letzen 500 Jahre Frieden, nun
zieht ein neuer Krieg auf.
Die Feinde des Imperiums, die sogenannten Verdammten,
sind auf der Suche nach den letzten magischen Funken. Sie wollen die gute
lichte Magie auslöschen und die böse schwarze Magie verbreiten.
Lahen besitzt noch so einen lichten magischen Funken, sie
ist eine Windseherin. Zusammen mit ihrem Gefährten Ness, einem Bogenschützen,
lebt sie seit Jahren zurückgezogen.
Allerdings werden beide noch immer von den Verdammten
verfolgt. Diese wollen sich Lahens Gabe aneignen.
Es beginnt ein Wettkampf um ihr Leben und ein Kampf um
die Magie …
„Wind – Die Chroniken von Hara 1“ ist der erste Teil
einer neuen Fantasyreihe von Alexey Pehov.
Der Leser wird in eine fantastische neue Welt versetzt.
Die Protagonisten Ness und Lahen waren mir beide recht sympathisch.
Ness ist ein Bogenschütze und er steht seiner Gefährtin
Lahen stets bei. Sie ist alles für ihn.
Lahen ist eine Windsucherin und spürt als so ziemlich
einzig verbliebene den magischen Funken noch in sich. Dies birgt allerdings auf
große Gefahren für sie und ihren Gefährten.
Die beiden leben zurückgezogen und immer auf der Hut
nicht entdeckt zu werden.
Auch die Nebencharaktere, von denen es einige gibt,
wurden von Pehov sehr gut herausgearbeitet.
Erzählt wird die Handlung aus mehreren Perspektiven,
wobei der Autor meist die 3. Person verwendet.
Einzig die Erzählperspektive von Ness wird in der
Ich-Form wiedergegeben.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, welche letztendlich
zusammen geführt erden.
Dies macht das gesamte Geschehen recht komplex. Gerade am
Anfang ist es doch recht verwirrend und schwierig zu verstehen aber nach ein
wenig Einlesen kommt man als Leser gut klar.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und passt sich der
jeweiligen Perspektive an.
Der Roman ist recht spannend geschrieben und es gibt auch
einige actionreiche und gut durchdachte Kampfszenen.
Am Ende des Buches wartet auf den Leser ein recht
gemeiner Cliffhanger, der neugierig auf den zweiten Teil macht. Wann der
allerdings erscheint ist noch unklar.
Fazit:
„Wind – Die Chroniken von Hara 1“ von Alexey Pehov ist
ein gutes Fantasybuch mit einer spannenden und actionreichen Handlung und guten
Charakteren.
Allerdings gestaltet sich der Anfang doch etwas holprig.
Wer High-Fantasy mag ist hier gut aufgehoben.
 
Vielen Dank an lovelybooks und den Piper Verlag für das Freiexemplar
und die damit verbundene Leserunde.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Brennen muss die Hexe“ von Sven Koch

–         
Taschenbuch: 416 Seiten
–         
Verlag: Knaur TB
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3426508559
–         
ISBN-13: 978-3426508558
Klappentext:
Eine grauenvolle Mordserie versetzt die Bürger von
Lemfeld in Angst und Schrecken. Ein Wahnsinniger verbrennt Frauen auf dem
Scheiterhaufen, nachdem er sie nach mittelalterlichen Methoden brutal gefoltert
hat. »Für immer. A.G.« – diese kryptische Botschaft hinterlässt der Mörder am
Tatort. Die SOKO »Flammenhimmel« ermittelt unter Hochdruck. Denn
Polizeipsychologin Alexandra von Stietencron befürchtet, die bevorstehende
Walpurgisnacht könnte in einem Blutbad enden …
Meine Meinung:
Die Polizeipsychologin Alex von Stietencron wird mit
ihrem Kollegen Schneider zu einem Tatort gerufen. Ein Unbekannter hat eine Frau
auf einem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe angezündet. Zuvor wurde die Frau,
es stellt sich heraus, dass es Frauke Meißner war, mit mittelalterlichen
Folterinstrumenten gefoltert und gequält.
Wenig später wird Silvana Michalski auch auf diese Arte
und Weise ermordet aufgefunden.
Die eingerichtete Sonderkommission stellt recht schnell
fest, dass beide Frauen einer kleinen Gruppe angehörten, die Anhänger des
Wicca-Kultes sind. Es scheint so, als ob ein angeblicher Fluch, welcher vor
Jahrhunderten vom sogenannten Henker von Lemfeld ausgesprochen wurde, nun
bewahrheitet. Der Mörder nutzt nimmer dieselben Initialen des Henkers, die da
wären „A.G“ und hinterlässt diese jeweils mit dem Zusatz „Für immer“ am Tatort.
Die Polizei zusammen mit Alex suchen fieberhaft nach dem
Täter, denn es steht die Walpurgisnacht bevor.
Als Alex sich an die Presse wendet um den Täter aus der
Reserve zu locken, stehen plötzlich nicht mehr nur die Wicca-Anhängerinnen im
Visier des Täters …
„Brennen muss die Hexe“ von Sven Koch ist der zweite
Roman um die Polizeipsychologin Alex von Stietencron.
Auch wenn man als Leser den ersten Roman „Purpurdrache“
nicht kennt kann man dieses Buch ohne Einschränkungen lesen.
Die Protagonistin 
Alex ist eine ehrgeizige und verbissene Frau. Dadurch, dass sie quasi
für ihren Beruf lebt, ist sie allerdings auch ziemlich einsam. Durch Einblicke
in ihr Privatleben ermöglicht Sven Koch es dem Leser Alex nicht nur beruflich,
sondern auch privat näher kennenzulernen.
Dadurch, dass sie auch kleine Macken hat kommt Alex sehr
authentisch rüber und war mir von Beginn an sympathisch.
Die anderen Polizisten bleiben eher im Hintergrund. Man
begleitet sie als Leser zwar auf ihrem Ermittlungsweg aber so wirklich erfährt
der Leser nichts über sie. Ich persönlich fand das gar nicht so schlimm, da
sowieso Alex im Mittelpunkt des Geschehens steht.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und bildhaft.
Durch die relativ kurzen Kapitel lassen sich die Seiten einfach und schnell weg
lesen.

Die Handlung ist von Beginn an spannend und der Spannungsbogen bleibt kontant
bis zum Ende hin.
Sven Koch schildert das Geschehen aus verschiedenen
Perspektiven, wodurch der Leser die Möglichkeit hat die Taten von verschiedenen
Seiten aus zu betrachten um sich selbst ein Bild zu machen.
Immer wieder gibt es unvorhersehbare Wendungen, die den
Leser regelrecht an den Seiten kleben lassen.
Der letztendliche Täter war für mich eine völlige
Überraschung, ich hatte einen anderen „Favoriten“.
Fazit:
„Brennen muss die Hexe“ von Sven Koch ist ein spannender
Krimi, mit eindeutigen Thrillerelementen, einer sympathischen Protagonistin und
einem überraschenden Täter.
Ganz klar ein Buch, das man lesen sollte.
Vielen Dank an lovelybooks und den Autor für die tolle
Leserunde.
Mein Dank geht auch an Knaur TB für die Bereitstellung
der Freiexemplare.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

 

Gelesen: „Ich gegen dich“ von Jenny Downham

–         
Broschiert: 384 Seiten
–         
Verlag: cbt (26. März 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3570161382
–         
ISBN-13: 978-3570161388
Klappentext:
Eigentlich will Mikey sich an Tom, dem Sohn aus guter
Familie, rächen, der seine Schwester vergewaltigt hat und – wie es aussieht – ungestraft
davonkommt. Doch dann verliebt er sich in Ellie, Toms Schwester. Und die Sache
wird kompliziert. Wie viel kann diese Liebe aushalten?
Meine Meinung:
Mikey und Ellie leben in zwei ganz unterschiedlichen
Welten. Mikey wohnt in einer Sozialwohnung, zusammen mit seiner trinkenden
Mutter und seinen beiden jüngeren Schwestern.
Ellie hingegen kommt aus reichem Hause und ist ein echtes
Musterkind.
Das Schicksal führt die beiden jedoch auf gemeinsame
Wege. Mikeys Schwester Karyn beschuldigt Ellies Bruder Tom sie vergewaltigt zu
haben. Es scheint aber so als ob die Star-Anwälte und das Geld von Ellies
Eltern Tom durch die Verhandlung boxen und er ohne Strafe davonkommen könnte.
Mikey will das nicht so hinnehmen und sinnt für Karyn auf
Rache. Er beschließt sich an Ellie heranzumachen umso Informationen über Tom zu
bekommen. Er möchte Tom fertig machen.
Allerdings hat Mikey die Rechnung ohne die Liebe gemacht …
In „Ich gegen dich“ greift Jenny Downham ein ebenso
brisantes wie auch sensibles Thema auf, die Vergewaltigung einer Jugendlichen.
Vor diesem Hintergrund lernt man als Leser die
eigentlichen Protagonisten kennen.
Mikey, der männliche Part, ist nach außen hin ein
ziemlich selbstbewusster und cooler Typ. Er hat das Herz aber an der richtigen
Stelle und für seine Familie würde er alles tun. Da sich seine Mutter immer
öfter aus allem zurückzieht ist er es, der sich um die beiden jüngeren Mädchen
kümmert. Als es nun so aussieht, dass Tom ohne Bestrafung davonkommt, hat Mikey
nur noch eines im Sinn, Rache für Karyn.
Ellie ist ein braves Mädchen. Sie kommt aus gutem Hause
und ist strebsam. Sie liebt ihre Familie ebenfalls über alles und wünscht sich
nur das Beste für sie. Nach außen hin wirkt Ellie stark aber sie ist auch
verletzlich und die Position der Hauptzeugin nimmt sie im Laufe der Handlung
doch sehr mit.
Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch.
Die Gefühle, die die beiden füreinander entwickeln,
bringen so einige Schwierigkeiten mit sich.
Nicht nur Mikey und Ellie stellt die Autorin genau vor,
nein auch die Nebencharaktere sind gut herausgearbeitet.
Karyn, das Opfer, ist verängstigt und verkriecht sich in
der Wohnung.
Mikeys Mutter ist mit allem überfordert und zieht sich
verzweifelt aus dem Familienleben zurück.
Und Tom, der Täter, wird an den Pranger gestellt. Er ist
aber nicht durchweg böse und hat Angst vor den Konsequenzen, die der Prozess
mit sich bringen könnte.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und berührend. Er
passt sich den jeweiligen Charakteren und der Situation entsprechend an.
Die Handlung wird abwechselnd aus Mikeys und Ellies Sicht
geschildert. Durch diese Perspektivenwechsel hat der Leser die Chance beide
Seiten kennenzulernen. Die Autorin geht sehr intensiv auf die Gefühle der
Protagonisten ein.
Der Spannungsbogen schwankt während des Buches immer
wieder. Zu Beginn wirkt die Handlung etwas langatmig, nimmt dann aber an Fahrt
auf und fesselt den Leser an die Seiten. Zum Ende allerdings lässt die Spannung
wieder etwas nach.
Das Ende seinerseits wird ein wenig abgehackt. Es ist im
Grunde offen, so dass man sich als Leser selber seine Gedanken zum Ausgang des
Prozesses machen kann.
Fazit:
„Ich gegen dich“ von Jenny Downham ist ein Buch, welches
den Leser zum Nachdenken anregt.
Es ist dramatisch, mit sympathischen Charakteren und
immer wieder unerwarteten Wendungen.
Auch ohne wirklichen Spannungsbogen ist es ein sehr gutes
Buch.
 
Vielen Dank an den cbt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Im Land des Feuerfalken“ von Julie Peters

–         
Broschiert:
496 Seiten
–         
Verlag:
Wunderlich (2. Mai 2012)
–         
Sprache:
Deutsch
–         
ISBN-10:
380525024X
–         
ISBN-13:
978-3805250245
Klappentext:
Neuseeland, 1907: Es geht ein tiefer Riss durch die
irische Auswandererfamilie der O’Briens, die im fernen Neuseeland mit ihrer
Schafzucht ihr Glück gemacht hat. Josie wächst bei ihrer Mutter Siobhan im Wald
auf, ihre Schwester Sarah auf dem Stammsitz der O’Briens, in Kilkenny. Die
beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein: Sarah ist
pflichtbewusst, Josie ein Wildfang, und sie beneiden sich gegenseitig um das,
was sie vermissen. Aber dann bricht der Erste Weltkrieg in Europa aus, und er
wirft seinen dunklen Schatten bis zum anderen Ende der Welt. Sarah heiratet
einen ungeliebten Mann, ihre Schwester wendet sich von der Familie ab. Bald
müssen sie erkennen, dass ein Leben ohne Wurzeln nicht wert ist, gelebt zu
werden. Und die beiden Frauen kämpfen um ihr Glück.
Meine Meinung:
Wir schreiben das Jahr 1907 im fernen Neuseeland. Die
Familie O´Brien lebt in Kilkenny und hat mit einer Schafsfarm ihr Glück
gefunden. Sarah und Josie sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein
könnten.
Sarah lebt auf dem Stammsitz der Familie in Kilkenny und
kümmert sich dort mit um den Hof,
Josie hingegen wächst bei ihrer Mutter Siobhan, die vom
Stammsitz verjagt wurde, auf und wurde da jahrelang von ihr unterrichtet. Nun
soll sie auf ein Internat gehen.
Die beiden Mädchen beneiden sich gegenseitig um das, was
sie selber nicht haben.
1914 bricht in Europa der Erste Weltkrieg aus und die
Auswirkungen sind bis nach Neuseeland zu spüren. Jamie, Sarahs Verlobter zieht
zusammen mit seinem Bruder Finn und dem Freund Robert Gregory für England in
den Krieg.
Als sie wieder heimkehren ist nichts mehr wie es war.
Jamie löst die Verlobung, woraufhin Sarah einen nicht geliebten Mann heiratet
und Josie flüchtet zu einem alten, reichen Mann, der sie bei ihrer Kunst
unterstützt.
Doch beide Frauen sind so nicht glücklich und es beginnt
der Kampf ums Glück …
„Im Land des Feuerfalken“ ist Julie Peters zweiter Roman
um die irische Familie O´Brien. Wieder hat die Autorin Neuseeland als
Schauplatz der Handlung gewählt.
Es handelt sich um eine Familiensage, diesmal mit
Augenmerk auf die beiden Schwestern Sarah und Josie.
Als Leser lernt man beide Frauen sehr gut kennen.
Sarah ist sehr pflichtbewusst und arbeitet mit auf dem
Stammsitz der O´Briens.
Josie hingegen ist eher ein wildes Mädchen, das sich mehr
und mehr der Kunst widmet. Sie spürt aber auch, dass sie anders ist und möchte,
im Gegensatz zu ihrer Schwester, mehr über ihre maorischen Wurzeln herausfinden.
Auch die anderen Charaktere wurden von der Autorin sehr
gut herausgearbeitet, man erfährt als Leser sehr viel über jeden einzelnen.
Der Schreibstil von Julie Peters ist flüssig und alles
ist leicht verständlich.
Obwohl es ein sehr komplexer Roman ist, so ist es dennoch
nicht unübersichtlich. Alles, was die Autorin beschrieben hat gehört zur
Handlung dazu.
„Im Land des Feuerfalken“ ist spannend und hat mich von
der ersten Seite an gefesselt. Ich habe den Roman regelrecht verschlungen, so
sehr wollte ich wissen wie sich die einzelnen Familienmitglieder entwickeln und
wie es mit Sarah und Josie weiter geht.
Das Ende ist unvorhersehbar und meiner Meinung nach gut
gewählt.
Der Roman ist in sich abgeschlossen und bildet mit dem
ersten Teil zusammen die Geschichte der O´Briens.
Fazit:
„Im Land des Feuerfalken“ von Julie Peters ist ein
wunderbarer und absolut lesenswerter Roman, vor allen für Fans von
Familiensagen und von Neuseeland.
Mir hat er traumhafte Lesestunden beschert und den ersten
Teil „Das Lied der Sonnenfänger“ werde ich mir auf jeden Fall auch noch
zulegen.
Von mir bekommt dieser Roman eine ganz klare
Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an den Rowohlt Wunderlich Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01“ von Beth Cillian

–         
Broschiert: 328 Seiten
–         
Verlag: Sieben-Verlag (April 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3864430518
–         
ISBN-13: 978-3864430510
Klappentext:
Das wohlgeordnete Leben der Bostoner Pathologin Morrighan
Cavanaugh schlittert nach der Diagnose eines Hirntumors auf den Abgrund zu.
Doch statt die Notbremse zu ziehen, unternimmt sie alles, um ihren Absturz
voranzutreiben. Vampirkrieger Quinn Dál Goran hat den Auftrag, das
wiedergeborene Böse, das sich in menschlicher Gestalt Einlass in die Welt der
Menschen verschaffen will, zu finden und zu töten. Als seine Jagd von Morrighan
unsanft ausgebremst wird, ahnen sie beide nicht, wie schicksalhaft ihre
Begegnung ist. Je näher sie sich kommen, desto klarer wird Quinn, dass ihm
letztlich nichts anderes übrig bleibt, als Morrighan zu töten, denn sie scheint
die Wirtin des Bösen zu sein. Doch sein Herz spricht eine andere Sprache…
Meine Meinung:
Morrighan Cavanaugh, eine Bostoner Pathologin, ist auf
dem Weg zu einem Ehemaligentreffen zu den Cliffs of Moher in Irland. Während
der nächtlichen Autofahrt ist da ganz plötzlich ein Mann auf der verlassenen
Straße und es kommt zum Unfall. Morrighan leistet sofort erste Hilfe und nimmt
den Mann dann kurzerhand zur weiteren ärztlichen Versorgung mit sich.
Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, Quinn Dál
Goran ist kein Mensch. Er ist ein Rugadh, ein Vampir und ebenfalls auf dem Weg
zum Dál glais Castle, wo das wiedergeborene Böse, die Sceathrach ankommen soll.
Quinn steht zudem unter dem Bann des Magier Nathair.
Wie es scheint ist Morrighan die Hülle für das böse Wesen
und es gilt sie zu vernichten.
Quinn und Morrighan lernen sich näher kennen und immer
mehr möchte Quinn sie nicht an Nathair ausliefern.
Plötzlich sind da im Castle weitere paranormale
Gestalten, die Morrighan töten wollen. Kann Quinn sich gegen seinen Auftrag
stellen und Morrighan beschützen?
„Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01“ ist
Beth Cillians Debütroman.
Das Cover des Buches ist wunderschön verträumt und obwohl
die Autorin nichts gänzlich Neues in ihrem Roman bringt, so ist er dennoch
anders.
Die weibliche Protagonistin Morrighan war mir richtig
sympathisch. Sie ist ziemlich dickköpfig und stur aber auch gleichzeitig
verletzlich. Als Leser kann man sich gut mit ihr identifizieren.
Quinn, der männliche Protagonist, hat immer flotte
Sprüche auf Lager. Er scheint auf den ersten Blick unnahbar aber beim genaueren
Hinsehen ist er es gar nicht. Für Morrighan ist er der perfekte Beschützer.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine
Liebesgeschichte, die auf mich aber an manchen Stellen etwas übereilt gewirkt
hat. Man kann sich zueinander hingezogen fühlen aber bereits nach ein paar
gemeinsamen Tagen von Liebe zu sprechen ging mir doch etwas zu schnell.
Auch die Nebencharaktere hat die Autorin gut
herausgearbeitet. Hier hat mir besonders Quinns bester Freund Cináed, der
Frauenschwarm mit Charme und Witz, angetan.
Neben den „Guten“ Charakteren, die aber nicht immer
wirklich gut sind, gibt es auch noch die „Bösen“. Hier möchte ich vor allem
Nathair, der immer wieder zwischen liebevoll und grausam schwankt, und dessen
Diener Lughaidh hervorheben.
Überhaupt gibt es an den Charakteren in „Geliebte der
Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01“ nichts auszusetzen. Sie wirken alle sehr
überzeugend.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und der Roman
lässt sich gut lesen. Durch die bildhaften Beschreibungen von Irlands
Landschaft und der paranormalen Wesen fühlt man sich als Leser als Teil des
Ganzen.
Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus Sicht der
beiden Protagonisten. So bekommt der Leser einen guten Einblick in die Gedanken
und Gefühle.
Die Handlung beginnt ohne große Umschweife, man ist
sofort mittendrin.
Ab circa der Mitte des Buches steigerte sich die ohnehin
schon vorhandene Spannung nochmal und bis zum Ende hin fiel es mir schwer das
Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende selber ist gut gewählt und macht Hoffnung auf
einen Nachfolgeband, den es wohl auch geben wird.
Fazit:
„Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Fiannah 01“ von
Beth Cillian ist ein spannender Roman mit nicht ganz neuen Ideen und
sympathischen Charakteren.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, es
hat mir fantastische Lesestunden beschert.
  

Vielen Dank an den Sieben Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Méto – Das Haus“ von Yves Grevet

–         
Taschenbuch: 224 Seiten
–         
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3423625147
–         
ISBN-13: 978-3423625142
Klappentext:
Sie leben im Haus, ohne zu wissen, woher sie kommen und
was mit ihnen geschieht. Hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen, immer
bewacht.
64 Jungen, die dasselbe Schicksal teilen. Bis einer sich
erhebt für ein Leben in Freiheit: MÈTO
Meine Meinung:
Méto lebt zusammen mit 63 anderen Jungen in einem Haus
auf einer sternenförmigen Insel. Keiner von ihnen weiß allerdings wo sie
herkommen und wie sie ins Haus gelangt sind. Bei der Ankunft erhielt jeder von
den Jungen einen lateinischen Namen.
Die Jungs werden von 5 Cäsaren bewacht. Diese bestimmen
über den streng durchstrukturierten Tagesablauf, entscheiden wer bestraft wird
oder wann die Zeit der Kinder im Haus um ist und ein Neuer her muss.
Was aber geschieht mit den Kindern, die weggeschickt
werden, weil sie zu groß und zu alt sind? Darüber macht sich keiner Gedanken,
denn sie möchten keinen Ärger bekommen.
Während einer Strafe im Kühlraum lernt Méto einen Jungen
kennen, der scheinbar nicht dazu gehört. Er bewahrt die bestraften Kinder davor
während des Schlafens zu erfrieren oder das ihnen durch die Kälte Gliedmaßen
absterben und dann amputiert werden müssen.
Dieser Junge verrät Méto etwas, worauf Méto neugierig
wird und mutig beginnt für seine Freiheit zu kämpfen …
Bei „Méto – Das Haus“ von Yves Grevet handelt es sich um
den ersten Teil einer Bestsellertriologie aus Frankreich.
Das Haus erscheint dem Leser düster und unheimlich.
Wie die Umgebung außerhalb des Hauses aussieht bleibt
weitgehend im Dunkeln. Zwar begibt sich Méto einmal auf den Turm und blickt in
die Ferne aber beschrieben wird nichts.
Der Protagonist Méto, der Held der Handlung, ist sympathisch.
Er ist nicht nur namentlich anders als seine Kameraden, auch vom Typ her
unterscheidet er sich. Méto hinterfragt die Dinge und setzt sich stets für
seine Freunde ein. Daher wird er auch gemocht und akzeptiert.
Der Schreibstil des Autors ist einfach und nüchtern.
Durch die kurzen prägnanten Sätze lesen sich die Seiten sehr einfach und man
erhält als Leser innerhalb weniger Sätze einen genauen Einblick ins Geschehen.
Erzählt wird die Geschichte aus Métos Sicht in der
Ich-Perspektive.
Die Handlung ist von Anfang an spannend und lässt den
Leser nicht mehr los. Allerdings werden eine Menge Fragen aufgeworfen, wovon
jedoch nur wenige am Ende beantwortet werden.
Das Ende selber ist offen, wodurch die Wartezeit bis Teil
2 „Méto – Die Insel“, welcher im Oktober 2012 erscheint, nicht leichter wird.
Fazit:
„Méto – Das Haus“ von Yves Grevet ist ein spannender und
packender Jugendroman, der aus der breiten Masse heraussticht.
Der Protagonist ist sympathisch und die Welt, in die der
Leser gezogen wird, regt zum Nachdenken an.
Dieser erste Teil macht definitiv Lust auf mehr, denn
Métos Abenteuer haben erst begonnen.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an lovelybooks für die spannende Leserunde
und an den dtv Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.