Gelesen: “Blutsommer” von Rainer Löffler

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Taschenbuch: 496 Seiten
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Verlag: rororo (1. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3499257270
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ISBN-13: 978-3499257278
Klappentext:
Das 1×1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der
Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare
Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie
im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der
«Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des
Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner
kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er:
eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen
zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.
Meine Meinung:
Köln im Sommer. Es ist schrecklich heiß und die Menschen
zieht es zur Abkühlung an den See oder in den Wald.
So auch Familie Lerch. Sie wollen im Wald picknicken.
Doch dieser Ausflug findet ein jähes Ende. Eine der Töchter stößt auf eine mit
Maden überhäufte, entsetzlich entstellte Leiche.
Schnell wird klar, dies kann nur die Tat des „Metzgers“,
ein Serienmörder, der in Köln sein Unwesen treibt, sein.
Da die Sonderkommission nicht weiterkommt ruft man einen
„Operativen Fallanalytiker“ aus Stuttgart hinzu, Martin Abel. Dieser wird von
seiner jungen Kollegin Hannah Christ begleitet.
Abel hat seine ganz eigenen Methoden um sich in den Täter
hineinzuversetzen. Dies macht ihn aber unbeliebt bei seinen Kollegen.
Als er schließlich kurz davor ist den Täter zu überführen
fehlt es ihm an Unterstützung.
Und dann geraten Abel und Christ ebenfalls ins Visier des
„Metzgers“ …
Mit „Blutsommer“ hat Rainer Löffler ein fulminantes Debüt
herausgebracht. Allerdings ist dieser Roman nichts für schwache Nerven.
Der Fallanalytiker Martin Abel lebt von Frau und Kind
getrennt. Er ist sehr eigenwillig und durch seine unkonventionellen
Arbeitsmethoden macht er sich nicht gerade beliebt bei seinen Kollegen.
Seine junge Kollegin Hannah Christ möchte gegen den
Willen ihres Vaters unbedingt mit Abel zusammenarbeiten. Sie ist neugierig auf
die Arbeitsweise aber Abel macht es ihr nicht immer leicht. Insgesamt wirkt sie
aber etwas blass neben ihm.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und mitreißend.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und der
Spannungsbogen bleibt konstant hoch. Ab etwa der Mitte des Buches gibt es sogar
nochmals eine Steigerung, die es dem Leser unmöglich macht das Buch aus der
Hand zu legen.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven
geschildert.
Meist ist es die Sicht von Abel aber gelegentlich wird
auch aus Sicht von Hannah Christ oder sogar aus Sicht von Hauptkommissar
Greiner geschrieben.
Durch diesen Wechsel bekommt der Leser einen umfassenden
Eindruck vom Geschehen. Rainer Löffler bietet zudem sehr gut recherchierte und
ausgearbeitete Einblicke in die Arbeit von Fallanalytikern und der Polizei.
Das Ende des Buches ist ein fulminanter Showdown, wo alle
Fragen rund um den „Metzger“ und den „Herr der Puppen“ geklärt werden.
Fazit:
„Blutsommer“ von Rainer Löffler ist ein absolut genialer
Thriller. Das Buch ist spannend und blutig und zieht den Leser unweigerlich in
seinen Bann.
Ein rundum gelungenes Debüt, das ich uneingeschränkt
weiterempfehlen kann.
Vielen Dank an vorablesen und den Rowohlt Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Bei vorablesen ist sie auch zu finden.

Gelesen: 21st Century Thrill: “By the time you read this, I´ll be dead” von Julie Anne Peters

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Broschiert: 251 Seiten
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Verlag: Kosmos (6. Januar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3440128172
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ISBN-13: 978-3440128176
Klappentext:
Daelyn (15) – erster Selbstmordversuch vor fünf Jahren,
da sie von ihren Mitschülern wegen ihres Übergewichts drangsaliert wird.
Letzter Selbstmordversuch vor einem Jahr; trägt seitdem eine Nackenschiene und
ist vorübergehend stumm. Nächster Selbstmordversuch frühestens in 23 Tagen –
dieses Mal soll es der Letzte sein …
Aus diesem Grund meldet sich Daelyn bei dem Internetforum
„Durch das Licht“ an, das Tipps für einen gelungen Suizid, aber auch die
Möglichkeit ihre Ängste und Sorgen zu teilen, bietet. Doch dann lernt sie den
witzigen Santana kennen, der fasziniert von ihr ist. Gelingt es ihm, Daelyn ins
Leben zurück zu holen?
Meine Meinung:
Daelyn ist ein 15-jähriges Mädchen und hat bereits
mehrmals versucht sich das Leben zu nehmen. Bisher ist sie jedoch immer
gescheitert. Mittlerweile kreisen ihre Gedanken nur noch um dieses eine Thema. 
Genau aus diesem Grund meldet sich Daelyn im Selbstmordforum „Durch das Licht“
an. Dort kann sie sich mit Gleichgesinnten austauschen.
Neben diesem Austausch gibt es noch Anleitungen zum
Suizid und die Vorgabe es nicht zu tun, bevor nicht mindestens 23 Tage
vergangen sind.
Daelyns Eltern überwachen ihre Tochter die ganze Zeit, da
sie um die Selbstmordgedanken von ihr wissen. Sie kommen allerdings nicht an
Daelyn, die nur das Ziel hat die 23 Tage zu schaffen, heran.
Es kommt allerdings ganz anders, denn ein Junge namens
Santana kommt Daelyn in die Quere. Er sucht ihre Nähe. Kann er sie noch
aufhalten?
„By the time you read this, I´ll be dead“ von Julie Anne
Peters ist ein Roman, der sich mit dem sensiblen Thema Mobbing und den damit
verbundenen Suizid Gedanken auseinandersetzt. Gerade in der heutigen Zeit ist
dies ein Thema, das alle etwas angeht und wovor niemand die Augen verschließen
sollte.
Die Protagonistin Daelyn ist ein Mobbingopfer. Bei ihr
geht es soweit, dass sie bereits mehrfach versucht hat sich umzubringen. Ihre
gesamten Gedanken kreisen nur noch um dieses eine Thema. Sie ist in ihrem
Denken gefangen, ein Ausbruch scheint unmöglich.
Um ihre Suizid Gedanken voranzutreiben meldet sich
Daelyn, die seit ihrem letzten Versuch vorübergehend stumm ist, in einem
Selbstmordforum an. Nur dort fühlt sie sich akzeptiert und verstanden.
Santana, der Junge, dem Daelyn täglich vor ihrer Schule
begegnet, ist ein interessanter Charakter. Auch er trägt ein schweres Schicksal
auf seinen Schultern. Santana ist irgendwie der einzige der ungezwungen mit
Daelyn umgeht und Interesse an ihr zeigt. Allerdings verunsichert er sie damit.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd.
Durch kurze minimalistische Sätze wird der Leser in die Handlung gezogen.
Geschildert wird die Handlung aus Daelyns Sicht in der
Ich-Perspektive. Man erhält als Leser aber auch Einblicke in die Welt der
Eltern, die nicht an ihre Tochter herankommen, sie nicht verstehen.
Immer wieder gibt es außerdem Einblicke in Daelyns
Vergangenheit.
Das Buch ist von Beginn an spannend, wobei sich die
Spannung in Form einer Art „Countdown“, beginnend mit der Anmeldung und endend
mit dem Tag der Vollendung, immer weiter steigert, je weiter man im Buch
vorankommt. Dabei dringt die Autorin sehr tief in die angesprochene Thematik
ein.
Am Ende lässt die Autorin dem Leser die Wahl. Sie bietet
eine Leserdiskussion an und nennt außerdem Adressen, wo man sich als
Betroffener Hilfe holen kann.
Fazit:
„By the time you read this, I´ll be dead“ von Julie Anne
Peters ist ein Roman, der sich mit einem Grauzonenthema auseinandersetzt.
Er macht nachdenklich und hat mich tief bewegt.
Ein absolut lesenswertes Buch.
 
Vielen Dank an den Kosmos Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Vango – Zwischen Himmel und Erde” von Timothée de Fombelle

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: Gerstenberg Verlag; Auflage: 3., verb. Aufl. (1. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 383695365X
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ISBN-13: 978-3836953658
Klappentext:
Paris 1934.
Ausgestreckt auf den Pflastersteinen vor Notre-Dame
wartet der junge Vango zusammen mit vierzig anderen weiß gekleideten Männern
auf seine Priesterweihe. Doch dazu kommt es nicht. Vango muss fliehen, fliehen
vor der Polizei, aber auch vor mysteriösen Verfolgern ohne Namen und Gesicht.
Ein Mord wird ihm vorgeworfen.
Seine Flucht führt Vango quer durch Europa. Immer
getrieben von der Frag: Wer bin ich?
Denn Vangos rätselhafte Vergangenheit scheint der
Schlüssel zu allem zu sein …
Meine Meinung:
Paris im Jahr 1934.
Vango ist einer von insgesamt 40 Novizen, die bereit sind
ihre Priesterweihe zu empfangen. Hierfür liegen sie alle ausgestreckt vor
Notre-Dame. Die Weihe wird von der Pariser Bevölkerung verfolgt.
In der Menge befindet sich ein wunderschönes Mädchen,
welches mit ihren grünen Augen ganz alleine auf Vango schaut.
Plötzlich ist überall Polizei und es fallen Schüsse.
Vango gelingt die Flucht über die Dächer der Stadt. Er wird eines Verbrechens
beschuldigt, das er nicht begangen hat.
Als erneut Schüsse fallen, die nicht von der Polizei
abgegeben werden, wird klar, jemand möchte Vango umbringen. Aber wer?
Es beginnt eine abenteuerliche und spannende Flucht auf
der Suche nach Vangos Vergangenheit …
„Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de
Fombelle ist ein Abenteuerroman.
Der Leser begibt sich mit dem sympathischen Protagonisten
Vango auf eine detektivische Reise auf der Suche nach Vangos Vergangenheit…
Er selber weiß nicht viel über sich und auch als Leser
bekommt man das Wissen nur häppchenweise vermittelt.
Seine Kindheit hat Vango auf den äolischen Inseln
verbracht, wo er als 3-jähriger mit seinem Kindermädchen angespült wurde. Wieso
dies passierte bleibt allerdings im Dunkeln, ebenso wer Vangos Eltern waren und
wo er genau herkommt.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach zu
verstehen. Er beschreibt die Charaktere und die Umgebung sehr lebendig, man
sieht als Leser alles genau vor sich.
Die Handlung beginnt in der Gegenwart und führt den Leser
zurück in die Vergangenheit.
Hierbei lässt de Fombelle sehr viel Hintergrundwissen
rund um die Zeit vor den 2. Weltkrieg einfließen.
Es gibt dabei verschiedene Handlungsstränge, die
geschickt miteinander verwoben sind.
Etwas in der Mitte des Buches wirkt alles etwas verworren
durch die ganzen Charaktere, allerdings verliert man als Leser dennoch nicht
den Überblick.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und der
Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss konstant hoch.
Immer wieder gibt es unvorhersehbare Wendungen.
Das Ende ist offen und es bleiben eine Menge Fragen
offen.
Zum Glück ist die Wartezeit bis zum zweiten Teil „Vango –
Prinz ohne Königreich“ nicht allzu lange. Das Buch soll bereits am 1. Juli 2012
erscheinen.
Fazit:
„Vango – Zwischen Himmel und Erde“ von Timothée de
Fombelle ist ein wirklich tolles Jugendbuch mit gelungenen Charakteren und
einer abenteuerlichen und spannenden Handlung, das den Leser gefangen nimmt.
Absolut lesenswert.
 
Vielen Dank an den Gerstenberg Verlag für die
Bereitstellung des Buches und für die spannende Leserunde auf lovelybooks.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Nachricht von Dir” von Guillaume Musso

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Taschenbuch: 464 Seiten
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Verlag: Pendo; Auflage: 4 (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3866123132
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ISBN-13: 978-3866123137

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Klappentext:
Als Madeline und Jonathan am Flughafen zusammenstoßen,
denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen.
Doch hat das Schicksal anderes mit ihnen geplant: Ihre
Leben sind schon seit langem miteinander verknüpft – genau wie tiefe Wunden aus
der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen …
Meine Meinung:
Am J.F. Kennedy Flughafen in New York begegnen sich
Jonathan und Madeline zum ersten Mal. Sie kommt gerade von einem romantischen
Wochenende mit Heiratsantrag, er möchte seinen Sohn abholen, der bei seiner
Ex-Frau lebt. Die beiden stoßen zusammen und vertauschen im Eifer des Gefechts
ihre Smartphones. Die bemerken sie allerdings erst, als jeder wieder in sein
Leben zurück gekehrt ist.
In der Folge werden beide neugierig auf das Leben des
jeweils anderen.
Es beginnt eine spannende Geschichte, in deren Verlauf
beide von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. Sowohl Jonathan als auch
Madeline bleibt nichts anderes übrig als sich mit ihr auseinander zu setzen um
ein Leben zu retten …
„Nachricht von dir“ von Guillaume Musso ist ein Roman,
bei dem der Klappentext eine andere Geschichte vermuten lässt, als der Leser
letztendlich im Buch selber findet.
Das Cover zeigt eine junge Frau, ich vermute es ist
Madeline. Dreht man das Buch um, so kommt ein junger Mann zu Vorschein. Dies,
so vermute ich, wird dann wohl Jonathan sein.
Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch, gerade
auch weil beide so ihre Macken haben.
Allerdings bekommt der Leser das Letztendliche Wissen
über die beiden nur häppchenweise vermittelt.
Madeline ist eine ehemalige Polizistin. Sie lebt mit
ihrem Freund Raphael in Paris, wo sie einen Blumenladen betreibt.
Madeline ist eine echte Powerfrau, die sich nichts
gefallen lässt. Doch hinter dieser harten Schale steckt ein weicher und
verletzlicher Kern.
Jonathan hat es auch nicht leicht im Leben. Er ist
geschieden, lebt in San Francisco und ist ein ehemaliger Sternekoch. Sein Sohn
lebt bei seiner Ex-Frau. Auch wenn Jonathan durch die Trennung so einiges
verloren hat, so ist er dennoch standhaft geblieben und gibt nicht auf.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und lebendig.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, die zusammengeführt
werden.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus der Sicht
von Madeline und Jonathan. So lernt der Leser beide Seiten optimal kennen.
Die einzelnen Kapitel beginnen mit einem jeweils
passenden Zitat aus anderen Büchern.
Der Roman beginnt eher als leichte Lektüre, entwickelt
sich aber dann in die Richtung eines fesselnden und spannenden Krimis mit
Intrigen, Lügen, Verwechslungen und einer Verfolgungsjagd. Es gibt jede Menge
Geheimnisse, die langsam entdeckt werden wollen und nicht selten überrascht der
Autor den Leser mit unvorhersehbaren Wendungen.
Das Ende ist an und für sich gut gewählt. Es ist zwar
quasi in Happy End aber dennoch bleiben so einige Fragen offen.
Fazit:
„Nachricht von dir“ von Guillaume Musso ist ein
überraschendes Buch. Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet und die Handlung
ist spannend und abwechslungsreich.
Obwohl ich eher eine Liebesgeschichte erwartet hatte und
einen Krimi bekam, ist das Buch sehr empfehlenswert.
 
Vielen Dank an den Pendo Verlag (Piper) für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Eisrosensommer” von Ulrike Bliefert

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Broschiert: 204 Seiten
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Verlag: Arena (Februar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3401067230
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ISBN-13: 978-3401067230
Klappentext:
Pia, Richterin an einem Schülergericht, verliebt sich
unsterblich in einen der Delinquenten – den charismatischen Jonas. Opfer einer
Verleumdung sei er, behauptet Jonas, und Pia will ihm nur allzu gern glauben.
Doch es häufen sich unerklärliche, äußerst beunruhigende Vorfälle. Nach einem
verheerenden Unfall beschleicht Pia ein furchtbarer Verdacht: Ist Jonas doch
nicht so unschuldig, wie er behauptet? Was sie nicht ahnt: Je näher sie der
schrecklichen Wahrheit kommt, desto mehr gerät sie selbst in tödliche Gefahr.
Meine Meinung:
Pia arbeitet als Richterin an einem Schulgericht. Sie
soll dort unter anderem über Gleichaltrige urteilen und über eine eventuelle
Strafe entscheiden.
Als Jonas vor Gericht erscheint hat Pia jedoch Probleme
unvoreingenommen ein Urteil zu fällen, ist er doch gutaussehend und charmant.
Pia glaubt nicht, dass Jonas die ihm vorgeworfene Tat wirklich begangen hat.
Doch dann passieren weitere Dinge und irgendwie scheint Jonas immer darin
verwickelt zu sein.
Schafft es Pia die Wahrheit noch heruaszufinden oder ist
es dafür bereits zu spät?
Mit „Eisrosensommer“ hat Ulrike Bliefert erneut einen
Jugendthriller veröffentlicht. Für mich war es allerdings das erste Buch der
Autorin.
Die Protagonistin Pia war mir recht sympathisch. Sie ist
ein pflichtbewusstes junges Mädchen und versucht immer gerecht zu bleiben. Den
Richterjob beim Schulgericht macht sie neben der Schule.
Jonas ist der Mädchenschwarm, er ist sympathisch,
charmant und gutaussehend. Er hat aber auch etwas Geheimnisvolles an sich, was
den Leser anregt sich seine eigenen Gedanken über ihm zu machen.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig.
Geschildert wird die Handlung aus Pias Sicht. So hat man als Leser die
Möglichkeit ihre Gedanken und Gefühle hautnah zu erleben und man erfährt von
ihrem Zwiespalt, ob Jonas nun gut oder böse ist.
Die Handlung ist von Beginn an spannend. Man ist als
Leser sehr schnell im Geschehen und des Öfteren gibt es unvorhersehbare
Wendungen.
Das Ende kam für mich überraschend und lässt den Leser
mit dem Gedanken zurück, dass die geschilderten Ereignisse jederzeit und
überall passieren können.
Fazit:
„Eisrosensommer“ von Ulrike Bliefert ist ein spannender
Jugendthriller mit einer sympathischen Protagonistin.
Mich hat die Autorin mit ihrem Werk vollkommen überzeugt,
daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.


Vielen Dank an das Team vom Kinderbuchlotsen, das ich
dieses Buch lesen durfte.
Ein Dankeschön geht auch an den Arena Verlag für die
Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner), hier (unter Manja Teichner) und natürlich auch auf www.kibulo.de veröffentlicht.

Gelesen: “Schattenflügel” von Kathrin Lange

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Broschiert: 264 Seiten
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Verlag: Arena (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 340106794X
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ISBN-13: 978-3401067940
Klappentext:
Kim hat sich verliebt. Dass der attraktive Lukas auch
ihre ältere Schwester Nina gekannt hat, ahnt sie jedoch nicht.
Zwei Jahre ist es her, dass man Nima ermordet aufgefunden
hat. Der Mörder hatte ihr eine schillernde Libelle auf das Gesicht gelegt.
Seitdem wird Kim jedes Mal schlecht, wenn sie auch nur ein Bild dieses Insekts
sieht. Obwohl sie sich zu Lukas hingezogen fühlt, zweifelt Kimm immer wieder,
ob sie ihm trauen kann. Denn Lukas schweigt über seine Vergangenheit. Da verschwindet
erneut ein Mädchen. Man findet sie tot – in ihrer Hand liegt eine zerdrückte
Libelle.
Meine Meinung:
Kim lernt den mysteriösen Lukas kennen. Sie ahnt jedoch
nicht, dass er der Freund ihrer Schwester Nina war. Diese wurde vor 2 Jahren
ermordet aufgefunden. Auf ihrem Gesicht hatte der Mörder eine schillernde
Libelle platziert.
Kim verliebt sich in Lukas. Allerdings zweifelt sie auch
immer wieder an ihm und weiß nicht so recht ob sie ihm vertrauen kann.
Gerade als sie beginnt sich auf ihn einzulassen verschwindet
wieder ein Mädchen …
„Schattenflügel“ von Kathrin Lange ist ein Jugendthriller
mit einem ansprechenden und sehr passenden Cover.
Kim, die weibliche Protagonistin, ist ein junges Mädchen,
die mir als Leser ziemlich leid getan hat. Sie hat den Tod ihrer Schwester Nina
vor 2 Jahren nie wirklich verwunden. Zudem wird sie von ihren Mitschülern gemobbt.
Lukas ist ein 19-jähriger junger Mann, der sehr
geheimnisvoll wirkt. Er macht auch ein großes Geheimnis um seine Vergangenheit.
In ihn verliebt sich Kim, ohne jedoch zu wissen, dass er
Nina ebenfalls kannte.
Beide Charaktere hat Kathrin Lange sehr gut
herausgearbeitet.
Die Nebencharaktere allerdings bleiben recht blass, was
allerdings nicht weiter störend ist. Sie füllen ihre Rollen gut aus.
Der Schreibstil der Autorin ist direkt und flüssig, die
Seiten ließen sich zügig lesen. Ab und an gibt es jedoch ein paar
Wiederholungen.
Zu Beginn des Buches plätschert die Handlung gemächlich
dahin. Die Autorin schildert zu diesem Zeitpunkt Kims Leben.
Er als Lukas auftaucht nimmt das Buch an Fahrt auf und
die Handlung wird spannend.
Geschildert wird das Geschehen aus der 3. Person.
Die Handlung wird zu zwei Zeiten erzählt. Zum einen ist
da die Gegenwart mit Kims derzeitigen Leben und ihren Problemen, zum anderen
werden immer wieder Rückblenden von vor 2 Jahren eingeschoben. Diese sind immer
wieder spannend und nach und nach erfährt der Leser wie es damals war, als Nina
ermordet wurde.
Das Ende des Thrillers ist durchaus packend und spannend,
allerdings auch recht vorhersehbar.
Fazit:
„Schattenflügel“ von Kathrin Lange ist ein Jugendthriller mit einer sehr
interessanten Grundidee.
Ab und an verliert die Autorin aber den Thriller etwas
aus den Augen und die Spannung bleibt auf der Strecke. Dennoch können die
Protagonisten überzeugen.
Trotz meiner angeführten Kritik ist es aber dennoch ein
gutes Buch, besonders für eben junge Leser.
Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung
des Rezensionsexemplars.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.