Gelesen: “Das letzte Zeichen” von Gemma Malley

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Taschenbuch: 352 Seiten
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Verlag: cbt (8. Juni 2012)
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 Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570308170
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ISBN-13: 978-3570308172
Klappentext:
Ein tödliches Zeichen. Eine Liebe gegen alle Verbote
Wir schreiben das Jahr 2065. Nachdem Kriege und Terrorismus die Welt beinahe
zerstört haben, wurde die Stadt gegründet, geführt durch eine Regierung, die
das Böse ausmerzen und alle Menschen zu vollständig guten Wesen machen will.
Evie arbeitet für das System und ist dafür zuständig, den Bürgern ihr Zeichen
zuzuteilen: A, B, C – je nachdem, wie »gut« sie sind. Evie selbst gehört zur
Elite und soll Lucas heiraten, ein mächtiges Regierungsmitglied. Doch Evie
liebt Lucas’ Bruder Raffy. Da erhält Evie eine Änderungsmeldung: Sie soll Raffy
ein neues Zeichen geben. Raffy wird als K eingestuft – K wie »Killable« – das
Zeichen für den Tod …
Meine Meinung:
Wir befinden uns im Jahr 2065.
Die Welt wurde beinahe von Kriegen und Terrorismus
zerstört.
Um das Böse gänzlich zu verdrängen und die guten Menschen
zu schützen und zu fördern wurde eine Stadt gegründet, die von einer Regierung,
dem System, geführt wird.
Evie lebt in dieser Stadt. Sie arbeitet für das System,
ist zuständig für die Zeichenvergabe. Davon gibt es A, B, C und D, je nachdem
wie gut der jeweilige Mensch ist.
Evie selbst ist ein B und soll Lucas, ein A und Regierungsmitglied,
heiraten. Allerdings liebt Evie nicht Lucas, sondern dessen Bruder Raffy.
Da erhält Evie einen Auftrag zur Zeichenänderung. Sie
soll Raffy zu einem K machen. K steht für „Killable“.
Kann Evie Raffy noch retten?
„Das letzte Zeichen“ von Gemma Malley ist eine Dystopie
und der Auftaktband zu einer Triologie. Die Autorin entführt den Leser in eine bizarre
Zukunftswelt, die sich gänzlich von unserer heutigen unterscheidet.
Die Protagonistin Evangeline, genannt Evie, ist quasi
auch die Heldin des Buches. Sie ist ein B und möchte auch unbedingt ein guter
Mensch sein. Aber immer wieder hat sie das Gefühl in ihr reift das Böse.
Während der Handlung entwickelt sich Evie zu einer
starken jungen Frau, die ihre große Liebe um jeden Preis schützen und nicht
aufgeben will.
Ich empfand Evie als sehr lebendig und glaubwürdig
beschrieben.
Luca, den Evie heiraten soll, hingegen ist in meinen
Augen ein kalter, unnahbarer und gefühlsloser Mensch. Mit ihm hatte ich auch so
meine Probleme. Dies gab sich allerdings als er sich im Handlungsverlauf nach
und nach zu einem normalen Menschen mit echten Gefühlen änderte. Ich empfand
Lucas als authentisch.
Sein Bruder Raphael, genannt Raffy, war mir sofort sympathisch.
Er ist ein starker und temperamentvoller junger Mann, der Evie von Herzen
liebt.
Die Liebesgeschichte von Raffy und Evie entwickelt sich
zart und wirkt absolut glaubwürdig.
Der Bösewicht des Buches ist hier ganz klar der „Bruder“.
Er ist bis zum Schluss undurchsichtig und immer wieder überraschend.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Er
passt sehr gut zu einem Jugendbuch wie diesem.
Größtenteils wird die Handlung aus Sicht von Evie
geschildert. Ab und an hat die Autorin aber auch die Sichtweise des Bruders
eingeschoben. So bekommt der Leser auch einen Einblick in seine Handlungsweise.
Die Handlung selber ist zu Beginn eher ruhig und wirkt
leider etwas zäh. Dann aber wird sie spannend und gerade gegen Ende des Buches
folgen die Ereignisse Schlag auf Schlag.
Das Ende ist an und für sich geschlossen. Es gibt
allerdings einen indirekten Cliffhanger, der neugierig auf den Nachfolgeband
macht.
Fazit:
„Das letzte Zeichen“ von Gemma Malley ist ein durchaus
gelungener Auftakt einer dystopischen Triologie.
Der Roman bietet sympathische Charaktere, eine zarte
Liebesgeschichte und eine spannende Handlung, die anfangs allerdings etwas zäh
wirkt.
Besonders für Fans von Dystopien ist dieser Roman gut
geeignet.
 
Vielen Dank an den cbt Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Saphirtränen: Teil 1 – Niamhs Reise” von Jennifer Jäger

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Format: ePub
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Dateigröße: 310 KB
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Verlag: BookRix GmbH & Co. KG (22. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ASIN: B008DSQ762
Klappentext:
Die Tränen der Göttin regneten auf die Erde herab,
brachen sich im Sonnenlicht und ließen einen schillernden Regenbogen entstehen.
Als seine Farben den Erdboden berührten, formten sich vier Schmuckstücke, jedes
von ihnen mit einem einzigartigen Edelstein versehen.

Die junge Ilyea Niamh lernt früh, dass sie anders ist als die anderen
Wald-Ilyea. Sie ist eine Ausgestoßene, Verachtete, Verspottete. Doch wer hätte
auch wissen sollen, dass das Mädchen mit den saphirblauen Augen einmal das
Schicksal ihrer Welt auf den Schultern tragen würde…
Meine Meinung:
Niamh, eine junge Wald-Ilyea, soll mit einem Ritual
endlich als erwachsene Ilyea anerkannt werden. Allerdings spürt sie, dass sie
anders ist. Nicht nur Niamhs Augenfarbe unterscheidet sich von ihrem Volk, auch
kann sie die Magie nicht nutzen. Daher sieht sie dem Ereignis auch skeptisch
entgegen.
Während des Rituals geschieht ein Überfall, bei dem Niamh
von Dämonen gefangen genommen wird. Sie ist die einzige Überlebende der Wald-Ilyea
und fragt sich, was man von ihr wollen könnte.
Kann Niamh das Geheimnis um das Schmuckstück ihres Volkes
wahren?
Mit „Niamhs Reise“ hat Jennifer Jäger den ersten Teil
ihrer „Saphirtränen“-Reihe veröffentlicht. In diesem Buch entführt die Autorin
den Leser in eine fantastische Welt rund um das Volk der Ilyea.
Die Protagonistin Niamh war mir direkt sympathisch. Sie
wirkt allerdings unsicher, da sie sich von den anderen unterscheidet. Auf ihr
scheint deswegen ein großer Druck zu lasten. Doch sie lässt sich nicht
unterkriegen.
Der männliche Protagonist Edan scheint nur das Beste für
Niamh zu wollen. Trotz allem wurde ich aber das Gefühl nicht los, dass er auch
noch eigene Ziele verfolgt.
Auch die Nebencharaktere hat die Autorin sehr gut
dargestellt. Jeder hat seinen festen Platz in der Geschichte.
Besonders ist mir hier Alriel in Erinnerung geblieben.
Sie war eine weise Frau. Nur leider erfährt man nichts weiter über ihr
Schicksal, was ich ziemlich schade finde.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Durch
die bildhaften Beschreibungen der Welt der Ilyea hatte ich beim Lesen richtig
schönes Kopfkino.
Die Handlung wird aus Niamhs Sicht in der Ich-Perspektive
geschildert. Dadurch ist man als Leser direkt am Geschehen beteiligt.
Das Ende des Buches ist offen. Der zweite Teil „Zeit der
Begegnungen“ soll laut Blog der Autorin voraussichtlich im Winter 2012
erscheinen.
Fazit:
„Saphirtränen: Teil 1 – Niamhs Reise“ von Jennifer Jäger
ist ein Buch, das den Leser direkt in seinen Bann zieht.
Die weibliche Protagonistin ist sympathisch, die Umgebung
wundervoll beschrieben und die Geschichte interessant.
Ein richtig tolles Fantasybuch, das neugierig auf den
zweiten Teil macht.
Sehr zu empfehlen.
 
Vielen Dank an die Autorin Jennifer Jäger für dieses
Rezensions-eBook.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “In einem Land vor meiner Zeit” von Ina Raki

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Taschenbuch: 288 Seiten
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Verlag: Aufbau Verlag (20. Februar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3351041578
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ISBN-13: 978-3351041571
Klappentext:
Willkommen im Jahr 1984 – mitten in der DDR …
Voller Vorfreude auf ihren Geburtstag schläft Alina ein
und wacht in einer fremden Welt 
auf: Schockiert stellt sie fest, dass sie im
Jahr 1984 ist. Mitten in Sachsen, als jugendliche 
Version ihrer eigenen Mutter.
Einziger Begleiter aus der Neuzeit ist ihr Tagebuch. Plötzlich 
ist Alina
umgeben von „fetzigen“ Looks, neuen Freundinnen, unbekannten Grenzen und 
verbotenen Gedanken. Eine komplett verrückte Zeitreise beginnt …
Meine Meinung:
Am Vorabend ihres 14. Geburtstags vertreibt sich Alina
die Zeit mit Lesen. Sie hat beim 
Aufräumen die alten Tagebücher ihrer Mutter
entdeckt und nun stöbert sie darin.
Aufgeregt und neugierig, was denn alles an ihrem
Geburtstag passieren wird, schläft Alina 
ein und erwacht am nächsten Morgen
plötzlich in einer fremden Umgebung. Sie schaut sich 
um und erkennt das Zimmer
ihrer Mutter, von dem sie Fotos gesehen hat, wieder. Alina ist 
geschockt, sie
befindet sich im Jahr 1984 im tiefsten Sachsen mit in der DDR. Aber nicht 
in ihrem Körper, sondern im 14-jährigen Körper ihrer Mutter Antje. Ihr einziges
Hilfsmittel 
ist deren Tagebuch.
Es beginnt eine aufregende aber auch angsteinflößende
Zeitreise …
„In einem Land vor meiner Zeit“ ist der Debütroman der in
der ehemaligen DDR 
geborenen Autorin Ina Raki.
Zusammen mit der Protagonistin Alina begibt sich der
Leser auf eine Reise zurück in die 
Vergangenheit. Man erfährt viel über das
damalige Leben in der DDR. Nicht immer war 
alles rosig, es gab auch Momente,
die für die DDR Bürger gefährlich waren.
Alina selber lernt durch diese Zeitreise viel über ihre
Familie. Sie beginnt zu verstehen, 
dass man damals mit durchaus harten
Konsequenzen rechnen musste, wenn man sich gegen 
die Regierung auflehnte, wenn
man sich zur Wehr setzte.
Während des Buches macht Alina eine gewaltige Entwicklung
durch. Zu Beginn ist alles 
selbstverständlich für sie aber kaum ist sie in der
DDR beginnt sie nachdenklich zu werden 
und Dinge zu hinterfragen. Was für uns
heute normal ist, gab es damals teilweise noch gar 
nicht und Alina begreift
dies recht schnell. Am Ende geht sie erwachsener hervor.
Auch die anderen Personen des Buches hat Ina Raki sehr
liebevoll und glaubwürdig 
dargestellt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und jugendlich.
Die Handlung wird aus Sicht von Alina/Antja geschildert.
Das Buch selber ist ebenfalls sehr schön gestaltet. Das
Cover ist sehr auffällig und schlägt 
man das Buch auf, so findet man sich in
einer Art Tagebuch wieder. Die Überschriften sind 
zudem stets treffend gewählt
und ebenso auffällig gestaltet.
Besonders gut fand ich, dass das Buch nicht einfach nur
mit dem stimmigen Ende vorbei 
ist, sondern das die Autorin im Anhang noch
einmal genaueres über die DDR schildert.
Außerdem findet sich dort auch ein Wörterbuch „DDR-Deutsch
der 80iger Jahre – heutiges 
Deutsch“. Dies ist besonders gut für Leser, denen
die Worte von damals nicht geläufig sind.
Fazit:
„In einem Land vor meiner Zeit“ von Ina Raki ist ein
lehrreiches, mit Witz und Charme 
geschriebenes Buch, dessen Gestaltung auffällt.
Es ist besonders für Jugendliche in Alinas Alter geeignet
aber auch für jeden anderen 
Leser, der sich genauer mit dem Thema DDR
auseinander setzen möchte.
Absolut empfehlenswert.


Vielen Dank an die Autorin Ina Raki für die ganz
besondere Leserunde bei lovelybooks
und danke auch an den Aufbau Verlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und
hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Das Leben einer anderen” von Joyce Maynard

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
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Verlag: Goldmann Verlag (18. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3442312833
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ISBN-13: 978-3442312832
Klappentext:
New Hampshire, 1949: Ein fürchterlicher Hurrikan zieht
über das Land hinweg. Die Menschen müssen ums Überleben kämpfen – und für eine
lange Nacht wird das Leben aus all seinen gewohnten Bahnen geworfen. Neun
Monate später kommen in einem kleinen Landkrankenhaus Ruth und Dana zur Welt,
Hurrikankinder. Zwei Mädchen aus ganz unterschiedlichen Familien, und auch
selbst so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Früh trennen sich ihre Wege, und
jede lebt ihr eigenes Leben voller Höhen und Tiefen, Liebe und Verzweiflung.
Doch über Jahrzehnte hinweg führt das Schicksal sie immer wieder zueinander –
bis ein lange gehütetes Geheimnis ihnen offenbart, wer sie wirklich füreinander
sind …

Meine Meinung:
Sowohl Ruth Plank als auch Dana Dickerson erblicken am 4.
Juli 1950 in New Hampshire das Licht der Welt. Die beiden Mädchen sind vom
Wesen her komplett verschieden.
Ruth wächst in zusammen mit ihren 4 Schwestern bei ihren
Eltern Edwin und Connie in stabilen Verhältnissen auf. Dana hingegen ist früh
auf sich selber gestellt und kümmert sich um ihren Bruder. Ihre Eltern Valerie
und George sind weltfremd und unzuverlässig.
Und dennoch kreuzen sich die Lebenswege von Ruth und Dana
immer wieder.
Irgendetwas verbindet die beiden Mädchen aber was?
„Das Leben einer anderen“ von Joyce Maynard ist ein
Roman, dessen Geschichte in den sechziger und siebziger Jahren in New
Hampshire, Amerika, angesiedelt ist.
Joyce Maynard hat die beiden Protagonistinnen Ruth und
Dana wunderbar herausgearbeitet.
Ruth ist ja eher das Mädchen, welches in geordneten
Verhältnissen groß wird, stets gut beschützt und ohne Sorgen.
Dana hingegen muss früh erwachsen werden. Ihre Eltern
kümmern sich weder um sie, noch um ihren Bruder und so muss Dana es tun.
Als Leser erfährt man viel über die beiden Mädchen,
später Frauen. Man bekommt einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt, ihre
Hoffnungen und Wünsche und auch ein gewisses Geheimnis wird immer wieder
angesprochen, dass das Leben der beiden mitbestimmt.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und authentisch.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Ruth und
Dana geschrieben.
Die Handlung geht ans Herz, allerdings offenbart sie sich
erst nach und nach.
Der Einstieg ist eher ruhig gehalten aber mit
voranschreitender Seitenzahl wird man als Leser immer tiefer ins Geschehen
gezogen und immer mehr Emotionen kommen an die Oberfläche.
Es wirkt aber zu keiner Zeit kitschig oder unglaubwürdig.
Das Ende des Buches lässt sich leider recht früh
vorausahnen und so ist das von Klappentext angesprochene Geheimnis leider
keines mehr.
Fazit:
„Das Leben einer anderen“ von Joyce Maynard ist ein
warmherziges Buch, das ans Herz geht.
Ruth und Dana sind zwei tolle Charaktere und es hat mir
Spaß bereitet sie durch ihr Leben zu begleiten.
Ein gelungener Roman für schöne Lesestunden.
 
Vielen Dank an „Die Leser-Welt liest & lauscht“ und
den Goldmann Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Außerdem ist die bei den Gastrezensionen auf “Leser-Welt, Das Literaturportal” zu finden.

Gelesen: “Last days on Earth” von Julian Frost

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Taschenbuch:
432 Seiten
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Verlag:
Piper (April 2012)
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Sprache:
Deutsch
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ISBN-10:
3492702554
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ISBN-13:
978-3492702553
Klappentext:
Die Maya waren ein Volk von großer Weisheit, sie konnten
in die Zukunft blicken und sahen, dass die Menschheit am 21. Dezember 2012
vollständig vernichtet wird: Die Welt wird von Feuersbrünsten heimgesucht und
von Erdbeben erschüttert, die Meere treten über die Ufer, die Sonne brennt
erbarmungslos auf die Erde nieder, die Ernten verdorren, die Tiere verenden,
die Menschen verhungern – nichts bleibt mehr, wie es war. Doch eine
allerletzte Hoffnung gibt es. Karla van Zomeren ist eine Weiße Hexe. Nur sie
kann die absolute Katastrophe verhindern – wenn sie sich der düsteren
Vorhersage entgegenstellt und dabei ihr Leben, ihre Liebe und das Schicksal der
ganzen Welt riskiert.
Meine Meinung:
Karla van Zomeren ist eine weiße Hexe und arbeitet für
den Weißen Zweig in der Ermittlungsbehörde. Ungewollt muss sie mit Raoul
Winter, einem schwarzen Magier der für die Behörde des Schwarzen Zweigs
arbeitet, zusammenarbeiten.
Eigentlich bleiben beide Behörden unter sich, diesmal
aber ist alles anders. Eine Reihe von Diebstählen verbunden mit zwei Morden
zwingt Karla und Raoul zur Zusammenarbeit. Das Diebesgut sind immer wieder
Bücher rund um den von den Maya prophezeiten Weltuntergang am 21.12.2012.
Karla und Raoul raufen sich zusammen und schnell wird den
beiden klar, hier geht es um viel mehr als es den Anschein hat …
„Last days on Earth“ von Julian Frost war mein erster
Roman der Autorin Susanne Gerdom, die sich hinter dem Pseudonym versteckt.
Das Buch ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne, wie es
der Klappentext vielleicht vermuten lässt, sondern eher im High-Fantasy Bereich
anzusiedeln.
Die Protagonisten hat die Autorin sehr gut
herausgearbeitet und vielseitig dargestellt.
Karla ist stolz eine weiße Hexe zu sei. Sie hält an ihren
Idealen fest und ich eine wirklich toughe Frau, die weiß was sie will. Dies und
ihre aufopferungsvolle Art machen sie sympathisch.
Raoul, der männliche Protagonist, ist ein schwarzer
Magier und gleichzeitig auch der Wird des Daimons Brad. Er lässt kaum jemanden
an sich heran. Raoul hat immer wieder Aussetze in denen Brad das Sagen hat.
Diese können Stunden dauern, es kommt aber auch vor das Brad für Tage Raouls
Körper übernimmt.
Beide Protagonisten sind absolut unterschiedlich, müssen
sich aber zusammenraufen, ob sie wollen oder nicht. Ihr Verhältnis zueinander
entwickelt sich glaubwürdig.
Auch die Nebencharaktere sind sehr interessant
dargestellt und fest im Geschehen verankert.
Die Geschichte rund um den Weltuntergang ist gut
durchdacht und spannend gehalten. Immer wieder wird man als Leser auf die
falsche Fährte gelockt und bis zum Schluss bleibt offen wer den Weltuntergang
anstrebt.
Nebenbei hat die Autorin jede Menge fantastische Wesen,
wie beispielsweise Daimone, Kobolde, Hexen, Vampire und Drachen eingebaut über
die man in Handlungsverlauf viel erfährt.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und teilweise
recht lustig. Durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich als Leser die
Umgebung gut vorstellen.
Der Spannungsbogen ist von Beginn an vorhanden und wird
während der Handlung konstant hochgehalten.
Das Ende ist passend und schließt im Großen und Ganzen
mit der Handlung ab. Dennoch gibt es aber Raum für eine eventuelle Fortsetzung.
Fazit:
„Last days on Earth“ von Julian Frost ist ein wirklich
gutes Buch.
Die Figuren sind sympathisch und das Rahmenthema ist sehr
interessant. Durch die eingebauten fantastischen Wesen tritt es allerdings
merklich in den Hintergrund, was ich ein wenig schade fand. Außerdem finde ich
die Bezeichnung Thriller unpassend gewählt. Ich würde es eher als ein Fantasybuch
bezeichnen, mit dem Fans dieses Genre sehr gut bedient sind.
 
Vielen Dank an den Piper Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “MondSilberZauber” von Marah Woolf

Achtung! Vor Lesen dieser Rezension möchte ich darauf hinweisen, dass dies der 2. Teil einer Reihe ist und somit Spoiler vom 1. Teil betreffend enthalten kann!
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Taschenbuch: 286 Seiten
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Verlag: CreateSpace (16. Juni 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 1477641831
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ISBN-13: 978-1477641835
Klappentext:
“Mein Herz fing an zu schlagen, immer schneller. Der
Stein in meinem Magen schien größer zu werden, doch nicht vor Schmerz. Er
polterte ein wenig herum, zersprang und tausend kleine Schmetterlinge
flatterten aus seinem Inneren hervor.
Er lebte, er war gefangen, aber er lebte. Das war das Wichtigste. Calum war
nicht tot, nicht in unerreichbare Ferne gerückt.”
Als Emma erfährt, dass Calum noch lebt gibt es für sie nur ein Ziel: Sie
möchte, dass er zu ihr zurückkommt? Doch Calum ist in seine Welt entschwunden.
Eine Welt, in die sie ihm nicht folgen kann.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Wird es Emma gelingen, Calum zu
retten?
Meine Meinung:
Emma ist ohne Calum in Portree zurückgeblieben und da sie
denkt, er sei tot, gibt sie sich ganz ihrem Kummer hin.
Aber dann erhält sie die Nachricht, das Calum noch am
Leben ist. Er wird von Elin, der ebenfalls Anspruch auf den Thron der
Shellycoats erhebt, gefangen gehalten. Und auch Emmas Leben ist in Gefahr. Aus
diesem Grund wird ihr erlaubt nach Avallon zu gehen und dort die Schule zu
besuchen. Nur da kann Emma ausreichend beschützt werden.
Kaum ist Emma dort eingetroffen treibt sie den Entschluss
Calum aus Elins Klauen zu befreien voran und sucht nach Verbündeten.
Doch wem kann Emma wirklich trauen?
Wird der Befreiungsversuch gelingen? Und was geschieht
mit Elin?
„MondSilberZauber“ ist der zweite Teil der MondLichtSaga
aus der Feder von Marah Woolf.
Die Protagonisten sind wieder ähnlich dem ersten Teil,
wobei Calum erst im Handlungsverlauf erscheint.
Emma habe ich mittlerweile richtig lieb gewonnen. Dieses
Mal muss sie es verkraften nicht wirklich zu wissen was mit Calum passiert ist,
nachdem er von der Klippe gesprungen ist. Als aber klar ist, dass er gefangen
gehalten wird, ist sie es die seine Befreiung vorantreibt.
Im Vergleich zum ersten Teil wird Emma selbstbewusster
und kämpft für das Leben ihrer großen Liebe.
Neu hinzugekommen ist Amia. Sie ist Calums Verlobte und
soll mit ihm die Verbindung eingehen und danach das Reich der Shellycoats
regieren. Sie und Emma werden trotz dieser Sache beste Freundinnen. Ich habe
Amia von Beginn an gemocht und auch sie macht im Handlungsverlauf eine
Entwicklung durch.
Auch die anderen Charaktere hat Marah Woolf wieder
liebevoll ins Szene gesetzt. Die Bindung, die man als Leser im ersten Teil zu
ihnen aufbaut wird im zweiten Teil vertieft.
Der Schreibstil der Autorin ist erneut flüssig und gut zu
lesen. Die Umgebung wird bildhaft dargestellt, so dass man alles sehr schön vor
sich sehen kann.
Die Handlung ist spannend und durch manch unvorhersehbare
Überraschung wird man als Leser ans Buch gefesselt und fliegt quasi durch die
Seiten, weil man wissen möchte wie es weitergeht.
Das Geschehen wird wieder aus Emmas Sicht in der
Ich-Perspektive geschildert. So erlebt man als Leser alles hautnah und kann
sich sehr gut in Emma hineinversetzen.
Das Ende ist sehr gut gewählt und stimmig zur Handlung.
Trotz allem ist es aber recht offen und macht neugierig auf den 3. Und letzten
Teil „MondSilberTraum“ der Ende 2012 erscheinen soll.
Fazit:
„MondSilberZauber“ von Marah Woolf ist ein würdiger
Nachfolger von „MondSilberLicht“.
Die Handlung ist erneut spannend und zieht den Leser
sofort in den Bann. Auch die Charaktere sind alle samt sehr gut dargestellt.
Genau wie der erste Teil bekommt auch dieser Roman von
mir die volle Punktzahl und eine ganz klare Leseempfehlung.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (beim eBook unter Manja Teichner) und hier (beim eBook unter Manja Teichner) veröffentlicht.
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