Im Gespräch mit …

Hallo meine Lieben,
heute am letzten Tag im Juni ist es mal wieder Zeit 
für ein Autoreninterview.
Dieses Mal bin/war ich 
Im Gespräch mit …
Gundel Limberg
auch bekannt als
B. C. Bolt
der Autorin vom Buch

Hallo Gundel,
willkommen auf Manjas Buchregal!
Es freut mich, dass ich dich hier auf meinem Blog
begrüßen darf und du mir ein paar Fragen beantwortest.

(Copyright: B. C. Bolt / bookshouse)

  Für alle, die dich noch nicht kennen,
würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?

Ich bin eine
multiple Autorenpersönlichkeit: als Gundel Limberg schreibe ich eher
anspruchsvolle Phantastik, habe aber gleich zwei andere Wesensteile, die sich
als Autoren selbstständig gemacht haben: Beatrice Cecily Bolt, die Science
Fiction und ein wenig Fantasy schreibt – vom klassischen Zuschnitt, aber auch
eher witzige. Und dann Ann-Merit Blum, die für romantische Fantasy zuständig
ist. Sie bevorzugt das 19. Jahrhundert.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was war
das erste was du geschrieben hast?
Mit vierzehn
Jahren habe ich einen Science Fiction begonnen, der mit Göttern auf der Erde zu
tun hatte – frei nach Däniken. Ich habe die Kladde heute noch. Damals brach ich
mittendrin ab, weil ich nicht weiter wusste. Dann wurde Dorothy Sayers mein
Star und ich habe Dutzende von Krimis geschrieben, die nie ein Verleger zu
Gesicht bekam, was vielleicht auch gut so war. 


„Intrigenküche:
Agenten der Galaxis“ ist ein humorvoller Krimi im Science-Fiction
Bereich. Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?
Wie viele andere
habe ich immer gerne die Kochshow mit Paprika gegen Tomate auf Vox geguckt und
daran muss ich wohl ein wenig gedacht haben, als ich „Intrigenküche“ begonnen
habe. Allerdings kommt gar keine Kochshow vor, aber ein Koch aus Leidenschaft,
der sich gegen ausgebildete Starköche durchsetzen muss, während er gleichzeitig
mit Intrigen und Mord konfrontiert ist. Da ich gerne fremde Welten und andere
Gesellschaftsordnungen entwerfe, habe ich das Ganze an einem Kaiserhof in einem
anderen Sonnensystem angesiedelt, so dass ich einen wunderbar intriganten Hof
als Setting hatte.

Wie kam es zu deinem Pseudonym B. C. Bolt?
Das war der
erste Name, der mir in den Sinn kam, als ich nach einem Pseudonym für witzige
SF gesucht habe. Ich habe mich da erst einmal am Klang orientiert. Bolt
erinnert an den Disney-Film mit dem Hund Bolt, der eigentlich auch Thunderbolt
heißen müsste: Blitzschlag. J Bolt ist aber kürzer.
Gibt es ein Genre, in dem du gerne mal ein
Buch veröffentlichen würdest?
Oh, in vielen.
Und das werde ich auch. Im nächsten Jahr kommt ein Thriller von mir heraus. Was
ich noch gar nicht gemacht habe, sind Kinder- oder Jugendbücher. Das würde mich
reizen.
Hast du besondere Rituale beim Schreiben
(z.B. Musik hören oder ähnliches)?
Musik hören auf
jeden Fall – Klassik, Trailermusik, Filmmusik. Jedes Buch hat seine Musik. Und
wenn ich beispielsweise einen zweiten Band schreibe, höre ich wieder die Musik,
die ich zum ersten Band gehört habe, um in die Atmosphäre wieder ganz
einzutauchen.
Was glaubst du fasziniert die Leser an deinen
Büchern?
Oh, ich hoffe,
dass sie es mögen, dass meine Bücher immer ein wenig anders sind als das, was
man aus dem Genre kennt. Sie behandeln Themen oder Settings, die nicht
alltäglich sind. Meist schlage ich ein recht flottes Tempo vor, sodass mir
nicht wenige Leser genau das zurückmelden – dass sie erstaunt sind, wie schnell
sie das lesen, weil es sie voran treibt.
Wenn du unterwegs bist und dir fällt etwas
ein, das du unbedingt mit in dein Buch nehmen musst, was tust du? Hast du immer
etwas dabei für solche Notfälle?
Stift und Kladde
trage ich eigentlich immer mit mir herum. Ich schreibe auch viel auf, aber nur
in Stichworten, die mir später oft selbst rätselhaft sind.
Wie wichtig ist für dich der Erfolg? Hast
große Erwartungen an deine Bücher?
Erfolg ist
zuerst einmal, dass Leser Freude am Buch haben. Wie sicher alle anderen Autoren
liebe ich es, wenn ich Mails bekomme, in denen mir Leser mitteilen, dass mein
Roman für sie spannend und schwer aus der Hand zu legen war. Natürlich wünsche
ich mir, ein richtig „großes“ Buch zu schreiben und so viele Leser zu haben wie
Frau Rowling. Das gehört zum Autor-Sein. Kaum jemand schreibt für das stille
Kämmerlein – Bücher sind für Leser da.
Fließen in deine Figuren auch persönliche
Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen, Eigenschaften ect. oder von
Bekannten/Verwandten?
Ganz gewiss
fließt viel von dem ein, was mir im Leben begegnet. Aber nie findet sich in
meinen Büchern eine Person aus meinem Leben. Das würde mich in der Entwicklung
der Figur nur einengen. Aber meine Helden und Antihelden haben manchmal ein
klein wenig von mir – ich könnte keine Hauptfigur durch mein Buch wandern
lassen, die vollkommen konträr zu meinen Überzeugungen steht.
Wie sehr bleiben deine Charaktere an dem von dir
ursprünglich erdachten Ablauf der Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben,
oder lassen sich manche auch genau so steuern, wie du es dir ursprünglich
dachtest?
Ich bin ja eher vom Typ
„Non-Plotter“. Meine Figuren treten oft vollkommen entwickelt auf der ersten
Seite in Erscheinung. Dann habe ich eine Vorstellung, wozu sie fähig sind, was
sie antreibt und wohin das führen muss. Mit jeder Seite lernen wir einander
besser kennen. Und sie tun, was sie tun müssen – das ergibt sich aus der
Figurenlogik. Beispielsweise würden Adrian und Minkas in „Intrigenküche“
einander nie im Stich lassen. Trotzdem überraschen mich meine Figuren immer
wieder – glücklicherweise.
Hattest du schon mal eine Schreibblockade?  Wenn ja, wie bist du aus dieser
herausgekommen? Was hat dir dabei geholfen?
Eine? Viele.
Immer wieder. Dann bekomme ich Ermunterung von befreundeten Autoren. Und von Freunden,
die gerne meine Bücher lesen. Das hilft meist recht schnell. Wenn gar nichts
geht, kaufe ich neue Musik und fange ein neues Buch an.
Wie sieht ein typischer Tag in deinem Leben
aus?
Ich stehe auf, versorge Familie und Katzen und gehe zur Arbeit – ich
habe einen vielseitigen Job im pädagogischen Bereich, der mich mit vielen
Menschen zusammenbringt, wo ich aber auch viel schreiben und Texte lesen muss.
– Wenn ich dann so gegen 17 Uhr nach Hause komme, verschwende ich Zeit auf
sozialen Netzwerken, chatte und fange gegen 20:00 Uhr mit dem Schreiben an, was
bis Mitternacht gehen kann. Oder ich bin unterwegs in meiner Stadt, wo an jeder
Ecke Kulturangebote und Gastronomien warten.
Was machst du neben dem Schreiben? Wie
entspannst du dich?
Zurzeit entspanne
ich mich zu wenig, fürchte ich, aber wenn, dann mit Qi Gong oder in Gesprächen
mit Freunden.
Was liest du selber am liebsten?
Sachbücher. Dann
Klassiker von Jules Verne und Dickens bis Grass, von Asimov bis Tolkien. Dann
erst aktuelle Lektüre. Krimis, Science Fiction, gute Fantasy. Im Augenblick
lese ich nach und nach Bücher für ein Projekt, das ich gestartet habe und das es
sich zum Ziel gesetzt hat, herausragende Ebooks von unabhängigen Autoren
vorzustellen. Dazu sind bisher einige Dutzend Ebooks eingereicht worden, die
ich jetzt lese – darunter einiges, das ich sonst niemals kennen gelernt hätte.
Das ist enorm spannend.
Wenn du die Wahl zwischen einem gedruckten
Buch und einem eBook hast, was wählst du und warum?
Unterwegs
bevorzuge ich im Augenblick den Reader. Zuhause lese ich nur Papier.
Kannst du schon etwas über neue
Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir
erwarten?
Ah, da wäre Band
II der „Intrigenküche“, dann der zweite Band von „Meleons magischen Schokoladen“
und der Thriller im nächsten Jahr. Zusätzlich kommt ein Buch heraus, zu dem ich
noch nichts sagen kann.
Wenn du 3 Wünsche frei hättet an deine Leser,
welche wären das?
Oh, lass mich
nachdenken – das ist tricky. Bei drei Wünschen kann man ja bekanntlich so viel falsch
machen. Also, ich wünsche mir natürlich, dass sie meine Bücher erwerben und
lesen J Dass sie mir Feedback
geben, sei es in Rezensionen oder Mails oder auf Facebook. Und dann … nein, das
ist falsch herum – die Leser sollen ihre Wünsche erfüllt bekommen – von
mir. Wünsche, in andere Welten zu reisen, die Menschen dort kennen zu lernen,
Erfahrungen dort zu machen … der Wunsch, noch schneller umblättern zu können,
um zu sehen, wie es weitergeht. Das muss ich aber hinkriegen – das kann
mir keine Wunschfee wirklich abnehmen. Sonst hätte ich ja keinen Spaß beim
Schreiben.
Vielen lieben Dank Gundel, 
besonders auch im Namen meiner Leser,
dass du dich meinen Fragen gestellt und uns soviel von dir verraten hast.

Gelesen: “Intrigenküche: Agenten der Galaxis” von B. C. Bolt

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Format: ePub
–         
Dateigröße: 349 KB
–         
Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
288 Seiten
–         
Verlag: bookshouse
(17. April 2013)
–         
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
Um von der Raumstation Ennon zu fliehen, stehlen Adrian
und Minkas ausgerechnet das Raumfahrzeug eines Starkochs. Die Automatik lässt
sie direkt im Hangar des Kaiserhofs andocken. Sofort treffen die ersten
Menübestellungen ein. Während Adrian den Hochadel mit Hausmannskost entzückt,
verliebt sich Minkas in die Tochter eines Lords und steht eines Tages sogar dem
Kaiser persönlich gegenüber. Doch dann verschwindet ein kostbares Schmuckstück.
Unbekannte verüben ein Attentat auf den jungen Prinzen Anel von Hasfenion.
Sofort verdächtigen die vollkommen zerstrittenen Geheimdienste die beiden neuen
Köche. Und so finden sich Adrian und Minkas in einer Intrigenküche wieder, der
sie nur lebend entkommen können, wenn sie die wahren Schuldigen überführen.
(Quelle: bookshouse)

Meine Meinung:
Adrian und Minkas gelingt es von Ennon, einer Raumstation
zu fliehen. Doch sie gelangen nicht in ein neues Leben, sondern direkt am
Kaiserhof. Dort wird der Maître bereits sehnsüchtig erwartet. Doch Minkas, den
man für eben diesen Sternekoch hält, kann gar nicht kochen. Mit Hilfe von
Adrian, seinem Assistenten, serviert er dem Hof nun gutbürgerliche
Hausmannskost. Die einen finden dies wirklich genial, andere aber fangen an zu
tuscheln und vermuten der Maître und sein Assistent führen etwas im Schilde. So
wird manch harmlose Bemerkung mehr als falsch verstanden und es herrscht allgemeines
Rätselraten am Hof. Minkas und Adrian stolpern unterdessen von einem
Missverständnis ins nächste.
Als dann noch ein Attentat geschieht und die beiden für
die Attentäter gehalten werden müssen sie beweisen, dass sie nichts damit zu
tun haben. Viel mehr noch, sie wollen herausfinden wer das Attentat geplant hat
und vor allem wem es wirklich gegolten hat …
Der Roman „Intrigenküche: Agenten der Galaxis“ stammt aus
der Feder von B. C. Bolt. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich die Autorin
Gundel Limberg.
Der Roman ist eine fantastische Mischung aus
Science-Fiction, Krimi und ganz viel Humor.
Die Protagonisten Adrian und Minkas haben mir ganz wunderbar
gefallen. B. C. Bolt hat sie mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Sie sind
beide unheimlich sympathisch, man muss sie einfach mögen. Sie sind ehrlich und
ziemlich unkompliziert. Die beiden Männer verbindet eine lange und tiefe
Freundschaft, sie halten wirklich fest zusammen. Vom Leben am Kaiserhof haben weder
Adrian noch Minkas irgendeine Ahnung und so lassen sie auch wirklich kein
Fettnäpfchen aus, sehr zur Freude des Lesers.
Auch die Nebencharaktere hat die Autorin liebevoll
ausgearbeitet. Es gibt recht viele aber es ist stets klar wer ist wer und was hat
er mit der Geschichte zu tun.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm
lesbar. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die zuerst nebeneinander laufen, am
Ende aber dann zusammengeführt werden.
Die Handlung selber ist spannend und sehr humorvoll. Man
fühlt sich als Leser regelrecht mittendrin statt nur dabei.
Das Ende empfand ich als sehr gut passend. Es ist stimmig
und rund und man schließt das Buch schließlich mit einem Lachen.
Fazit:
„Intrigenküche: Agenten der Galaxis“ von B. C. Bolt ist
ein rundum gelungener Lesespaß.
Die gelungene Mischung aus Science-Fiction, Krimi und Humor,
die liebevollen Charaktere und die spannende Handlung wissen zu unterhalten und
haben mich komplett überzeugt.
Ganz klare Leseempfehlung!
Meine Rezension ist ebenfalls hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Das Dunkel der Seele: Die Erleuchtete 1” von Aimee Agresti

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Taschenbuch: 576 Seiten
–         
Verlag: Goldmann
Verlag
(20. Mai 2013)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3442477549
–         
ISBN-13: 978-3442477548
–         
Originaltitel: Illuminate
Kurzbeschreibung:
Ein altes
Luxushotel, ein dunkler Pakt und eine fast unlösbare Aufgabe für die junge
Haven Terry
Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern
sind, denn sie wurde einst ohne Erinnerungen am Straßenrand gefunden. Doch nun
führt Haven ein behütetes Teenager-Leben, bis sie ein Praktikum im besten Hotel
Chicagos antritt. Haven ist tief beeindruckt von der glamourösen Chefin Aurelia
und deren atemberaubendem Assistent Lucian. Sie genießt die luxuriöse
Atmosphäre ebenso wie Lucians zunehmende Aufmerksamkeiten. Bis sie merkt, dass
sich hinter Aurelias schönem Äußeren eine finstere Seele verbirgt und dass ihre
Chefin einen grausamen Plan verfolgt. Doch zum Glück steckt auch in Haven mehr,
als ihre Widersacherin ahnt…
(Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:
Haven wird zusammen mit Lance und Dante, zwei Mitschülern,
auserwählt im zukünftigen Lexington Hotel ein Praktikum zu absolvieren. Jedem
der drei wird ein Mentor zur Seite gestellt und ihre jeweiligen Fähigkeiten
sollen gezielt gefördert werden. Haven hat besonderes Glück, ihr wird die
Hotelmanagerin Aurelia zur Seite gestellt. Allerdings ist Aurelia auch sehr
streng.
Zunächst ist Haven ganz euphorisch und hängt sich sehr
ins Praktikum rein. Zumal sich der attraktive aber auch sehr mysteriöse
Geschäftspartner von Aurelia Lucian sehr für sie interessiert.
Dann aber findet sie ein Tagebuch, welches sich von
selbst mit Einträgen füllt. Einträge, die Warnungen sind aber auch Anweisungen
werden ihr so mitgeteilt.
Nicht nur Haven fällt mehr und mehr auf das in diesem
Hotel irgendwas nicht stimmt, auch Lance bemerkt das. Die Mitarbeiter und Bewohner
sind nicht nur alle wunderschön, sie verhalten sich auch äußerst merkwürdig …
Der Fantasy-Roman „Das Dunkel der Seele: Die Erleuchtete
1“ stammt von der Autorin Aimee Agresti. Es ist der Auftaktband einer Trilogie
rund um die junge Haven.
Haven ist zu Beginn ein eher unscheinbares junges
Mädchen. Sie ist schüchtern und lernt lieber als sich mit anderen abzugeben. An
das Praktikum geht sie relativ naiv ran. Doch dies ändert sich mit der Zeit,
Haven wird zunehmend selbstbewusster und wächst an ihren Aufgaben. Die graue
Maus verwandelt sich langsam und nachvollziehbar in eine reifere junge Frau.
Ihr bester Freund Dante ist ebenfalls für das Praktikum
ausgewählt worden. Er ist homosexuell und ein richtig lebensfroher junger Mann.
Dante ist ein wirklich begnadeter Koch. Daher wird er auch in die Küche
eingeteilt. Allerdings hat Dante neben seiner frohen unbeschwerten Seite auch
eine äußerst sensible.
Lance, der dritte im Bunde. Ist ein eher ruhiger Typ. Ihn
muss man aber einfach nur mögen, er hat eine liebenswerte und sympathische Art
an sich.
Neben den dreien gibt es noch weitere Charaktere, wie
beispielsweise die Hotelmanagerin Aurelia und auch ihren Geschäftspartner
Lucian. Er ist mehr als selbstbewusst, sieht gut aus und umgarnt Haven merklich.
Zu Beginn konnte ich Lucian gar nicht leiden, doch im Handlungsverlauf hat sich
diese Einstellung dann geändert.
Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und sehr
detailliert. Manchmal war es mir jedoch ein wenig zu viel an Beschreibungen.
Weniger ist manchmal eben doch mehr.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Haven in der
Ich-Perspektive. Man ist als Leser stets direkt dabei und kann die Handlungen
gut nachvollziehen.
De Handlung an sich ist spannend und mysteriös. Es gibt
immer wieder Wendungen und nichts ist vorhersehbar. Man merkt eigentlich recht
deutlich, dass mit den Mitarbeitern irgendwas nicht stimmt. Doch es kommt er
nach und nach ans Licht was es ist. Allerdings empfand ich die Geschichte nach
den ersten Seiten zwischenzeitlich etwas langatmig. Doch dies hielt nicht lange
an und es kam wieder Fahrt auf.
Das Ende hat mich total gefesselt. Es war spannend, ja
einfach der Wahnsinn.
Fazit:
„Das Dunkel der Seele: Die Erleuchtete 1“ von Aimee Agresti
ist ein sehr guter Auftakt der Trilogie rund um Haven.
Die authentischen Charaktere und die unvorhersehbare
Handlung haben mich trotz kurzeitigem Spannungsabfall sehr gut unterhalten.
Trotz kleiner Schwächen durchaus lesenswert!
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: “Nix wie weg!” von Kirsten Boie

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Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
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Verlag: Oetinger (April 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3789131997
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ISBN-13: 978-3789131998
–         
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 – 9 Jahre
Kurzbeschreibung:
Ein neuer Streich vom frechen Meerjungmann!
Zu Hause dreht sich alles nur noch um das Baby und Jonathan hat die Nase voll:
Er haut ab und zieht in einen Wohnwagen an der Ostsee. Kaum angekommen, taucht
der Nix dort auf! Und der stiftet wieder so viel Unfug, dass Jonathan sich
nicht mehr sicher
ist, ob er sich über seine Anwesenheit freuen soll oder nicht. Zumal der Nix
über beide Ohren verliebt ist und deshalb für ein noch größeres Durcheinander
sorgt!
(Quelle: Oetinger)

Meine Meinung:
Jonathan fühlt sich zu Hause immer mehr ungeliebt. Seit
seine kleine Schwester Lilly da ist haben Papa und Hilary kaum mehr Zeit für
ihn. Alles dreht sich nur noch um Lilly.
Kurzerhand entschließt er sich auszureisen. Er will an
die Ostsee, wo Papas Freund Oliver einen Wohnwagen hat. Kaum dort angekommen
trifft er einen alten Bekannten wieder, den Meerjungmann Nix. Der ist bereits
wieder in turbulente Schwierigkeiten verwickelt.
Und ehe Jonathan sich versieht ist er auch mittendrin …
Das Kinderbuch „Nix wie weg!“ stammt von der Autorin
Kirsten Boie. Es ist der nunmehr 3. Teil der Nix-Geschichten, die alle samt im
Oetinger Verlag erschienen sind. Bis zu diesem Buch war uns, das sind mein Sohn
und ich, der Nix noch unbekannt. Trotzdem hatten wir keinerlei Schwierigkeiten
der Geschichte zu folgen.
Jonathan ist ganz toller Junge. Er ist 8 Jahre alt und
fühlt sich, seit Lilly da ist, ungeliebt. Immer nur bekommt er Ärger von Papa
und Hilary, also beschließt er auszureisen. Dabei versucht er stets tapfer zu
sein, auch wenn ihn manchmal seine Allergie (Anmerkung: hier ist weinen
gemeint) plagt. Er ist sehr einfallsreich damit ja nicht herauskommt das er
ausgerissen ist.
Der Meerjungmann Nix war der ganz klare Favorit meines
Sohnes. Er macht eigentlich immer Schwierigkeiten, obwohl er es gar nicht
wirklich beabsichtig.
Aber auch Papa, Hilary, Leonie, Jonathans Freundin, die
ihm zu Hilfe eilt, sämtliche Personen an der Ostsee und auch die kleine Lilly
sind ganz tolle Charaktere, die alle mit viel Liebe ausgearbeitet wurden.
Der Schreibstil der Autorin ist kindgerecht einfach und
verständlich. Teilweise gibt es richtig verschachtelte Sätze, genauso als wenn
ein Kind die Geschichte ohne Punkt und Komma erzählt. Es wirkt alles glaubhaft
und authentisch.
Jonathan erzählt sein Abenteuer aus seiner Sicht in der
3. Person. Man ist also immer direkt dabei.
Die Handlung selber ist richtig schön und es wird auch
spannend. Wir haben richtig gehend mitgefiebert und auch nach dem Lesen hat uns
die Geschichte weiter beschäftigt.
Das Ende hat uns sehr gut gefallen. Es war richtig
aufregend und wir waren nach dem letzten Wort mehr als zufrieden.
Fazit:
„Nix wie weg!“ von Kirsten Boie ist ein wirklich ganz
tolles Kinderbuch für Kinder ab ca. 7 Jahre.
Die Illustrationen sind wunderbar gelungen und
unterstreichen das Gelesene perfekt. Bei mir als Erwachsene hat die Geschichte außerdem
zum Nachdenken angeregt.
Absolut empfehlenswert! Ideal auch zum Vorlesen.

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und ein großes Dankeschön auch an Katja für Organisation der Leserunde auf lovelybooks.

Meine Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Soul Beach 01. Frostiges Paradies” von Kate Harrison

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Gebundene Ausgabe: 350 Seiten
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Verlag: Loewe Verlag (17. Juni 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3785573863
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ISBN-13: 978-3785573860
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
Kurzbeschreibung:
Meine Schwester ist
tot.
Seit vier Monaten und fünf Tagen.
Ermordet.
Heute habe ich eine E-Mail erhalten.
Von ihr.

Als Alice eine E-Mail von ihrer toten Schwester bekommt, hält sie das zunächst
für einen schlechten Scherz. Dann folgt jedoch eine Einladung in die virtuelle
Welt von Soul Beach, einem idyllischen Strandparadies, wo ihre Schwester Megan
seit ihrer Ermordung festsitzt.
Unter www.soulbeach.org entdeckt Alice eine völlig neue Welt abseits der
Realität, die sie mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Doch wer steckt hinter Soul Beach und warum herrschen hier solch strenge
Regeln?
Warum wird der Strand nur von Jungen und Schönen bewohnt?
Und warum sind sie alle tot?
Wer hat Megan umgebracht?
Und könnte Alice das nächste Opfer sein?
(Quelle: Loewe Verlag)

Meine Meinung:
Alice hat ihre große Schwester Megan sehr geliebt. Doch
von jetzt auf gleich ist nichts mehr wie es war. Megan ist tot, erwürgt.
Am Tag ihrer Beerdigung geschieht das Unfassbare, Alice
erhält eine E-Mail, von ihrer toten Schwester. Zunächst glaubt sie an einen
ganz makaberen Scherz, dass jemand den Account von Megan gehackt hat. Doch dann
häufen sich die E-Mails. In einer ist eine Einladung zum „Soul Beach“
enthalten. Alice zögert zuerst, klickt dann aber auf den Link und landet auf
einer Seite, wo sie auf Megan trifft. Diese ist seit ihrem Tod dort gefangen,
zusammen mit anderen Jugendlichen. Alice ist so fasziniert vom „Soul Beach“,
dass es sie immer öfter dorthin zieht. Nur so kann sie mit Megan zusammen sein.
Doch es ist nicht nur alles schön dort, es gibt auch sehr strenge Regeln. Doch
wer hat diese festgelegt?
Es dauert nicht lange und Alice ist mitten drin in
verworrenen Geheimnissen und Rätseln …
Der Jugendthriller „Soul Beach 01. Frostiges Paradies“
stammt aus der Feder der Autorin Kate Harrison. Es ist der Auftaktband einer
Trilogie, die mit einer ganz neuartigen, anderen Idee aufwartet und den Leser
in seinen Bann zieht.
Alice, genannt Ali, ist ein sympathisches 16-jähriges
Mädchen. Sie trauert sehr um ihre Schwester Megan und ist dementsprechend nachvollziehbar
niedergeschlagen. Alice ist quasi das Mädchen von nebenan. Allerdings verhält
sie sich auch sehr oft mehr als naiv. Zum Beispiel denkt sie über den „Soul
Beach“ nicht wirklich lange nach, sie klickt einfach auf die Seite und
hinterfragt nichts.
Megan, genannt Meggie, ist/war Alice’ große Schwester.
Sie wurde erwürgt. Meggie war durch die Teilnahme an einer Talentshow zu einem
richtig kleinen Star geworden. Sie ist sehr selbstbewusst und ebenfalls
sympathisch. Megan hängt nun seit ihrem Tod am „Soul Beach“ zusammen mit vielen
Jugendlichen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben.
Neben den beiden Schwestern gibt es noch viele weitere
Charaktere. Einige sind hierbei sehr wichtig, andere bleiben eher im
Hintergrund. Jeder aber hat seine Geschichte, die mehr oder weniger ins
Geschehen integriert wird.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und hat
mich von der ersten Seite regelrecht gepackt. Ich konnte nicht aufhören mit dem
Lesen, die Seiten flogen an mir vorbei. Unterstützt wird dies durch die kurzen
Kapitel und das rasante Erzähltempo.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Alice in der
Ich-Perspektive. Man leidet und fiebert als Leser mit Alice mit.
Die Stimmung ist, trotz der schönen Umgebung am Soul
Beach, das ganze Buch eher bedrückend.
Die Handlung beginnt eher traurig, dann baut sich nach
und nach eine eher hintergründige Spannung auf, die es äußerst schwer macht das
Buch zur Seite zu legen. Es schwebt immer irgendetwas im Raum und man möchte
als Leser herausfinden was genau das ist.
Das Ende ist mehr oder weniger abgeschlossen und bildet
trotz Auftakt keinen Cliffhanger. Allerdings bleiben so einige Fragen
unbeantwortet und so sehnt man als Leser des 2. Band herbei.
Fazit:
„Soul Beach 01. Frostiges Paradies“ von Kate Harrison ist
ein mehr als gelungener Auftakt dieser Trilogie.
Die vollkommen neuartige Idee, das rasante Erzähltempo
und authentische Charaktere haben mich komplett überzeugt und machen Lust auf
sehr viel mehr.
Ganz klar eine absolute Leseempfehlung von mir!
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Der beste Freund, den man sich denken kann” von Matthew Dicks

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
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Verlag: Bloomsbury
Berlin
(26. Februar 2013)
–         
Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 382701140X
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ISBN-13: 978-3827011404
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Originaltitel: Memoirs
of a Imaginary Friend
Kurzbeschreibung:
Budo ist der beste
Freund, den sich der achtjährige Max vorstellen kann. Eben weil er sich ihn nur
vorstellt. Doch eines Tages wird Max nicht länger an ihn glauben und Budo wird
aufhören zu existieren. So weit ist es jedoch noch nicht. Denn Max ist anders
als die anderen Jungen: Er mag es nicht, wenn man ihn berührt, er liebt es,
Dinge zu ordnen, er schaut Menschen ungern in die Augen. Kein Wunder, dass die
Schule ein einziger Spießrutenlauf für ihn ist. Als die Lehrerin Mrs. Patterson
ein verdächtiges Interesse an Max bekundet, spitzt sich die Situation jedoch
zu, so dass Budo eine dramatische Entscheidung treffen muss.
Klug, schräg,
spannend und oft umwerfend komisch erzählt Matthew Dicks davon, dass man
beileibe nicht echt sein muss, um ein wahrer Freund zu sein.
(Quelle: Bloomsbury Berlin)

Meine Meinung:
Seit nun schon 6 Jahren ist Budo der imaginäre Freund von
Max Delaney. Die beiden verstehen einander aber außer für Max ist Budo für
niemanden sichtbar. Außer Max kann ihn keiner verstehen oder mit ihm reden. Max
versteht das alles nicht wirklich, für ihn ist Budo real wie beispielsweise seine
Lehrerin Mrs. Gosk. Budo aber weiß was es heißt imaginär zu sein. Er lebt nur
durch die Fantasie seines Erschaffers.
Dann aber geschieht etwas und Max braucht ganz dringend
einen richtigen echten Freund, der ihm beisteht.
Nun muss sich Budo etwas einfallen lassen um Max zu
helfen …
Der Roman „Der beste Freund, den man sich denken kann“
stammt vom Autor Matthew Dicks. Es ist bereits das 3. Buch das von ihm auf
Deutsch erscheint. Mir allerdings war der Autor bisher komplett unbekannt.
Max ist ein intelligenter 8-jähriger Junge. Doch er ist
nicht normal wie andere in seinem Alter, Max ist Autist. Daher hat er auch so
seine Probleme im ganz alltäglichen Leben. Und auch wenn Max nicht gerade viel
Selbstbewusstsein besitzt, so ist er dennoch ein total liebenswürdiger, aber
auch sensibler Junge, den man als Leser vollkommen ins Herz schließt.
Budo existiert nun schon 6 Jahre. Er ist der imaginäre
Freund von Max. Budo liebt Max wirklich über alles und er denkt an ihn und will
ihm beistehen aber er hat auch eine andere Seite an sich, die nicht ganz so
toll ist. Budo ist nämlich auch ziemlich egoistisch. Er will richtig leben,
nicht nur imaginär sein. Denn das bedeutet er hört irgendwann auf zu existieren.
Und genau das möchte Budo halt nicht.
Die Freundschaft zwischen den beiden Jungen ist ganz
wunderbar und innig erzählt.
Der Schreibstil des Autors ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Er ist zwar kindgerecht und einfach aber eben dieses kindliche in der Erzählung
hat es mir zu Beginn etwas schwierig gemacht ins Buch hineinzukommen. Nach etwas
Einlesezeit ging es jedoch gut voran.
Geschildert wird die Geschichte hier nicht aus Sicht von
Max, nein Budo, der imaginäre Freund übernimmt diesen Part. Dies ist zwar auch
ungewöhnlich aber ich fand es hier sehr passend.
Die Handlung ist nach einem recht zähen und langatmigen
Einstieg spannend gehalten. Ab etwa der Stelle wo eine Wendung passiert fiel es
mir wirklich schwer das Buch aus der Hand zu legen. Ich war regelrecht
gefesselt und musste wissen wie es weitergeht.
Das Ende des Buches ist traurig und schön zugleich.
Sowohl Max als auch Budo wachsen regelrecht über sich hinaus und ich war zu
Tränen gerührt. Es ist wirklich sehr gelungen.
Fazit:
„Der beste Freund, den man sich denken kann“ von Matthew
Dicks ist ein ganz tolles Buch über wahre Freundschaft.
Die Idee des Autors ist außergewöhnlich, allerdings ließ
der Einstieg etwas zu wünschen übrig.
Ein Buch wo man durchhalten muss um belohnt zu werden!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
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