Gelesen: “Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz” von Kimberly Derting

–      Gebundene Ausgabe: 362 Seiten
–      Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3863960173
–      ISBN-13: 978-3863960179

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Klappentext:
In den von Aufständen erschütterten Königreich Ludania
bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst – oder verstehst.
Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine
Gnade.
Die siebzehnjährige Charlaina versteht alle Sprachen,
jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang
versteckt. Doch als sie Max trifft, bröckelt die Mauer – bis sie erkennen muss,
wer er tatsächlich ist …

Meine Meinung:
Die 17-jährige Charlaina „Charlie“ ist eine
Kaufmannstochter und lebt im Königreich Ludania. Dort herrschen immer wieder
Aufstände. Je nachdem welcher Klasse man zugehört ist geregelt welche Sprache
man sprechen und verstehen darf. Wer sich nicht daran hält ist dem Tode
geweiht.
Charlie hat die besondere Fähigkeit und kann alle
gesprochenen und geschriebenen Sprachen verstehen. Dies muss sie allerdings
verstecken.
In einem Club, wo es keine Klassen gibt lernt sie den
17-jährigen Max und dessen Begleiter kennen. Während sie versucht mehr über ihn
herauszufinden muss sie erschrocken feststellen, dass sowohl die Rebellen als
auch die Königin bereits hinter ihr her sind …
Das Buch „Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes
Herz“ von Kimberly Derting ist eine Mischung aus Fantasyroman und Dystopie. Wie
für mich geschrieben, so dachte ich.
Allerdings so richtig begeistern konnte mich dieses
Buch nicht. Ich hatte mir so viel erhofft und wurde leider enttäuscht.
Woran liegt das?
Nun ja, die Geschichte an sich ist interessant, es
sind wirklich sehr gute Ansätze vorhanden. Für mich bleibt aber dennoch viel im
Unklaren, es gibt zu viele offene Fragen, wie zum Beispiel, wie kam es dazu,
dass die Welt so ist wie sie im Buch beschrieben wird? Oder auch warum dürfen
nur Frauen den Thron besteigen? Dies erwähnt die Autorin leider nicht und so
kann der Leser nur spekulieren.
Auch die Charaktere bleiben relativ blass. Als Leser
findet man kaum einen Zugang zu ihnen.
Charlie zum Beispiel ist eigentlich ein sympathisches
junges Mädchen. Allerdings scheint es so als ob sie in die Rolle der Heldin
hineingezwängt wird, durch ihre besondere Gabe alle Sprachen zu verstehen. Irgendwer
muss das bestehende System ja verändern, also warum nicht Charlie nehmen. Sie
wirkt im Handlungsverlauf sehr widersprüchlich und so verliert sie an
Charakter.
Mit ihrer besten Freundin Brooklyn ist es ähnlich. Sie
ist zu Anfang ein richtig unsympathisches Ekel, dann plötzlich wandelt sie sich
um 180 Grad und wird lieb und nett. Der Leser bleibt wieder auf der Strecke und
kann nur rätseln wieso dies so ist. Es wird auch nicht erwähnt wie sie zu ihrer
„Tätigkeit“ gekommen ist.
Und dann ist das noch Max. Er taucht wie aus dem
Nichts auf und hat ganz großes Interesse an Charlie. Zwischen den beiden sind
plötzlich Gefühle vorhanden, die jedoch nicht wirklich realistisch rüberkommen.
Die Liebe wirkt gestellt und unglaubwürdig. Nichts ist mit Schmetterlingen im
Bauch oder Herzklopfen, wenn man den anderen sieht oder ihm näher kommt.
Doch nun zu den positiven Seiten des Buches.
So ist zum Beispiel der Beschützerinstinkt von Charlie
gegenüber ihrer kleinen 4-jährigen Schwester richtig herzlich. Diese Gefühle
sind echt und genauso kommen sie auch beim Leser an.
Außerdem kommt in den letzten ca. 30 Seiten richtig
Spannung auf. Diese Seiten konnten mich wirklich fesseln, davon hätte ich gerne
mehr gehabt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die
Handlung ist leicht zu verstehen. Als Leser findet man ohne Probleme in die
Handlung und man kann ohne Probleme folgen. Ab und an herrschte ein wenig
Spannung, jedoch verlor sich das immer wieder recht schnell.
Fazit:
Ich habe wirklich lange hin und her überlegt wie ich „Dark
Queen“ bewerten soll.
Die Idee des Buches ist gut, allerdings wirkt vieles
oberflächlich und es bleibt vieles offen.
Wenn man allerdings die Tatsache hinzu nimmt, das „Dark
Queen“ der Auftakt einer Reihe ist, dann besteht Hoffnung auf einen besseren
zweiten Teil.
Von daher gibt es 3 von 5 Bücherwürmern von mir.
Vielen Dank an dem EGMONGT INK Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: “Laferus: Zwei Hufe für eine Mahlzeit” von Stephan Russbült

–         
Taschenbuch: 205 Seiten
–         
Verlag: Burger, Ulrich
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3943378004
–         
ISBN-13: 978-3943378009

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Klappentext:
Es
war leicht ein Held zu sein, wenn man von den Göttern geliebt wurde, und selbst
denen, die sich ihren Zorn zugezogen hatten, stand ein folgenreiches Schicksal
bevor. Doch die, deren sie sich schämten, waren dazu verdammt, ein Leben im
Schatten aller anderer zu fristen – es sei denn, die Liebe zu einem Talent war
stärker als die Gunst der Götter. Laferus war ein Koch im Tal der ungeliebten
Kinder. Hervorgegangen aus der unsäglichen Beziehung zwischen Satyr und Gigant
besaß er nicht mehr, als die Liebe zum Kochen. Angewidert von der
Bedeutungslosigkeit seines Lebens und dem faden Geschmack seiner Kochkünste,
stellt er sich gegen den Willen der Götter und brach aus seinem Gefängnis aus.
Auf der Suche nach neuen Zutaten und Rezepten stolperte er in ein Abenteuer, das
nicht nur Würze in das Essen sondern auch in sein Leben bringen sollte. Um ein
Held zu sein, sich gegen Zentauren, Harpyien und Drachen zu behaupten, genügt
nicht immer nur ein Schwert. Manchmal muss man einfach die Kelle kreisen
lassen.
Meine
Meinung:
Laferus,
ein Koch aus dem Tal der ungeliebten Kinder, ist sein tristes Leben leid.
Kurzerhand
macht er sich gegen den Willen der Götter auf die Insel Mythagonnor, auf der er
zu Hause ist, zu erkunden. Sein Ziel: neue Zutaten und neue Rezepte finden.
Immerhin kann er nur 5 Gerichte und das ist definitiv zu wenig für einen Koch
wie ihn. Außerdem möchte er die Lebensarten seiner Heimat kennenlernen.
Auf
seiner Reise begegnet er allerlei fremden Wesen, Gabelwesen wie Harpyien,
Zentauren oder einer Medusa. Teilweise sind diese ihm gegenüber freundlich,
manch einer ist aber auch feindlich ja gar bedrohlich.
Der
kleine Drache Poldi gesellt sich zu Laferus und gemeinsam erleben sie ein
fantastisches Abenteuer …
„Laferus:
Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ von Stephan Russbült ist ein humorvolles,
fantastisches Buch.
Der
Protagonist Laferus ist eine Mischung aus Satyr und Gigant. Er ist riesig und
isst für sein Leben gern. Von Beruf ist er Koch, kann aber nur 5 Gerichte.
Poldi,
der kleine Drache, schließt sich Laferus und dessen Mission an und auch wenn
beide sehr streitlustig sind, sie sind einfach das Dreamteam total.
Der
Schreibstil des Autors ist leicht verständlich, die Seiten lassen sich flüssig
in einem durchlesen. Immer wieder bedient sich Herr Russbült der griechischen
Mythologie, allerdings wird hier vieles auf die Schippe genommen.
Die
Geschichte wird auf Laferus´ Sichtweise erzählt und ab und an hat der Autor
Tagebucheinträge von ihm in den Text eingebaut.
Außerdem
gibt es im Buch Illustrationen der Wesen, denen Laferus begegnet, so kann sich
der Leser diese recht gut vorstellen.
Fazit:
„Laferus:
Zwei Hufe für eine Mahlzeit“ ist ein kleines aber feines Buch voll mit Humor,
einer spannenden Geschichte und tollen Charakteren.
Ein
Buch für tolle Lesestunden.
Vielen
Dank an den Ulrich Burger Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier und hier (Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: “Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel” von Holly-Jane Rahlens

–      Broschiert: 432 Seiten
–      Verlag: Wunderlich
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3805250169
–      ISBN-13: 978-3805250160

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Klappentext:
Entscheide dich – für die Liebe oder für die Zukunft
Stell dir vor, du verliebst dich.
Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du „Ich liebe dich“?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und
ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du Dein Leben für sie aufs Spiel?
Meine Meinung:
Finn Nordstrom lebt im Jahr 2264. Er ist Historiker
und Fachmann für Sprachen. In seiner Welt gibt es die erste Person Singular
nicht mehr und auch die Liebe ist fast unbekannt.
Nachdem bei Ausgrabungen im Greifwalder Bodden ein
wasserdichtes Köfferchen mit Tagebüchern gefunden wurde wird Finn gebeten diese
zu übersetzen. Es handelt sich um Aufzeichnungen aus der Zeit zu Beginn des 21.
Jahrhunderts, die für Finn und die anderen Wissenschaftler wichtige Dokumente
sind.
Zuerst ist Finn enttäuscht, denn es sind nur kindliche
Erinnerungen eines weiblichen Teenagers, doch je mehr er von Eliana liest desto
mehr ist er von ihr fasziniert und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen.
Als er wenig später ein Angebot bekommt bei der
Entwicklung des Reality-Spiel „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
mitzuwirken sagt er zu. Dieses Spiel soll in den Jahren 2000-2018 spielen.
Im Spiel wirkt alles sehr realistisch und schnell wird
Finn klar, es ist gar kein Spiel, sondern er ist wirklich in der Zeit gereist.
Als er dann auch noch auf Eliana trifft, ändert sich
für Finn alles …
Der Roman „Everlasting“ zeigt dem Leser eine Welt auf,
wie sie in 250 Jahren sein könnte. Durch den Dark Winter ist alles anders
geworden, Bücher zum Beispiel sind absolute Mangelware und das Leben wird durch
Computer gesteuert.
Es ist interessant mitzuerleben, wie Finn die für uns
normale Welt betrachtet und beispielsweise darüber rätselt was Hubba Bubba ist
oder was es mit DSDS auf sich hat.
Die Protagonisten Finn und Eliana sind liebevoll und
der Leser gewinnt sie sehr lieb.
Finn ist sympathisch und durch die Zeitreisen
verändert sich sein Leben nachhaltig.
Eliana
ist ein typischer Teenager. Sie macht im Handlungsverlauf eine große
Entwicklung durch und ist witzig und charmant.
Die
Dialoge der beiden sind humorvoll und es sind allerlei Wortspielereien enthalten.
Auch
die Nebencharaktere sind sehr gelungen und passen sehr gut in die Geschichte
hinein.
Die
Handlung ist gefühlvoll, auch wenn es bis zum Ende hin rätselhaft und
geheimnisvoll bleibt. So wird der Leser immer wieder mitgerissen und seine
Fantasie wird angeregt.
Der
Schreibstil der Autorin ist locker, die Handlung lässt sich leicht verstehen
und flüssig lesen.
Die
Welt der Figuren wird detailreich beschrieben. Dadurch wirkt sie lebendig, der
Leser fühlt sich als Teil des Ganzen.
Fazit:
„Everlasting“
von Holy-Jane Rahlens ist ein fantastischer Roman, wo einfach alles stimmt.
Es
wird niemals langweilig oder uninteressant, es fehlt nicht an Spannung oder an
Romantik.
Oder
wie ein Mensch aus dem 23. Jahrhundert sagen würde:
„Diese Leserin findet „Everlasting“ einfach wundervoll!“
Vielen
Dank an den Wunderlich Verlag (Rowohlt) für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.), hier (Manja Teichner) und hier (Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Liebe auf Bestellung” von Rike Stienen

–         
Taschenbuch: 206 Seiten
–         
Verlag: Oldigor Verlag
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3981476417
–         
ISBN-13: 978-3981476415

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Klappentext:
Marlene hat eine Pechsträhne. Ihr Freund Stephan entpuppt
sich als verheirateter Mann, und obendrein verliert sie auch noch ihren Job. Da
kommt das Geschenk ihrer Freundinnen zu ihrem 30. Geburtstag gerade recht: eine
Reise nach Venedig. Marlene reist allein, doch lange allein bleiben soll sie
nicht. Finden jedenfalls ihre Freundinnen und haben ihr einen “Mann für
alle Fälle” gebucht! Natürlich darf Marlene von dieser ganz speziellen
Dreingabe nichts wissen. Leider gestaltet sich die Umsetzung des Plans komplizierter
als gedacht. “Buchung” Ben fällt aus und schickt stattdessen seinen
Freund Jan ins Rennen. Der aber hat als Geophysiker nicht die leiseste Ahnung,
wie man eine Frau umgarnt. Kann das Glück Berge versetzen?
Meine Meinung:
Marlene, eine junge Gerichtsreporterin, steht kurz vor
dem Abschluss eines Artikels. Jeden Tag war sie bei Gericht und die lange
Gerichtsverhandlung neigt sich nun endlich dem Ende zu. Hier hat Marlene auch
den attraktiven Staatanwalt Stephan kennengelernt.
An jenem Tag möchte Marlene ihren Liebsten im Büro
überraschen und wird von dessen Anwaltsgehilfin rein gelassen. Diese stellt
gerade einen wunderschönen Rosenstrauß auf Stephans Schreibtisch. Marlene denkt
der sei für sie, ein Blick in die beiliegende Karte offenbart ihr jedoch schreckliches.
Stephan ist nicht nur verheiratet, nein er hat auch ein Kind.
Wütend stürmt Marlene aus dem Gerichtsgebäude, das Urteil
bekommt sie nicht mehr mit und somit ist sie ihren Job wohl auch los.
Ihre Freundinnen wollen sie ablenken bei ihrem
Lieblingsitaliener, wo sie Marlene auf deren 30. Geburtstag einstimmen möchten.
Ihr Geschenk, eine Reise nach Venedig. Ebenfalls enthalten ein „Mann für alle
Fälle“, der Marlene den Aufenthalt versüßen soll. Jedoch fällt Ben, so der Name
des Auserwählten, kurzfristig aus und stattdessen wird Jan, Bens bester Freund,
ins Rennen geschickt.
Ab diesem Zeitpunkt läuft nichts mehr wie geplant, das
Chaos ist vorprogrammiert …
Mit „Liebe auf Bestellung“ ist Rike Stienen ein
luftig-leichter Liebesroman gelungen, der immer wieder zu überraschen weiß. Mal
ist es romantisch und mal abenteuerlustig.
Marlene, die Protagonistin, ist liebenswert, man kann
sich als Leser(in) recht gut mit ihr identifizieren. Sie ist leicht chaotisch
und beweist eine gehörige Portion weiblichen Stolz, als sich die Geschichte
wendet.
Jan ist ein Geophysiker, dem es ziemlich schwer fällt
eine Frau zu umgarnen. Er springt für Ben ein.
Marlenes Freundinnen sind alle samt sympathisch. Sie
wollen ihr helfen, sie ablenken und das mit allen Mitteln.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, das Buch lässt
sich locker und flüssig in einem durchlesen.
Durch die recht bildhaften Beschreibungen taucht der
Leser in eine bunte Welt ein.
Es gibt zwei Handlungsstränge, den von Marlene und den
ihrer Freundinnen, die parallel zueinander erzählt werden. Am Ende werden beide
wieder vereint.
Das Ende kommt wie erwartet, wenn auch recht abrupt. Ein
oder zwei Seiten mehr wären hier vielleicht angebracht gewesen.
Fazit:
„Liebe auf Bestellung“ von Rike Stienen ist ein
wunderbarer Liebesroman.
Das Cover ist ansprechend, die Charaktere und Schauplätze
mit Liebe zum Detail ausgearbeitet.
Kurz um perfekt für gemütliche Lesestunden.
Vielen Dank an den Oldigor Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Sternenfeuer: Gefährliche Lügen” von Amy Kathleen Ryan

–         
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
–         
Verlag: PAN
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3426283611
–         
ISBN-13: 978-3426283615

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Klappentext:
Du wirst angegriffen.
Du wirst entführt.
Du wirst belogen.
Aber gibst Du auf?
Niemals.
Meine Meinung:
Willkommen in der Zukunft.
Die Erde, so wie wir sie kennen, existiert nicht mehr.
Alles ist verdorrt und unbewohnbar geworden.
Die Menschheit wird umgesiedelt, auf einen fernen
Planeten namens „New Earth“. Zwei Sternenschiffe, die „Empyrean“ und die „New
Horizon“ starteten im Abstand von 1 Jahr auf diese Mission.
Waverly und Kieran sind die ältesten Kinder auf der „Empyrean“
und da sie die ersten Kinder waren, die an Bord zur Welt gekommen sind, genießen
sie einen besonderen Status. Sie sind ineinander verliebt und sollen
schnellstmöglich heiraten und eine Familie gründen. Beide kennen nur das Innere
ihres Schiffs.
Plötzlich taucht aus dem Nichts das Schwesterschiff, die „New
Horizon“, auf. Die Crew überfällt die „Empyrean“ und alle Mädchen werden
entführt.
Es beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, sowohl auf der stark
beschädigten „Empyrean“ als auch für die Mädchen auf der „New Horizon“. Wie
sollen Kieran und die anderen Jungen die Mädchen befreien, wo die „Empyrean“
keinen Captain geschweige denn keine Erwachsenen mehr hat und es fast zu einer
Meuterei kommt?
In „Sternenfeuer: Gefährliche Lügen“ entführt Amy
Kathleen Ryan den Leser in die fernen Welten des Weltraums. Der Roman ist eine
Mischung aus Dystopie angereichert mit Sci-Ficiton Elementen und bietet einen
tollen Auftakt einer großen Sternensaga.
Der Leser wird von Beginn an mitgerissen und die Spannung
reist bis zur letzten Seite nicht ab.
Waverly, die weibliche Protagonistin, ist selbstbewusst
und bildet sich immer eine eigene Meinung. Sie ist eigentlich eine typische
Heldin. Allerdings ändert sich dies ein wenig als sie auf die „New Horizon“
kommt, wo sie negative Dinge über ihren Captain erfährt. Von da an sieht sie
die Dinge weitaus kritischer.
Kieran, Waverlys Freund, ist ein sympathischer junger
Mann. Er ist aber recht schnell mit der neuen Situation auf der „Empyrean“
überfordert und trifft demzufolge Fehlentscheidungen. Er besitzt wenig
Führungskraft, ist zu Beginn sehr gläubig und lehnt Gewalt strikt ab.
Dann ist das Seth, Kierans Gegenspieler. Er ist selbstbewusst
und sympathisch, verändert sich allerdings zunehmend im Laufe der Handlung. Wie
er zu Waverly wirklich steht wird nicht ganz klar deutlich.
Auch die Nebencharaktere sind gut herausgearbeitet. Sie
bringen durch ihre eigenen Geschichten noch zusätzlich Spannung ins Geschehen.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht, die
Seiten ließen sich flüssig lesen. An manchen Stellen allerdings hielt ich die
Thematik ein wenig für zu langatmig. Sie schreibt sehr bildhaft, es ist ein
leichtes sich auf den Schiffen zurechtzufinden.
Das Buch ist in 6 Teile unterteilt. Zu Beginn lernt man
die Charaktere kenne, dann erfolgt die Trennung und ab diesem Zeitpunkt wird
die Handlung abwechselnd auf beiden Schiffen geschildert.
Die Handlung ist am Ende nicht abgeschlossen, es gibt
aber auch keinen fiesen Cliffhanger, der die Wartezeit bis zum nächsten Band
unerträglich macht.
Trotz allem möchte man als Leser wissen wie es
weitergeht.
Fazit:
„Sternefeuer: Gefährliche Lügen“ ist ein fesselnder und
spannender Roman, der sich durch die angesprochenen Themen aus der Masse abhebt.
Als Leser bekommt man so ziemlich alles geboten, von
einer zarten Liebesgeschichte über zwischenmenschliche Probleme bis hin zu
Kampfszenen. Alles wirkt glaubhaft und passt perfekt zusammen.
Von daher auf jeden Fall lesenswert!
Vielen Dank an den PAN Verlag für die Bereitstellung
dieses Leseexemplars.
Diese Rezenson wurde auch hier und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Elfenmagie” von Sabrina Qunaj

 

–         
Taschenbuch: 976 Seiten
–         
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar
2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3746627389
–         
ISBN-13: 978-3746627380

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Inhalt:
Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung
Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem
Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin
Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu
verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora
in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines
Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.
 

Meine Meinung:
Vanora wächst ohne ihre Mutter wohlbehütet bei ihrem
Vater auf.
Eines Tages taucht ein dunkel gekleideter Mann auf dem
Hof ihres Vaters auf, bei dem Vanora in die Lehre gehen soll. So lernt sie allerlei
Sachen, wie Bogenschießen oder auch Geschichten über die Elfen. Als Glendorfil,
so der Name des Mannes, plötzlich und unerwartet wieder verschwindet, glaubt
Vanora alles was er ihr über die Elfen erzählt hat sei frei erfunden.
Jahre später lernt Vanora Eamon kennen, der ihr letztlich
die Wahrheit über sie erzählt. Sie ist eine Halbelfe und ihre Bestimmung ist es
das Elfenreich Elvion wieder zu vereinen.
Allerdings ist da noch Alkariel, die Königin der
Lichtelfen, die ebenfalls an Vanora interessiert ist …
In ihrem Debütroman „Elfenmagie“ entführt Sabrina Qunaj
den Leser in eine einzigartige fantasiereiche Welt. Obwohl dieses Buch knapp
1.000 Seiten umfasst wird die Handlung niemals langweilig, die Spannungskurve
konstant hochgehalten.
Die Charaktere sind alle samt sehr liebevoll und
detailreich ausgearbeitet, so dass es ein Leichtes ist sich mit ihnen zu identifizieren.
Vanora, die Halbelfe, in deren Hand das Schicksal von
Elvion liegt, ist eine sympathische junge Frau. Obwohl sie bereits sehr viel
Leid ertragen musste wirkt sie aufgeschlossen und lebensfroh. Im Laufe des
Buches wird sie reifer, sie wächst mit ihren Taten. Vanora habe ich von Anfang
an sehr gemocht.
Glendorfil, de Elf, der Vanoras Lehrmeister war, ist
derjenige, der immer für andere da ist. Er wirkt sehr weise, ist er doch der
älteste Elf in Elvion. Sein Ende kam für mich sehr überraschend und seine
letztendliche Verbindung mit Vanora erscheint im Nachhinein logisch.
Eamon, der König des Schattenreichs, möchte Vanora immer
und überall beschützen. Er liebt sie, jedoch anders als sie ihn. Durch seine
Verliebtheit vergisst er jedoch des Öfteren seine wirklichen Pflichten.
Mit Nevliin, dem Fürsten von Valdoreen, hatte ich am
Anfang so meine Probleme. Er kommt unnahbar und geheimnisvoll daher, doch dies ändert
sich im Verlauf des Buches. Er und Vanora entdecken ihre Gefühle füreinander,
wodurch Nevliin menschlicher wird. Sein Leid am Ende des Buches war schwer zu
ertragen.
Die „Böse“ in „Elfenmagie“ ist ganz klar Alkariel, die
Königin der Lichtelfen. Sie ist machtbesessen und geht über Leichen. Sie war
mir als Leser von Anfang an unsympathisch.
Mit dem Kobold Bienli und seiner Frau Finola bringt
Sabrina Qunaj Humor ins Geschehen. Die beiden sind einfach nur liebenswürdig,
man muss sie einfach lieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und
flüssig. Sie beschreibt die Charaktere und das Land Elvion sehr bildhaft und
detailreich, man hat als Leser stets den Eindruck man ist mittendrin statt nur
dabei.
Die Handlung wird aus insgesamt 5 Perspektiven
wiedergegeben, wodurch der Leser jede Seite sehr gut kennenlernt. Durch den
stetigen Wechsel wird die Handlung komplex und das Buch gewinnt an Tiefe.
Trotzdem ist es nie zuviel, es bleibt durchweg verständlich.
Das Ende von „Elfenmagie“ ist traurig aber in sich
geschlossen. Somit fällt die Wartezeit bis Juli 2012, wenn mit „Elfenkrieg“ der
zweite Teil erscheint, nicht ganz so schwer. Dennoch freue ich mich bereits
jetzt schon auf diesen Roman und bin gespannt wie es in Elvion weiter geht.
Fazit:
Mit „Elfenmagie“ hat Sabrina Qunaj einen erstklassigen
Debütroman abgeliefert.
Es stimmt einfach alles, die liebevollen Charaktere, die
reizende Liebesgeschichte und der Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende.
Für mich der beste Fantasyroman seit langem!
Ganz klar eine absolute Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.