Gelesen: “Kampf der Druiden” von Lara Connelly

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Taschenbuch: 420 Seiten
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Verlag: Traumstundenverlag Essen
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3942514125
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ISBN-13: 978-3942514125
 

Klappentext:
Die Legende erzählt, dass an Samhain die Grenze zwischen
der menschlichen und der feinstofflichen Welt durchlässig ist… Als Gwen
Gordon zur Halloween-Party geht und dem Druiden Conall begegnet, ahnt sie
nicht, dass diese Nacht ihr Leben verändern wird. Ihr Verstand weigert sich
seiner Geschichte zu glauben, aber tief in ihrem Inneren vertraut sie ihm. Wer
ist dieser Mann? Sie beschließt seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen und
gibt ihren gut bezahlten Job auf, um ihn zu suchen. Die Reise führt sie von
England über Irland nach Schottland. Während dieser Zeit findet sie neue
Freunde unter den Menschen und anderen mystischen Wesen. Conall O´Neill, einst
Druide unter dem Einfluss der Tuatha De Danann, sucht nach einem Verbündeten.
Seine Zeit in dieser Welt ist begrenzt und will er den Rest seines Lebens unter
den Menschen verbringen, muss er seinen Erzfeind Cennmhar unschädlich machen.
Als er Gwen begegnet, spürt er die Seelenverwandtschaft und bittet sie um
Hilfe, denn sie umgibt ein Geheimnis, welches es noch zu lüften gilt.
Meine Meinung:
Um auf andere Gedanken zu kommen geht Gwen Gordon mit ihrer
Freundin Lilly auf eine Halloween-Party. Dort trifft die auf Conall, von dem
sie sofort fasziniert ist. Conall ist ein Druide, der aufgrund eines Fluchs 777
Jahre von der Erde verbannt war. Nun hat er die Chance zurück zu kehren.
Hierfür muss er aber erst noch Cennmhar, seinen Erzfeind, besiegen.
Conall benötigt hierfür die Hilfe von seinen Freunden,
ebenfalls Druiden, die alle seit Jahrzehnten unerkannt auf der Erde leben.
Durch den Fluch ist es Conall aber nicht möglich mit ihnen Kontakt aufzunehmen,
er braucht Gwen dafür.
Diese findet Conalls Geschichte zwar merkwürdig, spürt
aber die doch starke Verbindung zwischen ihnen. Schließlich wirft sie alle
Bedenken über Bord und begibt sich auf die Suche nach Brensal, die sie nach
Irland führt.
Gleichzeitig erfährt Cennmhar von Conalls Absichten und
setzt alles daran ihn, Gwen und Conalls Freunde in seine Gewalt zu bringen.
Gwen hat nämlich ein Geheimnis was es heruaszufinden gilt und welches sich
Cennmhar zunutze machen möchte …
„Kampf der Druiden“ ist Lara Connellys Debütroman. Mit
ihm entführt sie den Leser in Irlands Sagen und Mythen, bringt sie ihm so
geschickt näher.
Die Charaktere sind alle sehr interessant und äußerst
facettenreich.
Die Protagonistin Gwen Gordon ist sympathisch und
liebenswert. Sie ist allerdings auch recht eigensinnig und hinterfragt vieles
sehr genau.
Der männliche Protagonist Conall wandelt sich im Laufe
der Geschichte vom verhaltenen Druiden zum selbstbewussten Mann. Vor allem
seine Angst vor z.B. Autos lässt den Leser schmunzeln.
Er bringt jede Menge Sexappeal mit, was vor allem Gwen beeindruckt.
Der Schreibstil der Autorin ist spannend und flüssig. Sie
verwendet recht viele Metaphern, trotzdem ist alles verständlich.
Die Welten werden als sehr vielseitig und interessant
beschrieben.
Zumeist spielt die Handlung in der Gegenwart, die Autorin
wechselt aber auch immer wieder in Parallelwelten, von z.B. dem irischen
Sonnengott Lugh oder zu den Tuatha De Danann.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt.
Dieser Perspektivenwechsel ist allerdings manchmal etwas verwirrend, da
beispielsweise keine Absätze einbaut sind. Am manchen Stellen wechselt die
Perspektive auch mitten im Text, was das Lesen ein wenig schwierig gestaltet.
Gerade am Anfang springen die Handlungen doch schnell hin
und her, was den Einstieg in die Geschichte etwas schwierig gestaltet.
Die Spannungskurve geht während des Romans immer auf und
ab.
Das Ende ist in sich geschlossen. Es bleiben jedoch ein
paar Fragen offen, die vielleicht in der Fortsetzung „Druidenerbe“ geklärt
werden.
Fazit:
„Kampf der Druiden“ ist ein interessantes Debüt, mit dem
die Autorin Lara Connelly es schafft den Leser durch sympathische Charaktere in
eine Welt aus Sagen und Mythen zu ziehen.
Am Anfang ist es vielleicht etwas stockend, dann aber
fesselt der Roman und macht definitiv Lust auf mehr.
Vielen Dank an die Autorin, dass ich ihren Roman lesen durfte.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (ohne Klappentext unter Manja Teichner) und hier (ohne Klappentext unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Ascheträume” von Maurizio Temporin

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Taschenbuch: 464 Seiten
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Verlag: IVI (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3492702449
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ISBN-13: 978-3492702447

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Klappentext:
Als Thara zum ersten Mal an der Blüte einer Schwertlilie
riecht, ist ihr Leben nicht mehr so wie zuvor. Sie verliert das Bewusstsein und
kommt in einer Welt aus Asche zu sich. Doch an diesem lebensfeindlichen Ort ist
sie nicht allein. Ein uralter Feind hat nur darauf gewartet, dass Thara diese
fremde Welt betritt. Einzig Nate, der scheue Junge ohne Gedächtnis, kann sie
beschützen. Doch warum ist er hier gefangen? Um ihn zu retten, geht Thara das
größte Wagnis ihres Lebens ein.
Meine Meinung:
Die 17-jährige Thara leidet seit einigen Jahren an der
sogenannten „Schlafkrankheit“. Tagsüber kann sie sich kaum wach halten während
sie in der Morgen- und Abenddämmerung hingegen besonders wach und aktiv ist.
Nachdem sie an einer Schwertlilie gerochen hat fällt sie
das erste Mal in eine Art Ohnmacht, nur um kurze Zeit später in einer ihr
fremden Welt, der Aschewelt, aufzuwachen. Diese Welt ist dunkel, trostlos und
verlassen, bis auf Nate, ein Junge ohne Erinnerungen. Thara findet heraus, dass
es Parallelen zwischen der Aschewelt, dem Cinerarium, und der realen Welt gibt.
Zudem ist Thara ohne Vater aufgewachsen, er starb, so
sagt ihre Mutter, als sie noch ein kleines Kind war. Allerdings glaubt Thara,
ihre Mutter sagt ihr nicht die ganze Wahrheit. Es gibt ein Geheimnis, dessen
sind sich Thara und Nate sicher und so rätseln sie eine Weile herum, jedoch
ohne Ergebnis. Hierbei wächst ihre Zuneigung füreinander.
Thara weiß, sie muss die Geheimnisse der Vergangenheit so
schnell es geht lösen, sonst ist nicht nur Nate für immer verloren …
Mit „Ascheträume“ hat Maurizio Temporin einen
Fantasyroman mit einer etwas anderen, neuen Idee geschrieben. Es wird eine
Schwertlilie dazu verwendet um eine andere Welt, eine Parallelwelt, zu
betreten. Mir persönlich gefiel diese Idee richtig gut.
Die Protagonistin Thara ist eine sympathische und interessante
Person. Ihre Ausflüge in die Aschewelt sind geprägt mit Ereignissen und
Begegnungen, die die Geschichte erst interessant machen.
Aus Tharas Sicht ist das Buch auch geschrieben, so kann
man als Leser ihre Gefühle gut nachvollziehen.
Der männliche Protagonist Nate, der Junge aus der
Aschewelt, ist sehr geheimnisvoll. Durch die Tatsache, dass er sein Gedächtnis
verloren hat, wirkt er verletzlich, verschafft sich aber auch Respekt. Er
beschützt Thara vor den Aschewesen und gemeinsam mit ihr versucht er für sich
einen Weg aus der Aschewelt zu finden.
Auch die Nebencharaktere bleiben nicht blass, jeder
spielt eine gewisse Rolle.
Man erfährt als Leser viel aus der Vergangenheit der
Protagonisten und irgendwie ist jeder mit jedem verstrickt.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und spannend. Es
wirkt alles gut verständlich.
Nur am Anfang wird der Lesefluss etwas gestört, da
erscheint die Handlung ein wenig holprig. Dies gibt sich aber zum Glück.
Die Handlung von „Ascheträume“ ist gut durchdacht und
geht stetig voran. Es geht aber auch nicht zu schnell voran, dass man als Leser
das Gefühl bekommt, man kommt nicht mehr mit.
Zur Mitte des Buches lässt die Spannung allerdings
ziemlich nach. Hat man als Leser dies aber überwunden bleibt die Spannungskurve
bis zum Schluss hoch und die Handlung weist einige unvorhersehbare Wendungen
auf.
Fazit:
„Ascheträume“ von Maurizio Temporin ist ein Roman mit
einer interessanten Mischung aus Spannung und Liebe, allerdings auch mit
kleinen Schwächen.
Durch die neuen Ideen hebt sich die Handlung von anderen
Fantasyromanen ab und ist absolut lesenswert.
 
Vielen Dank an den IVI Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Triklin – Die Feuertänzer” von Uta Maier

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Taschenbuch: 604 Seiten
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Verlag: Papierfresserchens Mtm-Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3861960745
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ISBN-13: 978-3861960744

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Klappentext:
Im Wasserreich sagt man, das Feuer sei rote Magie, die
die Seele fängt. Wie wahr dieser Ausspruch ist, versteht die junge Ana-ha erst,
als sie selbst ins Feuerland reisen muss. Während eines alten Rituals inmitten
der märchenhaften Flammen kommt sie allerdings endlich dem undurchsichtigen
Einzelgänger Iciclos näher. Dass ihr bester Freund Seiso-me sie immer wieder
vor diesem warnt, überhört sie geflissentlich. Erst als die heiligen Symbole
der Elementenreiche nacheinander gestohlen werden, kommen ihr Zweifel. Könnte
Iciclos tatsächlich einer der gefürchteten Symbolräuber sein, die mit den
Heiligtümern eine göttliche Dimension öffnen wollen? Die volle Wahrheit über
ihn, seine Gefährten und ihre eigene Rolle bei deren Plänen erfährt sie erst,
als sie sich durch Iciclos’ vermeintlichen Verrat in den Händen von Fiuros
Arrasari wiederfindet, einer seiner Verbündeten und ihr erbittertster Feind.
Und die rote Magie, die die Seele fängt, wird für sie buchstäblich zur
Feuertaufe.
Meine Meinung:
Es existieren 4 Reiche, benannt nach den 4 Elementen
Luft, Wasser, Feuer und Erde.
Ana-ha lebt in Thuraliz im Wasserreich. Dort studiert sie
an der Akademie. Ihre beiden Freunde Iciclos und Seiso-me, die ebenfalls an der
Akademie lernen und sich nicht wirklich leiden können, kämpfen beide um Ana-has
Aufmerksamkeit. Seiso-me ist überall beliebt, während Iciclos eher der
Außenseiter ist und eigentlich nur Ana-ha an sich heran lässt.
Als Ana-ha zusammen mit Iciclos zu einem Auftrag ins
Feuerreich geschickt wird, hat Ana-ha eine böse Vorahnung was ihren Aufenthalt
dort betrifft. Diese scheint sich auch zu bestätigen, denn die beiden werden
nicht gerade freundlich im Feuerreich empfangen. Vor allem der talentierte und
mächtige Fiuros scheint gegen Ana-ha zu sein.
Noch ahnt keiner das Ana-has Leben in Gefahr ist und das
auch Iciclos nicht immer die Wahrheit gesagt hat.
Es beginnt ein Abenteuer wo nichts so ist wie es scheint …
Mit „Triklin – Die Feuertänzer“ hat Uta Maier einen
wirklich tollen Fantasyroman geschaffen.
Die Idee mit den 4 Elementen ist zwar nicht grundsätzlich
neu aber die Autorin hat es geschafft es in neuem Licht erscheinen zu lassen.
Die Protagonisten sind sehr gut gelungen. Jeder von ihnen
hat etwas Spezielles, Eigenes an sich. Dem Leser erscheinen sie sehr lebhaft.
Ana-ha ist eine recht starke junge Frau, die ab und an
jedoch recht naiv erscheint. Sie ist eigentlich ständig auf der Suche, vor
allem nach der Liebe. Sowohl Seiso-me als auch Iciclos liegen ihr sehr am
Herzen.
Seiso-me ist sehr beliebt. Er setzt sich stets für das
Gute ein und versucht dabei immer gerecht zu sein. Seine wirkliche Rolle in der
Handlung offenbart sich dem Leser allerdings erst am Schluss wirklich.
Iciclos ist innerlich zerrissen. Er fühlt sich nicht
wirklich zu Hause im Wasserreich. Seine Sehnsucht nach der wirklichen Heimat und
der Liebe prägt ihn.
Während des Lesens wird schnell klar, dass es nicht
wirklich eine klare Abgrenzung zwischen „Gut“ und „Böse“ gibt. Jeder Charakter
hat seine speziellen Ziele und zeigt während der Geschichte verschiedene
Seiten.
Auch die Nebencharaktere hat Uta Maier sehr gut
ausgearbeitet. Sie geben „Triklin – Die Feuertänzer“ den speziellen Charme und
die nötige Tiefe.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, die Seiten
ließen sich recht schnell weg lesen.
Allerdings, und das ist für mich der einzige Kritikpunkt,
den ich anzubringen habe, zu Beginn des Buches war es für mich relativ
verwirrend den Durchblick zu bewahren bei den ganzen, sehr kreativen Namen, und
den Elementreichen mit ihren jeweiligen Besonderheiten. Dies ist allerdings
mein persönlicher Eindruck, der andere vielleicht nicht so stört.
Uta Maier hat es geschafft die verschiedenen
Handlungsstränge geschickt miteinander zu verknüpfen. Die Handlung ist von
Beginn an spannend und die Spannungskurve bleibt bis zum Schluss konstant hoch.
Das Ende seinerseits ist traurig, passt aber perfekt zum
gesamten Buch.
Fazit:
„Triklin – Die Feuertänzer“ von Uta Maier ist ein sehr
guter Roman für Fantasyliebhaber und alle die, die es noch werden wollen.
Die Handlung ist spannend und die Charaktere sind glaubhaft und sympathisch.
Ein sehr gelungenes Debüt mit einer kleinen Schwäche zu Beginn.
Vielen Dank an die Autorin für dieses tolle Buch und an
lovelybooks für die fantastische Leserunde.

 
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und etwas gekürzt hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Masken – Unter magischer Herrschaft” von Mara Lang

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Broschiert: 608 Seiten
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Verlag: Knaur TB
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 342651009X
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ISBN-13: 978-3426510094

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Klappentext:
Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem
sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale
überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre
Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu
einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die
Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt
werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus
Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes,
sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die
Masken zerstören.
Meine Meinung:
Ferin ist eine Pheytanerin. Die blauen Male in ihrem
Gesicht, die blauen Lippen und der charakteristische Riss auf ihrer Nase machen
sie zu einer Außenseiterin ohne jegliche Rechte. Sie sehnt den Tag ihres 17.
Geburtstags herbei, den Tag ihrer Maskierung. Die Maske verschleiert ihre
Herkunft und macht sie zur vollen Merdhugerin mit allen Rechten und Freiheiten.
Nach Erhalt ihrer Maske jedoch ist Ferins Wissensdurst
nicht gestillt. Sie will immer noch mehr über die Konventionen wissen, die ihr
Volk nun schon seit über 200 Jahren die Freiheit vor der Maskierung verwehren
und ihre magischen Kräfte unterdrücken.
Dann geschieht das Unglaubliche, Ferins Körper stößt ihre
Maske ab, sie zerfällt zu Staub. Ferin ist wieder rechtlos und soll in ein
Straflager. Sie kann aber durch die Wüste fliehen und landet schließlich bei
einer Gruppe Gesetzloser im Dschungel. Hier erfährt sie endlich mehr über die
Konventionen und entdeckt schließlich ihre persönliche magische Gabe.
Bei den Gesetzlosen lernt sie den attraktiven Martu
kennen, der ihre Welt komplett auf den Kopf stellt.
Zusammen mit den Rebellen kämpft Ferin fortan für die
Freiheit ihres Volkes und um ihre große Liebe.
Mit „Masken – Unter magischer Herrschaft“ entführt Mara
Lang ihre Leser in eine fremde Welt. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus
Fantasy und Abenteuer, mit einem Hauch von Liebe.
Die Idee mit den Masken ist anders und neu und so hebt
sich der Roman aus der Masse ab.
Es ist interessant zu erfahren, wie die Konventionen sich
auf das Volk der Pheytaner auswirken. Sie sind schleichend und er nach und nach
wird das ganze Ausmaß der Unterdrückung sichtbar.
Die Protagonistin Ferin ist eine fantastische Heldin. Sie
wartet sehnsüchtig auf ihre Maske und umso größer ist ihre Enttäuschung als ihr
Körper die Maske abstößt.
Sie macht im Laufe der Handlung eine große Entwicklung
durch. Zuerst ist sie ein hoffnungsloses und hilfloses Mädchen das zur starken
und reifen Frau heranreift. Sie ist mutig, steht für ihre Freunde ein und
kämpft für ihre Freiheit.
Auch die Nebencharaktere, wie beispielsweise Jasta, Rhys
und die anderen Rebellen sind sehr detailliert ausgearbeitet. Man hat als Leser
das Gefühl man ist unter ihnen und erlebt das Abenteuer hautnah.
Generell haucht die Autorin ihren Figuren Leben ein, sie
alle haben Ecken und Kanten und jeder ist speziell und hat seinen Platz in der
Geschichte.
Die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Ferin und Martu
entwickelt sich langsam, zart und gefühlvoll. Sie drängt aber nicht in den
Vordergrund.
Der Schreibstil von Mara Lang ist angenehm flüssig. Sie
beschreibt alles sehr bildhaft und ausführlich.
Allerdings ist es an manchen Stellen zu ausführlich, so
neigt man als Leser zum Überspringen von einigen Sätzen um voran zu kommen.
Der Einstieg ins Buch gestaltet sich sehr spannend, dann
verliert die Handlung aber an Spannung. Erst ab etwa der Mitte des Buches nimmt
die Handlung wieder Fahrt auf und dies bleibt dann bis zum Ende.
Dieses ist in sich geschlossen, auch wenn es dramatisch
und traurig ist. Es ist aber schlüssig und passt zur gesamten Geschichte.
Fazit:
„Masken – Unter magischer Herrschaft“ ist ein gelungener
Fantasyroman mit interessanten Ideen, einer zarten Liebe und sehr detailliert
beschriebenen Personen.
Allerdings macht die Ausführlichkeit der Beschreibungen
an einigen Stellen des Lesefluss kaputt.
Trotz allem aber ein gutes und lesenswertes Buch.
 
Vielen Dank an die Verlagsgruppe Droemer Knaur für die
Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.
Diese Rezension wurde hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Das Mädchen mit den gläsernen Füßen” von Ali Shaw

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: Script5
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3839001315
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ISBN-13: 978-3839001318

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Klappentext:
Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda’s Land vor:
Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern
versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer
sind wundersame Feuerwerke zu beobachten und Ida Maclaird verwandelt sich
langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe
zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und
trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas Herzen zu lösen. Gemeinsam
versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.
Meine Meinung:
Im Winter kehrt das junge Mädchen Ida auf die Insel St.
Hauda´s Land zurück. Sie ist auf der Suche nach einem gewissen Henry Fuwa, den
sie während ihres Sommerurlaubs schon einmal getroffen hat. Er ist ihre einzige
Hoffnung, denn sie beginnt sich von den Füßen an nach oben gehend in Glas zu
verwandeln.
Im Wald trifft Ida auf Midas, für den seine Kamera alles
ist. Er ist verschlossen und scheut den Menschenkontakt.
Ida schafft es aber durch ihre offene freundliche Art
Midas langsam aus seinem Schneckenhaus zu holen. Sie zeigt ihm, dass es noch
andere Sachen gibt im Leben außer seiner Kamera.
Als Midas von Idas Krankheit erfährt beginnen die beiden
gegen die Verwandlung anzukämpfen …
„Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ von Ali Shaw ist
ein Roman, der durchweg eine sehr melancholische Stimmung verbreitet. Das macht
es schwierig das Buch zu lesen. Für mich persönlich war es zuviel Traurigkeit.
Alle Charaktere mussten bisher mit schweren
Schicksalsschlägen kämpfen.
Der männliche Protagonist Midas ist ein geheimnisvoller,
verschlossener Mensch. Er musste er mit dem Tod seines Vaters und dann mit dem
Verlust seiner Freundin umgehen lernen.
Ida, die weibliche Protagonistin, hingegen ist offen und
freundlich. Sie versucht Midas aus seinem Schneckenhaus zu holen. Ebenso ist
sie mutig und zielstrebig, denn sie beschließt gegen ihre Krankheit
anzukämpfen.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte,
vorsichtige Liebe, der allerdings durch 
die traurige Grundstimmung das gewisse Etwas fehlt.
Es gibt auch ein paar Nebencharaktere, wie den eigenbrötlerischen
Henry Fuwa oder Carl Maulsen, der Idas Mutter geliebt hat und nun versucht für
die Tochter da zu sein. Er versagt allerdings ziemlich. Sie bleiben aber beide
relativ blass gegenüber Midas und Ida.
Ali Shaw hat einen sehr poetischen und bildhaften
Schreibstil. Wenn man sich darauf einlassen kann ist es bestimmt toll zu lesen,
für mich war es allerdings nicht wirklich was.
Die Handlung wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit
und Gegenwart und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt.
Spannung sucht man in gut 2/3 des Buches leider vergeblich,
es plätschert nur gemächlich dahin.
Auf den letzten ca. 100 Seiten keimt dann Hoffnung auf,
es wird spannend und das bis zu Ende.
Das Ende selber ist auch traurig und lässt leider so
ziemlich alle Fragen offen, die sich während des Lesens im Kopf angesammelt
haben, wie z.B. was es mit Idas Glasfüßen auf sich hat.
Fazit:
„Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“ von Ali Shaw ist
ein Buch mit wunderschönes Aufmachung und tollen Cover. Dahinter verbirgt sich
allerdings eine langatmige Handlung und eine traurige, melancholische Stimmung.
Alles in allem nichts halbes und nicht ganzes.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Rückblick März 2012 und kleiner Ausblick auf den April

Und wieder ist ein Monat vorbei.

Diesmal war es für mich ein recht erfolgreicher Monat, was das Lesen angeht.
Insgesamt habe ich 17 Bücher gelesen. Genaueres findet ihr hier in der Monatsstatistik .

1 Buch habe ich mir davon selber gekauft, der Rest waren alles samt Rezensionsexemplare, entweder von Verlagen oder auch von vorablesen, Buchbotschafter und lovelybooks.

In diesem Monat habe ich mit den Büchern “Elfenmagie” und “Hyddenworld: Der Frühling” auch meine ersten beiden Leserunden absolviert und es war eine interessante Erfahrung für mich. Es werden jedenfalls nicht die letzten gewesen sein.

Meine März-Highlights:
Starters” von Lissa Price => Dystopie
Elfenmagie” und “Als die schwarzen Feen kamen” => Fantasy
Schlehenherz” => Thriller

Meine März-Flops:
Dark Queen: Schwarze Seele, schneeweißes Herz” => Dystopie
VAMPIRE SOULS: Nachtrausch” => Fantasy

Und jetzt noch ein kleiner Ausblick auf den April und seine Neuerscheinungen:

Unter dem Vampirmond – Verlangen – Amanda Hocking

Unter dem Vampirmond – Schicksal – Amanda Hocking

Von der Nacht verzaubert – Amy Plum

Geliebte der Ewigkeit: Kriegerinnen der Finnah 01 – Beth Cillian

Du oder die große Liebe – Simone Elkeles

Zeitenlos: Der Anfang – Shelena Shorts

Elfenbann – Aprilynne Pike

Was waren eure Highlights und Flops im März?
Und auf welches Buch freut ihr euch?
Ich freue mich über eure Kommentare!

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