Gelesen: „Halo“ von Alexandra Adornetto

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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
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Verlag: RowohltRotfuchs (1. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3499216000
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ISBN-13:
978-3499216008
Kurzbeschreibung:
In
dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle
Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis
eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen
Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany,
die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die
Schüler der Highschool– und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven
Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr,
denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer
als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge
auf Bethany geworfen hat …
(Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine
Meinung:

In
Venus Cove, einem beschaulichen Örtchen, passieren mehr und mehr seltsame
Dinge.
Aus
diesem Grund werden eines Nachts 3 Engel, Gabriel, der Erzengel, Ivy, eine
Seraph und Bethany, ein noch recht junger und unerfahrener Engel, in den Ort
gesandt. Sie sollen die Einwohner vor bösen Mächten beschützen.
Bethany
muss sich, neben der Engelsmission, allerdings noch etwas anderem stellen, sie
muss zur Highschool gehen. Dort lernt sie den Schulsprecher Xavier kennen und
verliebt sich in ihn.
Während
Bethany ihre erste große Liebe erlebt sammeln sich jedoch die finsteren Mächte
und ein unausweichlicher Kampf, bei dem Bethany ins Visier gerät, steht bevor …
In
„Halo“, geht es in erster Linie um die Liebe zwischen einem Menschen und einem
Engel.
Die weibliche Protagonistin Bethany lernt der Leser als sehr unerfahren und
manchmal auch als naiv kennen. Liebesgefühle sind ihr fremd, sie ist aber sehr wissbegierig
und möchte alles darüber erfahren.
Aus
ihrer Sicht ist das Buch auch geschrieben und so baut der Leser relativ rasch
eine Bindung zu ihr auf. Mir jedenfalls war sie sympathisch und ich habe mit
ihr geliebt und auch gelitten.
Der
männliche Protagonist Xavier hat bereits schon einmal geliebt, allerdings ist
er danach sehr tief gefallen. In Bethany findet er wieder Lebensmut und eine
neue Liebe.
Die
Nebencharaktere, Ivy und Gabriel, werden als sehr schöne Personen, die mit
keinerlei Problemen zu kämpfen haben, beschrieben. Allerdings war mir dies an
manchen Stellen doch etwas zuviel des Guten.
Ein
wenig schade fand ich, dass die eigentliche Mission, der Kampf gegen die
dunklen Mächte, hier in Gestalt von Jake Thorn, durch die Liebesgeschichte, die
wirklich klischeehaft und stellenweise kitschig daherkommt, etwas ins Abseits
getrieben wird.
Ich
habe aber die Hoffnung, dass sich dies in den Folgebänden wieder verschieben
wird. Es würde der Geschichte jedenfalls gut tun.
Der
Schreibstil von Alexandra Adornetto ist sehr leicht, die Seiten ließen sich
angenehm flüssig lesen.
Sie
beschreibt die Umgebung und die Personen selber recht bildhaft und detailreich,
so dass man sich alles gut vorstellen kann.
Leider
endet „Halo“ mit einem Cliffhanger, der mir die Wartezeit bis „Hades“ im
November 2012 doch recht schwer macht.
Zum
Schluss möchte ich noch ein paar Worte zum Cover und der Gesamtgestaltung
sagen.
Das
Cover ist einfach wundervoll. Es passt sehr gut zum Geschehen.
Unter
dem Schutzumschlag kommen Ranken zum Vorschein, die im Buch selber auch
aufgegriffen werden, z.B. bei den Kapitelanfängen. Somit entsteht ein stimmiges
Ganzes.
Fazit:
In
„Halo“ von Alexandra Adornetto kommt jeder Engelsfan auf seine Kosten. Die
Personen sind charmant, intelligent und liebenswürdig.
Wenn
man gleichzeitig noch in eine süße Liebesgeschichte eintauchen möchte, ist man
bei diesem Buch genau richtig.
Ich
habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und „Hades“ werde ich auf jeden Fall
auch lesen, immerhin möchte ich wissen wie es weitergeht.

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Reiheninfo:
„ Halo“ 01.
März 2012
„ Hades“
November 2012
„ Heaven“
März 2013 

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Fünf“ von Ursula Poznanski


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Wunderlich
(16. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3805250312

ISBN-13:
978-3805250313Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf
ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet
ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel,
dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In
einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per
GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin
Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen,
wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den
Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer
Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird …
Meine Meinung:
Mitten im Salzburger Land, auf einer Kuhweide, wird eine
Frauenleiche gefunden. Offenbar ist die Tote von einem Felsen gestürzt.
Beatrice Kaspary, Mutter zweier Kinder, und Florin
Wenninger, beide LKA-Beamte, werden zu diesem Fall gerufen. Was auffällig ist,
auf den Fußsohlen der Toten sind Zahlen eintätowiert, anscheinend Koordinaten.
Es beginnt ein perfides Spiel, wo ein Serienmörder das
Ermittlerduo anhand von Rätseln in Form von Koordinaten dirigiert. An jedem
neuen Ort finden die beiden immer wieder amputierte Körperteile von Opfern und
jedes Mal gibt es neue Hinweise.
Als die Ermittlungen ins Stocken geraten nimmt der Täter
sogar per SMS Kontakt zur Kommissarin auf und schickt ihr verschlüsselte
Botschaften, welche auf ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit
anspielen.
Ist die Beamtin nun selber das Ziel und welche Verbindung
gibt es zwischen den Toten?
Es scheint aussichtslos, denn egal wie schnell das Duo
die Rätsel löst, der Täter scheint immer einen Schritt voraus…
Mit „Fünf“ hat Ursula Poznanski ihren ersten Roman im
Erwachsenenbereich veröffentlicht.
Und es ist wirklich ein Thriller, der Spannung
verspricht. Angesiedelt ist die Handlung in der Geocacher-Szene. Wer damit
nicht anfangen kann, so wie ich vor diesem Buch, der braucht sich jedoch keine
Sorgen machen. Frau Poznanski hat auch an uns unwissende Leser gedacht und
führt immer wieder Erläuterungen zum Thema Geocaching an.
Das Buch selber startet recht rasant, man wird regelrecht
ins Geschehen hineingezogen. Leider gibt es des Öfteren einen Spannungsabfall,
was ich ein wenig schade finde.
Die Charaktere Beatrice und Florin sind beide sehr
sympathisch und kommen glaubhaft rüber. Vor allem aber ist es Beatrice, die
selber mit in den Fall gezogen wird, zu der man als Leser, vor allem als
weiblicher, eine Bindung aufbaut. Bei ihr kommen zur Ermittlerarbeit noch
private Probleme hinzu.
Sowohl sie als auch Florin werden durch eben diese
Einblicke ins Privatleben menschlicher.
Im Laufe des Buches versucht Frau Poznanski den Leser
immer wieder auf die falsche Fährte zu führen. Man tappt ähnlich wie die
Ermittler relativ lange im Dunkeln.
Die Lösung des Rätsels am Ende ist durchaus gelungen, für
mich kam sie unerwartet. Es bleiben dennoch keine Fragen offen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Es gibt so gut
wie keine Perspektivenwechsel. Nur ab und an werden Einblicke auf die Taten des
Mörders eingeschoben.
Fazit:
„Fünf“ ist alles in allem ein gelungener Thriller, bei
dem durchaus auch Krimifans auf ihre Kosten kommen.
Das Geschehen ist nicht zu abartig und wird nicht zu
detailliert beschrieben.
Auf jeden Fall lesenswert.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten“ von Laini Taylor


Gebundene Ausgabe: 491 Seiten

Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (23. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3841421369

ISBN-13: 978-3841421364Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle
deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu
alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die
Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch
dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem
Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert.
Meine Meinung:
Karou, 17 Jahre alt, azurblaue Haare und Tattoos an den
Händen, geht in Prag zur Kunstakademie.
Sie begeistert ihre Mitstudenten mit Zeichnungen von fantastischen
Wesen aus einer mystischen anderen Welt. Diese beinhalten für andere viel
Fantasie, doch für Karou sind sie Wirklichkeit.
Sie hat eine Pflegefamilie, bestehend aus sogenannten Chi
mären, Wesen halb Mensch, halb Tier. Sie leben „Anderswo“ und so „reist“ Karou
täglich zwischen den Welten hin und her. Sie erledigt neben ihrem Studium für
ihren Ziehvater Brimstone, ein magischer Wunschhändler, Botengänge und
beschafft ihm Zähne, die er gegen Wünsche eintauscht.
Bevor sie in ihre eigenen vier Wände gezogen ist wohnte
Karou im Wunschladen, wo es mehrere Türen gibt, von denen Karou jedoch nicht
weiß wohin sie führen. Sie kennt nur das Portal, von wo aus sie die Botengänge
erledigt.
Eines Tage trifft sie auf ein ihr fremdes Wesen, Akiva,
ein Seraphim. Er will sie töten, doch gleichzeitig ist zwischen beiden eine
Anziehungskraft vorhanden. Es entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die
allerdings unter keinem guten Stern steht. Den die Portale weltweit gehen in Flammenauf
und Karou sieht sich plötzlich einem ihr übermächtigen Gegner gegenüber …
„Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten“ ist ein
wirklich einzigartiges Buch.
Die Handlung ist spannend und temporeich, man ist als
Leser von der ersten Seite an gefangen in einer sagenhaften fantastischen Welt.
Die Protagonistin Karou lernt der Leser als eine selbstbewusste
junge Frau kennen, die genau weiß was sie will. Sie nimmt kein Blatt vor den
Mund, ist stark und intelligent.
Doch tief in ihrem Inneren spürt Karou auch eine Leere,
denn sie weiß nicht wirklich wo sie herkommt und wer sie wirklich ist.
Akiva, der männliche Protagonist, war mir am Anfang eher unsympathisch
aber im Verlauf der Handlung gewinnt er an Charaktertiefe, wird lockerer und
sympathischer.
Zwischen ihm und Karou entwickelt sich eine Liebe, die
tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Er ist es auch, der Karou dabei hilft
herauszufinden wer sie ist und wo sie herkommt.
Die Nebencharaktere, da vor allem Karous Ziehvater Brimstone
und ihre beste Freundin Zuzana, sind alle samt sehr liebevoll ausgearbeitet und
interessant. Niemand wirkt fehl am Platze oder unglaubwürdig, jeder hat seinen
Platz in der Handlung.
Auch die Liaison zwischen Karou und Akiva wirkt nicht
kitschig. Sie ist wie ein kleine Pflanze, die stetig wächst. Man glaubt sie der
Autorin aufs Wort.
Der Schreibstil von Laini Taylor ist sehr angenehm und
flüssig. Teilweise ist er sogar richtig gehend poetisch. Sie scheibt sehr
bildhaft, man hat als Leser das Gefühl, man ist direkt am Schauplatz der
Handlung und sieht die Charaktere vor sich.
Am Ende des Buches bleibt der Leser zwar mit ein paar
offenen Fragen zurück, obwohl es keinen Cliffhanger und ich hoffe die
Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten.
Fazit:
In „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten
begibt sich der Leser auf eine aufregende und spannende Reise durch eine
Fantasiewelt.
Man wird ins Buch eingezogen und erst am Ende taucht man
wieder im Hier und Jetzt auf. Es stimmt einfach alles, von der Handlung bis zu
den Charakteren.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
Diese Rezension wurde auch hier und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Flammenmond“ von Rebekka Pax

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282490
ISBN-13: 978-3548282497

In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, bricht Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel – sogar seine große Liebe…
(Quelle: amazon)

Da ich ein paar Tage zuvor bereits den ersten Teil dieser Vampirreihe von Rebekka Pax gelesen habe, konnte ich es kaum erwarten wieder in diese Vampirwelt zu tauchen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Ich halte es aber nicht für unbedingt notwendig das man den ersten Teil gelesen haben muss, denn Frau Pax schildert die Vampirhierachie in „Flammenmond“ sehr deutlich. Es gibt auch immer wieder kleine Rückblenden, die es dem Leser erleichtern in der Handlung Fuß zu fassen.
Wieder dreht sich alles um Julius und Amber, es kommen aber noch weitere, sehr gut ausgearbeitete Charaktere hinzu.
Julius ist in diesem Teil der Part, der überlegen und erfahren handelt. Mittlerweile ist er auch ein Vampirmeister und er wächst weiter an seinen Aufgaben.
Amber hingegen wirkt diesmal ein wenig leichtsinnig. Sie setzt den Erfolg der Befreiung von Brandon öfter auf Spiel.
Der „Bösewicht“ diesmal heißt Nathaniel Coe. Er ist Brandons ehemaliger Meister. Seine Foltermethoden werden sehr genau und brutal beschrieben und sind meiner Meinung nach nichts für schwache Nerven.

Auch in „Flammenmond“ hat Frau Pax wieder ein Extra eingebaut. Es handelt sich um einen Edelstein, den Turmalin, welcher die Verbindung zwischen Meister und Jungvampir kappen kann. Diesen nutzt vor allem Coe.

Der Schreistil von Rebekka Pax ist wieder sehr flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen.
Die Perspektiven wechseln wieder zwischen der Ich-Perspektive von Julius und der Er-Perspektive der anderen Charaktere. Somit wird dem Buch und den Handelnden Lebendigkeit vermittelt.
Die Handlung ist von Anfang an spannend und fesselt den Leser bis zum Schluss. Obwohl es fast nur um die Befreiung Brandons geht kommt keine Langeweile auf.

„Flammenmond“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Septemberblut“, kann aber auch eigenständig als Roman bestehen.
Die Handlung ist zwar brutaler als im ersten Teil aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Alles in Allem ein sehr gutes Buch.

 

Gelesen: „Welt aus Staub“ von Stephan R. Bellem

Broschiert: 397 Seiten
Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380009553X
ISBN-13: 978-3800095537

Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.
(Quelle: Ueberreuter Verlag)

Der dystopische Roman „Welt aus Staub“ stammt von Stephan R. Bellem.
Vor diesem Hintergrund lernt der Leser die Protagonisten kennen.
Sam ist Angestellter bei Food Corp. Er lebt im oberen Komplex der Megacity. Für ihn und seine Freunde spielt Geld nur eine untergeordnete Rolle. Sie haben ein Heim, ihnen geht es gut.
Tessa ist 17. Sie schlägt sich als Prostituierte durchs Leben. Sie wohnt im unteren Komplex der Stadt und oft weiß sie nicht ob sie den nächsten Tag noch erleben wird.
Wie Tessa lebt auch Elaine im unteren Komplex, sie ist jedoch finanziell relativ abgesichert. Sie ist eine sogenannte „Försterin“, was nichts anderes bedeutet als das sie Pflanzen schmuggelt. Es ist nicht minder gefährlich aber Elaine hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden.
Daniel, genannt Danny, ist Sams Freund. Er lebt genau wie er im oberen Komplex und ist ebenso Angestellter bei Food Corp.

Jedoch scheint er etwas entwickelt zu haben was seinem Arbeitgeber hohen Schaden zufügen könnte.
Es kommt wie es kommen muss, Danny wird seine Entdeckung zum Verhängnis und die 3 anderen Charaktere werden durch verschiedene Handlungsstränge zueinander geführt. Danny hat der Welt etwas hinterlassen, das sie ändern könnte …

Stephan R. Bellem entführt den Leser in „Welt aus Staub“ in eine sehr dunkle Welt. Diese Dunkelheit zieht sich durch das gesamte Buch, manchmal wirkt sie sogar ein wenig beklemmend.
Es werden immer wieder neu Fragen aufgeworfen, wodurch die Handlung durchweg spannend gehalten wird. Immer wieder habe ich mich beim Miträtseln ertappt, ich wollte das Puzzle unbedingt zusammen setzen.
Die Handlungsstränge wirken gut durchdacht, jedoch war es an manchen Stellen ein wenig kompliziert.
Aufgrund der wechselnden Perspektiven hat man als Leser einen Vorsprung an Wissen gegenüber dem jeweils Handelnden jedoch nutzt dies wenig, denn der Autor verschleiert die Lösung immer wieder gekonnt. Es ist nichts vorhersehbar und erst am Ende passen die einzelnen Teile zusammen.

Der sprachliche Stil des Autors ist strukturiert und geradlinig. Er beschreibt die Umgebung sehr bildhaft, manchmal ist es jedoch zu viel des Guten, wie ich finde.
Die Charaktere sind alle samt liebevoll ausgearbeitet und wirken glaubhaft.


Mit „Welt aus Staub“ hat Stephan R. Bellem eine Dystopie geschaffen, die sich aus der derzeitigen Masse abhebt. Die Welt in die er uns entführt ist grausam, es wird nicht beschönigt.
Allerdings würde ich auf Grund dessen das Buch nicht unbedingt einem Jugendlichen empfehlen. Ich finde es ist eher etwas für Erwachsene. Mir hat es sehr gefallen das Buch zu lesen, allerdings hoffe ich, dass diese Zukunftswelt niemals so eintreten wird.

 

Gelesen: „Septemberblut“ von Rebekka Pax

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (7. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282482
ISBN-13: 978-3548282480

Los Angeles: Nach dem Tod ihres Bruders gelangt die schöne Amber in Besitz eines magischen Messers. Sie weiß nicht, dass es in ihrer Hand zu einer tödlichen Gefahr für Vampire wird. Völlig ahnungslos gerät sie zwischen die Fronten eines erbitterten Kampfes zweier Vampir- Clans. Und sie verliebt sich unsterblich in Julius Lawhead, der selbst auf der Suche nach dem magischen Messer ist.
(Quelle: amazon)

In „Septemberblut“ von Rebekka Pax geht es um den Vampir Julius Lawhead, er ist etwa 200 Jahre alt, der von seinem Meister die Aufgabe erhalten hat ein magisches Messer zu finden und dessen Besitzer zu seinem Diener zu machen.
Das Messer befindet sind im Besitz von Amber, die es nach dem Tod ihres Bruders Frederik übernommen hat. Dieses Messer ist eine tödliche Gefahr für alle Vampire und wenn es dem Meistervampir Gordon in die Hände fällt wird es gefährlich. Das können Julius und sein Meister Curtis jedoch nicht zulassen.
Auf Frederiks Beerdigung lernt Amber Julius kennen und es beginnt eine Liebesgeschichte zwischen den beiden. Julius macht Amber zu seiner Dienerin. Währenddessen bricht zwischen den Vampirclans eine gefährliche Unruhe aus und Julius und Amber geraten zwischen die Fronten.

In „Septemberblut“ wird der Leser ohne große Umschweife direkt ins Geschehen katapultiert. Am Anfang scheint die Handlung noch nichts Besonderes zu sein, doch schon nach ein paar Seiten ändert sich dies.
Es geht nicht nur um eine Liebesgeschichte, nein das Buch wird blutiger und actionreicher.
Im Verlauf der Handlung bietet Frau Pax immer mehr Details über Vampire auf, über ihre Erschaffung, ihre Ernährungsweise und wie sie miteinander kommunizieren. Es handelt sich hier nämlich um die klassische Art von Vampiren.

Julius, aus dessen Sichtweise das Buch erzählt wird, lernt der Leser als einen recht menschlichen Vampir kennen. Er hat Ecken und Kanten, steckt voller Widersprüche, begeht Fehler und ihn quälen außer seiner panischen Angst vor Sonne normale Dinge. Ein Thema ist dabei die Liebe.
Ambers Erzählpassagen, die sich mit denen von Julius abwechseln, werden in der 3. Person wiedergegeben. Somit wird bei ihr, anders als bei Julius, eine gewisse Distanz zum Geschehen bewahrt.
Amber selber kommt als charakterstarke Person rüber. Sie setzt ihren Kopf ein und wenn Julius nicht immer seine vampirtypische Maggie nutzen würde, ich denke dann würde es richtig krachen zwischen den beiden.
Die Liebe zwischen den beiden beginnt recht schnell und manchmal hatte ich die Frage im Kopf, ob es wirkliche Gefühle sind, die die beiden verbinden oder nur die 5 Siegel. Da erhoffe ich mir vom zweiten Teil ein wenig mehr Klarheit.

Die Nebencharaktere stehen den beiden Protagonisten in nichts nach, nur wenn sie nichts zur Handlung beitragen, bleiben sie ein wenig blasse.

Der Schreibstil von Rebekka Pax ist einfach aber dennoch gut strukturiert. Das Buch lässt sich flüssig lesen.
Es gibt viele blutige Kämpfe und die Handlung bleibt stets spannend und interessant. Ab und an gibt es Wendungen mit denen der Leser so gar nicht rechnet und im letzten Teil des Buches ist die komplette Gefühlswelt vertreten.


Rebekka Pax hat mit „Septemberblut“ einen Vampirroman geschaffen, der viele Klischees aufgreift.
Die Charaktere sind sympathisch und die Handlung weiß den Leser zu fesseln.
Ich bin schon sehr darauf gespannt in „Flammenmond“ ein weiteres Mal in die Welt von Julius und Amber zu tauchen.