Gelesen: “Pretty Clever” von Elisa Ludwig

–         
Broschiert: 351 Seiten
–         
Verlag: Loewe
Verlag
(Januar 2013)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3785575343
–         
ISBN-13: 978-3785575345
Kurzbeschreibung:
Was würdest du tun, wenn deine reichen neuen Freundinnen
die ärmeren Mädchen an deiner Schule schikanieren? Würdest du tatenlos dabei
zusehen – oder würdest du für Gerechtigkeit sorgen?
Willa wäre nicht Willa, wenn sie die Ungerechtigkeit, die an der Highschool von
Paradise Valley herrscht, einfach so hinnehmen würde. Entschlossen tritt sie in
die Fußstapfen von Robin Hood. Doch Willas aufregendes Doppelleben findet
schneller, als es ihr lieb ist, ein böses Ende. Und ausgerechnet der arrogante
Aidan scheint der Einzige zu sein, der ihr helfen kann, aus all dem Schlamassel
wieder heil herauszukommen…
(Quelle: Loewe-Verlag)

Meine Meinung:
Die 15-jährige Willa lebt mit ihrer Mutter zusammen.
Ihren Vater kennt sie nicht und viel Geld hatten die beiden bisher auch nicht
wirklich. Doch nun haben sie es geschafft. Willas Mutter verkauft ihre Bilder und
dadurch können sie sich das Leben leisten von dem sie immer geträumt haben.  Sie ziehen in eine bevorzugte Wohngegend in
Paradise Valley und Willa besucht nun eine teure Privatschule. Dort findet sie
auch recht schnell Anschluss bei den angesagtesten Mädchen.
Doch schon bald merkt Willa, dass ihre neuen Freundinnen
ärmere Schüler regelrecht schikanieren. Willa kann dies nicht hinnehmen und
fasst einen verhängnisvollen Entschluss …
Der Roman „Pretty Clever“ von Elisa Ludwig ist der Auftaktband
einer Jugendbuchtrilogie um ein junges Mädchen mit ausgeprägtem
Gerechtigkeitssinn.
Die Protagonistin Willa ist 15 und eigentlich hat sie das
Herz am richtigen Fleck. Trotzdem ist Willa aber naiv und neigt zu teilweise
unüberlegten Handlungen, die nicht immer nachvollziehbar sind. Sie hat
Gerechtigkeit im Sinn, geht die Sache aber vollkommen falsch an.
Neben Willa gibt es noch einige weitere Charaktere im
Buch, wie beispielsweise den reichen aber verzogen Aiden oder auch Willas
sympathische Mutter, die aber alle samt sehr oberflächlich bleiben. Man kann leider
keinerlei Beziehungen zu ihnen aufbauen.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, locker und
flüssig, eben dem Jugendbuchgenre angepasst. Man kommt gut durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Willa in der
Ich-Perspektive. Man ist als Leser immer direkt dabei, auch wenn man sehr oft
nur den Kopf schütteln kann über Willas Vorgehen.
Der Einstieg ins Buch ist recht spannend, dann aber
plätschert die Handlung eher so dahin ohne richtig zu fesseln. Es ist alles
recht vorhersehbar. Zudem bekommt man einen Einblick ins Highschool Leben und
kann sich alles gut vorstellen.
Und auch eine Liebesgeschichte ist vorhanden. Diese läuft
aber nur am Rande mit, der Fokus liegt auf Willas Handlungsweise.
Zum Ende hin steigert sich die Spannung dann endlich und es
gibt ein paar Überraschungen. Das Ende selber ist ein ziemlich gemeiner
Cliffhanger.
Fazit:
„Pretty clever“ von Elisa Ludwig ist ein durchwachsener
Start der Jugendbuchtrilogie um die junge Willa.
Es ist eher eine leichte Lektüre, die mich leider kaum
fesseln konnte, da die Charaktere alle recht oberflächlich geblieben sind und
die Handlung eher dahin plätschert.
Der Klappentext verspricht hier mehr als der Roman halten
kann.
Schade.

Diese Rezension ist auch noch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Das Schicksal der Paladine: Verschollen” von Jörg Benne

–         
Broschiert: 317 Seiten
–         
Verlag: Koios
Verlag (3. September 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3902837012
–         
ISBN-13: 978-3902837011
Kurzbeschreibung:
Bislang dachte Tristan, sein Vater arbeite auf einer
Bohrinsel und sei deshalb so selten zuhause. Doch nach einem schweren Unfall
seiner Schwester erfährt der Junge, dass sein Vater stattdessen als ein
mächtiger Paladin zusammen mit anderen in der durch ein geheimes Tor
erreichbaren Welt Nuareth für Recht und Ordnung sorgt. Mit seinen besonderen
Kräften ist er die letzte Rettung für seine im Koma liegende Tochter, die die
Ärzte aufgegeben haben. Doch seit einigen Tagen sind alle Paladine in Nuareth
verschollen, niemand weiß, wohin. Als Sohn eines Paladins soll Tristan nun in
die fremde Welt aufbrechen und das Schicksal der Paladine klären, seinen Vater
finden und rechtzeitig mit ihm zurückkehren, um seine Schwester zu retten. Eine
fantastische Welt voller Abenteuer, fremder Kreaturen und unbekannter Gefahren
wartet auf ihn.
(Quelle: Koios Verlag)

Meine Meinung:
Tristans Schwester hat einen schweren Autounfall und
liegt nun in Koma. Tristans Vater Darius ist zu diesem Zeitpunkt mal wieder
nicht zu Hause, sondern auf der Bohrinsel, wo er arbeitet. Doch da eröffnet ihm
seine Mutter plötzlich dass nichts so ist wie es scheint und sein Vater nicht
der ist, was Tristan glaubt. Sie gibt ihm einen Brief von Jessica, einer
Mitarbeiterin seines Vaters. Darin erfährt Tristan, dass sein Vater ein
sogenannter Paladin ist und die meiste Zeit, immer wenn er vorgab auf der Bohrinsel
zu sein, in einer anderen Welt ist. Doch nun ist es zu einem Zwischenfall
gekommen und die Paladine sind verschwunden. Keiner weiß wo sie sind oder was
mit ihnen passiert ist.
In der „Firma“ seines Vaters findet Tristan Kleidung und
Waffen und, wie von Jessica im Brief erklärt, auch ein Portal durch das er nach
Nuareth gelangt. In dieser fremden Welt erfährt Tristan weitere Dinge über die
Paladine.
Es beginnt eine beschwerliche und vor allem auch sehr
gefährliche Suche nach Darius und den anderen Paladinen …
Bei dem All-Age-Fantasyroman „Das Schicksal der Paladine:
Verschollen“ handelt es sich um den Debütroman des Autors Jörg Benne. Das Buch
ist zugleich auch der Auftakt einer Trilogie, die den Leser in ein ihm fremdes
Land entführt.
Die Charaktere hat Jörg Benne alle sehr gut dargestellt.
Der Held Tristan ist eigentlich ein ganz normaler Junge.
Seine Schwester liegt nach einem Autounfall in Koma und er möchte, dass sie
wieder aufwacht. Durch seine Mutter erfährt er wer sein Vater Darius wirklich
ist und das all das, was er bisher geglaubt hat nicht der Wahrheit entspricht.
Tristan macht sich auf nach Nuareth um seinen Vater und die anderen
verschwundenen Paladine zu finden. Es stellt sich heraus, dass auch in Tristan
ein Paladin steckt, der allerdings erst noch eine Ausbildung braucht damit er
die Magie nutzen kann. Tristan wandelt sich von einem hilflosen Jungen in einem
reiferen, kämpferischen und mutigen jungen Mann, der aber auch mal Schwäche
zeigen darf.
Natürlich gibt es neben Tristan noch viele weitere sehr
interessante Charaktere, die ebenso gut gezeichnet wurden. Da wären
beispielsweise Johann, ein sehr alter Meister der Paladine und sowas wie ihr
Anführer, Martin, ein Wirt aus Nuareth, der immer an Tristans Seite ist oder
auch Tiana, die in Nuareth zu Hause ist und so stellt sich heraus eine
besondere Beziehung zu Tristan hat.
Und es gibt auch einige Kreaturen, die im Buch
auftauchen, wie Drachen, Oger oder Wolfsmenschen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und angenehm
lesbar. Die Welt von Nuareth wird sehr gut beschrieben, es ist alles
vorstellbar.
Nach einer kurzen Einleitungsphase baut sich direkt
Spannung auf, die auch bis zu Emde hin erhalten bleibt.  Es gibt immer wieder Neuigkeiten, die der
Leser zusammen mit Tristan und seinen Weggefährten entdecken muss.
Das Ende ist ziemlich offen gehalten und macht
dementsprechend neugierig auf den zweiten Teil „Gejagt“, der im Oktober 2013
erscheinen soll.
Fazit:
„Das Schicksal der Paladine“ Verschollen“ von Jörg Benne
ist ein gelungener Auftakt der Trilogie um die Paladine.
Der Roman überzeugt mit einer spannenden Handlung und gut
gezeichneten Charakteren.
Ganz klar zu empfehlen!
Vielen Dank an den Koios Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner)  und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: “Blaubeeren und Vanilleeis” von Gudrun Helgadottir

–         
Gebundene Ausgabe: 142 Seiten
–         
Verlag: Dressler
(Februar 2013)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3791508385
–         
ISBN-13: 978-3791508382
–         
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
7 – 9 Jahre
Kurzbeschreibung:
Alles, was Lolla fehlt, ist der richtige Mann an ihrer
Seite sowie ab und zu das nötige Kleingeld. So zumindest sieht es der
achtjährige Tumi. Eine Lösung für dieses Problem hat er natürlich auch schon:
Seine Mama muss einfach mit dem örtlichen Bankdirektor
verkuppelt werden. Doch das ist gar nicht so leicht. Statt des neuen
Wunsch-Papas steht an Lollas großem Geburtstagsfest plötzlich der alte
Filialleiter im Garten der Familie. Der bedankt sich zwar artig für die
Einladung, ist aber ganz und gar nicht der, den sich der Junge vorgestellt
hatte. Aber bestimmt fällt Tumi da auch noch was ein.
(Quelle: Dressler Verlag)

Meine Meinung:
Tumi ist 8 Jahre alt und wohnt mit seiner Mama Solveig,
genannt Lolla, und seinen Schwestern Vildis und Vala auf dem Wallhof. Oma und
Opa wohnen auch ganz in der Nähe und der Papa, den es auch gibt, der hat
mittlerweile eine andere Frau an seiner Seite.
Alles ist schön auf dem Wallhof und eigentlich ist Tumi
auch richtig froh und glücklich. Nur manchmal, da wünscht er sich einen neuen
Mann für Mama, damit diese nicht mehr so alleine ist und auch mal jemanden hat,
der sich um sie kümmert. Also macht sich Tumi auf einen Mann für Mama zu
finden.
Doch das Ganze geht nicht ohne Turbulenzen von statten …
„Blaubeeren und Vanilleeis“ ist ein Kinderbuch,
geschrieben von Gudrun Helgadottir.
Mit Hilfe von liebevoll gestalteten Illustrationen bringt
die Autorin dem kleinen aber auch großen Leser die Familiengeschichte rund im
Tumi und seine Familie näher.
Besonders schön ist es Gudrun Helgadottir gelungen die
Charaktereigenschaften der Kinder des Wallhofs herauszuarbeiten. Man kann sie
genau rauslesen.
Tumi ist ein wilder und abenteuerlustiger kleiner Kerl.
Er möchte unbedingt, dass Mama einen neuen Mann findet, damit sie nicht mehr so
alleine ist. Und er hat auch schon einen passenden parat, den Filialleiter der
Bank Hermann.
Vildis ist 7 und irgendwie macht sie sich um alles immer
viele Sorgen.
Vala liebt Mama über alles und sie singt für ihr Leben
gerne.
Mama Solveig, genannt Lolla, ist immer für ihre Kinder
da. Sie hat nicht so viel Geld aber sie versucht es immer, dass es allen auf
dem Wallhof gut geht und das jeder glücklich ist. Und Lolla setzt sich für die
Natur ein und geht auch zu einer Demonstration, wenn es sein muss.
Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht einfach und
leicht verständlich. Die Umgebung des Wallhofs ist sehr gut beschrieben, man
kann es sich alles sehr gut vorstellen.
Geschildert wird die Geschichte aus verschiedenen
Perspektiven, denen der Kinder. Dabei unterscheiden sich die Stile und man bekommt
schnell heraus wer gerade mit erzählen dran ist.
Die Familiengeschichte ist kindgerecht verpackt und
vermittelt nebenbei auch noch Themen wie den Familienzusammenhalt und das Geld
alleine nicht immer glücklich macht.
Es macht wirklich Spaß dieses Buch zu lesen und selbst
als Erwachsener beginnt man Dinge aus anderer Sicht zu sehen.
Fazit:
„Blaubeeren und Vanilleeis“ von Gudrun Helgadottir ist
ein ganz wunderbares Kinderbuch.
Es ist kindgerecht geschrieben, lehrreich und bietet eine
wirklich tolle Atmosphäre.
Nicht nur kleine Leser werden hier ihre Freude haben!
Ich kann es nur empfehlen!
Vielen Dank an den Dressler Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und danke auch an Katja fürs Organisieren der Leserunde auf lovelybooks.
Diese Rezension ist auch noch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Morgen wirst du sterben” von Gina Mayer

–         
Taschenbuch: 352 Seiten
–         
Verlag: Ravensburger Buchverlag (1.
Januar 2013)
–         
 Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10:
3473400912
–         
ISBN-13: 978-3473400911
Kurzbeschreibung:
Die Geschwister Sophia und Moritz aus Düsseldorf,
Schauspielschülerin Julie aus Hamburg und Jungunternehmer Philipp aus München
sind vier junge Leute, die sich nicht kennen und die auf den ersten Blick
nichts miteinander verbindet. Außer dass sie alle am selben Tag sterben sollen,
wenn es nach dem anonymen Verfasser der rätselhaften E-Mails geht, die sie
empfangen haben…
(Quelle: Ravensburger Buchverlag)

Meine Meinung:
4 Protagonisten wie sie unterschiedlicher nicht sein
könnten …
Moritz und Sophia, Geschwister aus Düsseldorf, denen es gut
geht und die beide noch zur Schule gehen. Sophia fühlt sich ein kleines
bisschen zu dick. Kurze Zeit später erhält sie eine Drohmail.
Julie wohnt in Hamburg und hat eben erst ihre
Aufnahmeprüfung fürs Schauspielstudium bestanden. Sie richtet sich gerade
häuslich ein, da bekommt sie auch eine E-Mail mit der Drohung.
Philip wohnt in München, wo er eine eigene Computerfirma
hat.  Er hat sich gerade eine Wohnung
gekauft. Und auch er bekommt die Drohung zugeschickt.
Die E-Mail, die alle 4 gemeinsam haben und in der steht
am 02. Juli werden sie für eine vorangegangene Tat büßen.
Was haben die 4 noch gemeinsam? Und was hat es mit der E-Mail
auf sich?
„Morgen wirst du sterben“ ist ein Jugendthriller für
Leser zwischen 14 und 17 Jahren. Das Buch stammt aus der Feder von Gina Mayer
und für mich war es das erste Buch der Autorin.
Gut fand ich, dass man die Protagonisten zu Beginn sehr
gut vorgestellt bekommt.
Sophia ist ein sympathisches junges Mädchen. Sie findet
sich etwas zu dick aber sonst geht es ihr gut. Sie verliebt sich Hals über Kopf
in Felix, den Freund ihres Bruders Moritz.
Moritz ist ein Medizinstudent und Papas ganzer Stolz.
Philip ist ohne Mutter aufgewachsen. Er hat eine
Computerfirma in München und seine Freundin ist mehr als anspruchsvoll.
Julie lebt in Hamburg und möchte Schauspiel studieren.
Gerade erst hat sie ihre Aufnahmeprüfung dafür bestanden. Sie lernt ihren Nachbarn
Jan kennen und die beiden kommen sich nach und nach näher.
Alle Protagonisten sind von Gina Mayer sehr gut
beschrieben und man kann sie sich richtig gut vorstellen.
Der Schreibstil der Autorin ist dem Genre angepasst,
einfach, modern und flüssig. Man kommt gut durch die Seiten.
Geschildert wird die Geschichte aus unterschiedlichen
Perspektiven. Dabei passt sich der Stil auch immer dem jeweiligen Erzähler an.
Man bekommt einen umfassenden Einblick ins Geschehen, nichts bleibt dem Leser
verborgen.
Zwischendurch gibt es noch Passagen, die aus Sicht eines
weiteren Charakters geschildert sind. Diese heben sich durch eine andere
Schriftart vom Gesamttext ab.
Die Handlung selber ist spannend und fesselt bis zum
Schluss, ohne dabei blutig zu sein. Dabei wirkt sie stets glaubhaft und
nachvollziehbar.
Das Ende hat mich mehr als überrascht. Ich hatte es nicht
so erwartet, es ist wirklich sehr spannend.
Fazit:
„Morgen wirst du sterben“ von Gina Mayer ist ein
überraschender und sehr gut umgesetzter Jugendthriller.
Die Autorin überzeugt durch den Aufbau, die Handlung und
die Protagonisten komplett.
Ganz klar eine Leseempfehlung von mir!
Vielen Dank an den Ravensburger Buchverlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und für die Leserunde auf lovelybooks.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Päpste pupsen nicht” von Alexander Smoltczyk

–         
Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
–         
Verlag: Dressler (23.
Januar 2013)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 379151928X
–         
ISBN-13: 978-3791519289
–         
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre
Kurzbeschreibung:
Die zehnjährige Smilla traut ihren Augen nicht: Der
Starenschwarm über der Stadt hat doch eben ein Herz gebildet; und jetzt sogar
ein Gesicht! Was hat das bloß zu bedeuten? Klar, dass Smilla und ihre beste
Freundin unbedingt herausfinden müssen, wer da seine Finger im Spiel hat. Zumal
plötzlich noch ganz andere Merkwürdigkeiten passieren: Der Papst muss bei
seiner Mittwochsaudienz pupsen. Und Francesco Totti schießt tatsächlich ins
eigene Tor! Eigentlich wäre ja alles nur ein großer Spaß, wenn es nicht ein
wohlgehütetes Geheimnis im Vatikan geben würde.
(Quelle: Dressler Verlag)

Meine Meinung:
Smilla ist fast schon 11 Jahre alt und ihre Eltern sind
ziemlich große Italien-Fans. Was liegt da also näher als dorthin zu ziehen.
Gesagt getan, das neue Zuhause ist nun Rom.
Smillas beste Freundin ist Eloise. Sie ist die Tochter
eines Gardisten und wohnt im Vatikan. Ein Gardist ist ein Soldat der Schweizer
Garde, also quasi der Leibwächter des Papstes.
Eines Tage beobachten die beiden Mädchen ein merkwürdiges
Verhalten der Starre. Sie fliegen in einer Formation, die den Mädchen komisch
vorkommt.
Also beschließen Smilla und Eloise der ganzen Sache auf
den Grund zu gehen.
Ein spannendes Abenteuer durch die Straßen Rom bzw. des Vatikans
beginnt…
Das Kinderbuch „Päpste
pupsen nicht“ stammt aus der Feder von Alexander Smoltczyk. Es handelt sich
hierbei um ein Abenteuer welches in den Straßen Roms bzw. des Vatikan
stattfindet.
Die Protagonistin
Smilla ist ein wirklich cleveres kleines Mädchen. Sie ist nun schon fast 11
Jahre alt wohnt seit neuestem in Rom in Italien. Smilla ist wirklich
sympathisch und hat auch keine Angst sich irgendeinem Abenteuer zu stellen.
Ihr beste
Freundin Eloise ist die Tochter eines Gardisten der Schweizer Garde, der Garde
des Papstes. Sie wohnt im Vatikan. Auch Eloise ist abenteuerlustig und wirklich
sympathisch.
Neben den beiden
Mädchen tauchen im Laufe des Buches noch weitere Personen auf, die ebenfalls
sehr gut dargestellt wurden.
Der Schreibstil
des Autors ist kindgerecht und leicht verständlich.
Es macht viel
Spaß gemeinsam mit Smilla und Eloise durch die Straße von Rom und dem Vatikan
zu laufen und dabei allerhand zu erleben.
Geschildert wird
die Geschichte aus Sicht von Smilla in der Ich-Perspektive. Sie spricht dabei
den Leser direkt an und bezieht ihn in ihre Aktivitäten mit ein.
Die Handlung ist
von Anfang bis Ende spannend. Spielerisch werden dem jungen Leser immer wieder
Details über Rom, den Vatikan, die Kirche und den Papst beigebracht.
Das Ende ist
recht überraschend und es klärt sämtliche Rätsel, die sich während des Lesens
bilden restlos auf.
Fazit:
„Päpste pupsen
nicht“ von Alexander Smoltczyk ist ein gelungenes Kinderbuch.
Es ist sehr
unterhaltsam mit tollen Protagonisten und einer sehr interessanten Kulisse.
Von mir gibt es
eine Leseempfehlung, sicher nicht nur für junge Leser.
Vielen dank an den Dressler Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und Danke auch an Katja für die Leserunde auf lovelybooks.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
 

Im Gespräch mit …

 Meine lieben Leser,
heute präsentiere ich euch mal wieder ein Autoreninterview.

Dieses Mal hatte ich die Ehre
Juliane Seidel,
die Autorin von 
zu interviewen.
Hallo
Juliane,
willkommen auf Manjas Buchregal!
Es freut mich, dass ich dich hier auf meinem Blog
begrüßen darf und du mir ein paar Fragen beantwortest.
(Copyright: Juliane Seidel)
 
Für alle, die dich noch nicht kennen,
würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?
Mein Name ist Juliane Seidel, ich zähle bereits 30 Lenze
und stamme ursprünglich aus Thüringen (Suhl). Während meiner Ausbildung
verschlug es mich nach Wiesbaden, wo ich heute noch lebe. Aus diesem Grund
spielen meiner Kinderbücher häufig in Wiesbaden, da ich mich in die hessische
Hauptstadt verliebt habe.
Ich bin in vielerlei Richtungen aktiv – zu meinen Hobbies
zählen Lesen, Schreiben, Zeichnen (auch wenn mir dafür zunehmend die Zeit
fehlt), Webseiten programmieren, Rezensionen verfassen, Lesungen organisieren (ich
organisiere seit fast 2 Jahren das Lesecafé Wiesbaden), alte Filme, Fantasy und
Rollenspiel (Pen & Paper) …
Wer mehr über mich erfahren will, kann sich durch meine
Webseiten klicken (ich habe einige – da kommt der Webdesigner durch):
https://www.juliane-seidel.de (meine Künstler – und
Autorenseite)
https://www.assjah.de (Buchseite zu meinen
“Assjah” – Büchern)
Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was war
das erste was du geschrieben hast?
Zum Schreiben kam ich während meiner Schulzeit,
insbesondere als es aufs Abitur zuging. Damals brauchte ich einen Ausgleich für
den ganzen Schulstress und da ich bereits sportlich aktiv war (Badminton), fiel
die Wahl auf Zeichnen und Schreiben. Letzteres war zunächst gar nicht so
präsent, da ich mich an Comics versucht habe. Als ich irgendwann meine Ideen
nicht mehr auf’s Papier bannen konnte, habe ich mich gänzlich dem Schreiben
zugewandt.
Das Erste, was ich geschrieben habe, war eine
grottenschlechte Geschichte, die ich noch per Hand verfasst habe. Den Inhalt
weiß ich gar nicht mehr.
Später entwickelte ich die Ur-Ur-Version von „Assjah“,
das erste umfangreiche Projekt, das ich zu Papier brachte. Damals existierte
Kim, der Protagonist aus „Die lebenden Träume“ noch gar nicht. Er kam erst
später als Nebenfigur dazu, nur um sich im Laufe der Zeit die Hauptrolle unter
den Nagel zu reißen.
Hast du ein Lieblingsgenre? In welchen Genre
findet man dich als Autorin?
Meine Lieblingsgenres sind ganz klar Fantasy und
Fantastik, ebenso Mystery und Abenteuer, ganz gleich ob für Erwachsene,
Jugendliche oder Kinder. Als Autorin bewege ich mich daher mit Vorliebe im
fantastischen Kinder – und Jugendbuchbereich, möchte mich aber irgendwann an
einem realistischen Stoff oder Literatur für Erwachsene versuchen.
„Die lebenden Träume“ ist ja ein Kinderbuch.
Wie ist es für dich für Kinder zu schreiben?
Im Grunde bin ich selbst noch ein Kind – zumindest sagt
man mir das hin und wieder. Daher schreibe ich einfach, was mir gefällt und
hoffe, dass es Kinder ebenfalls schön finden, zum Träumen anregt und unterhält.
Für Kinder zu schreiben unterscheidet sich eigentlich kaum, wie wenn man für
Erwachsene schreibt. Unterschiede kommen erst, wenn man der Zielgruppe während
einer Lesung gegenüber sitzt – Kinder sind nämlich wesentlich ehrlicher. Da
kann man schon an den Gesichtern ablesen, ob es gefällt, oder nicht.
Hast du besondere Rituale beim Schreiben
(z.B. Musik hören oder ähnliches)?
Wirkliche Rituale gibt es bei mir nicht. Ich kann
eigentlich immer und überall schreiben. Zumeist mag ich Ruhe und Stille, da
mich Gespräche und normale Lieder ablenken (ich habe einen Hang zuzuhören und
kann mich nicht mehr auf meine eigenen Gedanken konzentrieren). Wenn ich Musik
höre, dann sind es meist Filmsoundtracks und Hintergrundstücke.
Ansonsten habe ich nichts gegen eine Tasse Tee, eine
Katze neben mir und eine ruhige, stressfreie Atmosphäre.
Was glaubst du fasziniert die Leser an
deinen Büchern?
Das kann ich schwer beurteilen, da ich ja wirklich noch
am Anfang stehe und noch nicht über einen so großen Leserkreis verfüge.
Ich würde mich freuen, wenn die Leser „Assjah“, Kims
Fantasiewelten und seinen chaotischen Charakter genauso mögen, wie ich und
vielleicht an ihre eigenen Träume und Fantasie erinnert werden. Generell
schreibe ich, was ich selbst lesen möchte und was mich fasziniert und ich
hoffe, dass meine Leser diese Faszination teilen.
Wenn du unterwegs bist und dir fällt etwas
ein, das du unbedingt mit in dein Buch nehmen musst, was tust du? Hast du immer
etwas dabei für solche Notfälle?
In diesem Fall muss ich unterscheiden – wenn ich mit
meiner Freundin und Lebensgefährtin Tanja Meurer unterwegs bin, nutze ich
gleich die Gelegenheit und diskutiere neue Ideen mit ihr. Sie ist ein wahres
Feuerwerk an Inspiration und Fantasie. Mit ihr entwickle ich gern Geschichtsideen,
rede über Logiklücken oder Charaktere und dank ihres guten Gedächtnisses
vergisst sie gute Einfälle nicht so leicht. So hat sie mich bei „Assjah“ sehr
unterstützt und hilft mir noch heute aus der ein oder anderen Misere, wenn ich
meine Figuren in ausweglose Situationen gebracht habe.
Wenn ich allein uunterwegs bin, habe ich für alle
Notfälle meinen Terminplaner, in den ich das ein oder andere festhalte, oder
ein kleines Notizbuch.
Wie wichtig ist für dich der Erfolg? Hast du
große Erwartungen an deine Bücher?
Wie definiert man Erfolg? Als Kleinverlagsautor bin ich
da realistisch. Ein finanzieller Erfolg wäre zwar schön, doch er ist für mich
nicht das Maß aller Dinge. Viel schöner ist es, wenn die Bücher von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen gelesen und gemocht werden. Ich freue mich über
jedes Kind oder jeden Jugendlichen, der sich das Buch bei mir signieren lässt
und dem meine Ideen gefallen. Dementsprechend habe ich keine großen Erwartungen
an meine Bücher – sie sind mein Herzprojekt, daher ist für mich jeder Leser,
der mit Kim und seinen Freunden mitfiebert, schon ein kleiner Erfolg.
Fließen in deine Figuren auch persönliche
Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen, Eigenschaften ect. oder von
Bekannten/Verwandten?
Auf jeden Fall! Kim, der Protagonist aus „Die lebenden
Träume“, entstand in Zusammenarbeit mit Tanja Meurer. Er basiert auf einem
Jungen, den sie kennengelernt hat. Im Laufe der Zeit hat sie seine
Persönlichkeit zwar ein wenig geändert, doch einige Grundzüge sind noch immer identisch.
Zudem habe ich vor einigen Jahren Kim „in natura“ kennengelernt, als ich einen
chaotischen, weiblichen Punk namens Nicole kennenlernte, der zu 99,9% meinem
Charakter entspricht. So ist es nicht verwunderlich, dass sich etliche
Charaktereigenschaften decken und ich einige ihrer Ticks (bewusst oder
unbewusst) mit eingebaut habe J
Was die anderen Charaktere betrifft, so ist in Finn eine
gehörige Portion von mir selbst zu finden, während einige Züge von Annatar wohl
Tanja nachempfunden sind.
Wie sehr bleiben deine Charaktere an dem von dir
ursprünglich erdachten Ablauf der Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben,
oder lassen sich manche auch genau so steuern, wie du es dir ursprünglich
dachtest?
Es ist nahezu unmöglich Kim einzufangen, wenn der einmal loslegt. Er
schert sich zumeist überhaupt nicht um meine Pläne und macht was er will.
Zumeist lasse ich ihm seinen Willen, da sich dadurch schöne Handlungsbögen
ergeben oder tolle Plotwendungen. Lediglich am Ende versuche ich ihn wieder
einzufangen, damit ich das geplante Ende schreiben kann und die Geschichte
nicht zu sehr im Chaos versinkt. Auch die anderen Figuren entwickeln ein
Eigenleben – so war Finn beispielsweise zu beginn gar nicht so gruffig geplant
gewesen.
Wenn du mal eine Schreibblockade hast, wie
überwindest du sie?
Puh – das ist gar nicht so einfach, da ich selten eine wirkliche
Blockade habe. Beim Zeichnen mache ich zumeist nichts mehr, rühre nicht einmal
einen Stift an. Stattdessen stöbere ich in Artbooks und Onlinegalerien, um mich
inspirieren zu lassen.
Beim Schreiben geht das natürlich nicht so einfach – wenn ich also gar
nicht weiterkomme, bewirken Gespräche und Diskussionen mit Tanja wahre Wunder.
Da kann es passieren, dass ich von jetzt auf gleich voller Ideen stecke und es
kaum erwarten kann, weiterzuschreiben J
Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben
aus?
Ich glaube mein Tag ist relativ langweilig, daher werde ich ihn hier
nicht breittreten. Zumeist besteht er aus arbeiten (ich bin Vollzeit
berufstätig), Internet, Zeichnen/Schreiben/Designen, Lesen, Rezensionen
schreiben und Rollenspiel. Das eine mal mehr, mal weniger. Zumeist komme ich
nur an den Wochenenden zum Schreiben.
Was machst du neben dem Schreiben? Wie
entspannst du dich?
Entspannung was ist das? Wenn ich ehrlich bin, komme ich selten dazu
mich zu entspannen und ich glaube, ich müsste das mal wieder lernen. Ich
schaffe es gerade einmal einen Abend lang die Finger ruhig zu halten, danach
wird mir langweilig und ich muss etwas machen. Aber wenn ich mich erholen will
schaue ich gerne alte Filme, gehe ins Kino oder spiele unheimlich gern
Pen&Paper Rollenspiel (D&D, Vampire, Castle Falkenstein). Dabei kann
ich mich richtig entspannen.
Was liest du selber am liebsten?
Ich liebe Kinder- und Jugendbücher, sprich ich lese sie wahnsinnig
gerne. Sobald noch Fantastik mit im Spiel ist, bin ich Feuer und Flamme. So bin
ich ein großer Fan von Jonathan Stroud („Bartimäus“), Eoin Colfer („Artemis
Fowl“) und Sergej Lukianenko („Trix Solier“). Aber ich mag auch historische
Bücher (insbesondere solche, die im 19. Jh. spielen) lese ich wahnsinnig gerne,
ganz besonders die „Adrian Mayfield“ Trilogie von Floortje Zwigtman. Mein
Lieblingsbuch ist trotz allem weder fantastisch, noch spielt es im 19. Jh.:
„Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak – ein wundervolles, einzigartiges Buch.
Ansonsten lese ich gerne homoerotische Bücher und Geschichten. So bin
ich momentan in die „Nightrunner“-Serie von Lynn Flewelling vernarrt. Leider
ist diese nur auf englisch zu haben.
Kannst du schon etwas über neue
Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir
erwarten?
Momentan arbeite ich mit Eifer an der Fortsetzung von „Assjah“, der
unter dem Titel „Die vergessenen Kinder“ im Oktober beim Bookshouse Verlag
erscheinen soll. Da stecke ich in der Überarbeitung, anschließend kommt das
Lektorat. Zudem hat mich „Die Bücherdiebin“ zu einem realistischen Jugendbuch
inspiriert, das noch geplottet werden will. Einige fantastische Jugendbücher
habe ich ebenfalls in der Mache – teilweise schon angefangen, teilweise noch in
der Entstehung. Aber vorerst will ich mich auf „Assjah“ konzentrieren, Ideen
für den 3. Band habe ich bereits.
Wenn du 3 Wünsche frei hättet an deine Leser/Fans,
welche wären das?
Wirkliche Wünsche habe ich eigentlich nicht. Wenn ich
mich entscheiden müsste, würde ich mir wünschen, dass meine Leser das Buch
mögen, ihnen Kims Traumwelten gefallen und sie mit ihm und seinen Freunden
mitfiebern können. Und dass sie vielleicht auch zur Fortsetzung greifen,
insofern ihnen „Die lebenden Träume“ gefallen hat.
Vielen Dank, besonders auch im Namen meiner Leser, 
dass du dir die Zeit
genommen hast und uns ein wenig mehr über dich verraten hast.