Gelesen: “Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel” von Sergej Lukianenko

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Gebundene Ausgabe: 584 Seiten
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Verlag: Beltz
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3407810741
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ISBN-13: 978-3407810748

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Klappentext:
Trix, Erbe des Herzogtums 
Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie?
Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge.
Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix
das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungewohntes Talent: Ist er
vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der
schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht
Tiana ihm zu helfen den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen
tollkühnen Plan …
Meine Meinung:
Trix, Erbe des Co-Herzogtums Solier, lebt wie es sich für
einen Thronfolger gehört, am Hofe seines Vaters. Sein Leben ist angenehm,
allerdings auch ziemlich langweilig. Anstatt sich fürs Fechten und Jagen zu
interessieren steckt Trix seinen Kopf lieber in Bücher und interessiert sich
für Zauberei.
Dies ändert sich aber als der andere Co-Herzog Sator Gris
einen Putsch durchführt und den Thron besteigt. Dabei verliert Trix alles was
ihm lieb ist, seine Eltern, sein Heim und sein Erbe. Gris lässt Trix am Leben
und wirft ihn erst mal in den Kerker.
Nach seiner Befreiung aus dem Kerker ist Trix‘ Leben
komplett anders als zuvor. Er muss von nun an alleine durchs Leben gehen,
ungewohnte Entscheidungen treffen und diverse Probleme lösen. Dabei begegnet er
unterschiedlichen Personen und allerhand skurrilen Geschöpfen, wie
beispielsweise Rittern, Zwergen, Waisenkindern, Feen oder Untoten. Manche von
ihnen wollen Trix helfen, andere eher genau das Gegenteil.
Und dann ist das noch die schöne junge Fürstin Tiana. Sie
soll mit dem scheußlichen Evikayt von den Kristallenen Insel zwangsverheiratet
werden. Trix möchte das unbedingt verhindern und so nimmt das Abenteuer seinen
Lauf …
„Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ von
Sergej Lukianenko ist ein humorvoller Mix aus Fantasy- und Abenteuerroman.
Das Buch richtet sich nicht nur an junge Leser, nein auch
ältere werden angesprochen. In der Geschichte sind nämlich zahlreiche
Anspielungen auf die reale Welt enthalten, die vor allem den Erwachsenen ein
Schmunzeln aufs Gesicht zaubern dürften. Diese reichen von versteckten,
teilweise kritischen Andeutungen auf das Gesellschaftssystem über eine sehr
originelle Beschreibung einer großen Fastfood-Kette bis hin zu einem
Zauberbuch, das sich nur mit dem Wort „Eipott“ öffnen lässt.
Der Protagonist Trix ist liebenswert und möchte gerne
schon als junger Mann angesehen werden. Allerdings konnte er sich bisher noch
nicht wirklich beweisen. Er ist ein wenig eingebildet, versucht aber immer
gerecht und ehrlich zu sein.
Auch die anderen Charaktere sind alle samt mit Liebe zu
Detail ausgearbeitet und sehr facettenreich.
Lukianenko hat einen ziemlich altmodischen Schreibstil,
der es dem Leser anfangs etwas schwer macht in die Geschichte reinzukommen. Hat
man sich aber einmal eingelesen, geht es sehr gut voran.
Einziges Manko an diesem sonst tollen Buch, die Handlung
braucht einen etwas längeren Anlauf um richtig in Fahrt zu kommen. Aber wenn man
die ersten ca. 100 Seiten geduldig durchgehalten hat wird es spannender.
Fazit:
„Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ ist
nach den anfänglichen Startschwierigkeiten ein wirklich toller Fantasyroman für
Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene.
Fantasyfans, die diese Welt gerne auch mal mit etwas
Humor sehen werden voll auf ihre Kosten kommen.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Starters” von Lissa Price

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: IVI (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3492702635
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ISBN-13: 978-3492702638

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Klappentext:

Deine Zukunft gehört Dir … 
1. Vorsicht!
Sie haben den Körper eines anderen Menschen gemietet.
2. Es
ist nicht gestattet, den gemieteten Körper zu verändern oder zu verletzen.
3. Wir
haften nicht für illegale oder gefährliche Aktivitäten, die Sie mit dem gemieteten
    Körper ausüben.
… Doch Dein Körper gehört uns!

Meine Meinung:
In den USA der Zukunft existieren nach einem Sporenkrieg
keine Menschen mehr, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind. Es gibt nur noch
die sogenannten Starters und die Enders, denn diese haben durch eine
frühzeitige Impfung überlebt.
Das Land gehört nun den Ender, die durch die moderne
Technik und Medizin bis zu 200 Jahre alt werden können. Sie leben in Reichtum
und Luxus.
Die Starters hingegen leben auf der Straße. Sie suchen
sich ihr Essen aus Mülltonnen oder stehlen es. Meist schlafen sie illegal in
verlassenen Häusern, was nicht ungefährlich ist.
So auch Callie. Sie ist 16 Jahre alt und bewohnt mit
ihrem 7-jährigen Bruder Tyler und ihrem Freund Michael ein Abrisshaus. Tyler
ist schwer krank und Callie kümmert sich liebevoll um ihn.
Und schnell und einfach an viel Geld zu kommen
unterschreibt Callie einen Vertrag bei der „Body Bank“, einer Firma namens Prime
Destinations. Diese vermieten den Körper junger gesunde Starter an
zahlungswillige Ender. Währenddessen schläft der Starter und erwacht erst nach
Beendigung des Auftrags wieder.
Es sind nur 3 Aufträge, die Callie durchhalten muss. Doch
beim letzten Auftrag geht so einiges schief und Callie erwacht im Leben einer
Ender Frau, die einen schrecklichen Plan verfolgt …
„Starters“ von Lissa Price ist ein erstklassiger
Auftaktroman für den IVI-Verlag.
Das Buch weist typische Merkmale einer Dystopie auf aber
es sind auch Thrillerelemente enthalten.
Die Zukunftswelt von „Starters“ ist düster und
beklemmend. Und obwohl es bereits zahlreiche Dystopien auf dem Buchmarkt gibt,
so ist dieser Roman doch anders.
Die Protagonistin Callie ist ein starkes und
kämpferisches junges Mädchen. Sie lässt sich nicht manipulieren und geht
ziemlich clever im Kampf gegen die Body Bank vor. Nach dem Tod ihrer Eltern
musste Callie sehr schnell erwachsen werden, muss sie sich doch um ihren
kleinen Bruder kümmern. Als Leser muss man Callie einfach mögen.
Auch die anderen Charaktere, egal ob man nun Michael,
Blake oder einen der vielen guten Ender nimmt, sind alle samt hervorragend
ausgearbeitet und passen sehr gut ins Geschehen.
Aber auch die „böse Seite“, in Form des „Old Man“ hat mir
klasse gefallen. Er wirkt so richtig schön unnahbar, düster und
undurchschaubar.
Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Blake ist zart, bleibt
aber das ganze Buch über im Hintergrund. Außerdem ist Blake nicht der, der er
zu sein scheint.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr klar und prägnant,
die Seiten ließen sich angenehm leicht lesen.
Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Spannung. Eher im
Gegenteil, man wird als Leser von der ersten Seite an in die Geschichte
hineingezogen und je weiter man vorankommt, desto schwerer ist es das Buch zur
Seite zu legen.
Das Ende ist mehr oder weniger in sich geschlossen, der
Cliffhanger bleibt dem Leser erspart. Allerdings wird auf den letzten Seiten
noch etwas Neues angesprochen, das auf einen ebenso spannenden 2. Band „Enders“
hoffen lässt.
Fazit:
Mit ihrem Debütroman „Starters“ springt Lissa Price auf
den Zug der Dystopie-Romane mit auf.
Der Roman hebt sich aber von der großen Masse ab. Die
Handlung ist gut durchdacht, die Charaktere sympathisch und es gibt immer
wieder Wendungen, die nicht vorhersehbar sind.
Verbunden mit dem schlichten aber sehr passenden Cover
hat man als Leser hier ein Buch in der Hand, dass es sich wirklich zu lesen
lohnt.
Für mich mein bisheriges Dystopie-Highlight.
Ganz klare Leseempfehlung!!
Vielen Dank an vorablesen und den IVI-Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Bei vorablesen (manja82) ist die Rezension auch zu finden.

Gelesen: “Hyddenworld: Der Frühling” von Willian Horwood

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Gebundene Ausgabe: 527 Seiten
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Verlag: Klett-Cotta (22. Februar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3608946381
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ISBN-13: 978-3608946383

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Klappentext:
Der kleine Jack ist ein Riese. Jedenfalls in der Welt der
Hydden, einem Volk kleiner Leute, das in einer für Menschen unsichtbaren Stadt
unter der Erde lebt. Als er mit einem feinen ledernen Rucksack auf dem Rücken
bei den Menschen auftaucht, lebt eine alte Prophezeiung  wieder auf …
Meine Meinung:
Im Volk der Hydden wird ein Junge namens Yakob geboren.
Er ist ein sogenannter Riesengeborener und zu seinem Schutz wird er von seinen Eltern
in die Menschenwelt geschickt.
Von nun an heißt er Jack und laut einer alten Legende
geht von ihm die Rettung des Universums aus. Auf seiner Reise durch die Hydden-
und Menschenwelt ist Jack Entsetzen und Verfolgung ausgesetzt.
Bereits als Kind lernt er Katherine kennen. Sie und ihre
Eltern nehmen Jack mit auf eine Autofahrt nach London. Allerdings kommt es zu
einem Unfall, wo er Katherine das Leben rettet, selber aber schwer verletzt
wird. Von da an sind die Schicksale der beiden Kinder eng miteinander
verbunden.
10 Jahre später treffen sich Jack und Katherine wieder,
als Katherines Mutter Claire im Sterben liegt. Nach deren Tod wird Katherine in
die Welt der Hydden entführt. Jack will sie befreien und kehrt so in seine Welt
zurück. Nun begreift er auch warum er sich bisher in der Menschenwelt nicht
wohlgefühlt hat. Jack und seine Verbündeten begeben sich nach Brum, wo sie auch
noch den Edelstein des Frühlings für Imbolc finden sollen. Diese hat nicht mehr
viel Lebenszeit und ist auf der Suche nach ihrer Nachfolgerin, der Schildmaid.
Es wird vermutet, dass es Katherine ist aber es kommt
alles ganz anders …
„Hyddenworld: Der Frühling“ von William Horwood ist ein
Komplexer Fantasyroman. Die Handlung wird abwechselnd in der Menschen- und der
Hyddenwelt erzählt, beide Erzählstränge werden immer wieder miteinander
verbunden.
Die stetig wechselnden Handlungsorte waren anfangs etwas
ungewöhnlich aber wenn man sich einmal eingelesen hat, klappt es ganz gut.
Horwood erzählt die Handlung aus Sicht verschiedener
Protagonisten, deren Verbindungen zueinander dem Leser nahegebracht werden.
Jack, der Riesengeborene, und Katherine nehmen, neben den
Hydden, einen zentralen Platz in der Geschichte ein. Beide sind liebenswert,
etwas hitzköpfig aber auch sehr mutig und kampfbereit. Ihre Schicksale sind miteinander
verbunden.
Die Hydden sind kleine Wesen, die sehr naturverbunden
sind. Ihre Hauptstadt ist Brum, sie liegt unterhalb der Stadt Birmingham.
Arthur Foale ist Professor für Astral-Achäologie. Er ist
überzeugt, dass es besondere Orte mit Portalen in andere Welten (Henges) gibt.
Arthur wird zur Vertrauensperson der Hydden, da er an sie glaubt.
Die Friedensweberin Imbolc ist eine müde gewordene Frau.
Ihre Lebenszeit läuft ab, daher sucht sie die Schildmaid. Imbolc ist wandelbar
und tapfer.
Der Schreibstil des Autors ist sehr altmodisch. Dies
passt aber sehr gut zur Welt der Hydden. Deren Welt wird wunderschön
beschrieben, man hat als Leser das Gefühl, man ist Gast in dieser Welt. Die
Figuren wirken ebenfalls sehr lebendig.
Die kurzen Kapitel, die am Anfang sehr
gewöhnungsbedürftig sind, ziehen den Leser mit. Und obwohl die Spannung nicht
durchweg vorhanden ist, man möchte als Leser trotzdem wissen wie die Geschichte
weitergeht.
Da es sich um den Auftaktband einer Tetralogie handelt
ist das doch sehr überraschende Ende für meinen Geschmack ein wenig zu offen.
Es bleiben Fragen bestehen.
Fazit:
Mit „Hyddenworld: Der Frühling“ hat William Horwood einen
gelungenen Auftakt einer Reihe geliefert.
Dieser Roman ist besonders für anspruchsvolle
Fantasyleser geeignet und macht Lust auf mehr.
Das schöne Buchcover und die gelungene Gesamtgestaltung
runden das Ganze ab.
Vielen Dank an lovelybooks und den Klett-Cotta Verlag für
dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: “Nur 6 Tage” von Phlilip Webb

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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag GmbH
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551520313
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ISBN-13: 978-3551520319

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Klappentext:
Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die
Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer sucht sie
nach dem Artefakt.
Allerdings weiß niemand, wie es eigentlich aussieht. Und
bis auf Cass‘ kleinen Bruder Wilbur glaubt auch keiner daran, dass es wirklich
existiert.
Doch als plötzlich Peyto und Erin auftauchen, ändert sich
alles. Denn sie wissen, wonach sie suchen: nach etwas, dass überirdische Kräfte
besitzt und die Macht hat, die Welt zu retten. Aber nur wenn sie es innerhalb
von 6 Tagen finden …
Meine Meinung:
Die 15-jährige Cass und ihr 8-jähriger Bruder Wilbur
leben in London in der fernen Zukunft. Die Stadt ist zerstört, sie wurde vor
hunderten von Jahren mit Biowaffen angegriffen. Beide sind zusammen mit ihrem
Vater Räumer. Diese werden von den Vlads, russische Soldaten, gezwungen nach
einem wertvollen Artefakt zu suchen, welches große Kräfte haben soll. Dabei
sind die Vlads äußerst streng, sie zögern auch nicht die Waffen zu nutzen.
Wilbur findet beim Räumen immer wieder alte Comics, in
denen er Hinweise zu sehen glaubt, wo das Artefakt ist.
Als er im Big Ben ist geht er etwas zu weit und Cass muss
ihn retten. Dabei taucht plötzlich der mysteriöse Peyto auf, der ganz und gar
nicht wie ein Räumer aussieht. Eher wie eine „Pennratte“  mit Schlafanzug und verstrubbelten Haare.
Peyto hilft Cass Wilburs Leben zu retten, wofür Cass sich ihm gegenüber
verpflichtet sieht ihn vor den Vlads zu beschützen.
Wenig später begegnen sie Erin, die wie Peyto ist. Beide
besitzen etwas wertvolles, magisches, einen Falter.
Auch sie suchen nun nach dem Artefakt, ja sie wissen sogar
was es ist.
Von nun an wird die Suche zu einem Wettlauf gegen die
Zeit …
Der Roman „Nur 6 Tage“ von Philip Webb ist eigentlich
eine Dystopie aber es befinden sich auch Elemente eines spannenden
Abenteuerromans darin.
Das London, welches der Autor beschreibt, ist zerstört
und nicht mehr bewohnbar.
Vor dieser Kulisse lernt der Leser die Protagonisten
kennen.
Cass ist ein 15-jähriges Mädchen, das sehr verantwortungsbewusst
und mutig ist. Ihrem Bruder gegenüber ist sie manchmal etwas grob aber nur um ihn
seine Flausen aus dem Kopf zu treiben. Sie ist für mich die typische große
Schwester und man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen.
Wilbur ist ein kleiner Träumer. Er ist kindisch und
wächst dem Leser sehr schnell ans Herz. Man möchte ihn gerne beschützen. Leider
hört ihm eigentlich nie jemand richtig zu, was ihn ganz schön nervt. Wilbur
soll ein sogenannter Helfer sein, da er immer wieder neue Ideen hat wo das
Artefakt versteckt sein könnte.
Erin wirkt etwas zickig, sie hat aber ihre Gründe dafür.
Sie und Peyto sind auch auf der Suche nach dem Artefakt.
Peyto ist eher der ruhigere Typ, passt aber dadurch sehr
gut ins ganze Geschehen.
Der Schreibstil ist sehr jugendlich. Man hat als Leser
das Gefühl man wird direkt angesprochen. Sie Seiten lassen sich flüssig lesen.
Erzählt wird die Handlung aus Cass‘ Sicht, so erlebt man
alles hautnah.
Der Autor baut von Beginn an Spannung auf und immer
wieder kommt es zu Überraschungen, die es dem Leser schwer machen das Buch zur
Seite zu legen.
Allerdings ist das Ende ein wenig zu offen gehalten, denn
es bleiben Fragen bestehen. Man möchte noch gerne wissen, was mit Wilbur und
Erin passiert ist und ob denn die Theorie, die Cass hat, stimmt.
Aber wer weiß, vielleicht schreibt der Autor ja eine
Fortsetzung.
Fazit:
„Nur 6 Tage“ von Philip Webb ist ein gutes Buch. Es wirkt realistisch, die
Charaktere sind sympathisch und der Leser wird von Beginn an mitgerissen.
Besonders für junge Leser ist dieses Buch empfehlenswert.
Vielen Dank an Buchbotschafter und den Carlsen Verlag für
dieses Vorabexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “VAMPIRE SOULS – Nachtrausch” von Jeri Smith-Ready

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Taschenbuch: 480 Seiten
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Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 340420641X
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ISBN-13: 978-3404206414

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Klappentext:
Ciara ist wie gelähmt, als sie in diese Augen schaut. Es
ist ihr erster Tag bei dem Radiosender WMMP. Der attraktive Typ vor ihr
moderiert eine Grunge-Show, und eigentlich wirkt er ziemlich normal. Doch etwas
in seinen Augen zieht Ciara magisch an. Und die anderen DJs sehen aus, als wäre
jeder von ihnen aus einer anderen Zeitmaschine gekrochen. Ciara stellt sich nur
die Frage: Was geht hier ab? Und die Antwort darauf gefällt ihr gar nicht…
Meine Meinung:
Die 24-jährige Ciara, eine Trickbetrügerin, möchte etwas
in ihrem Leben verändern. Daher nimmt sie eine Praktikumsstelle beim
Radiosender WMMP an. Das besondere an diesem Sender, alles Moderatoren sind
Vampire.
Der Radiosender ist relativ klein und so kommt es, dass
ein großer Medienkonzern eine Übernahme plant. Ciara entwickelt hierfür eine
neue Marketingstrategie.
Es wird nun damit geworden, dass die DJs Vampire sind und
dieses Konzept geht voll auf. Die Zuhörer sind begeistert, allerdings halten
sie die Tatsache, dass die DJs Vampire sein sollen für einen genialen Werbe-Gag.
Die echten Vampire finden das wiederum nicht witzig und
so entwickelt sich die Übernahme zu einer Bedrohung der gesamten Sender-Crew …
Mit „VAMPIRE SOULS – Nachtrausch“ konnte mich Jeri
Smith-Ready leider nicht wirklich überzeugen.
Dabei ist die Idee hinter dem Roman gar nicht mal so
uninteressant. Gut, es gibt bereits viele Vampirromane auf dem Buchmarkt aber Smith-Readys
Vampire unterscheiden sich vom gängigen Vampirimage. Sie sind sozusagen in
ihrer Zeit, der sogenannten Lebenszeit, hängen geblieben. Dadurch haben sie
Anpassungsschwierigkeiten, die sich meist in zwanghaften Handlungsweisen oder
gar durch Gewalt äußern. Die Vampire werden von der Liga, einer geheimen
Regierungsorganisation überwacht und wenn die Schwierigkeiten zu groß werden,
kommen die Vampire entweder in „Schutzhäuser“ oder wenn es ganz extrem wird
werden sie auch eliminiert.
Außerdem werden die Vampire meist nur 100 Jahre alt.
Der Radiosender WMMP ermöglicht seinen 7 Vampir-DJs durch
die Arbeit mit Musik aus ihrer Lebenszeit ein relativ normales Leben und
gleichzeitig haben sie dort auch ein Zuhause.
Die Protagonistin Ciara wirkt ziemlich unreif und konnte
mich leider nicht wirklich überzeugen. Sprachlich kommt sie jünger daher als
sie wirklich ist. Sie wirkt teilweise wie ein Teenager, nicht wie eine Frau von
Mitte 20.
Ihre Motivation für das Praktikum ist für mich ebenso
schwer nachvollziehbar, wie auch die sich anbahnende Beziehung zum Vampir
Shane.
Von den Vampiren selber lernt der Leser nur Sahen etwas
besser kennen. Der Rest bleibt eher im Hintergrund, was ich ein wenig schade
fand. Generell hätte die Autorin ein wenig mehr Abwechslung ins Buch
reinbringen können, denn durch das in ihrer Zeit hängen wirken die Vampire
schnell recht langweilig und fad.
Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Ciara.
Der Schreistil an sich ist eigentlich relativ flüssig.
Man hat aber als Leser arge Probleme am Ball zu bleiben. Die Handlung zieht
sich und es kommt einfach keine Spannung auf. Außerdem gibt es zu viele Dinge
nebenher, die beschrieben werden (z.B. gleich am Anfang diese Sache mit den Junggesellinnen).
So verliert man schon mal die Lust am Weiterlesen.
Fazit:
„VAMPIRE SOULS – Nachtrausch“ von Jeri Smith-Ready ist
ein Roman den man liest aber auch ziemlich schnell wieder vergisst.
Die Grundidee ist interessant und neu, allerdings das
wirkliche „Wow-Gefühl“  konnte sich bei
mir nicht einstellen.
Von daher gibt es nur magere 3 von 5 „Bücherwürmern“!
Vielen Dank an das Team von “Wir Lesen”, für dieses Rezensionsexemplar.
Dort wird die Rezension auch zu lesen sein.

Gelesen: “Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz” von Kimberly Derting

–      Gebundene Ausgabe: 362 Seiten
–      Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3863960173
–      ISBN-13: 978-3863960179

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Klappentext:
In den von Aufständen erschütterten Königreich Ludania
bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst – oder verstehst.
Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine
Gnade.
Die siebzehnjährige Charlaina versteht alle Sprachen,
jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang
versteckt. Doch als sie Max trifft, bröckelt die Mauer – bis sie erkennen muss,
wer er tatsächlich ist …

Meine Meinung:
Die 17-jährige Charlaina „Charlie“ ist eine
Kaufmannstochter und lebt im Königreich Ludania. Dort herrschen immer wieder
Aufstände. Je nachdem welcher Klasse man zugehört ist geregelt welche Sprache
man sprechen und verstehen darf. Wer sich nicht daran hält ist dem Tode
geweiht.
Charlie hat die besondere Fähigkeit und kann alle
gesprochenen und geschriebenen Sprachen verstehen. Dies muss sie allerdings
verstecken.
In einem Club, wo es keine Klassen gibt lernt sie den
17-jährigen Max und dessen Begleiter kennen. Während sie versucht mehr über ihn
herauszufinden muss sie erschrocken feststellen, dass sowohl die Rebellen als
auch die Königin bereits hinter ihr her sind …
Das Buch „Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes
Herz“ von Kimberly Derting ist eine Mischung aus Fantasyroman und Dystopie. Wie
für mich geschrieben, so dachte ich.
Allerdings so richtig begeistern konnte mich dieses
Buch nicht. Ich hatte mir so viel erhofft und wurde leider enttäuscht.
Woran liegt das?
Nun ja, die Geschichte an sich ist interessant, es
sind wirklich sehr gute Ansätze vorhanden. Für mich bleibt aber dennoch viel im
Unklaren, es gibt zu viele offene Fragen, wie zum Beispiel, wie kam es dazu,
dass die Welt so ist wie sie im Buch beschrieben wird? Oder auch warum dürfen
nur Frauen den Thron besteigen? Dies erwähnt die Autorin leider nicht und so
kann der Leser nur spekulieren.
Auch die Charaktere bleiben relativ blass. Als Leser
findet man kaum einen Zugang zu ihnen.
Charlie zum Beispiel ist eigentlich ein sympathisches
junges Mädchen. Allerdings scheint es so als ob sie in die Rolle der Heldin
hineingezwängt wird, durch ihre besondere Gabe alle Sprachen zu verstehen. Irgendwer
muss das bestehende System ja verändern, also warum nicht Charlie nehmen. Sie
wirkt im Handlungsverlauf sehr widersprüchlich und so verliert sie an
Charakter.
Mit ihrer besten Freundin Brooklyn ist es ähnlich. Sie
ist zu Anfang ein richtig unsympathisches Ekel, dann plötzlich wandelt sie sich
um 180 Grad und wird lieb und nett. Der Leser bleibt wieder auf der Strecke und
kann nur rätseln wieso dies so ist. Es wird auch nicht erwähnt wie sie zu ihrer
„Tätigkeit“ gekommen ist.
Und dann ist das noch Max. Er taucht wie aus dem
Nichts auf und hat ganz großes Interesse an Charlie. Zwischen den beiden sind
plötzlich Gefühle vorhanden, die jedoch nicht wirklich realistisch rüberkommen.
Die Liebe wirkt gestellt und unglaubwürdig. Nichts ist mit Schmetterlingen im
Bauch oder Herzklopfen, wenn man den anderen sieht oder ihm näher kommt.
Doch nun zu den positiven Seiten des Buches.
So ist zum Beispiel der Beschützerinstinkt von Charlie
gegenüber ihrer kleinen 4-jährigen Schwester richtig herzlich. Diese Gefühle
sind echt und genauso kommen sie auch beim Leser an.
Außerdem kommt in den letzten ca. 30 Seiten richtig
Spannung auf. Diese Seiten konnten mich wirklich fesseln, davon hätte ich gerne
mehr gehabt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die
Handlung ist leicht zu verstehen. Als Leser findet man ohne Probleme in die
Handlung und man kann ohne Probleme folgen. Ab und an herrschte ein wenig
Spannung, jedoch verlor sich das immer wieder recht schnell.
Fazit:
Ich habe wirklich lange hin und her überlegt wie ich „Dark
Queen“ bewerten soll.
Die Idee des Buches ist gut, allerdings wirkt vieles
oberflächlich und es bleibt vieles offen.
Wenn man allerdings die Tatsache hinzu nimmt, das „Dark
Queen“ der Auftakt einer Reihe ist, dann besteht Hoffnung auf einen besseren
zweiten Teil.
Von daher gibt es 3 von 5 Bücherwürmern von mir.
Vielen Dank an dem EGMONGT INK Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.
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