Gelesen: „Hyddenworld: Der Frühling“ von Willian Horwood

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Gebundene Ausgabe: 527 Seiten
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Verlag: Klett-Cotta (22. Februar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3608946381
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ISBN-13: 978-3608946383

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Klappentext:
Der kleine Jack ist ein Riese. Jedenfalls in der Welt der
Hydden, einem Volk kleiner Leute, das in einer für Menschen unsichtbaren Stadt
unter der Erde lebt. Als er mit einem feinen ledernen Rucksack auf dem Rücken
bei den Menschen auftaucht, lebt eine alte Prophezeiung  wieder auf …
Meine Meinung:
Im Volk der Hydden wird ein Junge namens Yakob geboren.
Er ist ein sogenannter Riesengeborener und zu seinem Schutz wird er von seinen Eltern
in die Menschenwelt geschickt.
Von nun an heißt er Jack und laut einer alten Legende
geht von ihm die Rettung des Universums aus. Auf seiner Reise durch die Hydden-
und Menschenwelt ist Jack Entsetzen und Verfolgung ausgesetzt.
Bereits als Kind lernt er Katherine kennen. Sie und ihre
Eltern nehmen Jack mit auf eine Autofahrt nach London. Allerdings kommt es zu
einem Unfall, wo er Katherine das Leben rettet, selber aber schwer verletzt
wird. Von da an sind die Schicksale der beiden Kinder eng miteinander
verbunden.
10 Jahre später treffen sich Jack und Katherine wieder,
als Katherines Mutter Claire im Sterben liegt. Nach deren Tod wird Katherine in
die Welt der Hydden entführt. Jack will sie befreien und kehrt so in seine Welt
zurück. Nun begreift er auch warum er sich bisher in der Menschenwelt nicht
wohlgefühlt hat. Jack und seine Verbündeten begeben sich nach Brum, wo sie auch
noch den Edelstein des Frühlings für Imbolc finden sollen. Diese hat nicht mehr
viel Lebenszeit und ist auf der Suche nach ihrer Nachfolgerin, der Schildmaid.
Es wird vermutet, dass es Katherine ist aber es kommt
alles ganz anders …
„Hyddenworld: Der Frühling“ von William Horwood ist ein
Komplexer Fantasyroman. Die Handlung wird abwechselnd in der Menschen- und der
Hyddenwelt erzählt, beide Erzählstränge werden immer wieder miteinander
verbunden.
Die stetig wechselnden Handlungsorte waren anfangs etwas
ungewöhnlich aber wenn man sich einmal eingelesen hat, klappt es ganz gut.
Horwood erzählt die Handlung aus Sicht verschiedener
Protagonisten, deren Verbindungen zueinander dem Leser nahegebracht werden.
Jack, der Riesengeborene, und Katherine nehmen, neben den
Hydden, einen zentralen Platz in der Geschichte ein. Beide sind liebenswert,
etwas hitzköpfig aber auch sehr mutig und kampfbereit. Ihre Schicksale sind miteinander
verbunden.
Die Hydden sind kleine Wesen, die sehr naturverbunden
sind. Ihre Hauptstadt ist Brum, sie liegt unterhalb der Stadt Birmingham.
Arthur Foale ist Professor für Astral-Achäologie. Er ist
überzeugt, dass es besondere Orte mit Portalen in andere Welten (Henges) gibt.
Arthur wird zur Vertrauensperson der Hydden, da er an sie glaubt.
Die Friedensweberin Imbolc ist eine müde gewordene Frau.
Ihre Lebenszeit läuft ab, daher sucht sie die Schildmaid. Imbolc ist wandelbar
und tapfer.
Der Schreibstil des Autors ist sehr altmodisch. Dies
passt aber sehr gut zur Welt der Hydden. Deren Welt wird wunderschön
beschrieben, man hat als Leser das Gefühl, man ist Gast in dieser Welt. Die
Figuren wirken ebenfalls sehr lebendig.
Die kurzen Kapitel, die am Anfang sehr
gewöhnungsbedürftig sind, ziehen den Leser mit. Und obwohl die Spannung nicht
durchweg vorhanden ist, man möchte als Leser trotzdem wissen wie die Geschichte
weitergeht.
Da es sich um den Auftaktband einer Tetralogie handelt
ist das doch sehr überraschende Ende für meinen Geschmack ein wenig zu offen.
Es bleiben Fragen bestehen.
Fazit:
Mit „Hyddenworld: Der Frühling“ hat William Horwood einen
gelungenen Auftakt einer Reihe geliefert.
Dieser Roman ist besonders für anspruchsvolle
Fantasyleser geeignet und macht Lust auf mehr.
Das schöne Buchcover und die gelungene Gesamtgestaltung
runden das Ganze ab.
Vielen Dank an lovelybooks und den Klett-Cotta Verlag für
dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: „Nur 6 Tage“ von Phlilip Webb

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag GmbH
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551520313
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ISBN-13: 978-3551520319

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Klappentext:
Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die
Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer sucht sie
nach dem Artefakt.
Allerdings weiß niemand, wie es eigentlich aussieht. Und
bis auf Cass‘ kleinen Bruder Wilbur glaubt auch keiner daran, dass es wirklich
existiert.
Doch als plötzlich Peyto und Erin auftauchen, ändert sich
alles. Denn sie wissen, wonach sie suchen: nach etwas, dass überirdische Kräfte
besitzt und die Macht hat, die Welt zu retten. Aber nur wenn sie es innerhalb
von 6 Tagen finden …
Meine Meinung:
Die 15-jährige Cass und ihr 8-jähriger Bruder Wilbur
leben in London in der fernen Zukunft. Die Stadt ist zerstört, sie wurde vor
hunderten von Jahren mit Biowaffen angegriffen. Beide sind zusammen mit ihrem
Vater Räumer. Diese werden von den Vlads, russische Soldaten, gezwungen nach
einem wertvollen Artefakt zu suchen, welches große Kräfte haben soll. Dabei
sind die Vlads äußerst streng, sie zögern auch nicht die Waffen zu nutzen.
Wilbur findet beim Räumen immer wieder alte Comics, in
denen er Hinweise zu sehen glaubt, wo das Artefakt ist.
Als er im Big Ben ist geht er etwas zu weit und Cass muss
ihn retten. Dabei taucht plötzlich der mysteriöse Peyto auf, der ganz und gar
nicht wie ein Räumer aussieht. Eher wie eine „Pennratte“  mit Schlafanzug und verstrubbelten Haare.
Peyto hilft Cass Wilburs Leben zu retten, wofür Cass sich ihm gegenüber
verpflichtet sieht ihn vor den Vlads zu beschützen.
Wenig später begegnen sie Erin, die wie Peyto ist. Beide
besitzen etwas wertvolles, magisches, einen Falter.
Auch sie suchen nun nach dem Artefakt, ja sie wissen sogar
was es ist.
Von nun an wird die Suche zu einem Wettlauf gegen die
Zeit …
Der Roman „Nur 6 Tage“ von Philip Webb ist eigentlich
eine Dystopie aber es befinden sich auch Elemente eines spannenden
Abenteuerromans darin.
Das London, welches der Autor beschreibt, ist zerstört
und nicht mehr bewohnbar.
Vor dieser Kulisse lernt der Leser die Protagonisten
kennen.
Cass ist ein 15-jähriges Mädchen, das sehr verantwortungsbewusst
und mutig ist. Ihrem Bruder gegenüber ist sie manchmal etwas grob aber nur um ihn
seine Flausen aus dem Kopf zu treiben. Sie ist für mich die typische große
Schwester und man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen.
Wilbur ist ein kleiner Träumer. Er ist kindisch und
wächst dem Leser sehr schnell ans Herz. Man möchte ihn gerne beschützen. Leider
hört ihm eigentlich nie jemand richtig zu, was ihn ganz schön nervt. Wilbur
soll ein sogenannter Helfer sein, da er immer wieder neue Ideen hat wo das
Artefakt versteckt sein könnte.
Erin wirkt etwas zickig, sie hat aber ihre Gründe dafür.
Sie und Peyto sind auch auf der Suche nach dem Artefakt.
Peyto ist eher der ruhigere Typ, passt aber dadurch sehr
gut ins ganze Geschehen.
Der Schreibstil ist sehr jugendlich. Man hat als Leser
das Gefühl man wird direkt angesprochen. Sie Seiten lassen sich flüssig lesen.
Erzählt wird die Handlung aus Cass‘ Sicht, so erlebt man
alles hautnah.
Der Autor baut von Beginn an Spannung auf und immer
wieder kommt es zu Überraschungen, die es dem Leser schwer machen das Buch zur
Seite zu legen.
Allerdings ist das Ende ein wenig zu offen gehalten, denn
es bleiben Fragen bestehen. Man möchte noch gerne wissen, was mit Wilbur und
Erin passiert ist und ob denn die Theorie, die Cass hat, stimmt.
Aber wer weiß, vielleicht schreibt der Autor ja eine
Fortsetzung.
Fazit:
„Nur 6 Tage“ von Philip Webb ist ein gutes Buch. Es wirkt realistisch, die
Charaktere sind sympathisch und der Leser wird von Beginn an mitgerissen.
Besonders für junge Leser ist dieses Buch empfehlenswert.
Vielen Dank an Buchbotschafter und den Carlsen Verlag für
dieses Vorabexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „VAMPIRE SOULS – Nachtrausch“ von Jeri Smith-Ready

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Taschenbuch: 480 Seiten
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Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 340420641X
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ISBN-13: 978-3404206414

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Klappentext:
Ciara ist wie gelähmt, als sie in diese Augen schaut. Es
ist ihr erster Tag bei dem Radiosender WMMP. Der attraktive Typ vor ihr
moderiert eine Grunge-Show, und eigentlich wirkt er ziemlich normal. Doch etwas
in seinen Augen zieht Ciara magisch an. Und die anderen DJs sehen aus, als wäre
jeder von ihnen aus einer anderen Zeitmaschine gekrochen. Ciara stellt sich nur
die Frage: Was geht hier ab? Und die Antwort darauf gefällt ihr gar nicht…
Meine Meinung:
Die 24-jährige Ciara, eine Trickbetrügerin, möchte etwas
in ihrem Leben verändern. Daher nimmt sie eine Praktikumsstelle beim
Radiosender WMMP an. Das besondere an diesem Sender, alles Moderatoren sind
Vampire.
Der Radiosender ist relativ klein und so kommt es, dass
ein großer Medienkonzern eine Übernahme plant. Ciara entwickelt hierfür eine
neue Marketingstrategie.
Es wird nun damit geworden, dass die DJs Vampire sind und
dieses Konzept geht voll auf. Die Zuhörer sind begeistert, allerdings halten
sie die Tatsache, dass die DJs Vampire sein sollen für einen genialen Werbe-Gag.
Die echten Vampire finden das wiederum nicht witzig und
so entwickelt sich die Übernahme zu einer Bedrohung der gesamten Sender-Crew …
Mit „VAMPIRE SOULS – Nachtrausch“ konnte mich Jeri
Smith-Ready leider nicht wirklich überzeugen.
Dabei ist die Idee hinter dem Roman gar nicht mal so
uninteressant. Gut, es gibt bereits viele Vampirromane auf dem Buchmarkt aber Smith-Readys
Vampire unterscheiden sich vom gängigen Vampirimage. Sie sind sozusagen in
ihrer Zeit, der sogenannten Lebenszeit, hängen geblieben. Dadurch haben sie
Anpassungsschwierigkeiten, die sich meist in zwanghaften Handlungsweisen oder
gar durch Gewalt äußern. Die Vampire werden von der Liga, einer geheimen
Regierungsorganisation überwacht und wenn die Schwierigkeiten zu groß werden,
kommen die Vampire entweder in „Schutzhäuser“ oder wenn es ganz extrem wird
werden sie auch eliminiert.
Außerdem werden die Vampire meist nur 100 Jahre alt.
Der Radiosender WMMP ermöglicht seinen 7 Vampir-DJs durch
die Arbeit mit Musik aus ihrer Lebenszeit ein relativ normales Leben und
gleichzeitig haben sie dort auch ein Zuhause.
Die Protagonistin Ciara wirkt ziemlich unreif und konnte
mich leider nicht wirklich überzeugen. Sprachlich kommt sie jünger daher als
sie wirklich ist. Sie wirkt teilweise wie ein Teenager, nicht wie eine Frau von
Mitte 20.
Ihre Motivation für das Praktikum ist für mich ebenso
schwer nachvollziehbar, wie auch die sich anbahnende Beziehung zum Vampir
Shane.
Von den Vampiren selber lernt der Leser nur Sahen etwas
besser kennen. Der Rest bleibt eher im Hintergrund, was ich ein wenig schade
fand. Generell hätte die Autorin ein wenig mehr Abwechslung ins Buch
reinbringen können, denn durch das in ihrer Zeit hängen wirken die Vampire
schnell recht langweilig und fad.
Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Ciara.
Der Schreistil an sich ist eigentlich relativ flüssig.
Man hat aber als Leser arge Probleme am Ball zu bleiben. Die Handlung zieht
sich und es kommt einfach keine Spannung auf. Außerdem gibt es zu viele Dinge
nebenher, die beschrieben werden (z.B. gleich am Anfang diese Sache mit den Junggesellinnen).
So verliert man schon mal die Lust am Weiterlesen.
Fazit:
„VAMPIRE SOULS – Nachtrausch“ von Jeri Smith-Ready ist
ein Roman den man liest aber auch ziemlich schnell wieder vergisst.
Die Grundidee ist interessant und neu, allerdings das
wirkliche „Wow-Gefühl“  konnte sich bei
mir nicht einstellen.
Von daher gibt es nur magere 3 von 5 „Bücherwürmern“!
Vielen Dank an das Team von „Wir Lesen“, für dieses Rezensionsexemplar.
Dort wird die Rezension auch zu lesen sein.

Gelesen: „Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz“ von Kimberly Derting

–      Gebundene Ausgabe: 362 Seiten
–      Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3863960173
–      ISBN-13: 978-3863960179

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Klappentext:
In den von Aufständen erschütterten Königreich Ludania
bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst – oder verstehst.
Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine
Gnade.
Die siebzehnjährige Charlaina versteht alle Sprachen,
jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang
versteckt. Doch als sie Max trifft, bröckelt die Mauer – bis sie erkennen muss,
wer er tatsächlich ist …

Meine Meinung:
Die 17-jährige Charlaina „Charlie“ ist eine
Kaufmannstochter und lebt im Königreich Ludania. Dort herrschen immer wieder
Aufstände. Je nachdem welcher Klasse man zugehört ist geregelt welche Sprache
man sprechen und verstehen darf. Wer sich nicht daran hält ist dem Tode
geweiht.
Charlie hat die besondere Fähigkeit und kann alle
gesprochenen und geschriebenen Sprachen verstehen. Dies muss sie allerdings
verstecken.
In einem Club, wo es keine Klassen gibt lernt sie den
17-jährigen Max und dessen Begleiter kennen. Während sie versucht mehr über ihn
herauszufinden muss sie erschrocken feststellen, dass sowohl die Rebellen als
auch die Königin bereits hinter ihr her sind …
Das Buch „Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes
Herz“ von Kimberly Derting ist eine Mischung aus Fantasyroman und Dystopie. Wie
für mich geschrieben, so dachte ich.
Allerdings so richtig begeistern konnte mich dieses
Buch nicht. Ich hatte mir so viel erhofft und wurde leider enttäuscht.
Woran liegt das?
Nun ja, die Geschichte an sich ist interessant, es
sind wirklich sehr gute Ansätze vorhanden. Für mich bleibt aber dennoch viel im
Unklaren, es gibt zu viele offene Fragen, wie zum Beispiel, wie kam es dazu,
dass die Welt so ist wie sie im Buch beschrieben wird? Oder auch warum dürfen
nur Frauen den Thron besteigen? Dies erwähnt die Autorin leider nicht und so
kann der Leser nur spekulieren.
Auch die Charaktere bleiben relativ blass. Als Leser
findet man kaum einen Zugang zu ihnen.
Charlie zum Beispiel ist eigentlich ein sympathisches
junges Mädchen. Allerdings scheint es so als ob sie in die Rolle der Heldin
hineingezwängt wird, durch ihre besondere Gabe alle Sprachen zu verstehen. Irgendwer
muss das bestehende System ja verändern, also warum nicht Charlie nehmen. Sie
wirkt im Handlungsverlauf sehr widersprüchlich und so verliert sie an
Charakter.
Mit ihrer besten Freundin Brooklyn ist es ähnlich. Sie
ist zu Anfang ein richtig unsympathisches Ekel, dann plötzlich wandelt sie sich
um 180 Grad und wird lieb und nett. Der Leser bleibt wieder auf der Strecke und
kann nur rätseln wieso dies so ist. Es wird auch nicht erwähnt wie sie zu ihrer
„Tätigkeit“ gekommen ist.
Und dann ist das noch Max. Er taucht wie aus dem
Nichts auf und hat ganz großes Interesse an Charlie. Zwischen den beiden sind
plötzlich Gefühle vorhanden, die jedoch nicht wirklich realistisch rüberkommen.
Die Liebe wirkt gestellt und unglaubwürdig. Nichts ist mit Schmetterlingen im
Bauch oder Herzklopfen, wenn man den anderen sieht oder ihm näher kommt.
Doch nun zu den positiven Seiten des Buches.
So ist zum Beispiel der Beschützerinstinkt von Charlie
gegenüber ihrer kleinen 4-jährigen Schwester richtig herzlich. Diese Gefühle
sind echt und genauso kommen sie auch beim Leser an.
Außerdem kommt in den letzten ca. 30 Seiten richtig
Spannung auf. Diese Seiten konnten mich wirklich fesseln, davon hätte ich gerne
mehr gehabt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die
Handlung ist leicht zu verstehen. Als Leser findet man ohne Probleme in die
Handlung und man kann ohne Probleme folgen. Ab und an herrschte ein wenig
Spannung, jedoch verlor sich das immer wieder recht schnell.
Fazit:
Ich habe wirklich lange hin und her überlegt wie ich „Dark
Queen“ bewerten soll.
Die Idee des Buches ist gut, allerdings wirkt vieles
oberflächlich und es bleibt vieles offen.
Wenn man allerdings die Tatsache hinzu nimmt, das „Dark
Queen“ der Auftakt einer Reihe ist, dann besteht Hoffnung auf einen besseren
zweiten Teil.
Von daher gibt es 3 von 5 Bücherwürmern von mir.
Vielen Dank an dem EGMONGT INK Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: „Laferus: Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ von Stephan Russbült

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Taschenbuch: 205 Seiten
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Verlag: Burger, Ulrich
–         
Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3943378004
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ISBN-13: 978-3943378009

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Klappentext:
Es
war leicht ein Held zu sein, wenn man von den Göttern geliebt wurde, und selbst
denen, die sich ihren Zorn zugezogen hatten, stand ein folgenreiches Schicksal
bevor. Doch die, deren sie sich schämten, waren dazu verdammt, ein Leben im
Schatten aller anderer zu fristen – es sei denn, die Liebe zu einem Talent war
stärker als die Gunst der Götter. Laferus war ein Koch im Tal der ungeliebten
Kinder. Hervorgegangen aus der unsäglichen Beziehung zwischen Satyr und Gigant
besaß er nicht mehr, als die Liebe zum Kochen. Angewidert von der
Bedeutungslosigkeit seines Lebens und dem faden Geschmack seiner Kochkünste,
stellt er sich gegen den Willen der Götter und brach aus seinem Gefängnis aus.
Auf der Suche nach neuen Zutaten und Rezepten stolperte er in ein Abenteuer, das
nicht nur Würze in das Essen sondern auch in sein Leben bringen sollte. Um ein
Held zu sein, sich gegen Zentauren, Harpyien und Drachen zu behaupten, genügt
nicht immer nur ein Schwert. Manchmal muss man einfach die Kelle kreisen
lassen.
Meine
Meinung:
Laferus,
ein Koch aus dem Tal der ungeliebten Kinder, ist sein tristes Leben leid.
Kurzerhand
macht er sich gegen den Willen der Götter auf die Insel Mythagonnor, auf der er
zu Hause ist, zu erkunden. Sein Ziel: neue Zutaten und neue Rezepte finden.
Immerhin kann er nur 5 Gerichte und das ist definitiv zu wenig für einen Koch
wie ihn. Außerdem möchte er die Lebensarten seiner Heimat kennenlernen.
Auf
seiner Reise begegnet er allerlei fremden Wesen, Gabelwesen wie Harpyien,
Zentauren oder einer Medusa. Teilweise sind diese ihm gegenüber freundlich,
manch einer ist aber auch feindlich ja gar bedrohlich.
Der
kleine Drache Poldi gesellt sich zu Laferus und gemeinsam erleben sie ein
fantastisches Abenteuer …
„Laferus:
Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ von Stephan Russbült ist ein humorvolles,
fantastisches Buch.
Der
Protagonist Laferus ist eine Mischung aus Satyr und Gigant. Er ist riesig und
isst für sein Leben gern. Von Beruf ist er Koch, kann aber nur 5 Gerichte.
Poldi,
der kleine Drache, schließt sich Laferus und dessen Mission an und auch wenn
beide sehr streitlustig sind, sie sind einfach das Dreamteam total.
Der
Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, die Seiten lassen sich flüssig
in einem durchlesen. Immer wieder bedient sich Herr Russbült der griechischen
Mythologie, allerdings wird hier vieles auf die Schippe genommen.
Die
Geschichte wird auf Laferus´ Sichtweise erzählt und ab und an hat der Autor
Tagebucheinträge von ihm in den Text eingebaut.
Außerdem
gibt es im Buch Illustrationen der Wesen, denen Laferus begegnet, so kann sich
der Leser diese recht gut vorstellen.
Fazit:
„Laferus:
Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ ist ein kleines aber feines Buch voll mit Humor,
einer spannenden Geschichte und tollen Charakteren.
Ein
Buch für tolle Lesestunden.
Vielen
Dank an den Ulrich Burger Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier und hier (Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: „Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel“ von Holly-Jane Rahlens

–      Broschiert: 432 Seiten
–      Verlag: Wunderlich
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3805250169
–      ISBN-13: 978-3805250160

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Klappentext:
Entscheide dich – für die Liebe oder für die Zukunft
Stell dir vor, du verliebst dich.
Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du „Ich liebe dich“?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und
ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du Dein Leben für sie aufs Spiel?
Meine Meinung:
Finn Nordstrom lebt im Jahr 2264. Er ist Historiker
und Fachmann für Sprachen. In seiner Welt gibt es die erste Person Singular
nicht mehr und auch die Liebe ist fast unbekannt.
Nachdem bei Ausgrabungen im Greifwalder Bodden ein
wasserdichtes Köfferchen mit Tagebüchern gefunden wurde wird Finn gebeten diese
zu übersetzen. Es handelt sich um Aufzeichnungen aus der Zeit zu Beginn des 21.
Jahrhunderts, die für Finn und die anderen Wissenschaftler wichtige Dokumente
sind.
Zuerst ist Finn enttäuscht, denn es sind nur kindliche
Erinnerungen eines weiblichen Teenagers, doch je mehr er von Eliana liest desto
mehr ist er von ihr fasziniert und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen.
Als er wenig später ein Angebot bekommt bei der
Entwicklung des Reality-Spiel „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
mitzuwirken sagt er zu. Dieses Spiel soll in den Jahren 2000-2018 spielen.
Im Spiel wirkt alles sehr realistisch und schnell wird
Finn klar, es ist gar kein Spiel, sondern er ist wirklich in der Zeit gereist.
Als er dann auch noch auf Eliana trifft, ändert sich
für Finn alles …
Der Roman „Everlasting“ zeigt dem Leser eine Welt auf,
wie sie in 250 Jahren sein könnte. Durch den Dark Winter ist alles anders
geworden, Bücher zum Beispiel sind absolute Mangelware und das Leben wird durch
Computer gesteuert.
Es ist interessant mitzuerleben, wie Finn die für uns
normale Welt betrachtet und beispielsweise darüber rätselt was Hubba Bubba ist
oder was es mit DSDS auf sich hat.
Die Protagonisten Finn und Eliana sind liebevoll und
der Leser gewinnt sie sehr lieb.
Finn ist sympathisch und durch die Zeitreisen
verändert sich sein Leben nachhaltig.
Eliana
ist ein typischer Teenager. Sie macht im Handlungsverlauf eine große
Entwicklung durch und ist witzig und charmant.
Die
Dialoge der beiden sind humorvoll und es sind allerlei Wortspielereien enthalten.
Auch
die Nebencharaktere sind sehr gelungen und passen sehr gut in die Geschichte
hinein.
Die
Handlung ist gefühlvoll, auch wenn es bis zum Ende hin rätselhaft und
geheimnisvoll bleibt. So wird der Leser immer wieder mitgerissen und seine
Fantasie wird angeregt.
Der
Schreibstil der Autorin ist locker, die Handlung lässt sich leicht verstehen
und flüssig lesen.
Die
Welt der Figuren wird detailreich beschrieben. Dadurch wirkt sie lebendig, der
Leser fühlt sich als Teil des Ganzen.
Fazit:
„Everlasting“
von Holy-Jane Rahlens ist ein fantastischer Roman, wo einfach alles stimmt.
Es
wird niemals langweilig oder uninteressant, es fehlt nicht an Spannung oder an
Romantik.
Oder
wie ein Mensch aus dem 23. Jahrhundert sagen würde:
„Diese Leserin findet „Everlasting“ einfach wundervoll!“
Vielen
Dank an den Wunderlich Verlag (Rowohlt) für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.), hier (Manja Teichner) und hier (Manja Teichner) veröffentlicht.