Gelesen: “Der Prinz der Schatten” von Torsten Fink

–         
Taschenbuch: 544 Seiten
–         
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. April 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3442268567
–         
ISBN-13: 978-3442268566
Klappentext:
Ein Assassine ohne Erinnerung …
Er hat alles vergessen. Er erinnert sich nicht einmal daran, wie er heißt. Doch
eines wird dem Namenlosen rasch klar: Der, der er einst war, will er nicht mehr
sein. Denn er verfügt über die Fähigkeiten eines Assassinen, und die
Vorstellung, jemanden zu ermorden, ist ihm zuwider. Bei den Nachforschungen
über seine Herkunft stößt er immer wieder auf eine Gemeinschaft von Mördern,
deren Name nur mit Schaudern geflüstert wird – die Bruderschaft der Schatten.

Meine Meinung:
Atgarth ist eigentlich eine unwichtige Stadt im Norden
des Seebundes, wäre da nicht der kürzliche Silberfund. Die Stadt wird seit 600
Jahren von einer Herzoglinie regiert und man sagt, die Stadt wurde von den
Mahren erbaut.
Die Köhlerstochter Ela möchte unbedingt aus der Stadt
weg, auch weil ihr Vater Gram trinkt. Nach einer Kneiptour bringt dieser einen
fremden Bewusstlosen mit nach Hause. Dieser behauptet, nachdem er wieder
erwacht ist, er habe sein Gedächtnis verloren. Ela beschließt dem nachzugehen.
Der Fremde wird Anuq getauft und möchte in der Stadt
ebenfalls Nachforschungen anstellen. Er wird auch relativ schnell fündig. In
der Nacht zuvor hat man versucht in der Burg einzubrechen und ein Verwalter
wurde umgebracht. War er das etwa?
Die Stadtwache jedenfalls glaubt dies und möchte Anuq auf
der Stelle verhaften. Dieser allerdings besitzt Fähigkeiten, die tödlich sind.
Das Wort „Schatten“ macht die Runde, die Auftragsmörder, die ihre Magie zum
Töten einsetzen.
Sie stoßen auf eine Verschwörung und Anuq, Ela und ihre
Eltern befinden sich mittendrin. Als dann der Bruder des Herzogs mit seiner
ausländischen Frau in die Stadt kommt und sich ein viel zu neugieriger Pilgerer
ebenfalls in die Ermittlungen einmischt, gerät etwas in Bewegung.
Wer ist Anuq wirklich? Wem kann er noch vertrauen? Und
möchte er es aufgrund seiner Fähigkeiten überhaupt wissen?
„Der Prinz der Schatten“ war mein erstes Buch von Torsten
Fink. Es ist der Auftakt zu einer neuen Fantasytriologie.
Anuq, der Protagonist, ist ein sehr interessanter
Charakter. Von ihm bleibt aber sehr viel im Dunklen, das macht ihn zudem
geheimnisvoll. Als Leser geht man mit ihm auf eine Reise zu seinen Ursprüngen.
Anuq hat aber auch ein „Dunkles Ich“, das immer dann zum
Vorschein kommt, wenn er in Gefahr ist.
Auch die anderen zahlreichen Charaktere wurden von
Torsten Fink sehr gut ausgearbeitet und lebensnah beschrieben.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig. Das Buch
lässt sich sehr gut lesen.
Die Handlung ist sehr detailreich beschrieben, man fühlt
sich als Leser als wäre man mittendrin.
Die Umgebung ist sehr düster, genau passend zur Handlung
selber.
Die Spannungskurve steigt stetig an, fällt allerdings zum
Ende hin wieder etwas ab. Immer wieder gibt es Überraschungsmomente, nichts ist
wirklich vorhersehbar.
Durch die recht häufig wechselnden Erzählperspektiven
bekommt man als Leser viele Hintergrundinformationen zur Handlung.
Auch die verschiedenen Handlungsstränge, die recht
schnell zueinander führen, machen das Geschehen komplexer.
Der Roman gipfelt in einem offenen Ende, welches Lust auf
den zweiten Teil macht.
Dieser soll im Dezember ebenfalls im Blanvalet Verlag
erscheinen und „Der Prinz der Klingen“ heißen.
Fazit:
„Der Prinz der Schatten“ von Torsten Fink ist ein toller
Auftakt der Triologie rund um die Assassine.
Die Handlung ist spannend, die Charaktere sind glaubhaft
dargestellt und die Welt, in die der Autor den Leser entführt ist düster
gestaltet.
Ein guter Roman besonders für Fantasyliebhaber.
 
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) verföffentlicht.

Gelesen: “Der Duft der Pfirsichblüte” von Dagmar Trodler

–         
Taschenbuch: 448 Seiten
–         
Verlag: Rütten & Loening (12. März 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3352008248
–         
ISBN-13: 978-3352008245
Klappentext:
London im Jahr 1812: Die junge Penelope wird mit ihrer
Mutter Mary erst zum Tode verurteilt, dann ins ferne Australien verbannt. Auf
der beschwerlichen Überfahrt begegnet sie dem Sträfling Liam, einem wilden
Iren, der sie fasziniert. Liebt sie ihn? Sie weiß es nicht. Als das Schiff in
Sydney einläuft, wird Penelope von ihrem Kind, das sie von Liam empfangen hat,
und von ihrer Mutter getrennt. Nur ein deutscher Arzt kümmert sich um sie –
doch wo sind ihr Kind und Mary? Und was ist mit Liam geschehen?
Meine Meinung:
London im Jahr 1812.
Nachdem Mary MacFadden eine Abtreibung misslingt, wird
sie zuerst zum Tode verurteilt und dann schließlich nach Australien verbannt.
Penelope, ihre Tochter, geht mit ihr mit.
Die Überfahrt mit dem Schiff wird für sie beide zur
reinsten Tortur.
Mary erwirbt sich während der Fahrt den Respekt der
Aufseher und wird weitestgehend in Ruhe gelassen. Penelope allerdings begeht
einen Fehler und wird von einem irischen Sträfling  geschwängert. Irgendwie ist Penelope von Liam
fasziniert aber ob sie ihn liebt weiß sie nicht.
Noch auf dem Schiff bringt Penelope eine Tochter zur
Welt.
Beim Anlegen in Sydney kommt es allerdings zu einer
Katastrophe auf dem Schiff und Penelope wird von ihrer Tochter und von ihrer
Mutter getrennt. Nun steht sie alleine da. Nur ein deutscher Arzt, Bernhard
Kreuz, kümmert sich um sie und schnell wird Penelope klar, er empfindet mehr
für sie.
Doch was passiert, wenn sie Liam wiedersieht? Und was ist
mit ihrer Tochter und ihrer Mutter geschehen?
In „Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler wird
man als Leser in eine längst vergangene, grausame Zeit entführt.
Die Protagonisten Mary und Penelope MacFadden leben im
armen Viertel von London. Beide arbeiten hart um zu Überleben.
Penelope ist jung und naiv. Sie lebt meist gedankenlos in
den Tag. Sie arbeitet als Flickennäherin bzw. als Spitzenhäklerin und wenn sie
ihre Arbeit gut in den vornehmeren Häusern verrichtet braucht sie keinen Hunger
zu leiden und es geht ihr gut. Dies ändert sich allerdings auf der Überfahrt
nach Sydney. Hier lernt Penelope noch schlimmere Zustände kennen als sie sie
vom Armenviertel in London gewohnt ist. Ihr Gemütszustand ändert sich, sie wird
zunehmend deprimierter und lustloser.
Durch Liam wird Penelope, die sich weder mit Sex noch mit
Kindern auskennt, schwanger und wird so gezwungen erwachsen zu werden.
Ihre Mutter Mary hält stets eine schützende Hand über
Penelope aber auch sie kann nicht verhindern, dass sie sich auf Liam einlässt.
Tief im Inneren macht Mary sich schwere Vorwürfe, dass
sie sich auf die verhängnisvolle Abtreibung eingelassen hat. Dadurch nahm ja
alles erst seinen Lauf.
Beide Frauen hat Dagmar Trodler sehr gut dargestellt. Von
Mary bekommt man als Leser zwar im Handlungsverlauf recht wenig zu lesen, da
sich das Geschehen zunehmend auf Penelope konzentriert, aber dennoch hat Mary
ihren festen Platz im Buch.
Penelope selber kommt sehr authentisch und glaubwürdig
rüber.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr
eindringlich.
Teilweise schreibt sie auch schonungslos, man kann die
grausame und bedrückende Stimmung regelrecht greifen.
Dadurch und auch durch die realistische Beschreibung von
Armut und Ausbeutung ist der Roman aber recht schwer zu lesen.
Die Handlung selber ist trotzdem spannend gehalten und
fesselt den Leser ans Buch.
Das Ende wiederum ist nicht kitschig und hat mich
versöhnlich gestimmt.
Fazit:
„Der Duft der Pfirsichblüte“ von Dagmar Trodler ist trotz
der schwierigen Zeit, in der das Geschehen angesiedelt ist, ein toller Roman.
Die Protagonisten sind glaubwürdig und die Handlung ist
so realistisch dargestellt, dass ich schon froh bin heute zu leben und nicht
damals.
 
Vielen Dank an den Rütten & Loening Verlag (Aufbau
Verlag) für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auh hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht. 

Gelesen” Feuer und Glas – Der Pakt” von Brigitte Riebe

–         
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
–         
Verlag: Heyne Verlag (21. Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3453267389
–         
ISBN-13: 978-3453267381
Klappentext:
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu
bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca
begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit
einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist
verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später
dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante
auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem
reichen Stadthaus – und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein,
und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der
mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die
seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfindet
Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem
Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und
hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen – außer einer Katze und ihrem
Gespür für die Wahrheit …
Meine Meinung:
Millas Vater ist seit nunmehr 5 Jahren verschwunden.
Durch dieses Verschwinden hat sich ihr Leben grundlegend verändert. Sie und
ihre Mutter mussten ihr altes Zuhause in Murano verlassen und jetzt wohnen sie
bei ihrer Tante Ysa in Venedig, wo sie das Gasthaus „ippocampo“ betreiben.
Trotz allem hofft Milla nach wie vor Tag für Tag, das ihr Vater doch noch
zurückkommt.
Ganz plötzlich aber erfährt Milla das Geheimnis ihrer
Herkunft. Sie gehört zu den Feuerleuten, die nur aufgrund eines Paktes mit
ihren Feinden, den Wasserleuten, auskommen können. Doch dieser Pakt wurde
gebrochen, wodurch es in der Lagunenstadt zu Unruhen kommt und die Stadt so
leichte Beute für Festländer wird. Wenn der Pakt nicht erneuert wird dann ist
Venedig dem Untergang geweiht.
Für die Erneuerung wird jedoch die gläserne Gondel
benötigt. Sie verleiht ihrem Besitzer ungewöhnliche Kräfte.
Zuletzt besaß Millas Vater dieses Artefakt und so glauben
nun sowohl Feuer- als auch Wasserleute das Milla die Gondel besitzt.
Einige von ihnen scheuen auch vor nichts zurück, nur um
an die Macht der Gondel zu gelangen …
„Feuer und Glas – Der Pakt“ von Brigitte Riebe ist der
erste von zwei Teilen der gleichnamigen Reihe. Die Autorin zeigt in dem Buch
neue Ideen auf und es ist erfrischend anders.
Milla, die Protagonistin, ist ein sympathisches junges
Mädchen. Sie ist aber auch ziemlich dickköpfig . Milla weiß nicht viel über die
Geheimnisse der Feuer- und Wasserleute und als sie auf Luca, einen Jungen der
Wasserleute und Marco, einer der Feuerleute, trifft ist sie hin- und
hergerissen zwischen den beiden.
Marco gehört den Feuerleuten an und er ist sowas wie die
rechte Hand des Admirals, dem geheimen Chef der Lagunenstadt. Er wuchs im
Waisenhaus auf und im Admiral hat er endlich eine führende Hand gefunden.
Während der Handlung macht Marco eine Wandlung durch und hinterfragt die Dinge zunehmend.
Luca ist ein Junge aus gutem Hause. Er gehört zu den
Wasserleuten und soll diese später einmal anführen. Seit Kindheitstagen bekommt
er deren Abneigung gegenüber den Feuerleute zu spüren. Er selber hegt diese
Abneigung nicht. Eher im Gegenteil, er rettet Milla mehr als einmal das Leben
und die beiden teilen das Schicksal miteinander.
Nicht nur die Hauptfiguren hat Brigitte Riebe wunderbar
herausgearbeitet, auch die Nebencharaktere sind fest in der Geschichte
verankert und ebenso liebevoll dargestellt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und obwohl es
sich um eine zeitgenössische Sprache handelt ist das Buch leicht zu lesen.
Es gibt einige italienische Wörter, die im Text kursiv
hervorgehoben sind.
Durch die detaillierten Beschreibungen von Venedig sieht
man beim Lesen die Umgebung sehr gut vor sich.
Allerdings hatte ich zu Beginn des Buches Schwierigkeiten
in die Geschichte zu kommen. Zu viele Informationen strömen auf einen ein, die
ganzen Namen, die Orte und die Eindrücke von Venedig. Dies hat sich nach ein
paar Seiten gelegt und ich konnte abtauchen ins Venedig von damals.
Die Handlung ist spannend gehalten und gipfelt in einem
abgeschlossenen Ende ohne gemeinen Cliffhanger. Es gibt aber trotzdem offene
Fragen die Lust auf den Nachfolger machen.
Fazit:
„Feuer und Glas – Der Pakt“ von Brigitte Riebe ist ein
gelungener Auftakt der zweiteiligen Reihe. Zu Beginn ist der Roman vielleicht
etwas schwierig, dann aber können sowohl die Charaktere, der Handlungsort und
die neu eingebrachten Ideen durchaus überzeugen.
 
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auf hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
 

Gelesen: “Nachtkrieger: Ewige Begierde” von Lisa Hendrix

–         
Broschiert: 480 Seiten
–         
Verlag: Knaur TB (1. März 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3426508419
–         
ISBN-13: 978-3426508411
Klappentext:
Steinarr ist einer von neun Wikingern, die vor
Jahrhunderten von einer Hexe verflucht wurden. Jeden Abend zieht er sich tief
in die englischen Wälder zurück, voller Angst, am nächsten Morgen mit Blut an
den Händen aufzuwachen. Denn Steinarr verwandelt sich nachts in einen wilden
Löwen, der keinerlei menschliches Bewusstsein mehr kennt. Als Steinarr im
Sherwood Forest auf eine verirrte junge Frau trifft, muss er sie deshalb vor
Anbruch der Nacht unbedingt wieder loswerden. Doch er hat nicht mit der
Sturheit dieses widerborstigen Geschöpfs gerechnet: Marian heftet sich beharrlich
an seine Fersen, denn sie braucht dringend Hilfe, um einem heimtückischen
Verfolger zu entkommen. Sie ahnt nicht, dass sie sich in tödliche Gefahr begibt

Meine Meinung:
England im Jahr 1290.
Steinarr ist ein unsterblicher Krieger. Er und 8 weitere
Krieger wurden verflucht und seitdem verwandelt sich Steinarr des Nachts in
einen Löwen. Während dieser Verwandlung hat er keinerlei menschliches Empfinden
mehr und lebt so ständig in der Angst jemanden getötet zu haben. Daher begibt
er sich zur Verwandlung auch immer in den Wald fernab der Zivilisation.
Als Steinarr dies im Sherwood Forest tut, trifft er auf
Marian und ihren Cousin Robin. Obwohl er nichts mit den beiden zu tun haben
möchte wird er sie jedoch nicht los.
Marian und Robin sind auf der Flucht vor dem Adeligen Guy
of Gisbourne und suchen einen Schatz, der Robin zu seinem Erben verhelfen soll.
Steinarr beschützt die beiden fortan und während dieser
Suche kommen sich er und Marian immer näher. Doch Marian wundert sich, weshalb
Steinarr die Nächte nicht bei ihnen verbringt und geht der Sache auf den Grund.
Dabei begibt sie sich allerdings in große Gefahr …
„Nachtkrieger: Ewige Begierde“ ist der zweite Band der
Gestaltwandlerreihe von Lisa Hendrix. Das Buch ist aber auch ohne Kenntnis des
ersten Teils ohne Probleme lesbar.
Der Protagonist Steinarr ist ein wirklich liebenswerter
Kerl. Innerlich ist er allerdings zerrissen, durch sein Dasein als Löwe. Ständig
lebt er in Angst, er könnte jemanden verletzt oder gar getötet haben.
Trotzdem ist er aber zu inniger Liebe und Eifersucht
fähig. Mit Torvald, der tagsüber ein Pferd und des Nachts ein Mensch ist, ist er
der ideale Beschützer.
Marian, die weibliche Protagonistin, heißt eigentlich
Mathilda. Sie ist eine selbstbewusste und taffe Frau, die für ihren Halbbruder
Robin Kopf und Kragen riskiert. Sie besitzt zudem eine besondere Gabe. Marian
kann sich in die Seele eines jeden Tieres einfühlen.
Robin heißt eigentlich Robert und auch er riskiert viel
für sein Erbe. Er und Marian sind ein gutes Team.
Neben den Protagonisten bekommt der Leser auch einen
Einblick in die schwarze Seele der Hexe Cwen. Sie ist für den Fluch verantwortlich.
Die Liebesgeschichte zwischen Marian und Steinarr nimmt
einen großen Teil der Handlung ein, neben der Suche nach dem Schatz und
Steinarrs Suche nach seinem Medaillon mit dem Löwen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu
lesen.
Die Handlung ist spannend, man wird als Leser in eine
vergangene Zeit gezogen.
Anfangs gibt es allerdings etwas langgezogene Passagen.
Dann aber legt die Geschichte an Tempo zu und etwa ab der Hälfte des Buches
traut man sich als Leser kaum das Buch aus der Hand zu legen.
Das Ende ist, obwohl es sich um einen Teil einer Reihe
handelt, in sich geschlossen. Es passt sehr gut zum Geschehen im Buch.
Fazit:
„Nachtkrieger: Ewige Begierde“ von Lisa Hendrix ist ein
interessanter Roman mit historischer Geschichte. Das Buch vereint Fantasy,
Abenteuer und knisternde Liebe.
Durchaus lesenswert.
Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Das Rote Palais – Die Totenwächterin / Der Gottvampir / Die Schattenpforte” von Helene Henke

–         
Format: EPUB
–         
Dateigröße: 2567 KB
–         
Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
658 Seiten
–         
Verlag: Sieben Verlag (8. Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
Klappentext:

Die Totenwächterin:
Morde an Vampiren rufen die Detektivin Leyla Barth auf den Plan. Wenn Menschen
in Konflikt mit Vampiren geraten, wenden sie sich an Leyla. Deutschland plant
den Vampirismus zu legalisieren, doch es gibt Widerstände auf beiden Seiten.
Das Multiplexkino Aurodom ist in fester Hand des Meistervampirs der Stadt. Er
setzt den Charme eines vollendeten, fünfhundert Jahre alten Gentlemans ein, um
Leyla für sich zu gewinnen. Hat er mit den Morden zu tun? Die Ermittlungen
führen Leyla zu Thetania e.V., einer als Verein getarnten Sekte, die sich den
Schönheitswahn der Menschen zunutze macht und ihren Mitgliedern auf
Botox-Partys ewig währende Schönheit anbietet.

Der Gottvampir:
Man nennt ihn Bragi – der Name des altgermanischen Gottes der Dichtkunst. Und
tatsächlich scheint er mehr zu sein als ein Vampir. Der exzentrische Rockstar
versteht es, mit seiner Musik Menschen und Vampire gleichermaßen zu begeistern.
Hat sein Auftauchen in Krinfelde etwas mit dem neuesten Fall von
Privatdetektivin Leyla Barth zu tun? Fest steht, dass Thetania e. V. weiterhin
seinen Geschäften nachgeht, obwohl Leyla und der Meistervampir Rudger von
Hallen der Sekte schon einmal in ihr fragwürdiges Handwerk gepfuscht haben.
Während Thetania expandiert und neben Menschen nun auch Vampire zu Opfern
werden, wirft die geheimnisvolle Vampirin Iduna einen Schatten auf die junge
Beziehung zwischen Leyla und Rudger.

Die Schattenpforte:
Es herrscht Ausnahmezustand in Krinfelde. Eine dunkle Wolke liegt über der
Stadt und lässt weder Licht noch Wärme durch. Wissenschaftler sind ratlos,
Meteorologen überfragt. Niemand weiß, was dieses Phänomen ausgelöst hat, noch
hat jemand eine Idee, wie man diesen Zustand rückgängig machen kann. Leyla
Barth und Rudger van Hallen haben jetzt alle Hände voll zu tun, denn die
Dunkelheit am Tag ermöglicht Vampiren auch tagsüber aktiv zu sein, und es kommt
zu unschönen Vorfällen. Doch das ist nicht das einzige Problem. Im Aurodom
verschwinden Menschen während Filmvorführungen, und Rudger erwacht eines Abends
nicht mehr aus seiner Starre. Leyla sieht keine andere Möglichkeit und
beschließt, auf eine lebensgefährliche Reise zu gehen – um Rudger zurückzuholen
aus dem Reich der Schatten. Dem Land, in das die Vampire bei Tag reisen, während
sie starr und tot sind für die Welt.

Meine Meinung:
Diese Special-eBook-Edition umfasst die 3 Bände „Die
Totenwächterin“, „Der Gottvampir“ und „Die Schattenpforte“. Alle 3 Romane sind
aus der Feder von Helene Henke und im Urban-Fantasy Bereich anzusiedeln.
Die Protagonisten in allen 3 Büchern sind Leyla Barth und
der Meistervampir Rudger van Hallen.
Leyla ist eine junge Frau, die als Detektivin arbeitet.
Ihr Spezialgebiet sind Fälle, die dem Umstand der Legalisierung des Vampirismus
zugeordnet werden können. Sie ist eine wirklich taffe Frau, die genau weiß was
sie will.
Rudger ist der Meister unter den Vampiren. Er ist im
Aurodom, einem Multiplexkino in Krinfelde, zu Hause, wo er das „Rote Palais“
leitet. Dieses Kino ist Dreh- und Angelpunkt in allen Büchern.
Die Liebesgeschichte zwischen Leyla und Rudger beginnt
zart und baut sich immer weiter auf. Beide sind anfangs verwirrt um ihre
Gefühle, sie lassen sie aber schließlich zu, egal wie schwierig eine Beziehung
zwischen ihnen auch ist.
Mir persönlich sind die beiden Protagonisten sehr ans
Herz gewachsen, ich habe mit Leyla und Rudger geliebt und gelitten.
Neben den Protagonisten gibt es noch viele weitere
Charaktere, die in den 3 Büchern auftauchen. Egal ob man Fjodora, den
Hermaphrodit, Bragi, einen Gott, die Torwächterin Modgudr aus der Anderswelt
oder die ganzen anderen Vampire und Menschen nimmt, alle wurden sie von Helene
Henke sehr gut ausgearbeitet und ins Szene gesetzt.
Hauptschauplatz des Geschehens ist eine fiktive Stadt,
Krinfelde, hier in Deutschland, wobei sämtliche Orte wiederzufinden sind in der
Heimatstadt der Autorin, Krefeld.
Der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig. Die
Beschreibungen sind sehr detailliert und bildhaft, Kopfkino ist hier
garantiert.
Auch die erotischen Szenen hat Helene Henke sehr gut in
Szene gesetzt, es knistert wirklich gewaltig.
Die Geschichte wird aus Leylas Sicht in der personellen
Perspektive geschildert. Im 3. Buch allerdings wechselt die Sichtweise in zwei
Situationen, die für den Leser interessant sind, in die von Rudger.
Die Handlung ist spannend und interessant. Man kommt als
Leser kaum zum Luft holen und traut sich nicht aufzuhören bis man mit dem Lesen
fertig ist.
Jedes der Bücher ist in sich abgeschlossen und am Ende
der Triologie lehnt man sich als Leser befriedigt zurück.
Ich persönlich hätte gerne noch viel mehr von Leyla und
Rudger gelesen, fällt es mir doch unheimlich schwer sie gehen zu lassen.
Ich werde Helene Henke auf jeden Fall treu bleiben und
bin schon sehr gespannt was es in Zukunft noch alles von ihr zu lesen geben
wird.
Fazit:
Die Triologie um das „Rote Palais“ von Helene Henke ist
ein absolutes Muss für jeden Vampirfan und alle die es noch werden wollen.
Die Charaktere sind einfach nur klasse, die Handlung ist
spannend und auch die Romantik kommt nicht zu kurz.
Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine ganz klare
und absolute Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an den Sieben Verlag, lovelybooks und Helene
Henke, dass ich die Special-eBook-Edition lesen durfte und bei der Leserunde
bei lovelybooks dabei sein durfte.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Der Duft von Erde und Zitronen” von Margherita Oggero

–         
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
–         
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (9. Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3421045534
–         
ISBN-13: 978-3421045539
Klappentext:
Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante
hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die
Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu
vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür
bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach
Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen
kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr
eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu
nehmen.

Meine Meinung:
Die 13-jährige Immaculata, genannt Imma, wohnt bei ihrer
Extante in Italiens Norden. Dort darf sie die Wohnung nicht verlassen, zu groß
ist die Gefahr erkannt zu werden.
Imma gilt in ihrer Heimat als vermisst, nachdem sie dem
Sohn des „Bosses“, der sie vergewaltigen wollte, einen Stein auf den Kopf
geschlagen hat.
Allerdings fällt es Imma immer schwerer nur am Fenster zu
stehen während sich davor das richtige Leben abspielt.
Als sich ihr die Möglichkeit bietet nach draußen zu gehen
macht Imma es. Bei ihren Ausflügen lernt sie einen jungen Buchverkäufer, Paolo,
kennen, der ihr immer wieder Bücher verkauft.
Durch diese Bücher und deren Geschichten aber auch durch
Paolo ist Imma endlich bereits sich ihrem Schicksal zu stellen.
„Der Duft von Erde und Zitronen“ war mein erster Roman
von Margherita Oggero. Eigentlich ist die Autorin im Krimigenre zu finden, hier
aber schlägt sie ruhigere Töne an.
In diesem Roman dreht sich eigentlich alles um Imma und
ihre Familie. Als Leser lernt man die Geschichte einer typischen italienischen
Familie kennen. Bis zu dem Tag als ein Unglück geschieht und Imma in etwas
hineingezogen wird, was keinem 13-jährigen Mädchen passieren sollte.
Die Protagonistin Immaculata, kurz Imma, ist ein junges
Mädchen, das bereits viel erlebt hat. Sie ist ein besonderer Mensch mit seinen
ganz persönlichen Eigenarten. Imma ist intelligent und im Laufe der Geschichte
wird sie zunehmend erwachsener. Mir war sie sehr sympathisch.
Neben Imma gibt es im Buch noch sehr viele andere
Charaktere, wie beispielsweise Immas Familie oder die Extante Rosaria. Und es
taucht Paolo auf, der Imma immer wieder neue Bücher verkauft. Obwohl er nur
eine Randfigur ist, so bewegt er doch etwas in Imma.
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und flüssig.
Durch die bildhaften Beschreibungen der Landschaft fühlt sich der Leser als
wäre man mitten in Italien.
Es gibt mehrere Erzählstränge, die am Ende zueinander
führen und ein Ganzes ergeben.
Während bei Immas Erzählstrang immer die Ich-Perspektive
verwendet wird, so ist es in den anderen Strängen die allwissende Perspektive.
Das Buch ist in relativ kurze Kapitel unterteilt.
Allerdings sind diese leider ohne Überschriften und so ist es schwierig dem
jeweiligen Erzählstrang zu folgen.
Der Anfang des Buches gestaltet sich etwas verwirrend, da
man sich er als Leser zurechtfinden muss.
Die Handlung baut sich langsam auf und von Kapitel zu
Kapitel erhält man als Leser mehr Informationen. Da dies aber immer recht
wenige sind beliebt es spannend bis zum Schluss.
Das Ende ist eigentlich ein offenes Ende. Jeder Leser
kann sich seine eigenen Gedanken machen wie es mit Imma und ihrer Familie
weitergeht.
Obwohl ich offene Enden nicht so mag, passt es hier doch
sehr gut.
Fazit:
„Der Duft von Erde und Zitronen“ von Margherita Oggero
ist ein einfühlsamer Roman über eine tragische Familiengeschichte.
Das Buch ist besonders für Leser geeignet, die
tiefgründige Geschichten mögen.


Vielen Dank an den DVA Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar und für die Leserunde auf lovelybooks.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.