Gelesen” Feuer und Glas – Der Pakt” von Brigitte Riebe

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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
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Verlag: Heyne Verlag (21. Mai 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453267389
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ISBN-13: 978-3453267381
Klappentext:
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu
bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca
begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit
einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist
verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später
dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante
auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem
reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein,
und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der
mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die
seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet
Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem
Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und
hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem
Gespür für die Wahrheit …
Meine Meinung:
Millas Vater ist seit nunmehr 5 Jahren verschwunden.
Durch dieses Verschwinden hat sich ihr Leben grundlegend verändert. Sie und
ihre Mutter mussten ihr altes Zuhause in Murano verlassen und jetzt wohnen sie
bei ihrer Tante Ysa in Venedig, wo sie das Gasthaus „ippocampo“ betreiben.
Trotz allem hofft Milla nach wie vor Tag für Tag, das ihr Vater doch noch
zurückkommt.
Ganz plötzlich aber erfährt Milla das Geheimnis ihrer
Herkunft. Sie gehört zu den Feuerleuten, die nur aufgrund eines Paktes mit
ihren Feinden, den Wasserleuten, auskommen können. Doch dieser Pakt wurde
gebrochen, wodurch es in der Lagunenstadt zu Unruhen kommt und die Stadt so
leichte Beute für Festländer wird. Wenn der Pakt nicht erneuert wird dann ist
Venedig dem Untergang geweiht.
Für die Erneuerung wird jedoch die gläserne Gondel
benötigt. Sie verleiht ihrem Besitzer ungewöhnliche Kräfte.
Zuletzt besaß Millas Vater dieses Artefakt und so glauben
nun sowohl Feuer- als auch Wasserleute das Milla die Gondel besitzt.
Einige von ihnen scheuen auch vor nichts zurück, nur um
an die Macht der Gondel zu gelangen …
„Feuer und Glas – Der Pakt“ von Brigitte Riebe ist der
erste von zwei Teilen der gleichnamigen Reihe. Die Autorin zeigt in dem Buch
neue Ideen auf und es ist erfrischend anders.
Milla, die Protagonistin, ist ein sympathisches junges
Mädchen. Sie ist aber auch ziemlich dickköpfig . Milla weiß nicht viel über die
Geheimnisse der Feuer- und Wasserleute und als sie auf Luca, einen Jungen der
Wasserleute und Marco, einer der Feuerleute, trifft ist sie hin- und
hergerissen zwischen den beiden.
Marco gehört den Feuerleuten an und er ist sowas wie die
rechte Hand des Admirals, dem geheimen Chef der Lagunenstadt. Er wuchs im
Waisenhaus auf und im Admiral hat er endlich eine führende Hand gefunden.
Während der Handlung macht Marco eine Wandlung durch und hinterfragt die Dinge zunehmend.
Luca ist ein Junge aus gutem Hause. Er gehört zu den
Wasserleuten und soll diese später einmal anführen. Seit Kindheitstagen bekommt
er deren Abneigung gegenüber den Feuerleute zu spüren. Er selber hegt diese
Abneigung nicht. Eher im Gegenteil, er rettet Milla mehr als einmal das Leben
und die beiden teilen das Schicksal miteinander.
Nicht nur die Hauptfiguren hat Brigitte Riebe wunderbar
herausgearbeitet, auch die Nebencharaktere sind fest in der Geschichte
verankert und ebenso liebevoll dargestellt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und obwohl es
sich um eine zeitgenössische Sprache handelt ist das Buch leicht zu lesen.
Es gibt einige italienische Wörter, die im Text kursiv
hervorgehoben sind.
Durch die detaillierten Beschreibungen von Venedig sieht
man beim Lesen die Umgebung sehr gut vor sich.
Allerdings hatte ich zu Beginn des Buches Schwierigkeiten
in die Geschichte zu kommen. Zu viele Informationen strömen auf einen ein, die
ganzen Namen, die Orte und die Eindrücke von Venedig. Dies hat sich nach ein
paar Seiten gelegt und ich konnte abtauchen ins Venedig von damals.
Die Handlung ist spannend gehalten und gipfelt in einem
abgeschlossenen Ende ohne gemeinen Cliffhanger. Es gibt aber trotzdem offene
Fragen die Lust auf den Nachfolger machen.
Fazit:
„Feuer und Glas – Der Pakt“ von Brigitte Riebe ist ein
gelungener Auftakt der zweiteiligen Reihe. Zu Beginn ist der Roman vielleicht
etwas schwierig, dann aber können sowohl die Charaktere, der Handlungsort und
die neu eingebrachten Ideen durchaus überzeugen.
 
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auf hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
 

Gelesen: “Nachtkrieger: Ewige Begierde” von Lisa Hendrix

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Broschiert: 480 Seiten
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Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3426508419
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ISBN-13: 978-3426508411
Klappentext:
Steinarr ist einer von neun Wikingern, die vor
Jahrhunderten von einer Hexe verflucht wurden. Jeden Abend zieht er sich tief
in die englischen Wälder zurück, voller Angst, am nächsten Morgen mit Blut an
den Händen aufzuwachen. Denn Steinarr verwandelt sich nachts in einen wilden
Löwen, der keinerlei menschliches Bewusstsein mehr kennt. Als Steinarr im
Sherwood Forest auf eine verirrte junge Frau trifft, muss er sie deshalb vor
Anbruch der Nacht unbedingt wieder loswerden. Doch er hat nicht mit der
Sturheit dieses widerborstigen Geschöpfs gerechnet: Marian heftet sich beharrlich
an seine Fersen, denn sie braucht dringend Hilfe, um einem heimtückischen
Verfolger zu entkommen. Sie ahnt nicht, dass sie sich in tödliche Gefahr begibt

Meine Meinung:
England im Jahr 1290.
Steinarr ist ein unsterblicher Krieger. Er und 8 weitere
Krieger wurden verflucht und seitdem verwandelt sich Steinarr des Nachts in
einen Löwen. Während dieser Verwandlung hat er keinerlei menschliches Empfinden
mehr und lebt so ständig in der Angst jemanden getötet zu haben. Daher begibt
er sich zur Verwandlung auch immer in den Wald fernab der Zivilisation.
Als Steinarr dies im Sherwood Forest tut, trifft er auf
Marian und ihren Cousin Robin. Obwohl er nichts mit den beiden zu tun haben
möchte wird er sie jedoch nicht los.
Marian und Robin sind auf der Flucht vor dem Adeligen Guy
of Gisbourne und suchen einen Schatz, der Robin zu seinem Erben verhelfen soll.
Steinarr beschützt die beiden fortan und während dieser
Suche kommen sich er und Marian immer näher. Doch Marian wundert sich, weshalb
Steinarr die Nächte nicht bei ihnen verbringt und geht der Sache auf den Grund.
Dabei begibt sie sich allerdings in große Gefahr …
„Nachtkrieger: Ewige Begierde“ ist der zweite Band der
Gestaltwandlerreihe von Lisa Hendrix. Das Buch ist aber auch ohne Kenntnis des
ersten Teils ohne Probleme lesbar.
Der Protagonist Steinarr ist ein wirklich liebenswerter
Kerl. Innerlich ist er allerdings zerrissen, durch sein Dasein als Löwe. Ständig
lebt er in Angst, er könnte jemanden verletzt oder gar getötet haben.
Trotzdem ist er aber zu inniger Liebe und Eifersucht
fähig. Mit Torvald, der tagsüber ein Pferd und des Nachts ein Mensch ist, ist er
der ideale Beschützer.
Marian, die weibliche Protagonistin, heißt eigentlich
Mathilda. Sie ist eine selbstbewusste und taffe Frau, die für ihren Halbbruder
Robin Kopf und Kragen riskiert. Sie besitzt zudem eine besondere Gabe. Marian
kann sich in die Seele eines jeden Tieres einfühlen.
Robin heißt eigentlich Robert und auch er riskiert viel
für sein Erbe. Er und Marian sind ein gutes Team.
Neben den Protagonisten bekommt der Leser auch einen
Einblick in die schwarze Seele der Hexe Cwen. Sie ist für den Fluch verantwortlich.
Die Liebesgeschichte zwischen Marian und Steinarr nimmt
einen großen Teil der Handlung ein, neben der Suche nach dem Schatz und
Steinarrs Suche nach seinem Medaillon mit dem Löwen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu
lesen.
Die Handlung ist spannend, man wird als Leser in eine
vergangene Zeit gezogen.
Anfangs gibt es allerdings etwas langgezogene Passagen.
Dann aber legt die Geschichte an Tempo zu und etwa ab der Hälfte des Buches
traut man sich als Leser kaum das Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende ist, obwohl es sich um einen Teil einer Reihe
handelt, in sich geschlossen. Es passt sehr gut zum Geschehen im Buch.
Fazit:
„Nachtkrieger: Ewige Begierde“ von Lisa Hendrix ist ein
interessanter Roman mit historischer Geschichte. Das Buch vereint Fantasy,
Abenteuer und knisternde Liebe.
Durchaus lesenswert.
Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Das Rote Palais – Die Totenwächterin / Der Gottvampir / Die Schattenpforte” von Helene Henke

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Format: EPUB
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Dateigröße: 2567 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
658 Seiten
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Verlag: Sieben Verlag (8. Mai 2012)
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Sprache: Deutsch
Klappentext:

Die Totenwächterin:
Morde an Vampiren rufen die Detektivin Leyla Barth auf den Plan. Wenn Menschen
in Konflikt mit Vampiren geraten, wenden sie sich an Leyla. Deutschland plant
den Vampirismus zu legalisieren, doch es gibt Widerstände auf beiden Seiten.
Das Multiplexkino Aurodom ist in fester Hand des Meistervampirs der Stadt. Er
setzt den Charme eines vollendeten, fünfhundert Jahre alten Gentlemans ein, um
Leyla für sich zu gewinnen. Hat er mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen
führen Leyla zu Thetania e.V., einer als Verein getarnten Sekte, die sich den
Schönheitswahn der Menschen zunutze macht und ihren Mitgliedern auf
Botox-Partys ewig währende Schönheit anbietet.

Der Gottvampir:
Man nennt ihn Bragi – der Name des altgermanischen Gottes der Dichtkunst. Und
tatsächlich scheint er mehr zu sein als ein Vampir. Der exzentrische Rockstar
versteht es, mit seiner Musik Menschen und Vampire gleichermaßen zu begeistern.
Hat sein Auftauchen in Krinfelde etwas mit dem neuesten Fall von
Privatdetektivin Leyla Barth zu tun? Fest steht, dass Thetania e. V. weiterhin
seinen Geschäften nachgeht, obwohl Leyla und der Meistervampir Rudger von
Hallen der Sekte schon einmal in ihr fragwürdiges Handwerk gepfuscht haben.
Während Thetania expandiert und neben Menschen nun auch Vampire zu Opfern
werden, wirft die geheimnisvolle Vampirin Iduna einen Schatten auf die junge
Beziehung zwischen Leyla und Rudger.

Die Schattenpforte:
Es herrscht Ausnahmezustand in Krinfelde. Eine dunkle Wolke liegt über der
Stadt und lässt weder Licht noch Wärme durch. Wissenschaftler sind ratlos,
Meteorologen überfragt. Niemand weiß, was dieses Phänomen ausgelöst hat, noch
hat jemand eine Idee, wie man diesen Zustand rückgängig machen kann. Leyla
Barth und Rudger van Hallen haben jetzt alle Hände voll zu tun, denn die
Dunkelheit am Tag ermöglicht Vampiren auch tagsüber aktiv zu sein, und es kommt
zu unschönen Vorfällen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Im Aurodom
verschwinden Menschen während Filmvorführungen, und Rudger erwacht eines Abends
nicht mehr aus seiner Starre. Leyla sieht keine andere Möglichkeit und
beschließt, auf eine lebensgefährliche Reise zu gehen – um Rudger zurückzuholen
aus dem Reich der Schatten. Dem Land, in das die Vampire bei Tag reisen, während
sie starr und tot sind für die Welt.

Meine Meinung:
Diese Special-eBook-Edition umfasst die 3 Bände „Die
Totenwächterin“, „Der Gottvampir“ und „Die Schattenpforte“. Alle 3 Romane sind
aus der Feder von Helene Henke und im Urban-Fantasy Bereich anzusiedeln.
Die Protagonisten in allen 3 Büchern sind Leyla Barth und
der Meistervampir Rudger van Hallen.
Leyla ist eine junge Frau, die als Detektivin arbeitet.
Ihr Spezialgebiet sind Fälle, die dem Umstand der Legalisierung des Vampirismus
zugeordnet werden können. Sie ist eine wirklich taffe Frau, die genau weiß was
sie will.
Rudger ist der Meister unter den Vampiren. Er ist im
Aurodom, einem Multiplexkino in Krinfelde, zu Hause, wo er das „Rote Palais“
leitet. Dieses Kino ist Dreh- und Angelpunkt in allen Büchern.
Die Liebesgeschichte zwischen Leyla und Rudger beginnt
zart und baut sich immer weiter auf. Beide sind anfangs verwirrt um ihre
Gefühle, sie lassen sie aber schließlich zu, egal wie schwierig eine Beziehung
zwischen ihnen auch ist.
Mir persönlich sind die beiden Protagonisten sehr ans
Herz gewachsen, ich habe mit Leyla und Rudger geliebt und gelitten.
Neben den Protagonisten gibt es noch viele weitere
Charaktere, die in den 3 Büchern auftauchen. Egal ob man Fjodora, den
Hermaphrodit, Bragi, einen Gott, die Torwächterin Modgudr aus der Anderswelt
oder die ganzen anderen Vampire und Menschen nimmt, alle wurden sie von Helene
Henke sehr gut ausgearbeitet und ins Szene gesetzt.
Hauptschauplatz des Geschehens ist eine fiktive Stadt,
Krinfelde, hier in Deutschland, wobei sämtliche Orte wiederzufinden sind in der
Heimatstadt der Autorin, Krefeld.
Der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig. Die
Beschreibungen sind sehr detailliert und bildhaft, Kopfkino ist hier
garantiert.
Auch die erotischen Szenen hat Helene Henke sehr gut in
Szene gesetzt, es knistert wirklich gewaltig.
Die Geschichte wird aus Leylas Sicht in der personellen
Perspektive geschildert. Im 3. Buch allerdings wechselt die Sichtweise in zwei
Situationen, die für den Leser interessant sind, in die von Rudger.
Die Handlung ist spannend und interessant. Man kommt als
Leser kaum zum Luft holen und traut sich nicht aufzuhören bis man mit dem Lesen
fertig ist.
Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und am Ende
der Triologie lehnt man sich als Leser befriedigt zurück.
Ich persönlich hätte gerne noch viel mehr von Leyla und
Rudger gelesen, fällt es mir doch unheimlich schwer sie gehen zu lassen.
Ich werde Helene Henke auf jeden Fall treu bleiben und
bin schon sehr gespannt was es in Zukunft noch alles von ihr zu lesen geben
wird.
Fazit:
Die Triologie um das „Rote Palais“ von Helene Henke ist
ein absolutes Muss für jeden Vampirfan und alle die es noch werden wollen.
Die Charaktere sind einfach nur klasse, die Handlung ist
spannend und auch die Romantik kommt nicht zu kurz.
Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine ganz klare
und absolute Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an den Sieben Verlag, lovelybooks und Helene
Henke, dass ich die Special-eBook-Edition lesen durfte und bei der Leserunde
bei lovelybooks dabei sein durfte.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Der Duft von Erde und Zitronen” von Margherita Oggero

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
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Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (9. Mai 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3421045534
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ISBN-13: 978-3421045539
Klappentext:
Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante
hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die
Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu
vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür
bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach
Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen
kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr
eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu
nehmen.

Meine Meinung:
Die 13-jährige Immaculata, genannt Imma, wohnt bei ihrer
Extante in Italiens Norden. Dort darf sie die Wohnung nicht verlassen, zu groß
ist die Gefahr erkannt zu werden.
Imma gilt in ihrer Heimat als vermisst, nachdem sie dem
Sohn des „Bosses“, der sie vergewaltigen wollte, einen Stein auf den Kopf
geschlagen hat.
Allerdings fällt es Imma immer schwerer nur am Fenster zu
stehen während sich davor das richtige Leben abspielt.
Als sich ihr die Möglichkeit bietet nach draußen zu gehen
macht Imma es. Bei ihren Ausflügen lernt sie einen jungen Buchverkäufer, Paolo,
kennen, der ihr immer wieder Bücher verkauft.
Durch diese Bücher und deren Geschichten aber auch durch
Paolo ist Imma endlich bereits sich ihrem Schicksal zu stellen.
„Der Duft von Erde und Zitronen“ war mein erster Roman
von Margherita Oggero. Eigentlich ist die Autorin im Krimigenre zu finden, hier
aber schlägt sie ruhigere Töne an.
In diesem Roman dreht sich eigentlich alles um Imma und
ihre Familie. Als Leser lernt man die Geschichte einer typischen italienischen
Familie kennen. Bis zu dem Tag als ein Unglück geschieht und Imma in etwas
hineingezogen wird, was keinem 13-jährigen Mädchen passieren sollte.
Die Protagonistin Immaculata, kurz Imma, ist ein junges
Mädchen, das bereits viel erlebt hat. Sie ist ein besonderer Mensch mit seinen
ganz persönlichen Eigenarten. Imma ist intelligent und im Laufe der Geschichte
wird sie zunehmend erwachsener. Mir war sie sehr sympathisch.
Neben Imma gibt es im Buch noch sehr viele andere
Charaktere, wie beispielsweise Immas Familie oder die Extante Rosaria. Und es
taucht Paolo auf, der Imma immer wieder neue Bücher verkauft. Obwohl er nur
eine Randfigur ist, so bewegt er doch etwas in Imma.
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und flüssig.
Durch die bildhaften Beschreibungen der Landschaft fühlt sich der Leser als
wäre man mitten in Italien.
Es gibt mehrere Erzählstränge, die am Ende zueinander
führen und ein Ganzes ergeben.
Während bei Immas Erzählstrang immer die Ich-Perspektive
verwendet wird, so ist es in den anderen Strängen die allwissende Perspektive.
Das Buch ist in relativ kurze Kapitel unterteilt.
Allerdings sind diese leider ohne Überschriften und so ist es schwierig dem
jeweiligen Erzählstrang zu folgen.
Der Anfang des Buches gestaltet sich etwas verwirrend, da
man sich er als Leser zurechtfinden muss.
Die Handlung baut sich langsam auf und von Kapitel zu
Kapitel erhält man als Leser mehr Informationen. Da dies aber immer recht
wenige sind beliebt es spannend bis zum Schluss.
Das Ende ist eigentlich ein offenes Ende. Jeder Leser
kann sich seine eigenen Gedanken machen wie es mit Imma und ihrer Familie
weitergeht.
Obwohl ich offene Enden nicht so mag, passt es hier doch
sehr gut.
Fazit:
„Der Duft von Erde und Zitronen“ von Margherita Oggero
ist ein einfühlsamer Roman über eine tragische Familiengeschichte.
Das Buch ist besonders für Leser geeignet, die
tiefgründige Geschichten mögen.


Vielen Dank an den DVA Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar und für die Leserunde auf lovelybooks.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Ohne Ziel” von Andreas Kurz

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Broschiert: 229 Seiten
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Verlag: Ubooks; Auflage: 1 (Oktober 2011)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3939239038
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ISBN-13: 978-3939239031
Klappentext:
Unschuld verliert
man nicht, sie hört einfach irgendwann auf.
Simon ist sechzehn und findet auf einem seiner Streifzüge durch den nahen Wald
dort versteckte Gewehre. Eines davon nimmt er mit nach Hause.
Als er durch Zufall auch noch in den Besitz einer einzelnen Patrone gelangt,
ändert sich sein ganzes Leben. Fasziniert vom Gefühl der Macht kreisen seine
Gedanken nur noch um die Tatsache, damit jederzeit Schicksal spielen zu können.
Als er Blacky kennenlernt, möchte er ihr imponieren und verrät dabei mehr, als
gut für ihn ist.
Als sich schließlich die Besitzer des Gewehrs auf die Suche nach ihm machen,
muss er sich entscheiden, ob er wirklich auf einen anderen Menschen zielen und
abdrücken kann …

Meine Meinung:
Simon ist 16 Jahre alt und lebt bei seiner Großmutter am
Stadtrand von München. Er ist ein Einzelgänger und nennt sich selbst Bandido.
Die beiden werden von Simons Großonkel Friedel unterstützt.
Die meiste Zeit verbringt Simon im nahegelegenen Wald. Er
streift einfach so umher und weiß eigentlich nicht viel mit sich anzufangen.
Als er so eines Tages wieder unterwegs ist sieht er
plötzlich zwei Männer, die etwas im Wald vergraben. Simon ist neugierig und findet
so Gewehre. Eines davon nimmt er an sich und übt fortan nachts damit umzugehen.
In Friedels Wohnung findet Simon zudem noch eine passende Patrone. Nun fühlt er
sich mächtig und wünscht sich jemanden der es mit ihm aufnehmen kann.
Da Simon mehr über die Gewehre herausfinden möchte
beginnt er nachzuforschen. Dabei lernt er Blacky kennen und gerät in eine Sache
hinein, die er sich so nie gewünscht hat. Hätte er einen Gegner doch niemals
heraufbeschworen.
„Ohne Ziel“ von Andreas Kurz ist ein Roman über einen
Jugendlichen, der sich auf der Schwelle zum Erwachsenwerden befindet.. Der
Autor zeigt auf wie sich der Junge verändert und seinen Sexualtrieb entdeckt,
welche Konflikte in der Familie entstehen und auch das Thema Gewalt und Macht
spielt eine sehr große Rolle.
 

Der Protagonist Simon ist 16. Er will gerne eine Freundin
haben und Sex und schaut dem weiblichen Geschlecht nur zu gerne nach. Seine
Familie ist zerrüttet. Er lebt bei seiner Großmutter, ist aber genervt von ihr
und seinem Großonkel, die beide in Simon noch immer den kleinen Jungen sehen.
Simon fühlt sich als Außenseiter und Versager. Durch das gefundene Gewehr aber
glaubt er etwas gefunden zu haben, das ihn zu Jemand macht. Er würde gerne Schicksal
spielen.
Bei seiner Recherche lernt er Blacky kennen. Sie ist die
Schwester von einem der Männer. Simon hilft ihr ab und zu und verliebt sich
dabei in sie.
Der Schreibstil des Autors ist einfach. Andreas Kurz
nutzt kurze Sätze, so dass man als Leser innerhalb kurzer Zeit viele
Informationen erhält. Desweiteren benutzt der Autor sehr oft Vulgärsprache. Mir
persönlich war dies allerdings an manchen Stellen etwas zuviel davon.
Die Handlung an sich ist spannend. Am Anfang ist es
vielleicht etwas langatmig aber dies gibt sich schnell.
Das Ende passt gut zum Gesehen, auch wenn es leider etwas
vorhersehbar ist.
Fazit:
„Ohne Ziel“ von Andreas Kurz ist ein Roman übers
Erwachsenwerden, Gewalt und damit verbundene Macht. Die Handlung ist spannend
gehalten und die Charaktere kommen authentisch rüber.
Ein Roman der zum Nachdenken anregt und auf jeden Fall lesenswert
ist.
Vielen Dank an das Team von “Wir lesen” und den Ubooks Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch auf “Wir lesen” zu finden.

Gelesen: “Mondscheinbiss” von Janin P. Klinger

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Broschiert: 204 Seiten
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Verlag: Sieben-Verlag (Mai 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3864430607
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ISBN-13: 978-3864430602
Klappentext:
Serena Love Baltimore verdient ihren Lebensunterhalt als
Lieutenant beim NYPD. Dass sie eine Werwölfin ist, geht nicht unbedingt jeden
etwas an. Ihre Familie, ein wildes Werwolfsrudel, hat sich damit abgefunden,
dass sie in ihrem Job schon mal ihr Leben riskiert. Was jedoch die
Beschützerinstinkte ihrer Brüder auf Hochtouren laufen lässt, ist die Tatsache,
dass sie ein Verhältnis mit dem Top-Profiler Jason LaFavre hat. Denn Jason ist
nicht nur ihr Liebster, sondern obendrein ein Vampir und somit Persona non
grata in Werwolfkreisen. Als ein Serienkiller es auf Serena abgesehen hat,
scheint das zerbrechliche Friedensgeflecht zu zerreißen, und stellt nicht nur
die Liebe von Serena und Jason auf eine harte Probe.
(Quelle: Sieben Verlag)
Meine Meinung:
Serena Love Baltimore ist ein Lieutenant in New York.
Kaum einer ihrer Kollegen weiß, dass sie eine Werwölfin ist. Sie ist mit Jason
LaFavre, einem Profiler und seines Zeichens Vampir, zusammen und die beiden
sind glücklich. Serenas Familie, ein Werwolfsrudel, ist von dieser Verbindung
gar nicht begeistert, denn zwischen Werwölfen und Vampiren herrscht eine
natürliche Feindschaft. Diese wurde zwar weitgehend beigelegt aber sie keimt
doch immer wieder auf.
Als ein Serienkiller aus Serenas aktuellem Fall es auf
die junge Polizistin abgesehen hat sind sowohl ihre Familie als auch Jason in großer
Sorge. Denn je weiter Serena mit ihren Ermittlungen vorankommt, desto
gefährlicher wird es nicht nur für sie …
„Mondscheinbiss“ ist Janin P. Klingers Debütroman. Ich
habe schon recht viele Bücher über Vampire und Werwölfe gelesen, doch dieser hier
ist erfrischend anders. Die Autorin bringt neue Ideen ein und so hebt sich der
Roman von der breiten Masse dieses Genres ab.
Serena ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist von
Geburt an eine Werwölfin, wovon aber nur wenig wissen. Serena ist wunderschön,
durchtrainiert und weiß genau was sie will.
Ihr Liebster Jason, Profiler und Vampir, war mir
ebenfalls sofort sympathisch. Er sieht gut aus, liebt Serena sehr und möchte
sie beschützen.
Die Liebe der beiden steht aufgrund der Feindschaft
zwischen Vampir und Werwolf unter keinem guten Stern. Die beiden machen aber
das Beste daraus, auch wenn sie bei Serenas Familie anecken.
Auch die Nebencharaktere hat Janin P. Klinger gut
ausgearbeitet. Hier ist mir besonders Serenas Familie in Erinnerung geblieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und
fesselnd. Sie beschreibt alles sehr detailreich, was das Lesen zusätzlich zu
einem Genuss gemacht hat.
Der Roman ist durchweg spannend gehalten. Immer wieder
gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. So erfährt man als Leser mehr über
den Beginn der Liaison von Serena und Jason und auch über die Vergangenheit der
Werwolffamilie.
Manchmal ist der Übergang zwischen Vergangenheit und
Gegenwart etwas zu flüssig gestaltet, dies hat aber beim Lesen nicht wirklich
gestört.
Das Ende des Buches lässt Raum für eine eventuelle
Fortsetzung. Es ist aber Gott sei Dank kein gemeiner Cliffhanger.
Ich würde mich jedenfalls sehr freuen in Zukunft mehr von
Serena und Jason zu lesen.
Fazit:
„Mondscheinbiss“ von Janin P. Klinger ist ein rundherum
gelungenes Debüt. Der Roman ist spannend, die Charaktere sind sympathisch und
die Handlung ist interessant.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an den Sieben Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.