Gelesen: “Rockoholic” von C. J. Skuse

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag GmbH (Februar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551520402
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ISBN-13: 978-3551520401
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 16 Jahre
Kurzbeschreibung:
Kreisch! Jodys Lieblingsband ist in der Stadt. Klar, dass
sie schon 14 Stunden vor Konzertbeginn da ist. Denn sie muss unbedingt ganz
vorne stehen. Es geht schließlich um Jackson, den tollsten aller Leadsänger.
Allerdings ist Jody nicht die Einzige und in dem ganzen Gedränge und Geschubse
kippt sie einfach um, knallt auf den Boden und anstatt vor der Bühne zu stehen,
wacht sie Backstage auf einer Liege auf. Schlimmer kann es nicht werden. Außer
– man entführt einen Rockstar, versteckt ihn in der Garage und versucht so zu
tun, als habe man alles im Griff.
(Quelle: Carlsen Verlag)

Meine Meinung:
Jody, 16 Jahre alt, ist ein totaler Fan der Rockband „The
Regulators“ und total in den Leadsänger Jackson verknallt.
Als die Band in ihrer Nähe auftritt ist Jody natürlich
Feuer und Flamme und steht sich stundenlang die Beine in den Bauch. Sie hat nur
ein Ziel, ihrem Schwarm so nah wie möglich zu kommen.
Doch es kommt alles ganz anders, bereits nach 3 Songs
kippt Jody um und wird in den Backstagebereich gebracht. Nach dem Konzert
taucht dann plötzlich Jackson im Krankenbereich auf und Jody sieht sich am Ziel
ihrer Träume.
Allerdings kommt es zu keinem Gespräch, sondern die ganze
Sache schlägt einen ganz anderen Weg ein. Ehe sich Jody versieht hat sie
Jackson entführt und Mac, ihr bester Freund ist quasi ihr Komplize. Der ist
allerdings mehr als schockiert und auch Jody fängt an zu zweifeln ob das
wirklich eine so gut Idee war …
Der Jugendroman „Rockoholic“ stammt aus der Feder der
Autorin C. J. Skuse. Bereits 2012 ist ein Buch von ihr im Chickenhouse Verlag
erschienen. Dieser Roman hier war für mich der erste von ihr.
Die Protagonisten, hier sind 3 an der Zahl, sind alle
samt wirklich super gelungen.
Jody ist 16 Jahre alt und obwohl sie naiv zu sein scheint
und irgendwie abgedreht wirkt, fand ich sie richtig liebenswürdig und habe sie
gemocht. Sie ist totaler Fan von „The Regulators“ und in den Leadsänger Jackson
verknallt. Man kann sie sogar schon als Groupie bezeichnen. Jody zweifelt
ständig an sich selber und stellt sich als nicht wirklich perfekt dar.
Ihr bester Freund Marc ist immer an ihrer Seite und steht
ihr bei, egal was sie wieder angestellt hat.  Er ist eben ein Freund wie man ihn sich als
Mädchen nur wünschen kann. Marcs Leben ist aber auch nicht unbedingt leicht. Er
hat noch eine 2-jährige Schwester namens Cree, die immer um ihn herumschwirrt.
Und dann ist da noch Jackson, der Leadsänger der „The
Regulators“. Er ist der Mädchenschwarm schlechthin und auch Jody ist in ihn
verknallt. Nach außen hin scheint Jackson ein starker Typ zu sein, wenn man
aber genauer hinschaut erkennt man die Schattenseiten des Rums. Er ist
innerlich total unsicher und unglücklich.
Die 2 Protagonisten machen alle im Handlungsverlauf eine
ziemliche Entwicklung durch, die sehr gut rübergebracht wird.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, jugendlich und
recht einfach gehalten. Sie beschreibt die Umgebung, beispielsweise das
Rockkonzert, sehr bildhaft, man kann es sich alles super gut vorstellen.
Geschildert wird die Handlung aus Sicht von Jody in der
Ich-Perspektive. So ist man als Leser immer direkt dabei und erlebt alles was
Jody erlebt direkt mit.
Die Handlung selber fand ich auf der einen Seite total
überzogen und unglaubwürdig aber dennoch wirklich fesselnd. Ich wollte immer
weiter wissen wie es weitergeht und wie Jody aus der ganzen Geschichte wieder
herauskommt.
Das Ende des Buches fand ich sehr gelungen. Es passt gut
und hat mich richtig berührt.
Fazit:
„Rockoholic“ von C. J. Skuse ist ein wirklich rundum
gelungener Jugendroman.
Die authentischen Charaktere und die unterhaltsame aber
auch fesselnde Handlung wissen zu überzeugen.
Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen lieben Dank an den Chickenhouse Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. 
Diese Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Subway Sound” von Katrin Bongard

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Broschiert: 215 Seiten
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Verlag: Pink! (dtv)(1. März
2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3864300126
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ISBN-13: 978-3864300127
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Vom
Hersteller empfohlenes Alter:

13 – 16 Jahre
Dieses Buch beim
Verlag?
Kurzbeschreibung:
Livia ist neu in Berlin und findet die Stadt mehr als
aufregend. Da gibt es den alten Mann, der immer im Partnerlook mit seinem
Dackel unterwegs ist, die Punks an der U-Bahn-Station mit den schlechten Zähnen
und den noch schlechteren Sprüchen und die Mädchenclique um Johanna, für die
Livia bestenfalls Luft ist. Aber dort gibt es auch Tim, den Straßenjungen, der
anders ist als jeder Junge, den sie zuvor getroffen hat. Und der ihr die Stadt
von einer ganz anderen Seite zeigt. Katrin Bongard entwirft eine berührende
Großstadtgeschichte, die leicht und ehrlich zugleich ist.
(Quelle: Pink!)

Meine Meinung:
Livia zieht mit ihrem Vater nach Berlin. Dort fühlt sie
sich zunächst erst mal ziemlich alleine und nur allzu gerne hätte sie ihre beste
Freundin um sich. In ihrer neuen Schule findet sich dann aber recht schnell
Anschluss und freundet sich mit 3 Mädchen an. Außerdem lernt sie auf der Straße
den Straßenjungen Tim kennen. Dieser übt eine gewisse Anziehungskraft auf ihn
aus, die Livia nicht kennt und die sie doch überfordert. Trotzdem möchte sie
Tim um jeden Preis näher kennenlernen. Ihre Freundinnen und ihre Familie kommen
allerdings dahinter, was Livia wiederum peinlich ist. Sie verleugnet Tim.
Hinterher tut es ihr aber mehr als leid, sie versucht sich bei ihm zu
entschuldigen. Sind die beiden doch zu verschieden? Sind ihre Welten zu
unterschiedlich?
Livia kann aber nicht aufhören an Tim zu denken und schließt
mit ihm eine Wette ab, die ihr ganzes Leben verändert …
Das Jugendbuch „Subway Sound“ stammt von der Autorin
Katrin Bongard. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, für mich war
dies hier das erste der Autorin.
Die Protagonistin Livia ist 14 Jahre alt, wirkt aber
wesentlich reifer und selbstständiger. Sie bewegt sich in der Großstadt Berlin
ganz selbstverständlich und hat keinerlei Angst. Ihr Vater arbeitet mehr als
das er zu Hause ist. Auf der Straße lernt Livia den Straßenjungen Tim kennen
und ist sogleich fasziniert von ihm. Sie lässt sich auf eine Wette ein und
lernt so Berlin von einer komplett anderen Seite kennen.
Tim ist ein Straßenjunge. Er ist skeptisch gegenüber
anderen, auch Livia gegenüber und lässt sich nur ganz zögerlich auf sie ein.
Seine Geschichte bleibt leider ziemlich im Dunklen, was ich sehr schade finde.
Gerne hätte ich mehr über sein früheres Leben erfahren und seine Beweggründe
warum er auf der Straße lebt.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere
Charaktere, die angesprochen werden, wie beispielsweise die 3 Mädchen aus
Livias neuer Schule. Aber sie bleiben eher im Hintergrund, was ich auch sehr
gut fand, denn die Handlung dreht sich nun mal hauptsächlich um Livia und Tim.
Der Schreibstil der Autorin ist direkt und flüssig. Das
Buch liest sich wirklich weg ohne, dass man es merkt. Besonders gelungen sind
die unterschiedlichen Schriftarten, die besondere Dinge nochmal anders in den
Mittelpunkt setzen.
Geschildert wird die Geschichte aus Sicht von Livia in
der Ich-Perspektive.
Die Handlung selber zieht einen als Leser von Beginn an
in seinen Bann. Es geht um Themen wie das Erwachsenwerden oder auch um typische
Teenager Probleme. Alles wirkt sehr gut recherchiert und wird gut rüber
gebracht.
Eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Diese
ist hier wirklich sehr zart und berührt das Herz.
Das Ende des Buches ist richtig schön und glaubwürdig, es
passt einfach total zur Geschichte von Livia und Tim.
Fazit:
„Subway Sound“ von Katrin Bongard ist ein Jugendbuch mit
sehr viel Tiefgang.
Die authentischen Charaktere wachsen dem Leser ans Herz
und die angesprochenen Themen regen zum Nachdenken an.
Ganz klar eine Leseempfehlung!
Mein Dank geht an den Verlag und die Autorin für das bereitgestellte Buch und die Leserunde auf lovelybooks.
Diese Rezension ist auch noch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
 

Gelesen: „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ von Mara Andeck

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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
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Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (11. März 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3414823500
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ISBN-13: 978-3414823502
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
Kurzbeschreibung:
»Wissenschaftliche
Erkenntnis des Tages: Von den Gladiatorfröschen kann man viel lernen. Auf der
Suche nach dem Frosch fürs Leben hüpft die Fröschin von Männchen zu Männchen
und haut jedem so richtig eine rein. Wer umfällt, ist raus aus dem Spiel. Am
Schluss nimmt sie den, der übrig bleibt, denn der kann am besten wegstecken.
Hmmm, gefällt mir irgendwie. Verstößt aber vermutlich gegen die Schulordnung
…«
Lilia hat es satt!
Die Jungs in ihrer Klasse nehmen sie überhaupt nicht wahr. Das muss sich
ändern, beschließt sie an ihrem 16. Geburtstag. »Das Balzverhalten im
Tierreich« – so lautet das Thema ihres Bio-Referats. Und weil der Mensch auch
nur ein haarloses Tier ist, wendet Lilia ihr neues Wissen einfach auf die
Gattung Homo sapiens an. Was folgt, ist ein wahres Liebeschaos…
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:
Lilias 16. Geburtstag ist da. Eigentlich hatte sie auf
eine Überraschungsparty ihrer Freunde gehofft. Doch stattdessen sitzen die im
Kino während Lilia alleine in ihrem Zimmer ist und Tagebuch schreibt. Doch das
schlimmste ist, Lilia ist noch ungeküsst!
Das muss sich ganz schnell ändern. Da passt es doch gut, dass
sie in Biologie ein Referat halten soll, zu einem Wunschthema. Lilia sucht sich
das Thema Männer, Balzverhalten und Fortpflanzung im Tierreich aus. Doch kann
man die Verhaltensweisen der Tiere auf den Menschen übertragen?
Lilia will es wissen und startet ein Experiment. Ob das
wirklich gut geht?
Der Roman „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ stammt
aus der Feder der Autorin Mara Andeck. Er bildet zudem den Auftakt zur
Jugendbuch Trilogie „Lilias Tagebuch“.
Das Cover des Buches finde ich sehr gut gelungen. Es
zieht die Aufmerksamkeit auf sich und im Inneren findet man eine Tagebuchform.
Die Protagonistin Lilia ist nun 16 Jahre alt und war mir
richtig sympathisch. Sie ist ein ganz normales Mädchen, die Eltern sind
berufstätig und sie hat einen großen Bruder Florian und eine kleine Schwester
Rosalie. In der Schule ist Lilia ganz gut und in der Klasse wird sie
akzeptiert. Lilia ist in ihren Mitschüler Jakob verliebt, wovon bisher nur ihr
bester Freund Tom etwas weiß.
Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr authentisch
und gut dargestellt. Egal ob man jetzt Lilias Bruder Florian, der wirklich
herzensgut ist, oder ihren besten Kumpel Tom nimmt, der ein kleines aber feines
Geheimnis mit sich rumträgt, nimmt, jeder hat seinen Platz in der Handlung und
gehört einfach dazu.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach grandios. Das
Buch liest sich flüssig und ist richtig amüsant. Selten habe ich so gelacht wie
hier.
Da das Buch in Tagebuchform geschrieben ist erzählt Lilia
dem Leser ihre Geschichte. Dabei bekommt man als Leser einen wirklich
wunderbaren Einblick in das Leben einer 16-jährigen. Ihre Gedanken und Gefühle
werden richtig gut rüber gebracht.
Ab und zu gibt es immer wieder Einschübe von E-Mails, die
Tom an seinen besten Freund Felix schreibt. So erfährt man als Leser etwas, das
Lilia bisher noch nicht weiß. Dies bringt Spannung ins Geschehen, denn man
möchte nun wissen ob Tom es Lilia sagen wird.
Das Ende des Buches ist ziemlich offen. Es endet recht
abrupt und man muss sich als Leser nun gedulden bis zum Herbst 2013, denn da
soll der zweite Teil erscheinen.
Fazit:
„Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“ von Mara Andeck
ist ein rundum gelungener Auftakt der Trilogie um „Lilias Tagebuch“.
Die Protagonistin ist authentisch und sympathisch und der
Schreibstil der Autorin einfach erfrischend anders.
Einfach empfehlenswert!
Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Bastei Lübbe Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “BETA” von Rachel Cohn

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Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
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Verlag: cbt (25. Februar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570161641
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ISBN-13: 978-3570161647
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
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Originaltitel: ANANDA Series 1: Beta
Kurzbeschreibung:
Sie hat, was sie nicht haben soll: Gefühle…
Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie
lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr
einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass
nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen
gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten
Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich
und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und
der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten,
doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem
geheimnisvollen Tahir…
(Quelle: cbt Verlag)

Meine Meinung:
Auf der Südseeinsel Demesne werden Klone hergestellt.
Diese sollen dann den wenigen richtigen Menschen, den Schönen und Superreichen,
dienen oder sie werden von ihnen als Unterhalten eingestellt. Der Vorteil an
Klonen, sie sind perfekt, schön und absolut gehorsam.
Elysia ist einer dieser Klons. Doch sie ist etwas
besonderes, sie ist eine Beta, ein Prototyp eines Teenager-Klons. Elysia wird
von einer sehr reichen Dame gekauft, als Tochterersatz.
Anfangs funktioniert Elysia auch wirklich sehr gut, dann
aber hat sie immer wieder Gedankenblitze ihrer First und entwickelt etwas, das
sie nicht haben darf, Gefühle. Doch Klone haben keine Gefühle, sie sind ein
seelenloses Wesen. Daher behält Elysia ihre Entdeckungen für sich, sind sie
doch ein Defekt und führen zur Abschaltung.
Elysia fügt sich weiter bis sie immer mehr unglaubliche
Dinge zu hören bekommt und schließlich handeln muss …
Die Dystopie „BETA“ stammt aus der Feder der Autorin
Rachel Cohn.
In ihrem Buch greift die Autorin ein recht aktuelles
Thema auf, das wohl jeden schon mal beschäftigt hat, das Klonen. Dadurch hebt
sich dieses Dystopie auch von der breiten Masse in diesem Genre ab, denn es ist
etwas worüber noch nicht so viel geschrieben wurde.
Die weibliche Protagonistin Elysia ist ein 16-jähriger
Klon. Sie ist der Prototyp, eine sogenannte Beta, einer neuartigen
Teenager-Klons. Elysia wurde erschaffen und nicht geboren. Wie es für Klone
üblich ist sollte Elysia keinerlei Gefühle und Emotionen haben, doch sie ist
anders, denn nach und nach entwickelt sie genau dies. Aus Angst defekt zu sein
und abgeschaltet zu werden verschweigt Elysia ihre neuen Empfindungen und fügt
sich ihren Aufgaben. Im Handlungsverlauf macht die anfangs noch recht unsichere
Elysia eine große Wandlung durch.
Die Nebencharaktere des Buches bleiben eher recht blass
und unscheinbar.
Einer, der aber erwähnt werden sollte und von dem man als
Leser bereits vor seinem Erscheinen viel liest ist Tahir. Über ihn kann man
sich ein recht gutes Bild machen. Elysia scheint ihm ja ziemlich verfallen zu
sein.
Die Inselbewohner von Demesne waren mir nicht sonderlich
sympathisch. Sie alle wirken gefühlslos und langweilig und das obwohl sie
Menschen sind und Emotionen haben.
Natürlich ist in „Beat“ auch eine Liebesgeschichte mit
eingeflochten. Diese verläuft aber eher im Hintergrund und ist nicht
vorhersehbar. Sie entwickelt sich anders als gedacht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach
lesbar. Sie macht dem Leser den Einstieg dadurch recht leicht.
Geschildert wird die Geschichte aus Sicht von Elysia in der
Ich-Perspektive. So ist man als Leser jeweils immer dabei.
Die Handlung beginnt sehr ruhig, es wird viel über das „Paradies“
Demesne erzählt und die Insel wird beschrieben. Nach und nach steigert sich die
Spannung dann immer mehr und am Ende überschlagen sich die Ereignisse und es
gibt jede Menge unerwartete Wendungen.
Das Ende des Buches ist ein Cliffhanger, der sehr
neugierig auf den zweiten Band macht. Wann dieser erscheint ist aber wohl noch
unklar.
Fazit:
„BETA“ von Rachel Cohn ist ein sehr interessanter Auftakt
der Reihe.
Das aufgegriffene Thema, die sympathische Protagonistin
und die nach anfänglich ruhigen Tönen spannende Handlung bieten viel Potential
für die weiteren Bände.
Mein Dank geht an den cbt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: “Zurück nach Hollyhill” von Alexandra Pilz

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Heyne Verlag (25. Februar
2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453534263
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ISBN-13: 978-3453534261
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Kurzbeschreibung:
Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält
sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in
geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat
war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und
vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines
Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat.
Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch
schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig
zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das
einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar
alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge,
in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich
bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein
Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981
wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr
geringstes Problem …
(Quelle: Heyne Verlag)

Meine Meinung:
Die 17-jährige Emily wohnt bei ihrer Großmutter. Schon
früh hat sie ihre Eltern bei einem Autounfall verloren. 
Am Tag ihres Abiturs bekommt Emily von ihrer Großmutter
einen Brief, den ihre Mutter geschrieben hat. Darin steht das Emily sich ins
Dorf ihrer Mutter, nach Hollyhill, begeben soll. Dieses Dorf liegt im
englischen Dartmoor, ist aber in keiner Karte verzeichnet. Emily ist neugierig
und auch wenn ihre Großmutter es nicht so gerne sieht, sie macht sich auf nach
England. Im Dartmoor trifft sie auf Matt, der nicht nur von Hollyhill weiß,
sondern sie auch noch hinbringt. Im Dorf verhalten sich die Bewohner zuerst
sehr eigenartig, dann aber nehmen sie Emily in ihrer Mitte auf. Einzig Matt
macht keinen Hehl daraus, dass er Emily nicht in Hollyhill haben möchte.
Als dann ein Mörder in Hollyhill auftaucht, der Emily
entführt und sie sich kurz darauf mit Matt in der Vergangenheit wiederfindet
beginnt ein aufregendes Abenteuer …
Der Jugendroman „Zurück nach Hollyhill“ ist das Debütwerk
der deutschen Autorin Alexandra Pilz. Das Buch hat ein Cover welches
Aufmerksamkeit erweckt und auch wenn das Thema des Buches nicht unbedingt neu
ist so erlebt der Leser dennoch etwas Neuartiges.
Die Protagonistin Emily war mir sympathisch. Schon sehr
früh hat sie ihre Eltern verloren und lebt nun bei ihrer Großmutter. Sie ist
ziemlich dickköpfig und weiß genau was sie will. Sie will das Heimatdorf ihrer
Mutter kennenlernen. Emily ist schlau, sie hat Abitur. Der frühe Unfalltod
ihrer Eltern nagt auch nach der langen Zeit immer noch an ihr.
Matt ist ein Bewohner Hollyhills. Zuerst ist er Emily
gegenüber freundlich gestimmt, doch dann distanziert er sich immer weiter von
ihr und möchte sie nicht mehr im Dorf haben. Als er dann mit ihr zusammen in
die Vergangenheit reist müssen die beiden zusammenarbeiten und Matt beginnt
langsam aber sicher Emily zu mögen.
Die Nebencharaktere des Romans bleiben leider hinter den
beiden Protagonisten zurück und sind recht blass. Der Einzige, der immer wieder
auftaucht und den der Leser etwas genauer kennenlernt ist Joe, der Friseur aus
Hollyhill.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut lesbar und
macht Spaß. Die Beschreibungen der Orte sind gut gelungen, man kann sich
beispielsweise das Dorf sehr gut vorstellen.
Geschildert wird die Geschichte aus Sicht von Emily,
wobei die Autorin hier den personalen Erzähler verwendet hat. Man hat also als
Leser immer eine gewisse Distanz zum eigentlichen Geschehen.
Der Roman beginnt eher ruhig aber nach etwa 100 Seiten
steigt die Spannung an und das eigentliche Abenteuer beginnt.
Das Ende des Buches ist an und für sich abgeschlossen.
Allerdings kam es doch recht schnell und es stellte mich nicht wirklich
zufrieden, denn ich habe noch immer offene Fragen im Kopf. Potential für eine
mögliche Fortsetzung ist in jedem Fall vorhanden.
Fazit:
„Zurück nach Hollyhill“ von Alexandra Pilz ist ein sehr
gutes Debüt der Autorin.
Die Mischung aus einer spannenden Handlung und einer
Liebesgeschichte weiß durchaus zu unterhalten.
Ideal für schöne Lesestunden zwischendurch.
Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Im Gespräch mit …

Meine lieben Leser,
heute ist es mal wieder Zeit 
für ein Autoreninterview.

Dieses Mal heißt es
Im Gespräch mit …
Claudia Donno
der Autorin von
Hallo
Claudia,

willkommen
auf Manjas Buchregal!
Es
freut mich, dass ich dich hier auf meinem Blog begrüßen darf und du mir ein
paar Fragen beantwortest.
Copyright Claudia Donno
Für alle, die dich noch nicht kennen,
würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?
Ich
bin 1967 in der Schweiz geboren, bin verheiratet und habe zwei fast erwachsene
Söhne.  Nach der Ausbildung habe ich im
kaufmännischen Bereich gearbeitet, bis mein erster Sohn auf die Welt kam.
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was war
das erste was du geschrieben hast?
Seit
ich Lesen kann habe ich vor den Ferien, die halbe Schulbibliothek ausgeräumt,
damit mir keinesfalls der Lesestoff ausging.
Viele
Bücher haben mir sehr gefallen, andere hätte ich schon damals anders
geschrieben, wäre ich eine Autorin.
Der
entscheidende Moment war während eines Spanienurlaubs, als ich mit meinem Vater
der Küste entlang spazierte und wir über Gott und die Welt diskutierten.
Wir
kamen auf Zukunftsträume zu sprechen. Der absolute Traum war für mich damals,
in Zukunft ein Haus am Meer zu besitzen, in die weite Welt zu schauen und zu
Schreiben.
Den
ersten Roman begann ich eine Stunde, nachdem mein jüngerer Sohn das erste Mal
den Kindergarten besuchte.
Es
war eine Geschichte für Jugendliche, die von Wikingern und Zeitreisen handelte.
Diese liegt bis heute in der Schublade, da ich mich damals noch nicht getraute
meinen Text einem Verlag anzubieten.
„Kikki Krümel und der fliegende
Hexenkessel“ ist ja ein Kinderbuch. Wie ist es für dich für Kinder zu
schreiben?
Ich
liebe es. Da kann ich meine Fantasien ausleben, da ist alles möglich. Es wird
nicht bis ins Detail hinterfragt, ob es nun möglich ist, was die Protagonisten
erleben oder nicht. In Kinderbüchern gibt es Hexen, Drachen, Feen, Monster,
Zauberer und vieles mehr. Ich mag diese Vielfalt.
Vor
allem aber, kann ich mir nichts schöneres vorstellen, als fröhliche
Kindergesichter, die vielleicht damit zusammen hängen, dass sie eines meiner
Bücher lesen.
Hast du ein Lieblingsgenre? In welchen
Genre findet man dich als Autorin?
Ein
Lieblingsgenre habe ich eigentlich nicht. Ich habe Kurzgeschichten in den
Bereichen; Kinder, Fantasy, Krimi, Horror und Satire veröffentlicht. Wobei mir
schon eher das Fantastische liegt – für Kinder – Jugendliche oder Erwachsene.
Da wird meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Hast du besondere Rituale beim Schreiben
(z.B. Musik hören oder ähnliches)?
Eindeutig.
Ich brauche Ruhe zum Schreiben.
Das
heisst, ich schreibe erst, wenn meine Söhne und mein Mann das Haus verlassen
haben und ich schon eingekauft habe. Meistens ist das zwischen 10 und 12 Uhr
Vormittags. Ohne Musik oder andere Ablenkungen. Aber eine Tasse Kaffe und viel
Wasser dürfen niemals fehlen.
Was glaubst du fasziniert die Leser an
deinen Büchern?
Da
kann ich mich nur auf die Rückmeldungen meiner Leser stützten.
Bei
Kikki Krümel wurde oftmals von den Testlesern der Humor und die komischen
Situationen erwähnt.
Bei
anderen Geschichten waren es die düstere Atmosphäre oder der unerwartete
Ausgang der Geschichten.
Wenn du unterwegs bist und dir fällt etwas
ein, das du unbedingt mit in dein Buch nehmen musst, was tust du? Hast du immer
etwas dabei für solche Notfälle?
Nein.
So etwas besitze ich nicht.
Wenn
mich eine Idee packt, dann lässt sie mich auch nicht wieder los. Es ist eher
so, dass sie sich in meinem Kopf weiter und weiter entwickelt, ob ich will oder
nicht. Ich habe dann einen Film im Kopf, den ich beim Schreiben beliebig vor
oder zurückspulen kann.
Wie wichtig ist für dich der Erfolg? Hast
große Erwartungen an deine Bücher?
Erfolg
wäre für mich, wenn die Leser meine Bücher so gut mögen, dass sie weitere
Geschichten von mir lesen wollen.
Fließen in deine Figuren auch persönliche
Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen, Eigenschaften ect. oder von
Bekannten/Verwandten?
Das
ist bisher erst einmal vorgekommen.
Normalerweise
sind meine Protas ganz eigene Persönlichkeiten, die genügend zu bieten haben 
so, dass ich keine Vorlage im Realen brauche. Manchmal sind sie auch sehr
eigenwillig.
Wie sehr bleiben deine Charaktere an dem
von dir ursprünglich erdachten Ablauf der Geschichte? Entwickeln alle ein
Eigenleben, oder lassen sich manche auch genau so steuern, wie du es dir
ursprünglich dachtest?
Meine
Charakter halten sich praktisch nie an den ursprünglichen Ablauf der Geschichte.
Wie oben erwähnt, sind sie manchmal sehr eigenwillig und haben ganz andere
Pläne, als ich.
Zum
Glück, so wurde ich schon oft auf Fährten geführt, die ich alleine niemals
gefunden hätte.
Hattest du schon mal eine Schreibblockade?
Wenn ja, wie hast du sie überwunden?
Die
hatte ich tatsächlich. Nachdem ich die vier Bücher, die schon seit langem in
meinem Kopf herumspukten zu Papier gebracht hatte.
Als
sie geschrieben waren, war der Druck weg. Da kehrte Ruhe in mir ein. Nichts
drängte mich dazu weiter zu Schreiben. Das dauerte etwa 1 Jahr. Bis ich dann
eines Tages wieder vom Schreibvirus gepackt wurde.
Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben
aus?
Ganz
normal. Früh aufstehen, die Jungs wecken, den Haushalt meistern. Danach kommt
das Schreiben. Am Nachmittag 5 – 10 Kilometer Spazieren gehen, zu Hause weiter
Schreiben, Abendessen machen.
Was machst du neben dem Schreiben? Wie
entspannst du dich?
Das
ist bei mir das Spazieren gehen. Raus an die frische Luft, den Kopf
durchlüften. Und ganz wichtig, in die Ferne sehen. Denn als Autorin mit
stetigem Blick auf den PC ist das dringend nötig. Ich geniesse es im Tageslicht
zu baden, die Natur wahrzunehmen, egal, bei welchem Wetter.
Was liest du selber am liebsten?
Fantastische
Jugendbücher, Historische Geschichten, Fantasy, Thriller
Kannst du schon etwas über neue
Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir
erwarten?
Ganz
sicher die Fortsetzung von Kikki Krümel. Ich schreibe gerade am 2. Band und
freue mich, in ein neues Abenteuer der Waldhexe eintauchen zu können.
Dann
gibt es noch einen Urban-Fantasy-Roman für Jugendliche, der darauf wartet,
fertig geschrieben zu werden.
Wenn du 3 Wünsche frei hättet an deine
Leser/Fans, welche wären das?
Das
ist schwierig.
Dass
ich ehrliche Rückmeldungen zu meinem Buch bekomme. Denn ich weiss ja, wie die
Geschichte aussieht (Dank dem Film in meinem Kopf).
Aber
sehen meine Leser das Selbe, wie ich? Spüren sie meine Figuren?
Das
würde mich wirklich interessieren.
Vielen
Dank, besonders auch im Namen meiner Leser, dass du dir die Zeit genommen hast
und uns ein wenig mehr über dich verraten hast.